|
| |
|
|
|
| |
NEWS 2008/1
|
|
|
|
|
|
|
|
|
NEWS Jan 2008 - März 2008 |
|
|
|
| 09.März |
|
|
|
|
Redundant Pipe
Organ : eine wunderschöne 12 Register/II.Man+Ped
mech. aus 1880, unsere Bezeichnung M0117, aus Stocksbridge Methodist Church
in Manchester, ist zu verkaufen.
Kein Mensch weiß mehr, wie es zu den
Mensurenbezeichnungen bei Walcker um 1925-1940 kam, als man Mahrenholz,
Jahnn und Walcker- Bezeichnungen miteinander in den Büchern vermischte.
Dies wird auch wahrscheinlich kaum noch auffindbar sein. Aber anhand der
Walcker-Orgel im Bukarester Atheneum wäre zumindest denkbar, dass man hier
einige der Schemata anhand vorhandenen Pfeifenmaterials wieder
rekonstruieren kann und mindestens eindeutige Bezeichnungen aus dem Opusbuch
mit bestehendem Pfeifenmaterial in Einklang bringen kann. Dieses Ziel haben
wir uns gesetzt. Ein erster Schritt ist die hier veröffentlichte Liste auf
unserem Walcker-Blog, wo es nur so von Mahrenholz- und Jahnn-Mensuren
wimmelt.
http://blog.walckerorgel.de/2008/03/09/von-mahrenholz-und-jahnn-mensuren/
Es ist also in
den nächsten Wochen mit erweiterter Berichtigung von unserer Seite aus zu
rechnen.
Wer hierzu
bereits Erfahrungen gesammelt hat oder sonstiges Wissen in der Sache
besitzt, ist herzlich aufgerufen bei der Aufarbeitung mitzumachen.
Zur Freien Kombination und Setzer haben wir
gerade eine kleine Diskussion, wobei ich hier meinen Standpunkt erläutere:
die Deutschen Kombinationen, wie sie im
anglo-amerik.- Ausland genannt werden, sind etwas konsequent Unökonomisches.
Wenn man 4-5-6 oder mehr Schalter einbaut zur Einschaltung ein und derselben
Funktion, dann ist etwas mit der Logik nicht in Ordnung. Das hat schon
Albert Schweitzer völlig richtig um 1905 erkannt und gegeißelt, den
Spieltisch als ästhetisches Monstrum, vergleichbar einem Stellwerkhäuschen
einer Weichenstellanlage. Die Deutschen sind hier in eine technische Gotik
hineingetappt, die heute für mich ausschließlich einen historischen Reiz
hat, wie eben die Neugotik, aber vom technischen Standpunkt, der ja auf
Logik aufbaut, ist das falsch. Über die Ästhetik hingegen können wir uns
nicht streiten.
Dazu kommt, dass die Registrierung mit den Freien und
Festen Kombinationen, worunter auch die Walze gehört, Piano Pedal, und
natürlich Handregister mit HR ab ein völlig anderes System sind, das sich
nicht mit den Setzern vereinbaren lässt – auch wenn man diese Systeme
zusammen zwingt (Hr ab und Setzerkombination ist einfach Quatsch, weil
man beim Setzer sich an die Bewegung der Registertasten gewöhnt hat und
keine "stillen" Funktionen hinter den Registereinstellmagneten mehr
wahrnimmt - bei den Deutschen Kombinationen bewegt sich eben nichts außer
dem Walzeanzeiger). Gerade dieses Zusammenzwingen bewirkt oft völlige
Hilflosigkeit unvoreingenommener Organisten vor solchen hybriden
Spieltischen.
Man muss ja immer
die vielen Knöpfe, die unkommentiert da eingebaut sind, sehen, und nun soll
man erahnen, was da für Funktionen dahinter stecken. Also, meine Predigt,
klare und einfache Systeme, deutsch oder amerikanisch, beides zusammen nur
dann, wenn es historisch erforderlich ist. Damit sollte jeder leben können.
(gerade halte
ich ein kleines Steuergerätchen in der Hand in der Größe eines Handys mit 4!
Taster, mit denen ich alle 650 Magnete in unserer Orgel ansteuern kann - das
ist Ökonomie! Während mir Spieltische mit hunderten von smartiesbunten
Schaltern zum Steuern von 25 Register wie täppische Zirkuselefanten
vorkommen, deren behäbige Tanzshow ich mir ersparen kann) |
|
|
| 07.März |
|
|
|
| |
Bukarest Web02:
wir können es nicht lassen und müssen hier noch einmal ein
paar sehr gewichtige Bilder aus Bukarest vorstellen, aus einer Stadt, wo man
sich den schwarzen Hintergrund dazu denken muss (so wird es auf dieser Seite
gesagt). Es ist unheimlich schwer aus dieser Stadt immer neue Bilder zu
fabrizieren und zu zeigen, nicht weil diese Stadt eintönig oder gar
langweilig wäre, nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Die Schwierigkeiten
liegen darin, dass man seinen Respekt vor diesem in unheimlichen, dunklen
Strudel getauchten Bukarest bewahrt.
Video-Feedback: unser TV-Video vom Bukarester
Fernsehen hat erhebliches feedback ausgelöst und einige interessante
Fragen an uns herangetragen, die aber meist technischer Natur waren. So hat
ein Orgelbauer sich nach der Steuerungsanlage genau erkundigt, die er an
anderer Stelle einbauen will. Ein anderer wollte wissen, wie man alleine
solch eine Orgel stimmen kann. Aber die interessanteste Frage kam von einem
Organisten aus Südamerika, der mich fragte, ob wir hier unsere
Vorstellungen, die ich in meinem Vortrag "Die
Orgel im Informationszeitalter" (fast auf den Tag genau vor 10
Jahren gehalten) vorgestellt habe, endlich auch realisieren würden? In
jedem Falle werde ich die Idee dem Direktorium vortragen, nämlich dass wir
eine Konzertveranstaltung vorschlagen, in dem 6-8 Organisten aus New York,
Bogota, Tokio, Syndney, Berlin, Stockholm, Paris, Madrid etc., via Internet
an den Spieltisch angeschlossen werden und gemeinsam ein Konzert geben. Die
Midi-Schnittstelle ist hier das kleinste Problem, sondern hier wird das "timing"
und die Programmierung des Datenflusses eine Sache sein, während die
Zuschaltung der Gastorganisten über welches Gerät auch immer?, eine andere
Frage ist. Grundsätzlich sehe ich keine Probleme, weil wir hier auch gute
Programmierer haben - ich denke, dass das Publikum solch eine "globale
Orgelidee" grundsätzlich begrüßen würde. |
|
|
|
|
|
|
| 03.März |
|
|
|
|
JSBachs Gesicht rekonstruiert.
Wie mir gestern ein Musiker erzählt hat, habe man das Gesicht JSB's nun
naturgetreu rekonstruiert, - ja und - was folgern wir daraus?..... -- genau!
,dass unser Beitrag "Zurück in
die Zukunft" der ganz exakt diese Methode als zukünftige
Weltgestaltung skizziert und weitergedacht hat, vor zwei Jahren!!, an Hand des
Beispieles Johann Sebastian Bachs, auf der richtigen Spur liegt. Für alle
Zweifler sei noch gesagt, es kommt überhaupt nicht darauf an, ob man exakte
Merkmale konstruiert und findet, sondern es kommt auf die Glaubwürdigkeit an
(auf den Glauben, würde ein Lutheraner sagen). Dieser spielerische Tanz mit
"Wissenschaftlichkeit" kann weder als gut noch als ausgesucht böse
einsortiert werden. Aber es zeichnet sich etwas ab, was wir von der Zukunft
erwarten können: eine virtuelle Kopie der Vergangenheit! Und genau dadurch
hofft man aus der Zeitlichkeit in die Unendlichkeit zu springen. Ein
faustischer Gedanke, eine Morgendämmerung.
http://www.spiegel.de/video/video-28037.html |
|
|
|
|
|
|
| 01.März |
|
|
|
| |
TV Beitrag zur Restaurierung der Walcker-Orgel in
Bukarest Atheneum. Dieser TV-Beitrag des Rumänischen Fernsehens in
deutscher Sprache wurde von mir aufs Web etwas umgestaltet. Wir haben daraus
einen 12 minütigen Zusammenschnitt gemacht, und somit ist
Bukrest.wmv ist 65MB das
bisher umfassendste Video-Dokument über unsere Arbeiten dort. Außerdem ist
eine Orgeleinlage von Nicolae Licaret aus dem Jahr 2003 zu hören, wo auch
die klanglichen Mängel der Orgel in Erscheinung treten.
