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walckerBlog
15.September
aeolineBlog
09.September
EFW-Blog
03Juli
NEWS 2007_04 |
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| 16.Sept. |
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Spieltische Bukarest op 2654 und Heidelberg op 2135
sind neu auf unserem WalckerBlog. Einige Anfragen kamen hierzu, so dass wir
diese beiden Spieltische etwas ausführlicher dort ausgestellt haben.
Immerhin gibt es kaum noch Kinoorgeln, von denen man die recht funktionellen
Spieltische sehen kann.
und für alle, die nur auf unsere
NEWS
springen, hier der Hinweis, dass die Heidelberger Kinoorgel auf
unserer indexSeite entsprechend gewürdigt wird
"Ja aber was macht denn die Trommel in der Orgel",
so ein Passant am
Schwetzinger Schloss bei der Einlagerung der letzten
Kino-Orgel des Oscar Walcker, die zuvor aus dem Heidelberger Königssaal des
Schlosses von unserer Firma ausgebaut wurde. In Schwetzingen musste mittels
eines Außenaufzuges eine sagenhafte Höhe von 52 Fuß überwunden werden, bevor
Autohupe, Becken, Kirchenglocken, große und kleine Trommel der "Oskalyd
-Orgel Opus 2135", die vormals in den Capitol-Lichtspielen in Heidelberg
eingebaut war, fachgerecht im höchsten Stockwerk des Schwetzinger Schlosses
eingelagert seine vorläufige Ruhestätte gefunden hat. Zu dieser Orgel haben
wir neben den Einlagerungsarbeiten eine umfangreiche Dokumentation und
technische Zeichnungen erstellt, die wir hier mit Bildern aus dem Abbau des
Instrumentes vorstellen werden. Wohl eine der härtesten Wochen, die man als
Orgelbauer so erfahren darf, liegt hinter uns, bevor wir uns wieder unserer
"Großen Geliebten in Bukarest" zuwenden. Mitten während des Hochfahrens der
Fernwerklade ruft Ingo Bubendörfer von Stockmann an, wo er denn die Mensuren
und Mixturzusammenstellungen einer alten Walcker-Orgel aus 1902 erfahren
kann. "Ja wohl nur auf aeoline.de - erste Seite ganz unten,
Walcker-1908-Mensuren" rufe ich ihm zu, bevor man zum Dauerlauf nach oben in
den 3 Stock ansetzt. |
| 09-Sept. |
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Statik gegen Dynamik.pdf,
ein philosophisches Credo, das ich vor fünf Jahren hier auf diesen Seiten
ausgesprochen habe und das sich als Lebensprinzip und als gesellschaftliches
Entwicklungsprinzip qualifizieren kann, ausgerichtet an der Orgel - denn
diese symbolisiert mit ihren Pfeifen und dem statischen Klang die andere
Welt, das göttliche Reich. Während wir hier auf Erden das ewige Werden
haben, die Dynamik, glauben wir alle, ob bewusst oder unbewusst an
feststehende, unveränderliche Voraussetzungen. Kaum ein Atheist könnte
begründen, ohne feststehende Gründe. Ich denke mit dieser, meiner
Gegenüberstellung zweier unvereinbarer Welten kommt man verdammt nahe an
eine metaphysische Romantik die mehr ist, als ein Nachtrauern vergangener
Kulturen. Da sind Entwicklungen die bevorstehen, und nicht irgendwelche
Dinge, die schon verblasst und in historisch verstaubten Gelehrtenpapieren
ihre Wirkungen tun. |
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| 08.Sept. |
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Vox angelica und andere Schmeicheleien - das
ist unser neuester Eintrag im
aeolineBlog. Dazu ein
paar weitere, schöne und sehenswerte Register, die man nun leider
eine gehörige Zeit lang nicht mehr hören wird. Die Vox Angelica, ein
zweifaches Streicherregister, das selten genug vorkommt, aber klanglich zu
den schönsten romantischen Stimmen gehört. Die uns vom Namen her jene
"Personifizierung" des Klanges entgegenhält, denn von der Pfeifenbauart
her ist es ziemlich identisch mit der Vox coelestis (in Schwebung gestimmt
zur Aeoline oder vergleichbaren Registern), mit der wir uns besonders bei
großen Orgeln elegant durchschlängeln können, durchs Gestrüpp der
"Begriffe". Und in der Tat auch, werden geringe Changierungen bei den
Streichern vorgenommen, kleine, fast unbedeutende Lautstärkenunterschiede,
die uns bei großen Orgeln, jenes oder dieses Register besonders zubringen.
