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| 29.Mai |
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es
ist soweit: Grandjean und Schmitt in
Wemmetsweiler.
Die beiden
Konzertorganisten Olivier Schmitt aus Moyeuvre-Grande, Frankreich, und
Francois-Xavier Grandjean aus Namur in Belgien (Grandjean
spielt in Wemmetsweiler)
gastieren am Sonntag, den 1.Juni 2008, nach zwei Jahren wieder in der
Kirche St. Michael in Wemmetsweiler. Dr. Olivier Schmitt ist Orgellehrer
am Konservatorium in Metz und hat an mehreren Orgelwettbewerben
erfolgreich teilgenommen. Francois-Xavier Grandjean ist tätig als
Organist, Pianist und erfolgreicher Komponist großartiger Orgelmusik. Die
beiden Künstler spielen auf der
Walcker-Orgel, deren romantische Klangsubstanz aus 1903
stammt und die von unserer Firma 2006 elementar überarbeitet
wurde. Auch dieses Konzert wird wieder von unserer Firma gesponsert.
Das Konzertprogramm am Sonntag, den 1.Juni 2008 um 19.Uhr30:
Olivier Schmitt
"Grand Pièce
symphonique" op.17 von Cesar Franck (1822-1890)
°
Francois-Xavier Grandjean
Fantasie und
Fuge BWV 537 von Johann Sebastian Bach
(1685-1750)
"Herzlich tut
mich verlangen" ( 2 Versionen) von Johannes
Brahms (1833-1897)
Sonate Nr. 6
über "Vater unser im Himmelreich" Opus 65,5 von
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
"Lumina" von
Firmin Decerf (geb. 1942)
°
Die
Walcker-Orgel in Wemmetsweiler,
ausführlich beschrieben, mit Dispo und Bild
Max Reger und Ligeti :
genau vor
einem Jahr habe ich ihn geschrieben, dazu ein verehrendes Bildchen von
"Max" gemalt, das einen Orgelprofessor so begeistert hat, dass er eine
Replik davon anforderte; einen Artikel der bis heute wohl über
zweitausendundeinmal aufgerufen wurde. Manche Resonanz kam. Aber es ist
mir schon klar, dass man als Orgelbauer keine essentielle Aussage über
Orgelmusik machen kann. Noch weniger gelten heute polemisch überspitzte
Aussagen über "den Zustand der Orgelwelt", auch wenn sie ihre Berechtigung
haben. Der Grund ist sehr einfach: Das Geschäft des Orgelbau, und heute
das der Orgelverwahrung, ist mit einer zutiefst reaktionären Klientel
gesättigt, die maximal etwas "technische Zugeständnisse" an die Zeit
macht, aber ansonsten noch irgendwo zwischen gotischem Mittelalter und
Anfang der Renaissance geistig hängen geblieben ist. Galilei und der
Humanismus werden noch bezweifelt, die Aufklärung ist noch fern. Wir sehen
es am Besten an der "Verwaltung der Orgelbauer", hier ist noch nicht
einmal der Neoliberalismus des 19.Jahrhunderts eingedrungen. Und die
kleinen Diktatoren von der Pfalz bis Südschwarzwald scheuen sich nicht,
Orgelbauer per Diktat von Aufträgen auszuschließen, die sie überhaupt
nicht kennen. Wer hier noch den Christ in der Kirche findet, dem sei
gratuliert. Mein Grund, warum ich mich zu Bach und Reger einfinde: dort
leuchtet es noch, mein "lux aeterna", übermenschlich erstrahlend.
Über spät- und nachromantische Walcker-Orgeln:
Auf Grund einer Vertretung habe ich auf der Walckerorgel in der
Johanneskirche in K. spielen dürfen, ich habe mittlerweile auf vielen
Orgeln spielen können, aufgrund meiner Tätigkeit in Düren NRW auch auf
recht großen Orgeln wie der 4 manualigen Steinmeyerorgel, die so ziemlich
alle modernen Spielhilfen für Organisten hat. Aber ich muss sagen, dass
die Walckerorgel in Kornwestheim, mit Abstand die beste war, auf der ich
spielen konnte. Die Abstimmung bzw. die Auswahl der Register für diese
Orgel ist wirklich gelungen, sie bietet einen jeden Kirchenmusiker beste
Bedingungen zum Arbeiten. Ursprünglich komme ich aus Weimar, durch Zufall
habe ich gelesen, dass die Stadtkirche Weimar ebenfalls eine Walckerorgel
hatte, da es in Deutschland mehre Weimars gibt, wollte ich mich bei Ihnen
erkundigen, ob es sich tatsächlich um Weimar-Thüringen handelt? Die
Stadtkirche in Weimar Thüringen bekam ja vor 3 Jahren eine komplett
neue Sauerorgel, wobei dieser Neubau in meinen Augen nicht gerade gelungen
ist, sollte das Vorgängermodell tatsächlich eine Walckerorgel gewesen
sein, dann würde ich es sehr bedauern, dass diese nicht Restauriert wurde,
da man eine solche Qualität nicht bei jeden Orgelbauer bekommt. CB
Antwort:
Die
Walcker-Orgel in Kornwestheim wurde 1957 gebaut auf Tonkanzellen,
während die Walcker-Orgel in Weimar als Opus 1255 genau fünfzig Jahre zuvor
als typisch spätromantisches Werk mit Taschenladen gefertigt wurde. Sie
bestätigen mir etwas, dass ich immer wieder genauso festgestellt habe,
nämlich dass die Orgeln der 50er Jahre ihre klanglichen Qualitäten haben,
die durchaus mit spätromantischen Orgeln parallel gehen, während wir heute
Orgeln der „Schrei-und Brüllphasen“ serviert bekommen, die eigentlich
keiner will, aber alle bauen sie. Momentan bin ich in Bukarest an der Oscar
Walcker-Orgel mit Restaurierung beschäftigt, und dort habe ich mich sofort
mit diesem weichen, angenehmen Klang angefreundet, der beide Elemente
irgendwie vereinigt, das „Spätromantische“ und das „Nachromantische der
1950er Jahre“. Ich hoffe nur, dass bei den gegenwärtigen Restaurierungen und
Ausreinigungen nicht diese zarten Orgelklänge der spätromantischen
Intonateure wie sie bis Ende der FünfzigerJahre sehr oft anzutreffen waren,
nicht am Ende dieser Putz- und Historienaufbereitungen endgültig
hinausgeblasen sind, weil man ja alle möglichen französischen
Trompeten-Musikstückchen darauf gehört haben muss . Da habe ich viele
ernüchternde Erfahrungen sammeln dürfen und hoffe, dass man zur Besinnung
kommt, bevor alles nach schlechten Cavaillé-Kopien klingt.
In
der Anlage ein Blatt von der Walcker-Orgel in Weimar, mit wunderschöner
Disposition. Meines Wissens hat Sauer bereits in der 30er Jahren etwas Neues
in Weimar eingebaut, und nun gibt es eben dieses klanglich indifferente
Gebilde aus 1998, das in meinen Ohren nirgendwo richtig einzuordnen ist und
weder "gut noch bös" ist. Der Gedanke, spätromantische Orgeln zu
restaurieren ist im deutschsprachigen Raum nicht sehr alt. Das kam erst nach
den 80er Jahren auf, und ist heute noch nicht in jeden Winkel
durchgedrungen. Oft erlebt man als Orgelbauer, dass Menschen ein positives
Klangphänomen beschreiben, das sie historisch nicht einordnen können, das
aber seine Wurzeln in der Romantik hat, die doch eigentlich "Verfall"
darstellt. (gwm)
Buchempfehlungen:
a) Organista et homo
doctus, Butzverlag 2008,
wenn akademische Organologen zum Lateinern anfangen und das in
berüchtigten Supper-Vokabeln, also wenn die an der Gegenwart
vorbeiplappernde ars criminalis organolis, es anpackt, einen der Ihren
(Rudolf Walter) zu ehren, dann kann einem rasch der antike Sprachkoller
einholen (man erspare uns drastische Beispiele). Dennoch, wer die Gefahr
nicht wagt, der das Rettende nicht sieht. Sprich: von dem
Orgelalltagsdeutsch der Wanderprediger und Forumsschwätzer wird ein nach
Erkenntnis Lechzender kaum satt. Eher noch trans-spiriert denn inspiriert.
So gesehen ist alle Literatur, die gründlich durchdacht ist, egal aus
welchen Motiven, eine unübersehbare Quelle der Erweiterung des beruflichen
Rahmens. Wir haben in dem Buch einige sehr interessante Artikel von
Hermann Fischer, Wolfram Hackel, Christian Lobback. Enttäuscht war ich
von dem gehaltlosen und maßstabslosen Bericht von Horst Sander über
den Walckerschen Barkerhebel in der Votivkirche zu Wien, weswegen ich das
Buch gekauft habe. Ein Füllstück gleich einer Werbeanzeige, ohne
nennenswerten Informationswert - uns sind solche staubaufwirbelnden
Sprüche, die man öffentlich klopfen darf, weitgehend verwehrt. Sehr
überzeugend "Hermann Busch - Regers Orgelmusik in französischer
Sicht".
b) Zur Orgelmusik
Olivier Messiaens, Butzverlag 2008.
Man müsste
französisch nicht nur sprechen sondern auch träumen können - um den ganzen
und komplexen Inhalt jener Musik Messiaens zu fassen zu kriegen.