Neues aus San José - Costa Rica, Cathedral -
heute abend wurde mir der Auftrag zur Spielbarmachung der Schyven-Orgel
in der Kathedrale von San José vom Domkapitular übermittelt. Damit
bleiben wir weiterhin als global player international in sehr guten
Verbindungen. Eine große Aufgabe ist es, die mit Sicherheit nicht einfach
ist, an die wir aber
viele weitere Aufträge und Hoffnungen im Orgelbau in Mittel- und Südamerika
knüpfen.
Wieviel Welt verkraften wir, wieviel Welt sollen
wir hereinlassen? Diese großartige Frage eines stillen aber ausgezeichneten
Philosophen Rüdiger Safranski in einem Interview, möchte ich an ungewohnter
Stelle aufwerfen und weiter werfen. Ich empfehle Jedermann jede Minute
Fernsehen und jede Minute Internetsurfen täglich exakt in einer Tabelle zu
erfassen und den kleinen Erfolg von zehn oder fünfzehn Minuten Reduzierung
mit einem Fest zu feiern - oder was viel erfolgreicher wäre, dass man die
frei gewordene Zeit investiert und beginnt damit ein Tagebuch zu schreiben,
dass man als späten Roman im Alter als Lesestoff zur Verfügung hat. Eine
geistige Altersversorgung gewissermaßen. Wer einmal erkannt hat, dass
einesteils die Fernsehnachrichten fast nur negativen Seelenmüll produzieren,
andererseits Information nur dann im Inneren segensreich aufblühen kann,
wenn ihr wie einem Eichenbaum ausreichend Platz zur Verfügung gestellt wird,
der wird nie mehr die Masse und Menge an Informationen und noch weniger die
Regelmäßigkeit des Informationsempfanges als wichtigstes Kriterium anbeten.
Gestaltungsunterlagen von Eberhard Friedrich Walcker
Welche Unterlagen haben die alten Meister besessen, welche haben für sie
Bedeutung gehabt. Hierzu habe ich mich nicht sehr lange umsehen müssen um
eines der ganz großen Architekturbücher in der Bibliothek der Firma Walcker
zu finden, dass vom Druckdatum (1765) her in Frage kam. Es handelt sich um
das seinerzeit weltberühmte Buch "Vignola - die fünf Säulenordnungen"
Das komplette Buch aus 1765 mit rund 35 Kupferstichen ist unter diesem Link
erreichbar und einsehbar, ausdruckbar.
Die Orgel danach.... und andere Ideen
haben wir auf diesen Internetseiten vor einem für Internetverhältnisse
riesigen Zeitintervall einmal angesprochen und gezeigt. Hier nun wollen wir
über ein paar wichtige Themen eine Übersicht geben:
neu aufgefrischt
unsere Bildersammlung "Engel mit
Orgel" in der 57 alte Grafiken mit Orgeldarstellungen und Engeln
oder Cäcilia gezeigt werden. Für die einen Kitsch, für die andern "letzte
Hoffnung". |
|
|
| 28.Feb. |
|
|
|
|
Die
Arbeiten an der Walcker-Orgel im Atheneum sind
nun im GEO-Heft März schön dokumentiert. Leider hat der Fotograf sich zuviel
mit meiner Person beschäftigt, anstatt noch weitere Mitarbeiter mit
einzubinden. Dennoch haben wir ein paar schöne Bilder und einen
ansprechenden Text, der demnächst ins Deutsche übersetzt wird. Auf der
Internetseite http://geomagazin.ro wird
ebenfalls mit schönem Bild auf diesen Artikel aufmerksam gemacht. Im Laufe
der Woche werden wir noch unsere TV-Vorstellung im Rumänischen
Fernsehen in Form eines Videos zeigen. Der 20minütige Beitrag wurde
vergangenen Donnerstag ausgestrahlt.
Hier ist der komplette GEO-Artikel als PDF
Saarwellingen: die bei dem Grubenbeben im
Saarland am Sonntag schwer beschädigte Kirche St. Blasius in Saarwellingen
beherbergt eine klangschöne Walcker-Orgel, die auch Pfeifenmaterial aus der
Haerpfer-Orgel besitzt.
Orgelportrait Saarwellingen das auch deswegen empfohlen werden
kann, weil es dieses bereits seit 8 Jahren auf diesen Interseiten gibt, und
wohl kaum noch einer auf normalem Wege findet....
also gestern abend so gegen 16Uhr hat eine Leiter
mir ihre Dienste versagt, so dass ich aus einer Höhe von glatten zwei Metern auf dem Granitboden
aufgeschlagen bin. Meinem Herrn danke ich, dass der Aufprall nur zu zwei
geschwollenen Armen geführt hat, die allerdings in der Folge des heutigen
Tags mehr und mehr wie Hefeteig aufgegangen sind. So ich also Gedanken
hege, wieder
zum "Schamanen" einzukehren. Gelegenheit an eine alte Geschichte zu
erinnern, die mir zu Beginn unserer Arbeit in Bukarest geschehen ist. DER SCHAMANE - Sanatorio
Bukarest (PDF)
zu Resultanten und Teiltönen gibt es immer
irgendwo Diskussionen und Fragen, die ein wesentliches Element außer Acht
lassen. Resultierende Grundtöne, die aus Teiltönen aufgebaut sind, sind
physikalisch nicht nachweisbar. Es handelt sich hier entweder um
psychosomatische oder um psychische Erscheinungen, die man nicht eindeutig
belegen kann. Dass es diese aber gibt in der menschlichen Hörwelt ist
eindeutig, da vor allem alle bedeutenden Orgelbauer in der Romantik diese
Entdeckung von Vogler benutzt haben. Auch Helmholtz hat sich damit befasst.
Physikalisch wird aus zwei benachbarten 2. und 3.Teiltönen der 1. Teilton
erschaffen. Es könnte sein, dass der Mensch, der die beiden Teiltöne 2 und 3
hört sich unbewusst den ersten dazu schafft. In der Orgelbaupraxis geschah
dies vor allem zur kostengünstigen Erstellung von 32'Tönen. Denn 32/2 = 16,
32/3= 10 2/3, sprich, mit den Pfeifen 16 und 10 2/3 wird der fehlende
Grundton 32 dazugehört. Das kann man vielleicht noch mit einem synthetischen
16 Fuß machen, aber kein Mensch wird doch erzählen wollen, dass 2 2/3' und
4' einen real hörbaren 8' ergeben - denn dann wären ja alle diese "Neobarokkos"
ungemein grundtönig.
siehe auch
Tabelle Teiltöne (gwm)
Nocheinmal China: Lieber Herr Walcker, die
Olympischen Spiele 2008 rücken näher. Während der Gastgeber sich dann von
der Welt als modernes, tolerantes, weltoffenes Land feiern lassen möchte,
werden in China täglich die Menschenrechte verletzt. Amnesty International
hat zu diesem Thema eine Internetseite eingerichtet:
http://www.goldfuermenschenrechte.de/ Es wäre großartig, wenn Sie
dort beispielsweise die Online-Petition an den chinesischen
Ministerpräsidenten mit der Forderung zur Einhaltung der Menschenrechte
unterschreiben würden. Danke! Mit freundlichen Grüßen und den besten
Wünschen DZ |
|
|
| 25.Feb. |
|
|
|
|
immer
wieder Sonntags, gibt es ein paar Sätze von
Gelegenheitsbesuchern, die unsere Seite hier in einem Rutsch durchlesen,
dabei aber außer Acht lassen, dass diese Texte in zwei Monaten entstanden
sind. Da sind also unterschiedlichste Einflüsse und Gelegenheiten die auf
den Schreiber eingewirkt haben und hin und wieder kommen auch einige
durchwachsene Widersprüche heraus - besonders wenn man von 2006 rückwärts
liest. So gesehen ist das Ganze nicht eine monotone Stellungnahme über
irgendwelche Orgeln und Situationen, sondern es ist vielmehr ein Ringen um
Standpunkte. Dabei kann man durchaus einmal in falsche Richtungen gehen, das
schadet der Sache nie, ist eher eine Art Trumpfkarte subjektiver
Weltanschauung, die den Anspruch auf Objektivität überhaupt nicht stellt.
Perspektivwechsel mit Erinnerung und so ermöglichtem Lerneffekt, das allein
wäre schon sehr viel, das man bei solch einer Methode gewinnen könnte.
Vielleicht, unser zentrales Thema dieses Jahr.