So, dass man nach einigen Jahren an einer Orgel seine kleinen Vorlieben
hat und sagen kann: "Ach, dazu ziehe ich meine 'Angelika'", und man hat
nichts anderes getan als einen Klang personifiziert, sprich geistig
veredelt. |
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Einige
"blog-Besucher", die interessiert
nachgefragt haben, wie es denn nun weitergeht mit unseren
"Einfalten-Bälgen" können wir ein Foto des letzten Balges zeigen, der in
unserer Werkstatt in Bukarest neu beledert und papiert wurde. Es ist der
Balg des Schwellwerkes, der zweitgrößte, und der, welcher nach dem
Motorbalg eingebaut wird in den kommenden Wochen. Wir werden ab November
in Bukarest einen komplett neuen Spieltisch mit neuer Elektronik und
Elektrik einbauen, der dem momentan modernsten Stand der Technik
entspricht. Hier sind über 650 Magnete anzuschliessen und 450 m 80adriges
Kabel zu verlegen. Dabei werden wir sehr umfangreich diese Installation
ebenso in Form von workshops hier auf unseren Blogs zeigen. Aber
zuvor erfolgen erstmals die Reiseberichte aus Costa Rica und viele andere
schönen Dinge, die wir alle jetzt noch nicht verraten werden. Man muss
dazu sagen, dass die extrem schlechte Programmentwicklung von Microsoft &
Co, besonders jenes Vista, einem flüssigen Arbeiten sehr im Wege
stehen, und manche Formatierung und Entwicklung grotesk torpetieren.
Sodass man eigentlich nur konstatieren kann: "Wer vom Leben erzählen will,
ohne sich 5 Stunden am Tag mit dem Computer herumzuschlagen, der ist mit
den Windows Systemen auf der falschen Seite. Das sollte man unbedingt vor
der Ausgestaltung der Erzählung wissen!". |
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Walcker-Orgel
im Athenäum und Enescu wollen wir hier nochmals und in
besser Ausfertigung den von der rumänischen Post anlässlich des
Enescu-Festivals herausgebrachten Sonderbriefumschlag zeigen, der
natürlich in schönster Farbe unsere Walcker-Orgel aus 1939 zeigt, vor der
jener berühmte Komponist, Geiger und Dirigent George Enescu rund 10
Jahre seine Dienste tat. "Die Bukarester Walcker-Orgel ist klanglich die
schönste Orgel, die ich kenne... - Sylvie Stambuliev, ehemaliger
Direktor der Philharmonie in Russe und ehem. Direktor der Oper dort und
berühmtester Geiger Bulgariens" |
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| 07.Sept. |
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Zum
Thema Konzertsaalorgel zeigt uns L.
Zickermann
orgelarchitektur@htp-tel.de eine seiner hervorragenden Grafiken, und zwar die der Pariser Trocadéro-Orgel, die er anlässlich deren Abbruchs auf Grundlage
verschiedener schwarz-weiß Bildern gefertigt hat. So kann in jedem Fall
der historische Blick belebt werden. Die Grafik ist hochauflösend und hat
rund 409 kb. Eine weitere Bereicherung in Sachen Romantik bietet "Rüdiger
Safranski - Romantik, Eine deutsche Affäre" - ein Buch der Superlative
eines der bekanntesten deutschen Gegenwarts-Dauerschreiber (Schiller,
Nietzsche, Schopenhauer Biografien) der zum Thema einige neue Aspekte
heranbringt, die auch für Hörer Romantischer Musik ihre
Wissenswertigkeiten haben. Schon im Vorwort werden wir dran erinnert, dass
sich die Gebrüder Schlegel um 1800 mit ihrer heftigen und frühromantischen
Zeitschrift "Athenäum" zu Worte meldeten und sich dort radikal
romantischer Ideen verschrieben haben. Ja... wenn das kein Zufall ist. |
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zu verkaufen ist wieder
eine englische Harrison&Harrison von 1902 unter der Nr. M0101 |
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Die Konzertsaalorgel in Deutschland,
von den Anfängen im 19JH bis 1942,
eine Schrift, die gerade von Dr. Thomas Lipski erstellt wird, und
bei der wir uns ebenfalls als Sponsor sowie Text- und Bildteil-Beisteller
engagieren, wird mit rund 600 Seiten wieder ein Orgelbuch, das man in
seiner Orgelbibliothek nicht vermissen sollte. Als Erscheinungsdatum ist Frühjahr 2008 vorgesehen. Leider
wird die von uns gerade restaurierte Oscar Walcker-Orgel im Atheneum in
Bukarest (Bilddarstellung zeigt den 5 Lei-Schein mit dem Komponisten
G.Enescu und dem Atheneum in Bukarest) dort nicht aufgeführt, weil
eben nur die deutschen Orgeln dort beschrieben werden. Wenn man nun weiß,
dass im letzten Jahrhundert über 600 Kompos itionen
für Orgel und Orchester geschrieben wurden, wenn man weiterhin erahnen
kann, dass gerade das Orchester mit einer aliquotreichen Orgel überhaupt
nichts anfangen kann, weil es hier u.a. immer Stimmprobleme gibt, wenn man
dazu noch die Klänge auch orgelbewegter Konzertsaalorgeln kennengelernt
hat, dann kann man einen sehr lehrreichen Schluss aus diesem Wissen
ziehen, der besagt, dass die Konzertsaalorgel auch durch beengte Akustik
und einer gewissen Unterordnung ins Orchester immer die geradlinigste an
der Walze ausgerichtete Dynamik aller Orgeln gehabt hat. Man kann hier
ganz deutlich das Missverhältnis von Papier und tatsächlicher Klangwirkung
an der Bukarester Orgel studieren. Wo ein solch lückenloses Crescendo
möglich wurde, weil der Intonateur im Verein mit dem Orgelgestalter Oscar
Walcker, der vom Kopf her sich der Bewegung unterordnete, aber von der
Seele Romantiker blieb, die etwas weit über eine "Synthese" Hinausgehendes
schufen. Konzertsaalorgel wird damit, wenn man die Instrumente nach dem
II.WK wie Lipski auch, in andere Klangqualitäten einordnet, fest mit
Orgelromantik verankert. Der Konzertsaal gehört der Romantik. Die Klassik
braucht den gotischen Raum. |
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wir haben momentan ein recht großes
Problem mit der Formatierung unserer Seiten, weil einerseits mit Laptop
und vista ein völlig anderes Bild ist, als mit Computer. Daher manchmal
die schlangenförmigen und abrupten Zeilenwechsel. |
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Es hat
sich in letzter Zeit unter
anderem auch in Orgelfachzeitschriften, die schöne Sitte eingebürgert,
dass man auf diesen Seiten bilderstürmend Material herunter holt, wie man
es gerade so braucht, um dann das Ganze als vom "Walcker-Archiv" bezogen
bezeichnet, mit der hintergründigen Absicht, das sei jetzt ohne jeden
copyright-Schutz und somit im rechtsfreien Raum x-beliebig verwendbar.