Aber, als Deutscher ohne jene Sprachkenntnis haben wir immer auch
irgendwie den Zipfel des Geheimnisses oder der Verheimlichung in der Hand
- auch beim Durchblättern dieser rein musikalischen Seiten, die von
Reimund Böhmig, Hermann Busch, Michael Heinemann, Burkhard Meischein und
Lydia Weißgerber
erstellt wurden. Reinste Musikinterpretation in Begriffen!! Für
Organisten mit Sicherheit eine wichtige Lektüre, für Hörer, die Messiaen
hören, und das ist eine seltsame Spezies, eine grandiose Bereicherung.
(gwm - nach einer Buchprüfung) |
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| 27.Mai |
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Die Eberhard Friedrich Walcker.Orgel
Opus 156 nach
Gommersheim (II/23 -Bj1859) neu auf unserem EFW-Blog. An diesem Instrument
ist sehr schön die Orgelgestaltung Eberhard Friedrichs zu erkennen. I.Manual
getrennt in große und kleine Register - übereinander gebaut, dahinter das
II.Manual und dahinter Pedal und Stöpselbalganlage. Eine hochinteressante
Trakturführung zu den beiden Windladen des I.Manuals und eine wunderschöne
Prospektgestaltung runden das Ganze ab - leider kann man die hochwertige
Qualität und den wunderschönen Klang der Orgel nicht mehr auskosten, das
Instrument gibt es nur noch auf dem Papier.
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MP3-Grüße von der Schlimbach-Orgel aus Nieder-Roden
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Hermann Schroeder (1904-1984) "Allegro moderato"
Hermann Schroeder (1904-1984) "Allegretto"
Hermann Schroeder (1904-1984) "Andantino"
Téodore César Salomé (1834-1896) "Grand Choeur in G"
Interpret: Michael Schultheis (c) 2008
zu Hermann
Schroeder gibt es diesen recht belanglosen
Artikel in
Wikipedia und wir werden heute noch einen Aufsatz des Komponisten
aus dem Jahr 1955 in der WALCKER-HAUSMITTEILUNG Nr 11 anlässlich dieses
Vortrags hier zeigen. Hier also :HM_TEIL01,
HMTEIL02
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| 21.Mai |
Neues am Rande der
Verzweiflung - oder wenn man mal Zeit hat zu surfen |
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Jesus war Arier,
so kommentiert der humanistische Pressedienst ein germanisiertes Kruzifix
aus der Martin-Lutherkirche in
Berlin, in der die berühmte Walcker-Orgel steht, die schon auf dem
Reichsparteitag ihre Lieder mit paranoidem Massegesang zelebrierte und
einem manisch depressiven Volksherolden zujubelte (Hai, Hai, Hai). Hier kann man einige
wichtige Neuerungen um "Christen in der Nazizeit" erfahren. Wahrheiten,
die sich erst langsam ans Licht wagen. Es handelt sich um die von Frau Prof.
Dr. Stenfanie Endlich gestaltete Ausstellung, bei der auch wir die
Ehre hatten, in ganz kleinem Rahmen mitwirken zu dürfen. |
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Dennerlein setzt wieder Pfeifenorgel außer Gefecht:
Ein furioser Orgeltornado, der über
die Hinterköpfe der rund 200 Zuhörer hinwegfegte, ja der ihnen direkt die Köpfe wegbog, dann aber die Orgel plötzlich aus dem letzten Loch pfeifen ließ:
Eine Taste klemmte, „ein Ton hängt, jetzt ist die Luft raus“, sagte
Barbara Dennerlein mit entwaffnendem Charme. (so übrigens auch geschehen
in der Ludwigskirche in SB. Vielleicht besser, sie bleibt bei Ihrer
elektronischen Krücke, - da war nie Luft drin. Wäre auch schön wenn man
Frau Dennerlein die einfachste Orgelterminologie etwas näher bringen
würde..) |
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Zwei Projekte, bei denen ich ebenfalls besucht habe und mit
Angeboten vertreten war, die nun von den Orgelfirmen abgeschlossen wurden
:
Eine Orgel für den Allensteiner Dom
(von Siegfr. Sauer) das heisst heute
Olsztyn und liegt im nordöstlichen Polen und
Im Mai geht´s auf die Reise
Windesheimer Orgel für Nigeria ist ... ein
ungeheueres Gefühl beschleicht mich.... |
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Momentan ist Justus Frantz
an der Philharmonie im Atheneum probend
tätig. Er gibt am Donnerstag und Freitag zwei Konzerte als Dirigent und
Solist am Klavier, Mozart und
Bruckner. Wir haben ihn aus der Orgel heraus gefilmt, was heute abend
gezeigt wird. Hauptcredo des Meisters: Crescendo, Crescendo, more
Crescendo... (Video Probe der 9.Symph.
Bruckner, mit Justus Frantz in Bukarest am 20. und 21. Mai 2008 -78MB) |
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Eigentlich sollte man meinen,
es wäre heute einer Generation angemessen, die das Erbe der Väter, und
besonders hier den elendig dreinblickenden Planeten Erde, gehörig in Frage
stellt und mit schärfstes Kritik aufwartet. Wenigstens würde man erwarten,
dass so langsam ans Aufarbeiten der Überlebensstrategien gedacht werden
würde. Aber was sieht man da in den vordersten Reihen, auf den Bänken der
Universitäten, den Kirchen und anderen Schlafsälen intellektueller
Lauterkeit herum lümmeln? Neben den angepassten Spießern, bei denen war es
sowieso nie anders, sehen wir (ältere Generation) eine jüngere
heranwachsen, die eher daran denkt, diesem Planeten den Rest zu geben, so
effizient es nur geht, um dabei eben selbst als irgendein nebensächliches
Kirchenlicht final aufleuchten zu können. Wer dabei noch still und beredt
seine hochwichtige Orgelproblematik als einzig relevantes Diskussions- und
Studienthema gelten lässt, der kann in meinen Augen nicht ganz klar im
Kopf sein. Das ist meine Antwort zu 1968. Damals wäre nicht eine Stunde
vergangen, ohne dass die Vorsorge für unsere Generationen morgen,
angemahnt worden wäre. |
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| 18.Mai |
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...
komm lass uns doch wieder mal eine Kirche sprengen...,
am besten mit Inhalt, nämlich mit der Orgel..., wie
geschehen vor 40 Jahren,
am 30.Mai 1968, die Universitätskirche in Leipzig. Zu dieser
sensationellen Tat des DDR-Regimes gibt es wichtige Gedenkverweise in
neuerer Zeit. Wir haben hierzu einige MP3-files dazugelegt. In dieser Kirche
hatte Bach gewirkt, Luther hatte hier gepredigt, Mendelssohn hatte hier
musiziert und Max Reger. Mit einer einzigen Sprengung wurde dieses
historisch enorm wichtige Bauwerk in die Luft geblasen. Von den
Kulturbanausen, die nach den Nazis im Osten noch weiterwirken konnten.
Hierzu Texte der Kirchenmusiker, Orgelbauer und Musik der ebenfalls
hochgejagten Eule-Orgel:
Die Eule-Orgel mp3,
Zur
Geschichte der Orgel.mp3,
Kurz vor der
Sprengung.mp3, Die
Sprengung.mp3,
Toccata.mp3, Finale.mp3
.
Man soll allerdings nicht
glauben, dass wir in heutiger Zeit gegen solche Gewaltakte gewappnet sind.
Vielleicht spielt sich derlei Gewalt heute leiser und subtiler ab, wie wir
es am drastischen Beispiel weiter unten im Engel-Land gesehen haben, oder
wie wir gewohnt sind, abzusehen im eigenen Land. Nach solchen drastischen
Unglücksfällen, wie sie heute in Birma und China passiert sind, auf solche,
vergleichsweise harmlose "Kultureinbrüche" hinzuweisen, fällt zunehmen
schwerer, weil da eigentlich ein seltsamer Gott besungen wird, der da so
massiv Unglück über Unschuld daherbringt. Wir tun eben das, was wir seit
2000 Jahren gewohnt sind zu tun. Wir sind halt in der 400.sten Generation
von Gläubigen. Und je mehr wir gegen diesen Glauben anrennen, desto mehr
wirkt er in uns.
Interessant in
diesem Zusammenhang ist auch, dass der rote Diktator Ceausescu (der große
Zuckerbäcker) ebenfalls
rund 10 Jahre später begann, Kirchen in Bukarest abzureißen. Nach dem
Erdbeben 1977 kam ihm die Idee dazu. Das hat ihm schnell internationale
Komplikationen eingebracht, so dass ein hochbegabter Architekt zum Zuge kam,
der mehr als 5 Kirchen in Bukarest einfach um bis zu 150m aus dem Blickfeld
des Größenwahnsinnigen verschob!! Diese Kirchen sind also restlos
erhalten und wir haben sie alle besichtigen können. (gwm) |
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über einen Hellprincipal, Klangaufnahmen und der
Objektivität an der Orgel. Wir
haben momentan rund 10 alte Walcker-Langspielplatten digitalisiert und es
zeigt sich, dass die Walcker-Orgel in Schwäbisch Hall, ursprünglich von
Eberhard Fr.Walcker gebaut, klanglich das schönste Instrument war, bevor
es Tzschökel restaurierte und dabei so gut wie alles Pfeifenmaterial
verwendete. Daher möchte ich aus dieser Aufnahme zwei Stücke hier zeigen.