Orgelkonzert-Termine 2008 auf
www.orgelkalender.de
Vielen Orgelkonzertbesuchern sind sie eine wertvolle Information zum Besuch
schöner Orgelkonzerte auch gerade in den kleineren Kirchen und Gemeinden,
deren Bekanntheit nicht an die Veranstaltungen in den großen Kathedralen
heranreicht, die oft genug aber ebenso bekannte Künstler und klangschöne
Instrumente präsentieren. Selbstverständlich können Sie auch weiterhin
aktuelle Konzerttermine für 2008 in den Online-Kalender eintragen. Wenn Sie
auf www.orgelkalender.de einen
Benutzernamen anlegen, können Sie Ihre eigenen Konzerte jederzeit bearbeiten
oder löschen. Natürlich ist auch weiterhin die Eintragung ohne Benutzernamen
möglich, diese Termine sind aber später nicht mehr änderbar. |
|
|
|
|
|
|
| 23.Feb. |
|
|
|
|
filarmonica heisst
unser neuester Video mit rund 10 MB, der den Konzertbetrieb im Bukarester
Atheneum vorstellt. Es gibt hier zwei Perspektiven, eine als normaler
Konzertbesucher, der von Beginn an die Walcker-Orgel sieht und eine zweite
Perspektive, wo von der Orgel heraus auf die konzertierenden Musiker gesehen
wird. Das Konzert fand gestern Abend statt, wo als Dirigent Kriss
Russmann tätig war, und eine herausragende Solistin am Klavier, Beata
Bilinska zu hören war. Ein ganz aussergewöhnlich gutes Stück stellte
für mich Peteris Vasks "Musica dolorosa" dar.
Seit mehreren
Wochen hören wir so die Bukarester Philharmoniker auf zwei Arten,
einmal während den Proben in der Orgel, und dann zum Wochenausklang eben am
Freitag Abend im Konzert. Die Atmosphäre in diesem runden, recht intimen
Saal, ist umwerfend. Ein begeisterungsfähiges Publikum und bisher nur beste
Dirigenten, die eine hervorragende Mannschaft an Musikern antreffen. Die
Klangeigenschaften dieses Raumens, der mit üppigen Polstern ausgestattet
ist, werden so mehr und mehr bewusst. Und wir wissen schon, dass die Bässe
hier gewaltig verschluckt werden, während einzelne hohe Frequenzen
ausgesuchte Priorität haben.
wir suchen ständig alte Filme, Bilder,
Einspielungen besonders historische und Geschichten rund um Walcker-Orgeln,
die wir gut und gerne honorieren. |
|
|
|
|
|
|
| 20.Feb. |
|
|
|
|
in Auftrag zu verkaufen: komplette
Giessanlage für
Orgelpfeifenbleche, inklusive Gießofen, Zinnhobelmaschine, Legierungstisch.
PDF-Angebot ist mit Bilder und Preisen. |
|
|
|
|
|
|
| 18.Feb. |
|
|
|
|
Anatomie
der Orgel aus dem Jahre 1969 Was Hitchcocks
"Vögel" für die einen, das ist der Filmklassiker "Anatomie des Orgelbaus"
für die anderen. Also für die Orgelfreunde gibt es hier die Offenbarung
der Orgelwelt der sechziger Jahre. Gedreht vom Österreichischen Rundfunk in
Zusammenarbeit mit der Firma Walcker stellt dieses wichtige Filmdokument
eine höchst interessante Perspektive aus der damaligen Zeit dar. Wir sehen
hier nicht nur alle spezifischen Arbeiten des damaligen Orgelbaus, sondern
es wird mit verschiedenen Klangaufführungen auch die Auffassung dieser
neobarocken Hörweise von Prof. Alois Forer grundlegend erläutert. Es kann
einem wie in einem alter Edgar Wallace-Film vorkommen, wo man mit Schaudern
und Grausen die verzimbelten Mixturorgeln mit tiefstem Schrecken in den
Knochen realisiert. Hinzu kommt, dass man speziell im Falle Walcker, die
Firma hatte zu diesem Zeitpunkt ihre größte Ausdehnung und Mannschaft
beieinander, den Industrialisierungseffekt bestmöglichst serviert bekommt.
Wir sehen Salzburg Mozarteum und die Orgel für Guntramsdorf liegt komplett
auseinandergebaut vor der Filmkamera. Am Ende des Films wird noch eine
ganz ansprechende Geschichte der Orgelentwicklung auch am Beispiel der
römischen Orgel aus Aquincum gezeigt. Es wird gezeigt, wie das Instrument mit
wenigen Handgriffen auseinander- und zusammengebaut wird. Diesen Film
muss man einfach gesehen haben. Wir haben den kompletten Film
digitalisiert und in drei Paketen auf unserem WalckerBlog a 100 MB, also
insgesamt mit 280 MB sind es rund 50 min Video, hochgeladen.
Hallo Herr
Walcker, ich habe mehrfach versucht diese dicken Filmpakete
herunterzuziehen, klappt nicht, muss was falsch sein. Helfen Sie mir... G.R.
Antwort:
Die "Dicken" wurden bis heute morgen mehr als hundert Mal heruntergezogen.
Ich empfehle aber dringend, besorgen Sie sich den kostenlosen FREE DOWNLOAD
MANAGER. Damit können Sie alle drei Filmpakete auf einen Rutsch
herunterziehen, --- geht viel schneller, zuverlässiger, in deutsch, und
sogar bei Stromausfall beginnt er an der Abbruchstelle weiter mit dem
Download. gwm
wie es ausschaut
haben wir die letzte kalte Nacht mit -15`C hinter uns, den
Frühling vor uns. Da empfahl sich sehr früh schon bei aufkommendem
Verkehrslärm, Mendelssohns Klavierkonzert No.1, 2ter Satz eingemischt zu
haben, sehr andante, als streiche der Geigenbogen vorsichtig uns die
Schulter, was unser Plattenbau-Apartment mit der aufkommenden roten
Morgensonne, die sich am Buckel des ockerfarbigen Theatermonuments wärmend
niederließ, sehr dezent ausgeleuchtet hat. - Nun wieder die Sirenen der
Rettungswagen und unfröhliche Hupkonzerte - der Alltag zieht wieder ein in
Bukarest. Kein Montagsdämmern, weil alles hier Montag ist. Alles beginnt,
nur der Sonntag endet. Das eben ist Osten.
unsere
Charts Februar: auf und davon. Mit einem
Tagesdurchschnitt von rund 3000 Zugriffen pro Tag und einigen Zulauf aus
Asien und Amerika sind wir sicher, dass unsere Aktivitäten rund um Walcker
auch ihre Verbreitung finden.
|
|
|
|
Pfeifen, ...nichts als Pfeifen.. ist unser
neuester Video auf unserem aeolineBlog. Dort enthalten sind eine Pfeife von
Andreas Silbermann, ein Nachbau der römischen Aquincumpfeife, eine
durchlagende Clarinette von Weigle und andere Feinheiten. Mit diesem Video
wollen wir einen Reigen an Videos über Pfeifen der Bukarester Walcker-Orgel
einläuten. Die Pfeifen werden per Mund angeblasen und es wird auf ihre
Eigenheiten dezidiert eingegangen. Also......, es ist in der Regel daran
gedacht interessierten Laien einen Einblick in die Vielfalt der Orgelpfeifen
zu geben. (den Fachleuten empfehlen wir in eine der vielen anderen Quellen
im Internet einzutauchen)
Pfeifen…. nichts als Pfeifen - Start zur Serie |
|
|
| 15.Feb. |
|
|
|
|
Der Abrissbirne entflohen: Die Heilig Geist
Kirche im Hamburg Barmbek wird derzeit abgerissen. Es dürfte die erste
Kirche in Hamburg sein, der dieses Schicksal widerfuhr. Die daraus
entflohene Walcker-Orgel
mit der Opus 3870 (23-II-1959) spielt demnächst in Portugal.
unser Pfeifenmacher Zoltán aus Ungarn wird hin
und wieder mit ganz ausgefallenen Arbeiten im Atheneum betraut. So hat er
diesmal eine römische Pfeife, ein Nachbau aus den Funden in Aquincum zum
Nachlöten bekommen. Das haben wir ganz schnell in ein noch schnelleres Video
von 1,6MB verpackt, mit der klagenden und versunkenen Stimme aus der Antike:
aquinc.wmv
aus einigen Zuschriften eine kleine Klarstellung:
was unsere Zeit von beispielsweise der der Gotik unterscheidet, das ist
keineswegs allein der Umstand, dass wir heute etwas mehr Technik haben und
damals aus
gebogenen und glaslosen Fenstern zum Himmel gesehen wurde. Es ist wesentlich die Tatsache, dass
der Gotiker "das Werk" nicht beredete, sondern
es ohne Rede tat. Der behauene Stein hatte Gültigkeit und nicht die Rede
darüber. Der Schreiber waren ohnehin nur wenige. Daraus entwickelte sich eine
Form der Askese, die als Sinn des Lebens "die gute Tat" sah. Bis Luther kam,
der den Lebenssinn im Glauben wiederentdeckte. Die Askese wurde aufgelöst.