Ohne sofort mit Unterlassungsklage und Kostennoten drohen zu wollen, muss
klar und deutlich gesagt werden, dass wir dagegen künftig Rechtsmittel
einlegen werden. Das betrifft primär Abbildungen aus unseren
Veröffentlichungen und unserem Archiv, die anderenorts veröffentlicht
werden, ohne dass unsere ausdrückliche Zustimmung vorliegt. Wir haben in
der Zwischenzeit genügend Internetseiten und Artikel gesehen die
tatsächlich den Eindruck erwecken, als würde man sich mit Absicht über die
normalsten Rechte hinwegsetzen. Dazu kommt, dass kaum je eine Anfrage nach
Veröffentlichung von Materialien welcher Art auch immer, von unserer Seite
abschlägig beschieden wurde. Aber es gibt auch positive Erscheinungen, wie
die des Herrn Dr. Achim Seip, der uns zwei Sonderdrucke seines Artikels
mit Dank für die Bereitstellung von Material zukommen lässt. Immerhin sind
das ja die Begleiterscheinungen, die uns alle, die wir über den Tellerrand
hinaus an der Orgel arbeiten, zu solchen Dingen motivieren. |
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| 29.Aug. |
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Szabó Balázs
hat vergangene Woche den ersten Preis
beim Internationalen Orgelwettbewerb in St. Maurice d'Agaune in der
Schweiz gewonnen. Dazu gratulieren wir ganz herzlich nach Ungarn.
Einzelheiten und Programm findet man in
http://www.regart.ch/agaune-orgue/index_d.asp |
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| 26.Aug. |
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Kulturschändung, das gibt es heute noch in
Europa:
Liszt-Orgel
im Dom von Bratislava wird abgebaut Der
historische Glanz hat die Orgel aus dem Martinsdom in Bratislava nicht
retten können. Obwohl das Instrument seine Gestalt unter anderem dem
Komponisten Franz Liszt verdankt, wird es jetzt abgebaut. Kritiker hatten in
den vergangenen Monaten vergeblich darauf hingewiesen, dass die Orgel mit
ihren 34 Registern genau für ihren Ort geschaffen sei. Die Erlaubnis zum
Abbau wurde vom Denkmalamt der slowakischen Hauptstadt erteilt. Angeblich
entspricht die alte Orgel nicht mehr den liturgischen Anforderungen. Das
neue Instrument soll 60 Register erhalten und im kommenden Jahr aufgestellt
werden. siehe hierzu auch
franzen
Bombastik und
Anmerkungen und Dispo
und lesen Sie hierzu
Anmerkung "Das System der industriellen Annihillation" |
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| 20.Aug. |
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Oscar Walckers "Bukarest 1939"
aus den "Erinnerungen eines Orgelbauers" wurde aus aktuellem
Anlass heute mit einer eigenen Seite eingebracht. Hier finden sich alle
Links in Sachen Bukarest, außerdem werden wir auf dieser Seite laufend
Ergänzungen in Sachen "Aufenthalt in Bukarest" vornehmen. Es lohnt sich
also, hier öfters mal reinzuschauen. |
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downtown
Bucuresti, 202 high-lighted
pictures from the point of intersection between THE ORIENT AND THE OCCIDENT. When
we say "...from Orient came the light, and from the Occident came the science.."