In Bukarest haben wir nun vier Pfeifenregister in die Orgel gestellt,
wobei ich mit Überraschung die sehr hohe Lautstärke des Hellprincipals
feststellen musste. Im Konzertsaal jedoch ist davon kaum etwas zu spüren.
Dafür werden im Saal um so mehr die kleinsten Lautstärkeunterschiede
innerhalb des Registers bemerkt. Gerade aber die Lautstärke ist ein großes
Problem bei Klangaufnahmen, weil wir nur Lautstärkenunterschiede innerhalb
einer Klangpalette (Registers) wahrnehmen, aber nicht die Klangfülle als
Ganzes über elektronische Medien originalgetreu erfahren können.
Dafür haben wir den Lautstärkeregler. Das ist das große Problem bei zarten
Streichern: wie kann ihre Zartheit gegenüber anderen Klangfarben auf
elektronischen Medien gerecht dargestellt werden? Bei einer Orgel bemerken
wir höchstens das sie grundtönig oder den oberen Frequenzbereich stark
betont, mehr nicht. Auch das könnten wir über Regler korrigieren. So gibt
es eine Langspielplatte "Urbi et Orbi" mit festlicher Orgelmusik aus St.
Peter in Rom an der dortigen zweimanualigen Walcker-Orgel, die
digitalisiert auf mich einen entsetzlichen Klangeindruck hinterlässt.
Aber, wenn man die Funktion dieser Orgel kennt, sie ist fahrbar und wird
an den zwölf Kapellen dort herumgefahren, hat auch bei Ostern die Aufgabe
den Massegesang auf dem Platz zu begleiten (über Mikro), dann kann man
ermessen, dass es ein sehr subjektiver Moment ist, und solche Aufnahmen
absolut nichts mit Objektivität zu tun haben.
dazu also MP3-files: letzte Einspielung auf der Walckerorgel Schw.Hall -
Guilmant-Final aus
der 1.Orgelsonate d-moll op42 und
Mendelssohn-Bartholdy Sonate Nr. 6
(das ist ganz groß!!) gespielt von Hubert Schick (ein guter
Vergleich zur Tzschöckel Orgel und ihrer verdammt nahen Klangverwandtschaft
zur Walcker ist auf dem
YOUTUBE-video zu erkennen)
und Einspielung auf der Walckerorgel in Vatican Rom -
Scarlatti - Andante
und Franz Liszt -Der
Papst-Hymnus, gespielt von Heinz B. Orlinski |
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Klavier
ist Verstand, Orgel ist Herz
Die Zeit
Dabei wird die Orgel meist von Männern
gespielt. Iveta Apkalna: Der Wettbewerb ist für alle Musiker hart, für
Männer ebenso wie für Frauen. ... - oder wie die Schauspielkunst das
Orgelspiel fördert.... |
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| 12.Mai |
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Wie
Bachs Orgel in ein polnisches Seebad kam
Die Globalisierung zieht alle Register: Aus
der Hamburger St.-Katharinen-Kirche, in der schon Johann Sebastian Bach
vorspielte, wurde eine reparaturbedürftige Kemperorgel nach Polen verkauft.
Vom ungewöhnlichen Instrument-Recycling im Osten profitiert sogar die
Ukraine. Von Sebastian Knauer
mehr...
PFEIFEN nicht als PFEIFEN : das Nachthorn 8' im Schwellwerk
der Walcker-Orgel im Bukarester Atheneum - neu eingebaut und
auf unserem AeolineBLOG kann man das VIDEO und eine Beschreibung dieses
Orgelregisters auffinden. Dabei ist zu beachten, dass in diesem, wie in
anderen Videos über diese Orgel verschiedene Stahlgerüste und Metallwände
sichtbar sind, die den einen oder anderen vielleicht verwundern. Es handelt
sich hier um Erdbebensicherungen, die nach den Beben von 1940 und 1975
angebracht wurden. Das Register Nachthorn 8 in Bukarest hat im Schwellwerk
nicht nur für den elementaren Grund zu sorgen, sondern auch eine gewichtige
andere Funktion zu erfüllen. Um so dramatischer war der Austausch dieses
Registers gegen einen Schwiegel 1' in den 60er Jahren. |
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| 08.Mai |
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In England ist der Kirchen-Ausverkauf
wahrlich voll angekommen:
neben einer hervorragenden 120 Jahre alten Osmond-Orgel
soll gleich mit die komplette Kirche am 29.Mai per Auktion inklusive Orgel
verkauft werden. Anglophile Rationalität. Früher hat man dazu
"Amerikanismus" gesagt, was aber heute Trend ist und deren perfideste
Ausgeburten auch morgen bei uns ihre Feste feiern werden. Es handelt sich
hier um eine Paarung aus Pragmatismus und Materialismus, der bevorzugt
aber als Kapitalismus seine Beutezüge macht. Man muss nur die Orgel- und
Kirchenforen in Deutschland besucht haben, um zu sehen, dass dort der
"kleine Stech- und Giftzahnkapitalismus" schon längst Usus ist. Wer sich
solche Besuche allerdings zur Gewohnheit hat angedeihen lassen, wird es
kaum noch realisieren. Hirnweich Deutschland seelenlos und dummes
Geplapper über Kirchenalltag, "mein Gott, wie hast Du uns alle so total
verlassen!" (gwm)
Redundant Osmond Organ
samt Kirche per Auktion am 29.Mai zu verkaufen
Redundant Vowles
Organ, historisch sehr bedeutend und wertvolles Instrument mit 2 Man/21
Reg aus 1869
Die Moderne Orgel hat bei Walcker
gewissermaßen in Sinzig und in Murrhardt ihre klanglichen Höhepunkte und
Abschlüsse gefunden. In Sinzig ist es eine Schöpfung des Organisten Peter
Bares; in Murrhardt haben wir eine Klang- und Bildschöpfung von
Helmut Bornefeld. Beide Orgeln sind typische Gegenwartsschöpfungen, die
das Ausklingen der Moderne im kirchlichen Raum gut und billig demonstrieren.
Was mich persönlich immer an dieser "Moderne" abgestoßen hat, war ihre
"unduldsame Belehrsamkeit", wie wir sie von Adorno bis Ligeti finden und die
direkt an den Orgeln wie mit einem Stethoskop abgehört werden kann. Weswegen
wir zwei herausragende Orgelstücke an diesen Instrumenten zeigen wollen
(ohne hoffentlich belehrsam sein zu wollen):
Peter Bares- Magnificat
tonus 5 an der Walcker-Orgel in Sinzig und
Elisabeth Ullmann -
R.Schumann, Fuge über
B-A-C-H an der
Bornefeld-Walcker-Orgel in Murrhardt. Beide Stücke sind MP3-Dateien und zeigen welche Welten zwischen "Moderner -" und "Romantischer
Orgelmusik" liegen. Damit wollen wir ausschließlich auf den Klang der
Orgeln hinweisen. Versteht sich von selbst, dass die Darstellung der
Organisten völlig wertneutral gesehen werden will.
Mit beiden Organisten und Komponisten (Bares
und Bornefeld) verband
mich eine persönliche Bekanntschaft, die zwischen Sympathie und kritischer
Begeisterung schwebte. So habe ich die Intellektualität beider Musiker sehr
bewundert. Hingegen konnte ich mich weder mit dem "sorglosen Geplätscher"
der Bares-Musik noch mit der totalitären Sehweise von Helmut Bornefeld
anfreunden. Aber dessen bildgestalterischen Ansätze haben mich ungemein
fasziniert. (gwm aus Bukarest) |
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| 03.Mai |
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Harmonica aetheria - verschleierte Harmonien,
aetherischer Zauber, neues Thema auf
unserem Aeoline-Blog. Das Geheimnis der Harmonica aetheria, auch das
Geheimnis der zurückhaltenden Mixturen und Aliquoten auf allen
romantischen Orgeln wird hier hinterfragt: Wie ist denn da ein Tutti
möglich? Bei den Karg-Elert-Stücken von Martin Schulte hört man sie, diese
verschleierte Mixtur aus einer anderen Welt. Das hat hier einen alten
Orgelfreund ermuntert nachzuhaken, "warum gab es damals diese Form -
warum gibt es sie heute nicht mehr?" |
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DAVID-Edition Vol.3- Hölderlin, Werk 70 (1970)
16'30, Ode - Elegie - Hymne, gespielt an der Walcker-Orgel von 1958, die
von Johann Nepomuk David disponiert und mitgeplant war, von
Organist Wolfgang Dallmann, gespielt am 11.01.1982 wenige Tage vor
Vernichtung der Orgel - ein
wahrhaft historisches Klangdokument, das wir hier als MP3-Datei zeigen
(9,8MB). |
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| 30.April |
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aus einer Reise Rostock - Hamburg: Geladen
zu einer Hundertjahrfeier nach Heiligen-Geist-Kirche zu Rostock, wo
bekanntlich eine berühmte Walcker-Orgel seit 1908 steht, die 2001 von
Scheffler restauriert wurde, und die in jedem Falle, das kann ich
gleich vorweg nehmen, klanglich und funktionell ihre Mustergültigkeit in
dem nachstehend beschriebenen Konzert unter Beweis stellte, hatte ich
Gelegenheit ein Konzert an der Orgel und damit das Instrument erstmalig
kennenzulernen. Das
Festkonzert am 27.April mit der Norddeutschen Philharmonie unter
Dirigent Christian Hammer und Solist an der Orgel Denny Philipp
Wilke war technisch hervorragend. Dennoch stellt sich die Frage, warum
man auf dieser Orgel fast ausschließlich Franzosen aufführt? (auch
schon Andreas Sierling mit entsprechender CD - auf unseren Internetseiten
vorgestellt) Als am Ende des
Konzerts, nach tosendem Beifall der rund 700 Besucher, Denny Wilke die "Epidemische
No.