Nur wer glaubt, kann gerecht sein, war dann die Devise. Wir heute kennen nur
"die Rede" nicht aber die Tat. Das wird durch alle Medien, die heute
erfolgreich tätig sind, forciert. Forciert und Überbetont, sagt uns auch,
dass es vor einem Ende steht, was geschichtlich nachgewiesen werden
kann. Daher meine Schlussfolgerung, dass wir sowohl im Kopieren, im Reden,
in Theorie, im Begaffen von Jesus Christus und im Zitieren seiner großen
Worte (ohne jemals daraus eine Lebenspraxis abgehandelt zu haben) an
einem Ende stehen. All dieses abstrakte Wetterleuchten am Schwafelhimmel der
Wissenschaften und populärmedialen Schein-Weisen werden wir morgen nicht mehr
zur Kenntnis nehmen. Das ist einesteils ein Trost, andererseits öffnet es
Raum für neue Ängste, weil wir nicht wissen was dann kommt. Daher lachen wir
jeden aus, der die Gegenwart (erfolgreich) kritisiert. Zöge man eine
geschichtliche Gerade, wäre man verleitet zu sagen, dass morgen potenzierte
Barbarei auf dem Programm stände. Aber auch das kleine (historische)
Griechenland und das kleine Israel waren von Barbaren umgeben, und sind
letztendlich die Wiege großer Kultur gewesen. Von der man, wie schon gesagt,
heute nur noch redet. (gwm) |
|
|
| 13.Feb. |
|
|
|
|
REDUNDANT
PIPE ORGAN
M113 hier handelt es sich um eine
Daniels aus 1970 mit 23-II
Wir werfen den Chinesen
vor, dass sie dieses Produkt und jenes
Markenzeichen kopieren und sie damit unsere Wirtschaft erheblich gefährden
würden. Nichts anderes wird im Orgelbau gemacht, wo seit über 100 Jahren nur
noch kopiert und Ideenklau betrieben wird,-- ja was noch viel schlimmer ist
als die "chinesische Krankheit". Weil wir nämlich genauso stolz
darauf sind, jenen "Silbermann" oder "Cavaillé" besonders gut getroffen zu
haben. Dass ein Chinese zwischen diesem und jenem "Kopieren" keinen
Unterschied sieht, ist mir jedenfalls völlig einleuchtend. Nur hierzulande
muss man dazulernen, dass Wirtschaftsklau etwas anderes ist als Kulturklau,
der über größere Zeiträume hinweg getan wird. Im Orgelbau kommen noch
weitere Gründe hinzu. Einer davon ist, dass bei Orgelmusik kein Mensch mehr
auf die Idee kommen würde, selbst schöpferisch tätig zu werden. Die
vollkommen kreativlosen Blattabspieler sind dem Orgelbauer seine Klientel,
sprich "auf diesen Gründen kann überhaupt nie ein lebendiger Orgelbau
aufblühen, wie auf einer toten Insel nicht morgen ein Paradies sein kann.
Diese trostlose Aussicht muss man dem Orgelbauer zu gute halten. Wir können
das zwar nicht ändern, aber wir können es einmal deutlich zur Sprache
bringen. |
|
|
| 11.Feb |
|
|
|
|
neue
Orgel für Coronado. Gestern konnte ich mich
endlich diesem wichtigen Orgelprojekt widmen und habe eine schnelle,
einfache Skizze erstellt. Prompt kam positive Rückantwort aus Costa Rica.
Ich denke wir werden Ende des Jahres diese Orgel dort einbauen. Richtig ist,
dass für solch eine Kathedrale ein kapitales Instrument her gehört, aber
diese Orgel ist mit 16 Reg auf II Manuale (mit 3 x16Füsser, 7x
Achtfüsser, und 3x Vierfüsser, Mixtur und 2Fuß gibt es auch noch) immerhin
noch über doppelt so groß als das bisherige Werkelchen. Und "Kapital" ist
heutzutage im Orgelbau ein schwieriges "Kapitel".
die neue elektrische Anlage der Walcker-Orgel im
Bukarester Atheneum besteht im Kern aus einer SPS-Anlage die über ihre
Module 30 Millionen I/Os pro Sekunde vermittelt. Diese digitalen Module
treiben die Magnete mit kurzschlussfesten Ausgängen mit bis zu 2 Ampére pro
Ausgang. In einem Schaltkasten finden sich alle diese Einheiten konzentriert
zusammengefasst. Zwischen Spieltisch und Schaltkasten wird nur noch ein
Buskabel geklemmt. Am Spieltisch selbst hat der Organist auch die
Möglichkeit über eine USB-Buchse seine Registrierung abzuspeichern, was am
Laptop editiert werden kann. Wem das alles zuviel Theorie ist, der sollte
sich das 6minütigen Video über die elektrische Anlage auf unserem
WalckerBlog ansehen. Hier wird mit einer Widorschen Untermalung die Theorie
aufpoliert.
Die
elektrische Anlage in der Walcker-Orgel Bukarest Atheneum (30MB) |
|
|
|
|
|
|
| 09.Feb |
|
|
|
|
ganz. ganz selten
trifft man auf einen Orgelmenschen,
der weitaus mehr in Sachen Orgel erlebt hat, als das bei tausenden von
Organisten je der Fall sein wird. Aber wenn es dann noch dazu einer ist, der
das auch schriftstellerisch so verarbeiten kann, dass man diesen Text in
einem Zug durchlesen kann, weil es eben spannend und aussagekräftig
formuliert wird, -- ja dann, dann haben wir wirklich Glück gehabt.
Hans-Dieter Voss ist solch ein Phänomen. Geboren 1932 in Lauenburg,
orgelmässig in Rostock aufgewachsen, um dann im Württembergischen mit
Walcker- und Weigle- Orgeln der neobarokko-Phase II in Berührung zu kommen.
Seine verschiedenen erstaunlichen Bemerkungen zu einzelnen Passagen unserer
Internetseiten haben mich veranlasst ihn darum zu bitten, etwas aus seinem
Leben zusammen zu fassen, damit wir es hier einem Leserkreis zeigen können.
Das hat Herr Voss umgehend bewerkstelligt. Es ist auf diesem 9seitigem PDF
zusammengefasst und könnte heißen "Mein Leben mit der Orgel - unter
besonderer Berücksichtigung der Firmen Walcker und Sauer". Pflichtlektüre
für alle, die sich mit der Zeit um die Orgelbewegung und ihren Nachgeburten
von Supper bis Bornefeld auseinander zu setzen gedenken.
REDUNDANT
PIPE ORGAN M112
nicht klar
ist, handelt es sich um eine Haskins oder um eine Vowles organ. Aber
immerhin sind hier 14 stops auf 2 Manual und Pedal und eine wunderhübsche
Oboe, wie sie vereinzelt auch Walcker gebaut hat. (diese Bauform haben wir
hier in Bukarest als Singend Kornett 2' im Klein Pedal) -- außerdem gibt es
eine wunderschöne
"neogothic" Hausorgel
mit 4 Registern.
|
|
|
| 06.Feb |
|
|
|
|
Anmerkungen zur Walckerschen Kegel- und Schleiflade: von einem russischen
Orgelbauer, ich glaube es war Tint, habe ich erfahren, dass die EFW-Orgel in
Kegel nur im Pedal Kegelladen hatte. Das wäre dann in allen Literaturen
falsch beschrieben. Die erste Kegelladenorgel hat EFW in Ludwigsburg Salon
gebaut (1840, Op 38, I/5) Dieser Prototyp wurde von Rensch 1990 restauriert.
Kegel hat Op 39 und soll 1842 eingebaut worden sein – von Lütkemüller, der
sich übrigens sehr unglücklich über Kegelladen geäußert hat. Reval (Op 40,
III/65) hatte in der Tat mech. Schleifladen (wie zuvor ja auch Petersburg
und Frankfurt) – es war die letzte große Schleifladenorgel von EFW. Die
Orgel wurde von Walcker 1913 und 1926 pneumatisiert und hat insbesondere
1926 bei der von der Orgelbewegung propagierten Schleiflade auf Oscar
Walcker und seinen Versuchen mit Schleifladen Eindruck hinterlassen. Oscar
Walcker hat etwa 1933 seine erste Schleiflade für Saarbrücken gebaut.