- than, - what is these Bucharest? All the 202 pictures made by Gerhard Walcker-Mayer, will say: "here from this
Bukarest, this melting pot between Asia and Europe, there seems to be a complete
other light, a complete other science, a complete other way of living, thinking,
drinking, eating, sleeping...Oh
these Bucarest, I will say one: "you love it and you hate it, and when the night
comes in this summer, you will hate it a little bit more.." |
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Bei zweitausendundeins gibt es günstig
Bach auf Silbermann,
ältere Aufnahmen. |
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Eine
ganz außergewöhnlich gute Aufnahme,
die ich regelmäßig höre, weil sie von solcher spritziger Spielfreude
und Leichtigkeit vorgetragen ist, das ist diejenige von Elena Barshai
auf der Silbermann-Orgel im Dom zu Arlesheim. Kosten der drei CD rund
12 Euro. Eine super Aufnahme, bei der die Klangschönheit der Orgel wunderbar
dargestellt wird! Hier stimmt einfach alles, Registrierung, Tempo, prosa
oratio - Lebendigkeit, wie man sie fast nur noch jenseits unserer
akademischen Lehrbetriebe findet. |
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| 15.Aug. |
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Geschichten, die das Leben schreibt, das
sind meist diejenigen, die am intensivsten sind, weil sie zwar auch
fantasievoll sein müssen, aber eben orientiert sein müssen an einer
schicksalhaften Realität. Ich wurde von einigen Freunden unserer
Internetseiten gefragt, wie denn das Leben in Bukarest so sei, ob es da
irgendwie etwas Herausragendes gäbe, das der Aufzeichnung wert sei, und
das etwas das Alltagsleben in Bukarest beleuchten würde. Immer noch, muss
ich sagen, bin ich so fasziniert von dieser Stadt, dass es mir unheimlich
schwer fällt, irgend eine allgemeine Story zusammen zu friemeln. Aber da kam
mir heute der Zufall in Form eines "Schamanen" auf mich zu, der etwas so
typisch bukarestisches ist, so dass ich den Zipfel packte, um daraus
eine Kurzgeschichte in Form von 2 DINA4 Seiten zu schreiben, die all diese
Surrealität, welche diese Stadt in sich birgt, zum Ausdruck bringt. Als
Nicht-Schriftsteller kann man solch eine Geschichte nur dann
"herüberbringen", wenn man voll emotional davon gepackt worden ist - ich
hoffe, auch Sie als Leser, bekommen etwas von dieser "Packung" mit.
DER SCHAMANE - Geschichte aus
Bukarest (PDF) |
| 12.Aug. |
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franzen-Bombastik statt historischer Walcker-Orgel.
Aus der Slowakei erhalten wir folgenden Hilfeschrei:
Haben Sie gewusst, dass im Dom zu Bratislava eine mechanische Orgel
steht, die von E.F.Walcker gebaut wurde, und von Vinzenz Mozsny aufgestellt
wurde?(1882) Die Orgel ist schön groß (33 II/P, mit Barker, mit Violon
32').* Zur Zeit will man die Orgel ersetzen durch ein neues Werk von Woehl
(französische Bombastik...), und natürlich hat man keine Nachrichten, was
mit der alten Orgel jetzt passiert. *die
Informationen sind aus Acta Organologica, Bd.14,S.169 f. und 166., und Ars
Organi 1989, 37.Jahrg.H4, S.185. mfg FM
Wer diese Meldung bestätigen kann event. mit der
entsprechenden Opusnummer, den bitte ich diese mir unbedingt zuzumailen. gwm
hierzu eine bestätigende Nachricht:
Hallo Herr Walcker, das mit Bratislava stimmt leider... Woehl
hat mir vor ca. 2 Monaten erzählt, dass seine neue Orgel schon im Bau weit
fortgeschritten ist.
Wenn ich mich richtig erinnere angeblich über 30% frz. Cavaillenachbauzungen,
gesamt glaub ich war von ca. 60 Registern die Rede. Die Orgel lagert er
vorerst "denkmalpflegerisch" ein. Das mit dem
Abbau dürfte - wenn nicht schon passiert- in den nächsten Wochen oder
Monaten erfolgen......
Die Orgel wurde am 19.11.1882 kollaudiert. Dispo, Pfeifenmaterialaufstellung
von Woehl habe ich in D., auch Angaben zur Bauart (deckungsgleich mit einem
Ars Organi Bericht vor einigen
Monaten) Opus weiß ich leider nicht. Keine einzige Zunge im Werk ! . Wir
waren mit einer Orgelfahrt vor 3 Jahren einmal da - damals sammelte man
schon für den Neubau. Die Orgel ist sehr desolat, aber
wenn restauriert sehr schön. Grund für den Neubau ist angeblich das nicht
vorhanden sein keiner einzigen "adäquaten modernen" Orgel zum Unterricht
des Konservatoriums. Die alte Orgel soll zwar an einem näher nicht
bestimmten Ort wieder restauriert aufgebaut werden, doch zerstört
man m.E. so die absolut einmalige Einbausituation der mech. Kegelladenorgel
in einer Turmraumnische. Ein Unikum par exellence. Die neue Orgel könnte man
auch wo anders hinstellen und nicht so groß bauen... Ist wohl nun nicht mehr
möglich....