5 von Widor " als Zugabe auflegte" (..was er beinahe auswendig herunterleiern
konnte) hatte er zwar die Gelegenheit seine "Fingerübungen" prächtig
virtuos dem mitschunkelndem Publikum nahe zu bringen und so in geweiteter
Eitelkeit ins Gedächtnis der Menschheit rund um Rostock einzukehren, aber der Orgel wurde nicht Gerechtigkeit
widerfahren. Weil eben eine solche "pneumatische, alte Dame" es einfach
nicht mag, wenn man sie wie einen Esel mit Peitschenhieben über den Buckel
treibt. Dann jauchzt sie und pfeift wie ein alter Zirkuselefant, dem man
das Fliegen beibringen will, aber eigentlich wollte sie etwas mehr Stille
und Differenz. Deswegen deutsche Romantiker, weil hier vom Komponisten Maß
an der deutschen Orgel genommen wurde, und nicht an Cavailléscher
Schleiflade. Wann werden unsere Orgelspieler, nachdem sie
endlich erkannt haben, dass wir in Deutschland schöne romantische Orgeln
hatten und wenige noch haben, nun langsam anfangen die richtige Musik
darauf zu spielen?? (gwm) (in dem PDF-Dokument Opus 1399
Walcker-Orgel in Rostock,neben Dispo und Bild, beschreibt Herr
Dr. Andreas Waczkat die entscheidenden Merkmale einer
deutsch - romantischen Orgel jener Zeit: .. Die Manuale haben bei der
romantischen Orgel ihre klare, eigenständige Werkmäßigkeit aufgegeben, das
Anziehen und Abstoßen der Register dient weit eher einem lückenlosen
An-und Abschwellen des Tons als der klanglichen Kontrastrierung. |
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Romantischer Höhepunkt
Norddeutsche Neueste Nachrichten -
Rostock,Mecklenburg-Vorpommern,Germany
Hier stand die Königin der Instrumente im Mittelpunkt: die Walcker-Orgel.
Denn 100 Jahre Heiligen-Geist-Kirche sind auch 100 Jahre Walcker-Orgel.
...zu dem Konzert in Rostock werden einige
MP3-Dateien demnächst hier hochgeladen, die etwas Konzertatmosphäre aus
dem vergangenen Sonntag herüber bringen sollen. |
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Geiger vergisst Stradivari im Taxi
Musiker bekam millionenteures Instrument am nächsten Tag zurück |
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Neues Bach-Festival in Weimar
"Bach-Biennale Weimar" findet erstmals im Juli statt |
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Wolfgang Wagner dankt ab
Chef der Bayreuther Festspiele will binnen vier Monaten zurücktreten |
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REDUNDANT PIPE
ORGAN M0119 - Auckland 1962 mit 2
Man und 11 stops |
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| 25.April |
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Wir
gratulieren
Heinz Wunderlich zum 89. Geburtstag - und wünschen weiterhin
viele schöne Konzerte. Wie wir erfahren haben gibt er übermorgen
sein nächstes Konzert. Dieses Konzert fand an der von Schuke restaurierten "Beckerath-Orgel"
(die nun bekanntermaßen keine Beckerath-Orgel mehr ist) in der Petrikirche
Hamburg statt, und mir wurde von dem Orgelbauer Sebastian bestätigt, dass es
eine hervorragende und gelungene Konzertveranstaltung war. |
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| 22.April |
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RIGA DOM - ORGELKONZERT von Martin Schulze
hier in Form von
Audiodateien. Ein ganz großartiges Konzert von Martin Schulze, das am
14.März 2008 in Riga aufgenommen wurde und das uns
zur Verfügung gestellt wurde, um es hier auf unseren Seiten zu präsentieren. Wir
stellen das der Einfachheit halber als MP3-Dateien zum Download oder zum direkten
Hören mit QuickTime hier zur Verfügung: |
1.
J.S.Bach - "Nun kommt der Heiden Heiland"
2. F.
Mendelssohn-Bartholdy - "Aus tiefer Not"
3. Karg-Elert
- Drei Choralvorspiele - "mit Ernst, oh Menschenkinder"
4.
Karg-Elert - "Aus tiefer Not schrei ich zu Dir"
5.
Karg-Elert - " Freu dich sehr, oh meine Seele"
6. Max Reger -
"Toccata und Fuge d-Moll"
Ich glaube, dass wir hier erstmals ein ganzes Konzert in
super Qualität mit dem großartigen Vortrag des Organisten auf der
Walcker-Orgel in Riga veröffentlicht haben. Und wir danken ganz besonders
Martin Schulze und seinen Freunden für die Ermöglichung dieser schönen
Sache. So bleibt doch Orgelmusik lebendig. |
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Orgelentwürfe
aus der Jahrhundertwende (19. auf 20.JH) und ihre
Gestaltungselemente soll eines unserer nächsten Themen im Walcker-Blog
sein. Insbesondere auch deswegen, da man die auf unseren Seiten gezeigten
Entwürfe und Gestaltungen dieser Orgeln besser verstehen kann. Gerade weil
es sich bei diesen Gestaltungen um eklektizistische Sammlungen aller
möglichen historischer Stile handelt, hat diese Zeit hervorragende
Künstler gebraucht, welche diese Vielfalten unter einer sicheren Hand
realisieren konnten - wie die nebenstehende rasch hingeworfene Skizze
beweist (Achtung, das große Bild hat 480kb und kann gut auch als Plakat
verwendet werden). Teilweise wurden ganze Kisten mit stilsortierten Gips-Ornamenten
eingekauft und an die Orgeln angebracht. Andererseits wurde eine ganze
Abteilung bei Walcker mit Bildhauern und Schnitzern beschäftigt, welche
solcherlei Zierrat anzufertigen hatten.. |
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Wie bitteschön wird denn das Register auf der Taschenlade
eingeschaltet - doch nicht mit einer Schleife?! -so eine Anfrage, die wir
schnellstens beantworten mit einer Zeichnung, die auf unseren Seiten schon
längere Zeit vorhanden ist:
http://www.walckerorgel.de/gewalcker.de/images/Normzeichnungen/Blatt15.jpg
Im Prinzip handelt es sich um einen Auslassbalg mit einer Falte von
der Grundfläche einer Hand, der an einen Kanal montiert ist, welcher
ständig Wind führt. Wird ein kleines Ventil betätigt, so öffnet der Balg
die Windöffnung und lässt Wind in die Registerkanzelle. Nun erst kann die
Tasche die Pfeifenbohrung öffnen, wenn das entsprechende Tonrelais
betätigt wurde. |
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Orgelmusik
von Frauen Orgel spielen wird nur
eine, nämlich Yasuko Takahashi-Töpfer. Aber die Kompositionen, die sie
vorträgt, sind ausschließlich von Frauen.
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Auf
Denkmalschutz wird
in Bukarest
der allergrößte Wert gelegt, wie das angeheftete Bild eindeutig beweist.
In unserem trailer "Buk - the city"
wird die Stadt erstmals in nötigem Respekt und angemessener
Auflösung gezeigt, die hier notwendig ist, um alle Details richtig zu
verstehen. Zwei Dinge gibt es in Bukarest, an denen man nicht vorbeikommt:
die Orthodoxe Kirche und das Caru' cu bere (Das Haus der Biere, in der
Stavropoleos Nr.5). Beides wird in dem Film beleuchtet. Dieses Video hat
also 12MB und ist 7,5min lang und ist Alexandru Mihailescu gewidmet. Mehr
wird dazu nicht gesagt. |
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| 19.April |
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Frankfurt Paulskirche - Der Spieltisch
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Schon lange gesucht, nun endlich fand ich die Zeichnung zur berühmtesten
Eberhard Friedrich Walcker-Orgel. Wir werden hierzu noch einige
Ergänzungen in Sachen Hilfszüge etc. anfertigen. Jetzt aber schon ist der
erste Spieltisch mit Doppel-Pedalklaviatur auf unserem EFW-Blog.
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Dieter
Kreutz spielt
auf der
Walcker-Orgel Op. 2317 in Ludwigshafen-Gartenstadt am 20.04.08 um
18Uhr Werke von Michel, Rheinberger, Mozart, Homilius, Sibelius |
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Anatomie der
Orgel02.wmv
wurde nun erneut hochgeladen und geprüft. Damit sind nun alle drei
Filmteile dieses Dokumentationsfilms des Österreichischen Rundfunks
korrekt. |
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für alle Freunde der durchschlagenden Zungen:
in der Schwäbisch Haller Orgel wurde von der Firma Kreisz
die durchschlagenden Zungen Clarinette 8', Physharmonika 16'+8' und
Serpent 16', die schon in der originalen Walcker-Orgel als fester
Bestandteil zur Orgel gehörten, 2003 wieder eingebaut. Sie wurden beim
"Umbau" durch Tzschöckel auf dem Kirchenboden abgestellt/gelagert. Diese
Register werden nun elektrisch, durch Magneten, angespielt.