Übrigens habe ich von Reval eine schöne Entwurfszeichnung von EFW, mit
Bleistift.
 |
Hierzu gibt
es bereits eine Anmerkung: Lieber Herr Walcker-Mayer, inmitten
eines Aufsatzes, der nicht werden will, habe ich einen Blick in Ihre News
riskiert und Ihre Anmerkungen zur Schleiflade entdeckt. Darf ich
korrigierend eingreifen? Oscar Walcker hat bereits in Dortmund, St. Reinoldi,
ein Teilwerk mit Schleifladen (Aluschleifen) gebaut, die Emil Rupp in seiner
Besprechung der Orgel in der Zeitschrift fürInstrumentenbau
sehr lobt. Allerdings habe ich keine Bauzeichnungen usw. gefunden, kann also
nicht sagen, welches Teilwerk damit ausgestattet war. In meiner Arbeit habe
ich S. 74f. darüber geschrieben. Viele Grüße ins Saargebiet, Ihr MZ |
 |
Dazu und
zu einer weiteren Frage ist zu sagen: Es handelt sich um Opus
2394, Bj. 1933 die Orgel für Saarbrücken Schlosskirche mit 22 Reg. was
wohl die die erste Orgel mit Schleifladen von Oscar Walcker gewesen ist.
Der Hinweis auf das Teilwerk in Reinoldi (Op. 1500 Bj.1909, 98 Reg) ist
sehr interessant und wichtig, wobei das Problem der Nachprüfung auftritt,
da von dort keine Z.Akten mehr aufzufinden sind. Könnte aber durch die
div. Schriften und Artikel belegt werden. Das Schleifladenwerk dürfte bei Erweiterungen in
20-30er Jahren entfernt worden sein, lt. meiner Information. Noch bei der
Hausorgel für Hugo Körtzinger (Bj. 1939 bis 1946) wo ein Werk in
Schleifladen ausgeführt wurde, waren und sind grobe Mängel festzustellen.
Etwas besser war es bei einer Schleifladenorgel (Bj. 1943) die nach Berlin
geliefert wurde, jetzt in Schw. Gmünd steht. Man hatte keine Erfahrung mit
Schleifendichtungen. (original Ton Oscar Walcker: ... diese Positive sind
etwas zutiefst Krankhaftes....) gwm |
so,.. jetzt ist aber Schluss, wir packen
endlich wieder unsere Koffer und fahren in den Nahen Osten. Ab morgen also
heißt es wieder 85 Stufen hoch und runter bei jedem Arbeitsgang. Außerdem
werden wir relativ bald einen Einblick in die neue elektrische Struktur
unserer Bukarester Orgel geben. So ganz, ganz langsam beginnt die alte
Dame wieder zu atmen........ Fluchen, singen und tanzen, das werden wir
ihr auch noch beibringen.
César-Franck-Tage-Essen Festival -
Internationales Symposium So 10. Februar bis Mi 13. Februar in der
Philharmonie Essen und "Auf den Spuren César Francks durch Paris" 26.-30.
März Daniel Roth- Joris Verdin - Jon Laukvik, Dr. K. Lueders
- Prof. Dr. H.J. Busch - Dr. S. Keym - Fabian Kolb - Dr. Chr.
Strucken-Paland - Dr. P. Jost - Dr. M. Kaltenenecker - Dr. R. Paland - Dr.
F.M. Maier Nordwestdeutsche Philharmonie (Emmanuel Plasson) Christian
Schmitt - Kristin Merscher - Ein Festival und internationales Symposium mit
insgesamt 9 Vorträgen, 7 öffentlichen Konzerten, 3 Meisterkursen und
Podiumsdiskussionen. Uraufführung der Komposition von Daniel Roth „La joie“,
Konzertstück für Orgel, Klavier, Schlagwerk und Orchester.
César-Franck-Tage-Essen - eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der
Philharmonie Essen, der Folkwang Musikhochschule Essen, dem Essener Dom und
der César-Franck-Gesellschaft e.V. - internationale Vereinigung, Köln.
Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Jacques Toubon,
Kultusminister der französischen Republik a.D. und Präsident des
deutsch-französischen Kulturrates. Eröffnung Sonntag, 10. Februar, 17 Uhr im
Alfred-Krupp-Saal der Philharmonie: Vortrag Dr. Kurt Lueders, Heribert Koch
spielt und komentiert Francks wiederentdecktes Klavierstück "Souvenier
d´Aix-la-Chapelle" op. 7. Unter Anwesenheit des französischen Generalkonsuls
Gilles Thibault. - Eintritt frei! Herzliche Einladung! -Anschließend
19:00 Uhr Gottesdienst im Essener Dom mit französischer Chor- und
Orgelmusik, 20:30 Uhr Orgelkonzert Daniel Roth im Dom mit Werken von C.M.
Widor, C. Saint-Saens, C. Franck. Das komplette Veranstaltungsprogramm
unter www.ORGANpromotion.org
oder www.philharmonie-essen.de
Michael Grüber |
|
|
|
|
|
|
| 05.Feb |
|
|
|
|
zu unseren Beiträgen erhielten wir einige
Stellungnahmen.
Sehr geehrter
Herr Walcker,
ein kleiner
freundlicher Hinweis: Die Rostocker Kirche heißt "Heiligen-Geist-Kirche".
Die GdO hatte in ihrem Tagungsbericht von der Güstrower Tagung übrigens noch
weitere, wirkliche Peinlichkeiten zu bieten: Da wurde in Rostock die von der
GdO besuchte St.Nikolai-Kirche mit St.Petri (bis 1942 große Walcker-Orgel)
verwechselt und die Nachkriegsgeschichte von St.Nikolai falsch dargestellt.
St.Nikolai in Wismar erhielt einen 120 m hohen Turm, der allerdings schon
1703 bei einem Orkan abstürzte. Der Güstrower Dom wurde der Hochgotik
zugeordnet usw............
In Rostock war
ich während meiner Schulzeit überwiegend an St.Marien aktiv. Auf der damals
noch unveränderten Walcker-Orgel der Heiligen-Geist-Kirche spielte ich 1952
einen Tag vor meinem mündlichen Abitur noch drei Trauungen, 2001 das von
Scheffler restaurierte und rekonstruierte Instrument, das auch 2006 bei der
GdO-Tagung zu hören war.(...) HDV
es gab einige Meinungen, wir sollten doch auch
diese und jene Ausreinigung oder Wartung (heute heisst ja alles
Restaurierung: ein Begriff an dem sich Sachverständige wie Orgelbauer
gleichermaßen die Hände wärmend reiben) der Konkurrenz an
Walcker-Orgeln hier völlig wertneutral zur Darstellung verhelfen. Das werden
wir gerne und überall tun, außer dort, wo orgelmafiöse Methoden zur
Auftragsvergabe geführt haben. Und das ist in Deutschland (nicht nur im
Frankfurter oder Pfälzerischen Raum) eben das große Leiden, oder besser
gesagt überall dort, wo nur noch Zivilisation übrig geblieben ist mit etwas
Rhetorik, anstelle Ethik mit (oder ohne) Glauben. Wo nur an die Korruption
oder an einen funktionierenden Kirchenablauf jenseits aller Moral geglaubt
wird, da haben wir eben diese sauberen Geraden, die unsere
nachwachsenden Generationen gehörig verschrecken - Gott sei Dank!
Fernwerke sind im Kommen, auch Walzen werden
gesucht. Nur hat das Ganze absolut keinen Wert, wenn man die
Fernwerkskonstruktionen nicht 1:1 übernimmt, also mit doppelten
Schwelljalousien und den langen Entfernungen von Pfeifenwerk zu den
Jalousien. Die Kurzbechrigen wurden zudem noch mit extra Gehäuse versehen,
eben wie es die Spanier mit ihren Vox humanas vierhundert Jahre zuvor schon
getan haben. |
|
|
|
|
|
|
| 03.Feb |
|
|
|
|
Der Anfang vom Untergang oder der
nichtendendwollende Aufarbeitungskampf der Deutschen mit ihrer Geschichte.
Hier kommt ein ganz wesentliches Element hinzu, nämlich die
eitelkeitsbehaftete Aufblasung oder Ausmalung. So wie es jetzt im
SPIEGEL und in vielen anderen Kleinblättern geschieht, wo ohnehin nur noch
das mit wüsten Bildern im Stile Stephen Kings beabsichtigte Aufglänzen vor
der vor Grauen faszinierten Masse bedient wird. Keinesfalls steht hier noch
ein hoher moralischer Anspruch dahinter. Dies konnte ich nur noch bei ganz
wenigen Medien finden, die überhaupt nicht mehr mit irgendwelchen
Anerkennungsstatistiken arbeiten. So z.b. der Film "Sonderkommando
Auschwitz-Birkenau", wo eine schwarze prosaische Todestrauer mit echter
Sorge und Anteilnahme zurückbleibt. Weil, und das ist das
Entscheidende, der grobe plumpe Mob außen vor gelassen wird, gar nicht zur
Debatte mehr steht.