viele Grüße anonymus
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Ein Fachmann aus
Ungarn teilt mir mit, dass die Orgel eigentlich ungünstig im Raum steht. Im
ARS ORGANI wurde über das Orgelwerk Franz Schmidt diskutiert, wobei
dieses Instrument als mustergültige Klangvorstellung des Komponisten, das
ihn geformt hat, dargestellt wurde. Pressburg war früher ungarisch, und
vielleicht spielen sogar solche Motive ins Kalkül nun eine "neue" Orgel in
den Dom einzubauen, die geschmacklich völlig anders disponiert ist und
welche die neue (national betonte) Zeit repräsentiert. Also Berhard Haas
hat sich für den Erhalt dieser Orgel ausgesprochen und man griff ihn im ARS
ORGANI 4/2006 an, weil diese alte Kiste keinen Wert darstellen würde. Es ist
nicht klar ob diese Orgel aus dem Hause Walcker stammt, und wenn ja, zu
wieviel Prozent an Pfeifenwerk. Wenn es aber der Fall sein sollte, dass zu
einem erheblichen Teil diese Orgel aus Walckers Hause stammt, was aus den
Opusbüchern nicht hervorgeht, dann wäre dieses Instrument nach einer
Restaurierung bedeutend wie Schramberg, Neuhausen, Wien-Votivkirche u.a..
Christoph Bossert hat sich ebenfalls anfangs sehr intensiv mit der Sache
beschäftigt und sich gegen einen Ausbau der Orgel ausgesprochen, aber später
seinen Standpunkt revidiert.
Nun, wir werden
den Woehlschen Einbau kaum noch zu verhindern wissen, und wir können
natürlich nicht alle Gründe für und gegen diese Orgel hier sorgfältig
abwägen, ohne je die Orgel in Augenschein genommen zu haben. Meinen aber,
wie im Falle der Rechtssprechung: Im Zweifel für den Angeklagten zu
sprechen, also Erhalt in jedem Falle, bis zur Klärung aller Details. |
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Redundant
Pipe Organs
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| 09.Aug. |
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WORKSHOP(1) Restaurierung von Einfalten-Magazin-Bälgen
auf unserem WalckerBlog soll zeigen wie komplex ein solcher einfacher Kasten
ist, der eine Registerkanzellen-Windlade mit dem erforderlichen Wind
versorgt. Diese Magazinbälge, die ab einem noch nicht klar ermittelten
Zeitpunkt die Standard-Bälge bei Walcker wurden, haben ein bedeutend
größeres Volumen als Schwimmer-Bälge, und wir denken, dass bei zunehmender
"Romantisierung" auch jenes Balgsystem besser in die Orgeln integriert
werden sollte. Allerdings, das wird man an unserem Workshop leicht erkennen,
sind diese Bälge wesentlich schwieriger zu fertigen. Allein eine solche
Holzfalte, die wie ein surrealer Flieger aerodynamisch gefertigt ist, und
sich schlecht zur Massenfertigung eignet, fordert erheblichen Aufwand und
absolut trockenes Holz.
einige
wichtige Blogs bisher:
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| 05.Aug. |
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Redundant
Pipe Organs
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| 15.Juli |
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Electro-pneum. Relais System Walcker,
ist heute auf unserem WalckerBlog hochgeladen. Dieses System wird in einer
Arbeit als "superschnelle Sache" beschworen, wobei gesagt werden muss, dass
Walcker dieses System mit Hebelmagneten abgelöst hat. Ich nehme an, dass
dieselben Störungen, wie sie heute bei typischen "Hope-Jones-Laden" in den
USA ganz normal sind, die Ursache waren, von dieser empfindlichen Geschichte
abzurücken. Daher haben wir bei Kegelladen nie diese
Störungs-Empfindlichkeit. |
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komplett online:
"The
Recent Revolution in Organ Building"
von George L.Miller. Dieses Buch, welches 1913 von "The Charles
Francis Press" in englischer Sprache erschienen ist ab sofort online bei
gutenberg.org als html Seite downloadbar. Zwei Reprints in den Jahren
1969 und 1971 mit je 1000 Exemplaren haben gezeigt, dass dieses Taschenbuch
mit wichtigen Informationen über den angelsächsischen Orgelbau, große
Akzeptanz erfährt. In 14
Kapiteln werden Entwicklungen des angelsächsischen Orgelbaus von der
Erfindung des Schwellkastens durch Jordan 1712 über Barkers Hebel 1832 bis
zur elektro-pneumatischen Action durch Péschard 1866, sowie den
verschiedenen Erfindungen durch Hope Jones 1886-1913 sehr ausführlich und
mit hervorragenden Grafiken erläutert, wobei auch die Einflüsse durch die
Franzosen entsprechend gewürdigt werden. Über den deutschen Orgelbau
hingegen findet man nichts. Das Büchlein mit seinen 192 Seiten stellt eine
sehr wichtige Quelle in Sachen Elektropneumatik angelsächs. Prägung dar, und
zeigt uns, wie wichtig der englische Orgelbau in Relation zum französischen
und deutschen Orgelbau um die Jahrhundertwende war (gwm) |
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für diesen
Litaize ist das die beste Orgel...."ein
unheimlich starkes Stück, ein Gewitter, eine Erschütterung" hörten wir einen Hörer sagen,
der nach Gaston Litaize und seinem PRÄLUDIUM mit TANZFUGE
(Prélude et Danse Fugée) fassungslos vor sich auf den Boden starrte, "und
diese Orgel, das muss ein Monstrum sein, ein bodenloses!". Es handelt sich,
wie jeder gut informierte Hörer in der Zwischenzeit weiß, um die
Walcker-Orgel im Ulmer Münster, und wir haben hierzu einige sehr positive
Ermunterungen erhalten, so dass wir es noch einmal auffahren. Hier also
again and again:
Gaston Litaize
und seinem
PRÄLUDIUM mit TANZFUGE |
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Meine
Abhandlung "Orgelexpert
wozu?" wurde bis heute über 300 mal heruntergeladen. Erstaunlich,
dass sich zwei Orgelsachverständige sehr positiv über das dort Gesagte
geäußert haben. Mir wurde von anderer Seite zugetragen doch auch konkrete
Korruptionsfälle zu benennen, und es wurde gleich mit Beispielen gehandelt.