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| 12.April |
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Zum Balanciertritt gibt
es offensichtlich ein paar Unklarheiten, die erläuterungsfähig sind: Die
sogenannten "Löffeltritte" von Aristide Cavaillé-Coll
(Pris
St. Bertrand, St. Sulpice z.B.) sind keine Balanciertritte,
da
diese Tritte auf 3 oder 4 Rasterstufen beschränkt sind, während wir aus
dem Spieltisch(bild) der Stuttgarter Stiftskirche (auch unter unseren
Spieltischseiten zu sehen) sehr genau den Gedanken des Erbauers
herauslesen können. Hier nämlich handelt es sich um eine Form der
"Mikrodynamik" oder anders gesagt, die riesigen Anzeigetafeln, rechts und
links am Spieltisch, sollten ein Gefühl für extrem feine Dynamisierung
optisch unterstützen. Wann gab es je in einer französischen Orgel dieser
Zeit ein solche Anzeigegerät? Ob nun Petersburg (1840!) ein auf wenige
Stufen begrenzten Schwellertritt hergab oder nicht, ist wahrscheinlich
heute nicht mehr festzustellen. Sicher aber ist, dass dieser Spieltisch,
vielleicht mit dem Spieltisch in Frankfurt-Paulskirche, der direkte
Vorläufer aller Cavaillé-Coll-Spieltische war. Dagegen entwickelte sich der Erbauer,
Eberhard Friedrich Walcker, von den gerundeten Staffeleien ab, um
sich vermehrt den "Dynamisierungswerkzeugen" Schwelltritt und Crescendo zu
widmen. Damit trat das "ästhetische Moment" des Spieltisches hinter der
Funktion der Dynamik zurück. Ein wichtiger Anhaltspunkt übrigens, wo sich
deutsche
und französische Orgelromantik klar getrennt haben. |
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Grüße aus Warschau:
siehe auch
http://www.farao-classics.de/deutsch/kuenstler/winklhofer.html |
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Liszts legendarischer Kantor
Thüringer Allgemeine - Thüringen,Germany
In Weimar schrieb Alexander Wilhelm Gottschalg seit 1865 unterdessen als
Redakteur für Musikzeitschriften wie "Urania", in der es vor allem um
Orgelbau und ... |
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| 10.April |
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Der Balanciertritt und seine Geschichte,
war ein Thema, mit dem wir vergangene Tage mit verschiedenen Personen
diskutieren konnten. Dabei war natürlich die Frage von besonderer
Bedeutung, wer diesen Balanciertritt in den Orgelbau eingeführt hat. Denn,
das was wir heute unter Schwellwerk verstehen ist mit diesem
Balanciertritt eng verbunden, wenn gleich eine Erfindung des
"Schwellwerks" wie die Erfindung einer "Registerkanzelle" wohl nie einer
Person definitiv nachgewiesen werden kann. Denn das "Schwellwerk", als Kasten,
der das Pfeifenwerk etwas in Lautstärke reduzieren kann, gab es bereits
bei den Renaissance-Orgeln, die mit Türen geschlossen wurden, während der
klassische Spanische Orgelbau seit mindestens 1580 seine kleinen Kästen um
die "vox humana" hatte. Wer sich dem Thema weiter widmen möchte, der kann
auf unserer
umfassenden Spieltischseite
ein Spieltischbild der Petersburger
EFW-Orgel sehen, wo zwei Tritte eingezeichnet sind die ihn auf den
richtigen Weg bringen. Dieses Bild ist allerdings eine vereinfachte Grafik
des originalen Stiches aus 1839, der die beiden Tritte mit "Crescendo"
bezeichnet. Sehr aufschlussreich ist dieser Begriff , weil damit die
Dynamisierung besser gekennzeichnet wird, und wahrscheinlich hat EFW den
Schwelltritt anfangs mit "Crescendotritt" betitelt. Aber
wahrscheinlich wird man nach gründlicher Recherche feststellen, dass nicht
nur die Balanciertritte von EFW in den Orgelbau eingeführt wurden sondern
auch die vertikalen Schwelljalousien und damit der Schwellwerkstyp, der in
Deutschland bis einschließlich der "Neobarockphase" die normale
Schwellwerkvariante war. |
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REDUNDANT PIPE ORGAN :
wunderschöne "Hausorgel" einmanualig, 6 Register aus 1890, Erbauer
unbekannt, zu verkaufen. M0063.pdf
(unsere PDF-Dateien befindet sich auf passwortgeschützem Bereich,
der mit neuem Passwort versehen ist - dies, da offensichtlich einige Leute
ein Problem damit haben, unsere freizügige Behandlung und intensive
Arbeit damit, zu respektieren. Auch alle neuen Film- und Tondokumente
werden dort zukünftig gespeichert.) |
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„Christenkreuz und Hakenkreuz“
Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus, eine Ausstellung in
der Gedenkstätte Deutscher Widerstand,Stauffenbergstraße 13-14, 10785
Berlin,18. April bis 12. Juli 2008, bei der ich die Gelegenheit hatte,
etwas mitwirken zu dürfen. Die Eröffnung ist am Donnerstag, 17. April
2008, 18 Uhr (2.Etage, Saal A) Gestaltet wurde diese Ausstellung von
Prof. Dr. Stefanie Endlich – Monica Geyler-von Bernus –
Beate Rossié
für das
Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V. Mit besonderer
Unterstützung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, des Vereins
Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V. in München, des Aktiven
Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und des Vereins Gegen
Vergessen – Für Demokratie.
Zur
Ausstellung:
Wie zeigte
sich der Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie in der Gestaltung
jener Kirchen, die nach Hitlers Machtantritt erbaut wurden? Was berichten
uns die künstlerischen und architektonischen Sachzeugnisse, die bis heute
erhalten sind, über die damalige Anfälligkeit der Kirche für Rassismus, "Volksgemeinschafts"-Propaganda
und Totenkult?
In den Jahren
nach 1933 wurden zahlreiche Kirchen neu gebaut und künstlerisch gestaltet.
Die Zahl von mehr als 900 Kirchenneubauten, Umgestaltungen und neuen
Gemeindehäusern für beide Konfessionen widerlegt die weit verbreitete
Ansicht, dass Kirchenbau und Kirchenkunst in der NS-Zeit nahezu zum
Erliegen gekommen seien. |
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| 06.April |
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Unser neues Editorial
auf der ersten Seite "Alles fließt - aber wohin" gibt es
auch als PDF-file
feedback:
panta rhei - sehr interessant. Ich sehe zwei Aspekte, die ich so
zuvor nie gesehen habe: a) der Orgelbauer eingebunden in eine Art
>>mittelalterliche Tradition<<, Bauhütte, Mönchtum, also romantisch
idealisiert und b) Organisten in der Verwaltung von Orgelsachen tätig - dort
am falschen Platze. Mir unverständig allerdings, dass Sie jenen keinerlei
künstlerische Potenz zuerkennen wollen.... GB
Antwort: da kommt sicher etwas falsch rüber. Die größte geistige
Erholung und Erfrischung die mir denkbar ist, das ist wenn ich, wie heute,
Ton Koopman's 8 oder 10 CD's mit ausschließlicher Bach-Orgelmusik mir
zuführen kann, eingespielt auf meist holländischen, klassischen Orgeln.
Vermessen wäre es hier, diesen genialen, locker daherspielenden Koopman als
reproduzierenden Künstler zu bezeichnen. Das ist ein geschlossenes,
kompaktes Kunstwerk, wo dem Organisten der gleiche Dank und die gleiche
Anerkennung, wie dem Komponisten gebührt. gwm
feedback: hallo Herr Walcker: ich komme gerade von einem Forum. Da
werden Sie, weil Sie die Bibel zitieren, energisch angegriffen. Schon eine
seltsame Kirche, in der eure Orgeln stehen, und in der man nur noch unter
Vorbehalt die Worte des Gründers erwähnen darf.... BS
Antwort; also ich unterscheide da schon "die Kirche" und irgendwelche
Forumsdiskutierer, die nicht einmal die Hälfte des Gesagten zur Kenntnis
genommen haben - aber wie gesagt, der materialistische Standpunkt auch da in
voller Blüte. Was mischen sich diese Leute in geisteswissenschaftliche
Dispute, wo sie nicht mal ihre drei Sachen vor ihrer begrenzten Realität zur
Aufnahme bringen konnten. In der Tat ist die "Abwertung" der künstlerischen
Stellung des Organisten nicht in der Form beabsichtigt gewesen - und diese
Kritik ist berechtigt. gwm
wo
sind sie denn, wo laufen sie denn?
so fragen mich
immer wieder Besucher, die hier schon einmal die aquarellierten
Entwürfe aus dem fin de siecle gesehen haben, aber sie nicht
mehr auffinden. Diese Bilder haben auf manche Leute einen angenehmen
Eindruck hinterlassen, aber leider habe ich momentan nicht die Zeit, diese
schöne Sonntagsbeschäftigung am Laufen zu halten. So wollen wir wenigsten
die vergangenen Bilder, die ja teilweise ganz wichtige Orgeln von Walcker
waren, hier wieder auferstehen lassen. Ich habe eine extra Seite dafür
angelegt, wo sie allesamt ausgestellt sind.
fin de siecle02
Anmerkungen zur Taschenlade (video05)
Mit diesem neuen
Video-Clip (12MB .wmv) auf unserem WalckerBlog zeigen wir, wie das Einleimen
der neuen Taschen in die Windladen vorzugsweise vorgenommen werden kann. Wir
haben hier in Bukarest Taschen in Wert von 18.000,--Euro einzuleinem, und da
möchte man doch eine sichere und zuverlässige Methode haben, die
erfolgreiches Werkeln der Taschen sichert. Einige Tipps und Kniffe, die man
sicherlich beim ersten Mal nicht gleich erkennen kann werden hier gegeben
und ein schönes Stück Musik begleitet das Gezeigte.