Dass es heute in
Kirchenkreisen opportun ist, seine saloppe Meinung in Sachen "Kirchenmusik
unterm Hakenkreuz" zu haben, ist keinesfalls ein Zeichen dafür, dass wir endlich
"übern Berg" sind. Es ist eher ein Zeichen, dass jener Opportunismus wie er
früher war, auch heute unter anderen Vorzeichen eben, immer noch sehr
wirksam zu sein scheint.
Wir haben von
Hans Prolingheuer ein Schreiben bekommen, dass es auf Grund unserer
Veröffentlichung seiner Sendung
KIRCHENMUSIK
im DRITTEN REICH erhebliche Nachfragen bei
ihm gegeben habe. Und nun seine Tochter eine darauf ausgerichtete
Internetseite betreibt, die wir hiermit bekannt geben:
www.kirchengeschichten-im-ns.de. Hier auf dieser Seite soll
zuvörderst eine Klarstellung von Prolingheuer in Sachen Niemöller erfolgen,
der scheinbar von Frankfurter Rundschau und anderen diffamiert worden ist.
Von der Heiligen-Geist-Gemeinde in Rostock
erhielten wir ein Schreiben, dass im April 2008 zum 100jährigen
Kirchenjubiläum mit der historischen Walcker-Orgel gefeiert wird.
Festkonzert mit Orgel und Orchester findet statt am Sonntag, den 27.April,
mit Rheinberger, Franck, Poulenc. Solist an der Orgel ist Denny Phillip
Wilke. Weitere Info:
hro-hl-geist@kirchenkreis-rostock.de
Im Japanischen Fernsehen wird unsere Filmeinlage
in Sachen Tanaka in Ludwigsburg nun am 09.02. ausgestrahlt. Wir erhalten
dann i.L. des Februar eine DVD mit dem Beitrag, wo in jedem Falle ein paar
Sequenzen auf unserer Internetseite gezeigt werden. Da sind wir doch sehr
gespannt, wie so etwas im Fernen Osten gezeigt wird. Dazu wird ja auch im
"Nahen Osten", also in Rumänien in einigen Tagen unser anderer TV-Beitrag
ausgestrahlt werden.
Im MUSICA SACRA, Zeitschrift für Katholische
Kirchenmusik, ist diesen Monat ein interessanter Beitrag "Warum an der
Kirchenmusik nicht gespart werden darf". Ich meine, dass solche
Beiträge, so gutwillig sie auch gemeint sind oder so himmelhochjauchzend sie
sich darstellen wollen um jeden Preis, dem geneigten Leser etwas völlig
anderes aufschließen: nämlich, dass das Wort nicht einmal mehr im Ansatz die
fahren gelassene Tat begleitet. Der Kirchenmusiker ist heute in vielen
Gemeinden die hoffnungsloseste Gestalt, wenn es ihn denn noch gibt. Ein Don
Quichote de la cantata... Der Text kann unter
www.kirchenmusik-im-bistum-speyer.de/AmtKirchenmusik/Impulspapier.pdf
heruntergeladen werden. (gwm) |
|
| 29.Jan |
|
|
|
Farbiges Orgelspiel
Freies Wort - Germany
Er entlockte der Walcker -Orgel in Illmenau mit ihren 78
Registern liebliche, dann wieder dramatische Klänge. Wie geschaffen sei das
Instrument für diese ...
mein
Kommentar: Viel Licht, viel Kitsch, viel Aufwand, um die Kirchen voll zu
kriegen. Bedenkliche Methoden, die Orgel so ans Volk heranzutragen. Es
erinnert an Karstadt, Kaufhof und Media-Markt. Licht und Licht, das ist ein
gewaltiger Unterschied. Nicht jeder Lichtbringer ist ein Engel.
Messiaen selbst kannte nur eine Walcker-Orgel, und die steht bekanntlich in
Stuttgart, wo es keinerlei Interesse an Messiaen gibt, noch durch
seine in Stuttgart realisierten Klangvorstellungen Veranlassung zu
nachhaltigen Taten beständen. |
|
|
|
|
| 27.Jan |
|
|
|
REDUNDANT PIPE
ORGAN M0108: wieder eine
englische 11stop Henry Dyer & son organ aus dem Jahre 1878 mit schönem
Gehäuse abzugeben.
Neues auf unserem AeolineBlog: wir
zeigen diesmal auch hier ein Video und zwar die "Reparatur von
Stimmvorrichtungen" an offenen Metallpfeifen durch unseren Pfeifenmacher
Zoltan aus Ungarn, der uns bis voraussichtlich Mai 08 in Bukarest begleiten
wird, bei der Reparatur von rund 3600 Metallpfeifen.
Reparatur von Stimmvorrichtungen bei offenen Labialpfeifen |
|
| 25.Jan |
|
|
|
NEWS en Costa Rica: wie wir heute vom
Domkapitel aus San José hören, werden wir dort wieder im Herbst tätig sein
und sicher alle unsere Freunde und Bekannte aus dem vergangenen Abenteuer
besuchen können. Es ist ein vierwöchiger Aufenthalt im September/Oktober 08
geplant.
NEWS aus Bukarest: heute nun
endlich unser Fernsehauftritt mit einwöchiger Verspätung. Es wird im Februar
eine Sendung im Rumänischen Fernsehen geben (20min!) über unsere Arbeit hier
im Atheneum in deutscher Sprache für Siebenbürgen mit rumänischen
Untertitel. Und diese Sendung wollen wir auch hier in Teilen vorspielen.
Außerdem erscheint unsere Arbeit im nächsten GEO-Heft in Rumänien, auch das
werden wir hier zeigen. Sehr interessant die Aussage des TV-Redakteurs, dass
er sich über 2 Tage auf unseren Internetseiten aufgehalten hat, kein Ende
sehend. Da wurden Fragen über Lagos, Costa Rica und anderen
Orgel-Welt-Teilen gestellt, die doch sehr deutlich klarstellen, dass wir
hier richtig liegen mit unserem Konzept, über den Tellerrand der
kult-reduzierten Deutschtümmelei, wie sie sehr schnell im Orgelbau Fuß zu
fassen bereit ist, hinauszublicken. Besser ist noch hinaufzublicken ins
jenseitige Europa. Nur noch der völlig desinformierte Kleinbürger bekrittelt
hier die Geldausgaben nach Bulgarien und Rumänien, ohne zu ahnen, dass damit
wie in Spanien und Griechenland Konsumenten für morgige Waren aus
Deutschland wieder gebastelt werden. Aber was redet man, es gibt ja Leute
die meinen, mit den minimierten deutschen Jahrgängen lassen sich bequem
wachsende Rentengenerationen durchbringen und all ihr aufgeblasener
Wohlstand für Jahrhunderte absichern.
 |
Nachdem nun unser
Fahrer in seinem "philharmonie-eigenen" VW-Kombi ein Blaulicht eingebaut
hat, schafft er es glatt in 35min vom Atheneum zum Hornbach - bei totalem
Verkehrstau wohlgemerkt, wie er ohnehin die meiste Zeit in der Innenstadt
herrscht. Auf den größeren Boulevards und geschaltetem Blaulicht gehen
schon etliche Fahrzeuge zur Seite, und so kann man doch wertvolle Minuten
gewinnen. Findig muss man halt sein?! Wir haben angeregt noch eine
scharfe Polizeisirene dazuzubauen, was sicher noch ein paar Minuten mehr auf
der Strecke rausquetschen sollte.
|
 |
Auch
wertvoll eine Diskussion am Rande der Probenpause mit Gliedern des
Philharmonieorchesters. So ein Trompeter der Meinung war, die ganze
Regierungscrew bestehe zu 80% aus ehemaligen Securitatemitgliedern, was
Korruption und Unheil des Landes verursachen. Ein Kontrabassist warf ein,
dass er mit seiner Frau in Deutschland war, die sich gar nicht mehr
beruhigen konnte über die Ordnung und Sauberkeit und dass dort nahezu alle
Nahrungsmittel billiger seien als in Bukarest. Daraufhin ein Posaunist: das
schaffen wir hier auch mit Europa nie. Der Orgelbauer meldet sich nun zu
Wort und meint, dass auch in Deutschland eine Orgel-Securitate herrsche,
lediglich den "Orgel-Ceaucescu", den gäbe es noch nicht. Was nun ein Violinist
genauer wissen möchte. Nachdem dann kurz vor dem Pausengong dieser
Orgelbauer ins Detail gegangen war, ja da fing der ganze Bläserflügel
bitterlich an zu weinen, und noch im Hineingehen zur nächsten Probestaffel
ruft ihm schluchzend der Trompeter zu: "...dann lieber hier Rumänien, wie es
leibt und lebt!" |
 |
direkt nach diesem tatsächlich passierten, aber etwas poetisch ausgeformten
Beitrag der Philharmoniendiskussion erhielt ich eine Mail mit der
Anfrage, was denn im Atheneum für Konzerte aufgeführt werden. Hierzu werden
wir umgehend ein Beispiel geben. |
Franz Liszt schrieb zur
Einweihung der Walckerorgel
in Riga "Nun danket alle Gott" und wie wir aus dem nachfolgenden PDF
entnehmen können sollte die Montage dieser Orgel in nur 10 Wochen
bewerkstelligt worden sein. Ebenso interessant ist der Brief Franz Liszt an
den Orgelbauer Mason & Hamlin in Boston, der ihm eine Hausorgel geschenkt
hatte. |
|
|
|
|
| 21.Jan |
|
|
|
Die Auferstehung steht bevor:
die Heidelberger Kinoorgel soll bis 2011 wieder im Capitol spielen.