All dies ist nicht meine Aufgabe. Um die menschliche Gesellschaft zu ändern
reicht es in der Regel aus, wenn man bei sich selbst anfängt. Dazu ist es
völlig legitim, den Bereich in dem man wirkt, auch etwas umzugraben. Das
Erschießen und Steinigen überlassen wir anderen. |
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Neue -
alte - Walckerorgel in Polen : Sehr
geehrter Herr Walcker, das Kulturzentrum Sokół in Nowy Sącz
(Südpolen) hat im Jahre 2005 aus Lampertheim stammende
Walcker-Orgel gekauft, und mir das Projekt ihrer Modernisierung und
Installation in neuem Konzertsaal anvertraut. Es war eine neubarock
disponierte Orgel mit drei Manualen und 41 klingenden Register. Ich habe
sie grundsätzlich umdisponiert, vergrößert und eine ganz neue
Klangkonzeption verarbeitet. Ich habe aber zugleich viele alte Elemente
benutzt, man kann also sagen, dass es immer in großem Teil eine
Walcker-Orgel ist. Alle Arbeiten herstellt eine polnische Firma IN PLENUM
und sie sind unter der Leitung Herrn Orgelbaumeister Mieczysław Klonowski
aus Katowice durchgeführt. Ich bin bei diesem Bau als
Orgelsachverständiger verantwortlich.Obwohl die Montagearbeiten immer noch
nicht geendet sind, haben wir auf 8. und 9. September 2007 eine festliche
Einweihung geplant. Im Plan befinden sich u.a. zwei Konzerte,
Präsentationen und Diskussionen. Wir würden uns geehrt fühlen, falls die
Repräsentanten der berühmten Firma E.F. Walcker an der Wiedereinweihung
unserer Orgel teilnehmen würden. Weitere Informationsmaterialen schicke
ich Ihnen, wenn sie verarbeitet werden.Ich hoffe, dass unsere Idee für Sie
interessant ist und Ihre Ankunft in diesem Termin möglich wird. Wir
erwarten Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüssen IW |
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| 06..Juli |
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Randnotizen
zur Harmonik Unter Harmonik versteht man
eine auf Phytagoras aufbauende Lehre, die sich zunächst durch Johannes
Kepler und Anasthasius Kirchner in der Neuzeit entwickelt hat. Im
19Jh wurde sie wiederentdeckt von Albert Freiherr v. Thimus.
Besondere Förderung soll sie erfahren haben im Orgelbau von H.H.Jahnn,
der sich wesentlich auf den ganz neu aufbauenden Harmoniker Hans Kayser
hierbei stützte. Seit Jahren beschäftige ich mich sowohl mit Kayser (Orphikon)
als auch mit dem sehr schwierigen, aber grundlegendem esoterischen Werk des
genialen Albert Freiherr v. Thimus (Die harmonikale Symbolik des
Altertums,1868), das mir über Oscar Walckers Bibliothek zugängig gemacht
wurde.
Zum Verständnis, ober besser gesagt "Unverständnis" Hans
Henny Jahnns Harmonik, zitiere ich einen Absatz aus Thimus' Werk, den ich
allerdings in heutige Sprache transkribiere: Nach Plutarch und Chrysipp
haben die alten Weisen um Nichteingeweihte abzuschrecken ins Gebiet
der spekulativen Zahlenlehre einige offensichtliche Hirngespinste eingebaut.