Von dem Konzert
im Atheneum für
die Staatsgäste gibt es eigentlich nichts Besonderes zu berichten. Der
Saaldiener "Steppan" jedoch meint einen kleinen unbedeutenden Zwischenfall
erwähnen zu müssen, der seiner Meinung nach unserer weiteren
Mitteilung bedarf: Also während der Sektpause zwischen den Vorführungen hat
es George Walker Bush plötzlich sehr eilig in die unteren Räume auf die
Toilette zu kommen. Dann aber rast er scheinbar unmotiviert wieder die
Treppen hoch direkt auf Merkel zu, die Belangloses mit Sarkozy
austauscht. Hinter vorgehaltener Hand flüstert er Merkel zu: "Aintschi
d'yu'hav got some paper? Lautes Auflachen Sarkozy's, der die Frage auf
französisch weitergibt, so dass es schließlich ans Ohr des Saaldieners
dringt. Möglich, dass George Walker B. die Tücken rumänischer Toiletten
nicht gekannt hat? |
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| 1.April |
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Unsere
Webalben
umfassen in
der Zwischenzeit Heidelberg, Berlin -Musikinstrumentenmuseum,
und den Bukarester Frühling 1+2. Letzteres sehr interessant, weil
Bukarest immer noch eine schöne Stadt ist, egal wie man unkt. Hier auf
diesen Bildern sieht man das ausgezeichnet. Ein Spaziergang bei schönstem
Frühlingswetter vergangenen Sonntag. Wer natürlich nur Plattenbauten sehen
will, der sieht nichts anderes. Kaum eine Stadt in Europa jedoch hat eine
solche Bauvielfalt wie Bukarest. |
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| 30.März |
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Auf unserem
walcker-TUBE
haben wir in der Zwischenzeit folgende 6 flash-Filme untergebracht:
Bitte
beachten, dass wegen der großen Datenmenge bei geringer
Übertragungsgeschwindigkeit Verzögerungen und teils lange Wartezeiten
entstehen können. Unsere Simulationsbedingungen in Bukarest mit teilw.
2-10kbyte/sec sagen uns, dass alles im grünen Bereich ist.... dennoch werden
wir in Zukunft pro Film eine html-Seite machen und damit wird die Ladezeit
für alle recht angenehm. |
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| 26.März |
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ein frohes Osternfest wünschen wir und dazu
präsentieren wir das wohl
"beste deutschsprachige Buch", das je über
Orgelbau geschrieben wurde, das hier als PDF für alle frei zugängig ist. "EMIL RUPP - DIE
ENTWICKLUNGSGESCHICHTE DER ORGELBAUKUNST" auf 545 Seiten mit über
120MBYTE. Das Herunterladen lohnt sich! Mit dem neuen Adobe Reader kann man
direkt nach dem Anclicken zu lesen beginnen - für andere ist der kostenlose
FREE DOWNLOAD MANAGER die
beste Lösung. "Die Entwicklungsgeschichte
der Orgelbaukunst von Emile Rupp" ist einer der wenigen Klassiker der
deutschsprachigen Orgelliteratur. Rupp ist einem als Leser ad hoc
sympathisch. Kein hohles Gerede oder abgeschriebene Geschichten, sondern
meist durchdachte Argumentation, aber auch fanatische Ansichten der ersten
Stunden der Orgelbewegung, erfreuen und beleben, oder verführen zum Lächeln. Rupp ist Intellektueller, dessen Argumentation immer
irgendwie schlüssig, manchmal
sogar verführerisch, selten trügerisch ist. Was Rupp will, ist, dass der
Leser sich sein Denken und seine Ansichten erarbeitet, oder sich selbständig
mit seinen Gedanken auseinandersetzt - dies macht ihn ehrlich aber auch
unbequem. Schön sind solche
Passagen : Als ich neulich an einem Bachabend den cantus firmus eines
Choralvorspiels mit folgender Registrierung:
S: Viola di Gamba 8,
Flageolet 2, Nasard 2 2/3
P: Quintatön 8, Gemshorn 4,
Doublette 2, Terzflöte 1 3/5
H: Rohrflöte 4
S.H. p: Bourdon 16,
Violoncell 8
auf P.S. die Begleitung auf
H.S. spielte, wurde ich von sachkundiger Seite nach der "wunderschönen
Solozungenstimme" gefragt, die sich dann zur großen Überraschung der
Fragesteller als eine Labiale Mischung obertonreicher Grundstimmen und
grundtöniger Einzelaliquote herausstellte.
Seine Hasstiraden gegen
Weiglesche Hochdruckstimmen und der verdummenden "Verfallszeit" des
deutschen Orgelbaus nimmt man Rupp weniger übel, da er ein Kind seiner Zeit
war und so die Stimmung der ersten Orgelbeweger unverstellt wiedergibt. Von Vogler jedenfalls schwärmt Rupp, der das Echte und Wahre
tatsächlich unterscheiden kann. Dieses Buch ist eine große Bereicherung für
jeden Orgelfreund. Ein typisches Buch der Zwanziger Jahre. |

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| 21.März |
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Buch-und CD Vorstellungen
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Wilhelm Middelschulte,
Ein Wanderer zwischen zwei Welten von Hans-Dieter Meyer.
Wilhelm Middelschultes Leben und Werk.. 526 -Seiten mit Abbildungen und
Notenbeispielen 39,95€. Middelschulte(1863-1943) war einer der großen
Organisten seiner Zeit, ein Wanderer zwischen zwei Welten: in den
Vereinigten Staaten verkörperte er die deutsche Orgeltradition, in seinen
Konzerten in Deutschland repräsentierte er sich als der "Orgelvirtuose aus
Chicago" das spätromantische Orgelklangideal. Middelschulte war gut mit
Oscar Walcker bekannt. Der Autor schreibt: Middelschultes Hochschätzung
von Walcker-Orgeln zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und seine
bedeutsamen Gastkonzerte auf ihnen (Dortmund, Hamburg, Berlin, Frankfurt
a.M) sprechen für sich ebenso die Tatsache, dass er sich 1910 als
Ko-Stifter einer neuen Orgel in seiner Heimatstadt in Heeren, wo er
aufgewachsen war, für ein Instrument aus Ludwigsburg entschied. Erschienen
im Bärenreiter Verlag Kassel, 39,90 € |
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CD of ENGLISH ORGAN MUSIC from
ST MARY REDCLIFFE, BRISTOL performed by Paul
Derrett -gespielt auf der 1909 von Vowles gebauten Orgel
(56/+7Tr IV+P) siehe auch
www.paulderrett.piczo.com . Auf dieser CD ist ganz fantastisch von
einem Engländer englische Orgelmusik auf einer herrlichen englischen Orgel
dargestellt, Musik also die uns so nicht nur über ausgelagerte Instrumente
näher gebracht wird. Es finden sich folgende Stücke : Edward Bairstow
(1874-1946) Toccata-Prelude; Craig Sellar Lang (1891-1971)
Fugue-Trilogy; William Henry Harris (1883-1973) A Fancy; William
Boyce (1710-1779) Symphony in F; Richard Drakeford (1936)
Scherzetto; Charles Hubert Hastings Parry (1848-1918) Fantasy and
Fugue "The Wanderer" und Herbert Howells Six Pieces. Unbedingt zu
empfehlen - hier kann man hören, was Oscar Walcker so lobenswert an den
englischen Zungen fand- satt, sehr satt! Hierzu haben wir ein Probestück
als MP3file dazu gemacht und zwar
Herbert Howells Paean.mp3 (4MB) |
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Gerben Mourik spielt an der Walcker-Orgel
in Meppel/Holland dazu
Han Kapaan, Oboe . Eine wunderschöne CD, mit
Musik von Kapaan/Mourik, Hertel, Bach, Krebs, Karg-Elert, van den Berg,
Voormolen, Reger Liszt, Keijzer, Andriessen, wobei die Klänge der
Walcker-Orgel Opus 2596, Bj 1937, 28+5TR, sehr gut zur Wirkung kommen. Die
Orgel wurde 1981 auf Schleifladen umgestellt - ein Fehler, der sich im
Klang bemerkbar macht. Die spätromantische Disposition ist eine Synthese
mit niederländischen Dispositionsweise eingegangen, was nicht oft
realisiert wurde. CD kostet 18€ und kann direkt beim Organisten bestellt
werden. site : www.gerbenmourik.nl
email info@gerbenmourik.nl |
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Neue CD auf der Walcker-Orgel in Doesburg Das Trio
"Organum ad libitum" de Gier, Imbert und Kortmann spielen
Werke von Karg-Elert, Saint-Saens, Bach, Reger, Schubert, Zweers. Zu
beziehen bei AAVV-belastingad-viseurs, Postbus 229, NL-3453 ZL De Meern,
Niederlande. Sehr gute Wertung von Friedrich Storfinger in MUSICA SACRA ..