Siehe hierzu den
StummfilmBlog und den
Mannheimer Morgen von heute.
Was
hat Eugene Gigout mit dem
Organisten und Philharmoniker aus Sofia, Velin Iliev
(Bild) und der
wiederum mit der Walckerorgel im Bukarester Atheneum zu tun.
Nun, das sehen wir in dem nachfolgenden Video "Taschen88.wmv", das rund 3
Minuten das Thema Taschenfertigung beleuchtet und darin sowohl
Gigouts grandiose Toccata, wie Velins Taschenfertigung zu sehen ist. Gezeigt
auf unserem walckerBlog von heute:
Anmerkungen zur Taschenfertigung mit Video
hier gibt es
noch Wemmetsweiler Abnahmebericht unserer Restaurierungsarbeit an der historischen Walcker-Orgel von Herrn
Domorganist Still als PDF
Auf den Gelsenkirchener Geschichten
befindet sich eine interessante Darstellung
der ehemals dort im Hans Sachs Haus eingebauten Walcker-Orgel und hier
besonders des Fernwerks
Symptomatisch:
In die Opusbücher der Firma Walcker waren auf der ersten Seite
eingedruckt: "Mit Gott"..... bis etwas zum Jahre 1923. Nach der
Weltwirtschaftskrise war nicht mehr Gott der Garant für die Stabilität im
Hause Walcker, sondern die Buchhaltung (nach Oscar Walcker). Und was wäre
heute? - so eine immer sehr unliebsame Frage, wenn man den Kopf zu tief ins
wohlig warme Nest der unveränderlichen Geschichte getaucht hat. Das
Christentum als schöner Weihnachtslorbeer oder Lametta um ein
"Kirchengeschäft" gehängt, ist nicht nur eine Pervertierung dessen und
geradezu eine Beleidigung jeglichen religiösen Gefühls sondern es wäre genau
das Gegenteil dessen was es eigentlich sein will, nämlich aktiver
Lebenskampf um "das Reich" gegen jegliche Form der Heuchelei. Man hat es
äußerst schwer, wenn man sich dieses Wissen abgerungen hat, überhaupt noch
in der Geschäftswelt bestehen zu können. Überhaupt keine geschäftliche
Überlebenschance hat man mehr, wenn man mit voller Konsequenz "Christentum"
betreibt. Halbes Christentum aber gibt es nicht. Es gibt nur viele Worte
gegen die einzige und eiserne Konsequenz tatsächlicher Christen. |
|
| 13.Jan |
|
|
|
Original versus Digital - Restaurierung in Bukarest
Wie verträgt sich der
Gedanke dort einen neuen Spieltisch einzubauen mit dem Gedanken an "die
originale Substanz". Aber nicht nur das, sondern noch einen Schritt tiefer
gehen wir in dem Gedanken der "analogen Schaltungen" in unserem
neuesten Blog auf WalckerBlog |
|
| 11.Jan |
|
|
|
das Sprachrohr:
erstmals und einmalig. Wir
geben uns die Ehre den Vortrag von Prof. Dr.
Carl Dahlhaus "Moderne Orgelmusik und das 19.Jahrhundert"
Erstveröffentlichung im Januar 1968 in ORGEL & ORGELMUSIK HEUTE, während dem
ersten Colloquium der WALCKER-STIFTUNG, also exakt 40 Jahre später hier nun
wieder zu einem ersten Mal in zwei
Teilen als MP3-files, gesprochen von Gerhard Walcker-Mayer,
vorzustellen. Damit kann endlich eine Lücke geschlossen werden in Sachen
"Orgelliteratur medial=total=sensational".
DahlhausTeil1.mp3 -
DahlhausTeil2.mp3 (Teil3
und Schluss in Vorbereitung)
zu Dahlhaus siehe Wikipedia
Fragen bezüglich Messiaens "Livre d'orgue"
Sehr geehrter Herr Professor,
besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten kann.
Die Orgel in die Villa Berg wurde als Opus 2986 im Jahre 1952 mit 72
Registern gebaut. Dort in meinen Unterlagen ist vermerkt, dass Olivier
Messiaen am 23.April 1953 die Uraufführung von Livre d'orgue selbst an der
Orgel gespielt hat. Messiaen hat dann kurz darauf einen Brief an meinen
Vater geschrieben, der sich sehr lobend über die Orgel in Villa Berg
aussprach. Diesen Brief habe
ich als Anhang beigefügt. Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben und
sende die besten Grüße gwm
zwei
interessante Medien werden uns
nächste Woche in unserer Orgel in Bukarest aufsuchen: das rumänische
Fernsehen und ein Reporter der Zeitschrift "GEO". Wir sind gespannt was
daraus wird. Zu dieser Zeit haben wir als Praktikanten Iliev Velin,
unseren bulgarischen Freund und Konzertorganisten und unseren "Dicken"
Ogy Zhekov, Direktor des Europ. Kulturzentrums und
Generalbevollmächtigter des "Generals". Das Atheneum wird auch während des
NATO-Gipfels im April sehr im Scheinwerferlicht des SECRET SERVICE und
anderen Geheimorganisationen sein, da ein Konzert für die hochrangigen
Mitglieder der Streitkräfte geplant ist. Auch wir werden momentan schwer
gescannt. Oh mei! - auf dem Foto: Bukarest im Schnee. A propos orient
- okzident. Hat sich überhaupt schon jemand Gedanken gemacht, dass wir mit
dem Begriff "Orientierung" sagen "am Osten (Orient) suchen wir Halt?!
ein Dankschreiben von dem irischen
Orgelbauer Aiden Scanlon: dank unserer Information konnte die REDUNDANT
Vowles organ von Bristol, England nach Carlow, Irland ungestellt
werden. So also wirkt Germanien weiter auf die Inseln! |
|
| 09.Jan |
|
|
|
von einem leibhaftigen Pythagoreer
wurde ich hier in Bukarest angerufen, der mich nach Quellen und Unterlagen
zu unserem Artikel und Dauerbrenner "Quadrat"
genauestens ausfragte. Da hatte ich endlich auch Gelegenheit, das seit
Jahren von mir beabsichtige Projekt "die pythagoreische Tetraktis"
gründlich zu hinterfragen - und siehe an, seit Kayser ist hier nichts
mehr passiert. Nebenbei gesagt, Kaysers "Orphikon" ist meine Sonntagslektüre
hier in Bukarest. Dieses Buch kann um eine ganz wichtige Neuigkeit, die
Kayser nicht mehr kennen lernen sollte, erweitert werden.
Nachdem auf einer großen "Lehrmittelseite" unser "Quadrat" verlinkt ist,
sind dort täglich die meisten Zugriffe unserer Internetseiten zu
verzeichnen. "Gott bewahre uns vor Esoterik und vor Zugriffszahlen der
blanken Masse!", muss noch hinterher gerufen werden, für alle die nicht
leise lesen können. Danach schließen sich verschiedene Reiseberichte in der
Statistik an. Wobei
mich am meisten freute, als ein Costa Ricaner mir mitteilte, dass man in
seiner Heimstadt in Coronado fast regelmässig unter Freunden "Sanatorio"
ansehen würde und das geheimnisvolle Wehen von Regers "Wachet auf" auf dem
Vulkan Irazú in einem anderen Video. (erreichbar unter News Costa Rica)
Im
Orgelbau großes Gähnen: wirft man den Gänsen nicht ein paar "technische"
und eingängige Fleischbrocken hin, sind sie völlig desinteressiert und fressen nicht.
Zeichen für den völligen Verfall einer großen Kultur. Nicht in die
Vergangenheit flüchten wir uns da, sondern zu den "Großen der Orgelbaukunst"
nach all dem Kleinkarierten der Gegenwart. Und diese Großen sind eben nur in
der Vergangenheit zu finden. |
|
|
|
|
| 06,Jan |
|
|
|
..und
bleiben die Herren Revisoren für alle Zeiten
mit derartigen Vollmachten ausgerüstet zu
weiterer willkürlicher Verwendung? .... so fragte KMD Gerhard Bunk in
einem Leserbrief an die Walcker-Hausmitteilungen im Jahre 1955, in dem Bunk
tief entsetzt die Entfernung von Quinte 10 2/3' und andere
Ungeheuerlichkeiten bei einer Orgel anmahnt.