So wurde behauptet, dass ungerade Zahlen männlich und gerade Zahlen weiblich
seien, und dass aus der Verbindung von weiblichen mit männlichen Zahlen "die
Ordnung des Alls" der Dinge ihr Dasein empfangen. Zu diesem Glaubenssatz
haben sich Aristoteles und sämtliche Schriftsteller der
alexandrinischen Epoche gläubig bekannt. Obwohl, wie man weiß, dies
ausschließlich zur Irrung der Exoteriker bestimmt war. (Ende Zitat)
Nun bleibt uns nichts anderes übrig, als zu fragen, sind die
weiblichen und männlichen Register der Jahnnschen Terminologie
Schreckgespinste für Nichteingeweihte oder ist H.H.Jahnn Opfer jener
Abschreckung? Sprich der exoterischen Unordnung. (gwm) ...hoffentlich
glaubt keiner, dass ich mir auf irgendwelchen schwülstigen Internetseiten,
die vornehmlich unter der Gürtellinie agieren, Kommentare zu dieser
Feststellung ansehen werde (gwm) |
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| 03.Juli |
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Eberhard
Friedrich Walcker zum 213ten Geburtstag
zu Ehren haben wir erneut eine Überraschung auf unserem EFW-Blog, wo unter
anderem der Meister 1869 von Karl Fried. Klaiber interviewt wurde für
das Biedermeier-Blatt "Daheim" Ausgabe März 1869, und in dem wir sehr
interessante Details zum Frankfurter Paulskirchen Orgelprojekt
erfahren:
Ich hatte
nämlich in meinen Plan ein offenes 32 füßiges Bassregister aufgenommen, d.h.
ein Register von offenen Holzpfeifen, deren größte 32 Fuß Länge haben und
die tiefsten Basstöne bis zum Contra C hervorbringen sollte. Aber gerade
dagegen sträubte sich die Baukomission. Hofrath Andree fragte mich, ob
dieses Register zum Gebrauch oder zur Dekoration proponiert sei? |
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| 01.Juli |
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Deutsch-französisches Kulturprojekt San José 2007
findet statt in der ersten Novemberwoche, in der mehrere Orgelkonzerte an
Walcker-und Cavaillé-Coll Orgeln gespielt werden sollen. Dazu wurden zwei
Orgelbauer eingeladen. Aus Frankreich der Orgelbauer Cattiaux, aus
Deutschland Gerhard Walcker-Mayer. Geplant sind neben der
Dokumentation verschiedener Orgeln Costa Ricas, Vorträge mit Fotoshows,
Workshops zu halten und Gespräche zu führen, um die aus diesen Ländern
importierten Kulturgüter den jüngeren Generationen näher zu bringen. Drei
Wochen zwischen Karibik und Pazifik, das sind schöne Aussichten und
Gelegenheit dieses Land kennenzulernen. Wir werden berichten. Vielleicht
finden wir Anschluss an unsere Guatemala-Geschichte "Maya- und Euro-Kultur auf den
Trümmern ",
die täglich bis zu 50 Besucher interessiert.
Nirgendwo
sonst hat das Neobarock mehr versagt als
bei den unseligen Subbässen der 60er Jahre. Hier waren nicht nur
Querschnittsmensuren die nahe an die Gedekt 8' Pfeifen der Romantik
heranreichten Ursache, sondern auch die Schuhschachteln, die man als Bälge
deklarierte und einbaute und die viel zu niederen Winddrücke, mit denen man
einem Bass geradezu ein müdes Lächeln abgewinnen konnte, nicht aber das
"Brausen". Auf unserem aeolineBlog haben wir heute ein Mensurenblatt
"Subbässe" aus der Hand Eberhard Friedrich Walckers eingebracht, wo der
große Praktiker des Orgelbasses einige Aufzeichnungen gemacht hat. In
Frankfurt, hier sehe man das PDF auf EFW-Blog und die Dispo der Frankfurter
Paulskirche an, hat Eberhard Friedrich Walcker neben dem Contrabass 32'
einen offenen Subbaß 32' eingebaut. (diese Mensuren werden ebenfalls bald
dort gezeigt) Das nenne ich eine gründliche Behandlung der Materie. Da höre
und sehe man sich diesen Schnickschnak vergangener und vor allem heutiger
Orgeln an, die all ihre Fehler im Bass mit aufgeblasenen Mixturen und
Trompeten konterkarieren müssen - anstatt diesen Mangel mit tiefliegenden
Teiltönen des 32' teilweise zu beheben. Denn wer baut schon gerne einen 10m
langen Subbaß in besten ausgesuchten Hölzern? Oder anders gefragt, wer
bezahlt das?
Schwindsucht und Hysterie sind die Folgen, an denen solche
Orgeln leiden. Es gibt Orgelbauer, die begnügen sich mit der
Feststellung: "aber am CD-Player kann man den Bass wieder wunderbar
reinholen, und in einer Lautstärke, wie es sein soll".
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| 29.Juni |
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Frankfurt
Paulskirche - Mythos und Facts Die Eberhard
Friedrich Walcker-Orgel der Frankfurter Paulskirchenorgel, gebaut 1827-1833
mit 74 Registern auf drei Manualen und zwei Pedalen stellt durch die
gewaltigen Neuerungen in Disposition und Pfeifenwerkgestaltung einen Mythos
dar, der durch den Umbau im Jahre 1899 und die Zerstörung im II.Weltkrieg
reichlich genährt wurde und heute noch Bestand hat.
Diese Orgel, ein Grundstein des romantischen Orgelbaus in
Deutschland, wollen wir wieder mit neuem Feuer beleben. Das Instrument, das
seit seiner ersten Planung im Jahre 1825 bis heute immer wieder neu die
Gemüter erhitzt hat, dieses Instrument strahlt eine unheimliche Wärme und
Faszination aus, allein wenn man die Disposition liest. Vertieft wird dieser
Eindruck, wenn man das Ringen des Meisters mit der Erschaffung des ersten
realen 32'Tones in der Geschichte des Orgelbaus verfolgt.