eine Orgel mit Charakter, Warm und üppig klingt das Walcker-Instrument von
1916 - hörbar ein Juwel.... |
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Kaufmann - Orgel und Nationalsozialismus - ist
restlos ausverkauft |
ein sehr interessanter Hinweis
von Prof.- Volker Lutz in ARS ORGANI 1/08
die
Walcker-Orgel in der Esslinger Stadtkirche betreffend, wo sich seit 1904
resp. 1911 ein elektropneumat. Fernwerk mit 11 Registern befindet, das
unverändert erhalten ist. Hierzu führt Lutz ein Zitat aus der Eßlinger
Zeitung von 1947 an, das in der Tat der Zeit entgegen gerichtet scheint und
ganz ungewöhnlich und daher lesenswert ist: "Das Fernwerk ist kein
romantischer Kitsch und keine Geschmacksverirrung! Von weither zog es
bewundernde Hörer und Kunstbeflissene in unsere STadt. Wie viele Brautpaare
lauschten knieend und ringewechselnd entrückt dem fernen Silberstrome! Wir
wollen nicht zulassen, dass das Fernwerk liquidiert wird! Wir wollen es in
Ehren halten, bis eines Tages wieder Meister kommen, die es zu Erbauung
einer großen und dankbaren Gemeinde spielen werden." Das hat dazu
geführt, dass Supper nicht in den Stand gesetzt wurde dieses Fernwerk als
Bruswerkle oder Chorörgele umzubauen, also klanglich zu entwerten - und so
ist es noch heute erhalten, im originalen Klanggewand von 1904!
Die WalckerOrgel in Esslingen und ihr
Fernwerk |
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| 19.März |
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Albert Metzger, langjähriger Pfeifenmacher der Firma Walcker
im Zweigwerk Murrhardt, starb am 4.März 2008 in Fornsbach. Beerdigung war am
7.März 2008 |
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| 17.März |
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unsere Seite Bukarest
ist heute neu gestaltet und upgedatet worden. Alle Blogs, Videos und
sonstige Erscheinungen sind jetzt hier mit Links aufgelistet. Dazu eine
Chronik der Ereignisse beginnend mit Oscar Walckers ersten Besuch in
Bukarest 1911 bei Carmen Sylvia,
dann 1939... bis zum Jahre 2008
boykottiert China - diesen menschenverachtenden Terrorstaat, der
nun wie die deutschen Nazis schöne olympische Spiele feiern will- mit
unserer Hilfe - und tagtäglich seine eigenen Leute und die
völkerrechtswidrig besetzten Länder wie Tibet mit übelsten faschistischen
Methoden bedrängt.
Nein zu olympischen Spielen vor
dem Hintergrund der Ermordung tibetanischer Freiheitskämpfer durch
chinesische Armee, die sich völkerrechtswidrig in Tibet aufhält.
Anatomie der Orgel, Video - wir haben den
Hinweis bekommen, dass der 2.Teil einen Datenfehler hat, der sich bemerkbar
macht, dass nach rund 7 Minuten das Video stoppt. Diese Datei wird umgehend
ausgetauscht - wir werden an dieser Stelle bekannt geben, wann dies
geschehen ist. (die Filme sind hier am Ende
der Seite downloadbar)
ein paar Tage Deutschland werden wir vom 18. bis
27.März verbringen. Jedoch nicht, wie von einigen Leuten angedacht, für
intensive Archivrecherchen zu ihren Nutzen, sondern eher zum Relaxen aus der
postzivilisatorischen und niedlichen Plattenbauidylle, wo aber, und das
gehört zur Askese dazu, Sinne und Denken neu geschärft werden. Denn, blickt
man nach Deutschland in der Nacht, und wie sollte dies anders sein als durch
die Optik des Internets, so blickt man in ein gähnendes Schwarzes Loch, wo
der Nihilismus allzu böse zugeschlagen hat. Nicht wie hier im Zentrum
Bukarest, wo man ganz in der Ferne am Sonntag morgen um 10Uhr, noch bei all
dem Straßenlärm ein unschuldiges katholisches Glöckchen hört, das zur Messe
ruft; und man sich in diesem graudunklen Meer aus Beton und Menschenlärm so
an ein absterbendes Stimmlein gemahnt fühlt, das es zu erhören gilt - und
man plötzlich nur noch katholisch sein will - nein, aus Deutschland
mit dem dicken, medialen Filter aufgesogen, klingt die Stimme des "Großen
Bruders" sehr unversöhnlich, direktiv, bei weitem nicht mehr so tolerant,
wenn man sie aus dem Ausland hört.
Der Atheist und
der Fundamentalist haben gemeinsam, dass sie eine Sache verkleinern anstatt
sie zu erheben (erheben oder erhöhen kann ich eine Sache nur, wenn ich
die Grenzen sehr großzügig bemesse, je enger ich diese Grenzen ziehe, desto
mehr verkleinere ich sie - ach wie simpel-, aber auch dieses "Bemessen" ist
an Grenzen gebunden, und das ist das Problem) Sie haben dieselben
ungeliebten Eltern und sie haben dieselben Ängste, derer sie sich unbedingt
nicht bewusst werden wollen. Dazwischen aber liegt unser Deutschland, das es
seit zwei Weltkriegen allen Recht machen will, und das daher in eine
unheimliche Beliebigkeit abdriftet.
(... und das könnte mit dem Fall der "Grenzen" zusammenhängen) (gwm)
Nachtrag: zu Atheist und Fundamentalist oder jeder Form von
Fanatismus (man verzeihe mir die Einordnung des Atheismus in die Fanatik)
fand ich heute noch: "Das radikal Böse entsteht immer, wenn ein
radikal Gutes gewollt wird" Hannah Arendt
Zur Freien Kombinationen- der Organist: Dass
mehrere Schalter für ein und dieselbe Funktion unökonomisch sind, ist
durchaus richtig - der praktische Nutzen, den man aus dieser Tatsache ziehen
kann, ist aber sehr hoch; dadurch nämlich, dass man GLEICHZEITIG (und das
ist etwas, was beim Setzer nie möglich sein kann und wird) bis zu vier
verschiedene Registrierungen einstellen, nacheinander abrufen und
gleichzeitig modifizieren kann. Dass solch ein Spieltisch ästhetisch dem
Unvorbelasteten anfangs eher nicht so liegen mag, kann sein - aber wie viele
Orgeln mit Setzer gibt es, die auch nicht wirklich schön anzusehen sind, an
denen es förmlich weh tut, Musik machen zu müssen? Doch das ist sekundär -
mich reizt bei der deutschen Kombination ungeheuer die Vielzahl an
Registriermöglichkeiten, die ich - in gleicher Form - beim Setzer nie habe.
Natürlich kann ich kein ganzes Konzert, keine ganze Konzertreihe, kein
ganzes Organistenleben einspeichern und auf Knopfdruck abrufen, andererseits
klebe ich beim Setzer immer an derjenigen Kombination, die ich gerade
aufgerufen habe, fest; kann nicht gleichzeitig etwas Neues vorbereiten
(Improvisation oder schnell vorbereitetes Konzert) und gleichzeitig die
aktuelle Registrierung ändern. Es gibt Organisten, die ganze Choralfantasien
in einer halben Stunde einregistrieren, die profitieren davon natürlich
ungeheuer; aus einer Schule mit ziemlich ausführlichem Registrieraufwand
kommend aber habe ich für mich die Erfahrung gemacht, dass man an einer
Orgel mit Setzern (in diesem Fall wars zum ersten Mal im Bremer Dom) niemals
denselben Registrieraufwand betreibt, wie wenn man nichts als zwei
Assistenten und eben die Freien Kombinationen hat. Freunde haben mir
bestätigt, dass das bei ihnen ähnlich ist; zumindest für die deutsche
Romantik also ist nicht selten ein Verlust am bewussten Ausnutzen der
Klangfarben gegeben, wenn ein Setzer anstatt freier Kombinationen eingebaut
ist. Vielleicht könnte man - zumindest grob - die Einteilung machen: wenn
man eher plane Registrierungen, wie etwa bei französischer Literatur,
braucht, dann Setzer (wer baut noch richtige Sperrventile á la ACC?), wenns
konsequent deutsch sein soll, dann - nicht nur wegen des historischen
Vorbilds - bitte in jedem Fall freie Kombinationen. Natürlich steht die
Frage im Raum - Walze, ja oder nein und wenn ja, wie, aber das ist
grundsätzlich ein anderes Thema; ich sehe zB nicht ein, warum ich für ein
Konzert nicht ein, zwei Tage Vorbereitung am Instrument investieren soll -
wenn das Ergebnis dann toll wird, ist das doch auch schön!
Wenn man sich in
die Materie eingearbeitet hat (das amerikanische System konsequent
durchgeführt hieße ein Modell von der Komplexität der Steinmeyer-Orgel im
Hamburger Michel zu bauen - der getrennten Setzer wegen), gibt es wenig, was
sich so schnell und leicht bedienen lässt wie freie Kombinationen.
Schlussendlich ist es bei einem Neubau Sache des jeweiligen Organisten
und/oder OSV - solange man keine "Stilkopie" oder "Gedächtnisorgel" möchte.