Der
Komponist und Kirchenmusikdirektor Gerhard Bunk, der heute wieder eine
ungewöhnliche Renaissance erfährt, hat in diesem Schreiben die
Orgelbaufirmen in Schutz genommen, weil er instinktsicher die Ursachen für
respektlose Umgestaltungen auf anderer Seite vermuten konnte. Es wäre schön,
wenn man diese kritische Haltung Bunks bei seiner Revitalisierung ebenso zur
Sprache brächte, wie recht belanglose Erscheinungen, wie das Mitgestalten
bei irgendwelchen Dispositionen.
Wie
mir gestern ein Musikwissenschaftler mitteilte, war Helmut Bornefeld z.B.
schwer dahinter her, in den 1950er Jahren die Giengener Linkorgel zu
entsorgen, damit er dort eine eigene Geschichte hätte einbauen können. Nur
einem Zufall ist es zu verdanken (ein französischer Organist!), dass diese
wichtige Denkmalorgel erhalten blieb. Also das Recht, mit dem heutige
Orgelsachverständige wieder am Entsorgen sind, die weitaus weniger Berufung
in sich verspüren als das bei Bornefeld der Fall war, das sei einmal als
große Frage aufgeworfen.
Ich
meine, dass reine Interpreten, die keinerlei Neuschöpfen ins Auge fassen,
nur begrenzt am Instrumentenbau Wirkungen einbringen können. Und was haben
wir denn heute anderes, als vom Blatt spielende, völlig unkreative Sportler,
die hier und da mal etwas schneller oder langsamer spielen. Aber im Großen
und Ganzen geht man der heutigen Zeit aus dem Weg. Und dann werden die übrig
gebliebenen Orgelbauer mit ihren paar Ausreinigungen im Jahr von
durchgestylten "Experten" domestiziert. Ein grauenhafter Gedanke, der die
Zukunft der ausreinigenden Orgelbauerzunft kräftig verdüstert. Dass dieser
klare Gedanke von "niemandem" verstanden werden soll, ist mir persönlich
schleierhaft.
Auch
halte ich an einem weiteren Gedanken fest, dass Orgelexperten zuerst einmal
von einem Orgelbauergremium geprüft werden, ob sie überhaupt Orgelspielen
können - und zwar nicht am Computer sondern an der Orgel !
Das Jahr 1826 – Kalenderblätter aus dem Brennpunkt der
Romantik
neu auf unserem EFW-Blog. Hier werden Eintragungen gezeigt, wie
zum Beispiel Darlehensvertrag zwischen Eberhard Friedrich mit seinem
Schwager Andreas Laukhuff und die Einstellung des Carl Weigle, als Lehrling,
der 6 Jahre lang lernen musste und dabei jährlich 5 Taler zu bezahlen hatte.
Daneben wird auf das Jahr 1826 und seine kulturelle und technische Bedeutung
hingewiesen. Ein Zusatz, der Kalender von 1815 offenbart uns, dass Eberhard
Friedrich genau an seinem 21. Geburtstag zur Armee eingezogen wurde um gegen
Napoleon zu kämpfen, aber bereits nach 2 Tagen wird er wieder entlassen.
Daher also der nur sehr begrenzte Franzosenhass und die rasche Annäherung an
Aristide. Wir wissen aus Eintragungen in diesen Kalendern, dass EFW
französisch beherrschte und so wahrscheinlich mit seinem französischen
Kollegen in dessen Sprache kommunizierte.
Der Komponist D. Buxtehude im Weltbild des Schriftstellers H.H.Jahnn
...
NZZ Online - Zurich,Switzerland
Solche Gedankengänge dienten Jahnn nicht nur als Grundlage für seinen
Orgelbau, sondern auch für die
Musikbetrachtungen und fiktiven Kompositionen von
...
Walcker-Orgel hat ausgespielt
Frankfurter Neue Presse -
30. Dez. 2007
Denn die mehr als 130 Jahre alte Walcker-Orgel in der
Barockkirche in Frankfurt-Bornheim wird entsorgt. ein Skandal !! |
|
| 04.Jan |
|
|
|
mit heruntergelassenen Fahnen mussten
wir gestern von Frankfurt-Airport wieder unsere Heimreise antreten, nachdem
dort alle Flüge nach Bukarest wegen heftigem Schneetreiben gecancellt
wurden. Am Abend dann auch aus dem 70 km von Bukarest entfernten Ruse die
Nachricht, dass dort der Notstand wegen Schneefall ausgerufen wurde. Nun,
wir haben unseren Flug auf Montag verlegt und denken so noch den einen oder
anderen Beitrag auf unseren Seiten zu lancieren. |
|
| 02.Jan |
|
|
|
Wir befinden uns bereits wieder mit
einem Bein im Flugzeug, und zwar in Richtung Bukarest, wo uns dieses Jahr in Zusammenarbeit mit bulgarischen, ungarischen und
rumänischen Fachkräften ein sehr ideenreicher Austausch bevorsteht, was man
absolut an allem was einem hier in Deutschland passiert nicht mehr sagen
kann. Sehr, sehr öde ist es geworden in diesem Land, das zu 4/5
amerikanisches Tiefflugniveau angenommen hat, - Tendenz fallend..
Um so mehr freut es mich, dass wir intensiven
Kontakt zu unseren Freunden in Costa Rica halten können, und von dort sehr
interessante Bewegungen vernehmen. Ebenso unser Freundeskreis in Belgien
verlautet angenehme Entwicklungen. Darauf werden wir uns konzentrieren und
unsere Motive ausrichten und selbstverständlich wird unserem Gastland der
nächsten Zukunft besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Wer redet da noch von
Deutschland und dessen Blutarmut?
Durch die vom Internet verbreiterte
Globalisierung geht man heutzutage nicht mehr in ein fremdes Land und kehrt
dann irgendwann heim. Diese Zeiten sind endgültig vorbei, nachdem man
überall auf der Welt per Skype telefoniert und "Aspekte" oder Nachrichten im
"Zweiten" oder im "ARD" zur gewünschten Zeit einschaltet. Dazu kommt, dass
nahezu jeder Einheimische des besuchten Landes mit ein paar Clicks die
Homepage des Gegenüber und damit dessen "Selbst" unter die Lupe nehmen
kann.
Ein wahrer Trauerfall ist in diesem
Zusammenhang, der "Niedergang der Orgelbaukunst" in einer hochzivilisierten
Zeit, in der außer einer technischen Entwicklung, nichts mehr an
tiefgründiger Kultur eingebracht wird. Denn mit diesen technischen Mittel,
man stelle sich das nur 150 Jahre früher vor, wäre ein regelrechter
doppelt und dreifacher Kultursprung möglich gewesen.
Aber vielleicht schließen sich Kultur und
Zivilisation aus, wie Spengler in seinem monumentalen Werk "Der Untergang
des Abendlandes" begründet. Wir brauchen eben einfach mehr Zeit für die
initialen Ideen, anstatt, dass man alle Kraft aufs Technische anwendet.
Der Deutsche, das hat Safranski ganz
fantastisch erfasst, und in einem Interview zum Ausdruck gebracht, ist immer
in Extremen tätig: "Das Tiefe und das Erhabene haben es ihm besonders
angetan", sagte er da, und begründet das "Tiefe" mit Freuds Traumdeutung,
die um 1900 erschien, und das "Erhabene" mit Spenglers Werk. Beides späte
Ergebnisse der Romantik. Und auch heute sind solche Bewegungen da,
allerdings
viel schwieriger zu erkennen, weil wir mitten im Wald stehen, und es ist der
Deutsche derjenige, der nirgendwo ohne das "Irrationale" zu berücksichtigen,
Lösungsvorschläge angeht. Anders als die Angloamerikaner, die Franzosen oder
Südländer.
Und im Orgelbau können wir irgendwann ohne
das Romantische, und damit meine ich die grundlegende Erfassung der
Deutschen Romantik, die ja nur dreißig Jahre währte von 1790 bis 1820,
überhaupt gar keine richtige Orgel mehr vorstellen. Das heißt, ohne die
Auseinandersetzung mit der Romantik als geistige Grundlage.
Wahrscheinlich kommt es dann so, dass die
Orgelbewegung, wie übrigens auch die Nazibewegung, grundsätzlich als aus der
Romantik hervorgegangene Entwicklung gesehen werden muß. Hier flossen
noch weitere und besonders zerstörerische Gedanken in diese Bewegungen mit
ein, die aber mit Romantik absolut nichts zu tun haben.
|
|
|
|
|
|