Hierzu wurde heute ein Beitrag auf unseren EFW-Blog
eingebracht, er enthält neben dieser Disposition erste und wichtige
Mensurangaben zu dieser Orgel. Ich denke, dass wir mit weiteren zwei, drei
Artikeln alles Wesentliche über diese Orgel - und Pfeifengestaltung gesagt
haben werden. Außerdem sind Bilder aus den Mensurblättern enthalten.
Alle wichtigen Mensur-Unterlagen aus dieser Orgel liegen in unserem Archiv
vor, so dass wir also umfangreiche Untersuchungen hier zeigen können.
Wie es denn
der Zufall so will, haben wir im Anhang zu
obigen Gestaltung der Frankfurter Paulskirchenorgel einen Brief von Prof.
Walcha in den Anhang gebracht, der fast auf den Tag genau 60 Jahre alt ist,
und der einen Dispositionsvorschlag der Nachkriegsära enthielt. Diese
Disposition ist ein gutes Beispiel für Degeneration im Orgelbau, wenn man
den genialen Aufbau Eberhard Friedrich Walckers daneben stellt und zeigt,
mit was künstlerischer Orgelbau gegen rationales oder besser gesagt
"verkopftes" Organistentum aufzuwarten hat. Symptomatisch war dieser erneute
Orgelneubau in der Frankfurter Paulskirche ab 1948 in jedem Falle. Walcker
wurde beauftragt eine neue Orgel zu bauen. Ein erster Teilbau wurde 47/48
eingebaut. Die Stadt Ludwigsburg wollte diese Orgel stiften, unter der
Bedingung, dass Walcker sie baut. Dann kam es zu Auseinandersetzungen, weil
die Stadt Frankfurt sich mit finanzieller Beteiligung zurückhielt.. Später
kam es gar zu Prozessen und zum Bruch Walcker/Walcha. Der blinde Organist in
Frankfurt hat dann in den frühen 50er Jahren sehr heftig gegen "Romantik"
und "Reger" polemisiert, was vielleicht mit diesen Vorfällen zur damaligen
Zeit zusammenhing. Heute befindet sich eine Klais-Orgel in der Paulskirche,
die mit einer elementar schlechten Akustik für Orgelmusik behaftet ist. |
| 23.Juni |
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Glosse:
neuerdings, weil wieder viel weniger
gestorben wird als in den 40erJahren, gehen die Sargmacher in den
Spieltischbau. Dort hat sich nämlich eine Lücke aufgetan. Man baut nun
Spieltische für Orgeln, die es eigentlich nicht gibt. Luft-Schloss-Orgeln.
Aber, damit wenigstens Ästhetik gewahrt wird, ein anständiger Sargmacher
baut in solchen Fällen absolut in schwarz, er nimmt die Trauer vorweg. Am
Ende wird eine "Digitale" reingehängt und das Ding hat seinen Sinn bekommen.
Wir sind heute so mit Beliebigkeiten abgefüttert, da kommt es auf das
bischen Elektronik mehr, auch nicht mehr an.
Der
Briefkopf der Firma Walcker aus dem Jahr
1892, es ging in diesem Brief um ein reingestimmtes Harmonium des
Japaners Tanaka, das war schon eine gewaltige Sache, wenn man bedenkt,
dass dieses Blatt größer als DINA4 war, und über die Hälfte des Papiers von
Auszeichnungen überschmückt war. Extra Schönschreiber haben hier im Büro
kerzengerade Schriften aufs Papier geworfen, die uns mit den heutigen
"Emailgewohnheiten" sehr seltsam vorkommen. Aber es leuchtet ein, dass diese
Form der Ästhetik letztendlich auch in die Orgel eingeflossen ist, und uns
so ein Kunstverständnis fasziniert, das im ganzen Alltagsleben der Leute
immer vorhanden war.
Walcker-Deutschland: die Mannschaft
besteht wieder aus einem Team von vier Mann. Beharrliche Arbeit besonders
gegen die Widrigkeiten in Deutschland, ein großes Maß an Flexibilität, und
der absolute Wille sich nicht unterkriegen zu lassen, haben unsere
Arbeitsmöglichkeiten für die nächsten Jahre gesichert. Hierzu waren auch
viele Freunde im europ. Ausland für uns tätig, denen wir unseren großen Dank
bei dieser Gelegenheit aussprechen wollen. Nun geht es in den nächsten
Wochen los, eine organole Großbaustelle aufzumachen. Wir werden berichten. |
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Europäische
Orgelexperten -
Pressemitteilung (PDF)
Vergangene Woche Dienstag, 12. Juni, wurde in einem feierlichen Festakt mit
Konzert in der Kathedrale in Brüssel der neue europäische Master-Studiengang
OrganExpert installiert. Zu diesem Thema werden wir eine umfassende
Stellungnahme in absehbarer Zeit abgeben (gwm)
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