Dann wäre für meinen Geschmack der Einbau von freien Kombinationen zwingend
notwendig, genauso wie man bei ACC-orientierten Instrumenten auch
Sperrventile oder (via Elektronik) zumindest die Funktion der "Jeux d'Anches"
integrieren sollte. SKB
....der
übrigens auf YOUTUBE mit einem wunderschönen Vortrag auf
der Walcker-Orgel in Schramberg vertreten ist
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| 13.März |
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Winddruck, wasn dat? unser neuester Video, der
sich mit dem alltäglichsten Stoff des Orgelbauers beschäftigt, dem Wind.
Warum nämlich befindet sich an der Stockbohrung exakt der gleiche Winddruck
wie im Balg - im Pfeifenfuß aber, wir zeigen das Phänomen ganz genau, ist
aber immer ein weit verminderter Druck? Nun darüber sind schon ganze
Generationen von Orgelbauer gestolpert - in diesem Video nun wird die sehr
lapidare Antwort in mehreren Schritten gezeigt. Daneben sieht man die
Taschenlade im SW, die Bälge und unser 4-Tasten-Steuergerät mit der wir die
ganze Orgel ansteuern können - und etwas Musik, wenig zwar, aber schön:
Grandjean spielt Grandjean. Auf unserem AeolineBlog.
Winddruck wasn dat?
Mal etwas anderes, einen Urlaub in der Innenstadt
Bukarest kann man seinem besten Feind gerade noch empfehlen. Heute, wie
bereits vor zwei Wochen exakt um 1Uhr24 begann die Arbeit eines städtischen
Bediensteten mit dem Presslufthammer, damit einen Gehweg aufzuhämmern. (das
hat absolut nichts mit Kishons Blaumilchkanal zu tun, wo ein aus der
Psychiatrie entflohener Insasse sich ein solches Gerät besorgt und damit in
Tel Aviv alle möglichen Straßen aufreißt -- außer, man einigt sich darüber
und erklärt diese städtisch Bediensteten ebenfalls psychatrisch) Nach über
einer Stunde und Riesengeschreie wurde der Presslufthammer abgeschaltet.
Heute morgen sahen wir zwei Straßen weiter die offen gelegte Wunde: ein
Gehweg, der 2 m tief geöffnet wurde und man als Fußgänger kaum noch
Gelegenheit überhaupt hat, auf einem Trottoir zu laufen. Hier ist nicht
Europa, hier ist dunkelstes Afrika --, vor zweitausend Jahren. |
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| 11.März |
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Copyright Walcker&Cie und anderes. Völlig
richtig ist es heutzutage, dass bei Veröffentlichungen auf dem Internet eine
gewisse Sorgfalt gepflegt werden sollte. Weniger deswegen, weil berechtigte
Copyright-Interessen bewusst und mit Absicht hintergangen werden, sonder
eher darum, weil hier eine ganze Meute an Fallensteller unterwegs sind und
unbedarfte Leute am laufenden Band reinlegen. Ich stehe näher der
reingelegten "Einfalt", als den vermeintlichen "Geschädigten". Mir wurde
vergangene Woche und heute wieder mitgeteilt, dass hier und da ein paar
Bildchen und Textbeiträge aus unserer Internetseite geklaut wurden, und
deswegen schnellstens Rechtsmittel eingelegt werden müssen. Dazu ist zu
sagen: das haben wir noch nie gemacht und das wird, das Internet betreffend,
niemals von uns gemacht werden. Wir weisen die Leute auf unser Copyright hin
und damit erledigt sich das von selbst. Bei Drucksachen erwarten wir
Rücksprache. Hier sind in der Regel Profis am Werk; und ein gedrucktes Stück
Copyright-Vergehen kann man schlecht rückgängig machen. Es wird Zeit, dass
man endlich eine zeitgemäße Gesetzgebung für Copyright und dergleichen
erarbeitet. Jedenfalls ist die momentane Kriminalisierung von
"Homepagebastlern", die ohne jede Gewinnerwartung im Internet ein paar
Seiten betreiben, ein Armutszeugnis der westlichen Justiz.
Kunst in der Kirche :
dass auch heutigen Künstlern nichts mehr einfällt, wenn
Kunst&Kirche angesagt ist, sieht man schön an dem verspäteten happening
in der Hamburger Katharinenkirche, wo 30 Kunststudenten mit verschiedenen
Arten von knallbunten Fastnachts-Installationen und viel tumben
Alltagsplätzchen aufwarteten. Müder geht's nimmer. Erinnert mich an die
späten 70er, wo ein paar übriggebliebene 68er meinten nochmals die
verschrammten Dylanplatten auflegen zu müssen- oder noch schlimmer: die
heutigen Diskussionen über Kirchenmusik, wo nur noch fehlt zu sagen:
schwätzen wir doch gleich über unsere Langeweile, kreisen wir sie ein, und
heben die Hand (vor den gähnenden Mund).., das wäre zumindest
ehrlicher. Bald 65 Jahre nach Kriegsende und immer noch kein Ziel - das ist
bitter. Ich meine unsere Nachkriegsgesellschaft, unsere Schwätz- und
Glotzgesellschaft. |
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| 09.März |
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Redundant Pipe
Organ : eine wunderschöne 12 Register/II.Man+Ped
mech. aus 1880, unsere Bezeichnung M0117, aus Stocksbridge Methodist Church
in Manchester, ist zu verkaufen.
Kein Mensch weiß mehr, wie es zu den
Mensurenbezeichnungen bei Walcker um 1925-1940 kam, als man Mahrenholz,
Jahnn und Walcker- Bezeichnungen miteinander in den Büchern vermischte.
Dies wird auch wahrscheinlich kaum noch auffindbar sein. Aber anhand der
Walcker-Orgel im Bukarester Atheneum wäre zumindest denkbar, dass man hier
einige der Schemata anhand vorhandenen Pfeifenmaterials wieder
rekonstruieren kann und mindestens eindeutige Bezeichnungen aus dem Opusbuch
mit bestehendem Pfeifenmaterial in Einklang bringen kann. Dieses Ziel haben
wir uns gesetzt. Ein erster Schritt ist die hier veröffentlichte Liste auf
unserem Walcker-Blog, wo es nur so von Mahrenholz- und Jahnn-Mensuren
wimmelt.
http://blog.walckerorgel.de/2008/03/09/von-mahrenholz-und-jahnn-mensuren/
Es ist also in
den nächsten Wochen mit erweiterter Berichtigung von unserer Seite aus zu
rechnen.
Wer hierzu
bereits Erfahrungen gesammelt hat oder sonstiges Wissen in der Sache
besitzt, ist herzlich aufgerufen bei der Aufarbeitung mitzumachen.
Zur Freien Kombination- der Orgelbauer Zur Freien
Kombination und Setzer haben wir
gerade eine kleine Diskussion, wobei ich hier meinen Standpunkt erläutere:
die Deutschen Kombinationen, wie sie im
anglo-amerik.- Ausland genannt werden, sind etwas konsequent Unökonomisches.
Wenn man 4-5-6 oder mehr Schalter einbaut zur Einschaltung ein und derselben
Funktion, dann ist etwas mit der Logik nicht in Ordnung. Das hat schon
Albert Schweitzer völlig richtig um 1905 erkannt und gegeißelt, den
Spieltisch als ästhetisches Monstrum, vergleichbar einem Stellwerkhäuschen
einer Weichenstellanlage. Die Deutschen sind hier in eine technische Gotik
hineingetappt, die heute für mich ausschließlich einen historischen Reiz
hat, wie eben die Neugotik, aber vom technischen Standpunkt, der ja auf
Logik aufbaut, ist das falsch. Über die Ästhetik hingegen können wir uns
nicht streiten.
Dazu kommt, dass die Registrierung mit den Freien und
Festen Kombinationen, worunter auch die Walze gehört, Piano Pedal, und
natürlich Handregister mit HR ab ein völlig anderes System sind, das sich
nicht mit den Setzern vereinbaren lässt – auch wenn man diese Systeme
zusammen zwingt (Hr ab und Setzerkombination ist einfach Quatsch, weil
man beim Setzer sich an die Bewegung der Registertasten gewöhnt hat und
keine "stillen" Funktionen hinter den Registereinstellmagneten mehr
wahrnimmt - bei den Deutschen Kombinationen bewegt sich eben nichts außer
dem Walzeanzeiger). Gerade dieses Zusammenzwingen bewirkt oft völlige
Hilflosigkeit unvoreingenommener Organisten vor solchen hybriden
Spieltischen.
Man muss ja immer
die vielen Knöpfe, die unkommentiert da eingebaut sind, sehen, und nun soll
man erahnen, was da für Funktionen dahinter stecken. Also, meine Predigt,
klare und einfache Systeme, deutsch oder amerikanisch, beides zusammen nur
dann, wenn es historisch erforderlich ist. Damit sollte jeder leben können.
(gerade halte
ich ein kleines Steuergerätchen in der Hand in der Größe eines Handys mit 4!
Taster, mit denen ich alle 650 Magnete in unserer Orgel ansteuern kann - das
ist Ökonomie! Während mir Spieltische mit hunderten von smartiesbunten
Schaltern zum Steuern von 25 Register wie täppische Zirkuselefanten
vorkommen, deren behäbige Tanzshow ich mir ersparen kann) |
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