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walckerBlog
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EFW-Blog
27.Mai
walckerflash.de
09.Aug.
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NEWS Mai 2008 - Sept.2008 |
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| 29.Sept. |
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Wenn man
im Schwabenland
davon redet, wie toll diese
Schramberger Walckerorgel sein soll, so kann ich da nur einen überbordeten
Provinzialismus feststellen, der eigentlich darin gipfelt, dass das
wesentlich bessere Instrument einige Meilen weiter im Norden zu finden ist,
in Hoffenheim, wo man jetzt in der Bundesliga spielt, und wo kaum
Orgelaufnahmen zu finden sind, weil die marktschreierischen Kräfte sich dort
eben am Fußball statt an der Orgel orientieren. Das verstehe ich unter
Konsumismus: man will Marktorientierung statt Qualität. Jede schlecht
gewartete Walcker-Orgel im Ausland hat diese Qualität immanent dadurch, dass
die ursprüngliche Klangkonsistens erhalten blieb, während man hierzulande
das MP3-Dauerhörersyndrom in Lautstärke und Plattheit der gerade führenden
Firmen auf das alte Klanggut drauf geknallt hat, und so nichts mehr von den
feinen zarten Klängen übrig bleibt. Reine Ingenieur-Intonation, wo mit
Fourieranalysen und anderen Aftersymboliken an der Orgel herumgehampelt
wird, um deutlich zu zeigen wie up-to-date man ist, während Andere ihren
Halt im Schmieden von Holznägeln den Sinn des elendigen Orgelbauerlebens
erblicken. Gerne wäre man ja bereit einen goldenen Mittelweg zu zeigen, aber
wir sind ja heute post-neo-individuell - anything goes, wie Feyerabend
gesagt hat. Und so funktioniert nicht mehr die Frage nach der "Qualitas
occulta", die noch Lichtenberg stellte. Kunst, und besonders die
Orgelbaukunst kann ohne diese entscheidende Frage nie auskommen. Und wer
Orgelbau und Kunst nicht zusammenführen will, zerstört eigentlich die
oberste Maxime des Orgelbaus. Das sollten sich alle diejenigen, die Orgel
bauen und die Orgel spielen wollen ein für alle mal merken. Wer nur
Informatiönchen hin- und herschieben will, da ein Filmchen und dort ein
mp3-file, und hier gibt es wieder eine neue Gemeinheit von dem und jenem...;
alles Dinge an die sich nur der gemeine Dummkopf orientiert: an der
Quantitas statt an der Qualitas. Leider hat man bei uns diese tiefen
Gedanken zu jenen Begriffen durch den momentan vorherrschenden Materialismus
restlos zerstört. Die Priester des Materialismus, ei wie billig, man kommt
im Deutschen Orgelbau nicht mehr ohne sie aus. Irgendwann schlägt das Pendel
zurück, und dann Gnade uns Gott, was werden wir für ein Geschwafel an
Orgel-Esoterik über uns ergehen lassen müssen. (gwm) |
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| 26.Sept. |
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Man kann
darüber streiten,
ob das intellektuelle Niveau,
wie es Eggebrecht in den Orgelbau hineingetragen hat, schädlich oder
förderlich für eine solche Sache ist. Nicht streiten aber kann man darüber,
wenn man aus dem heutigen Orgelbau eine Sache für Altennachmittage macht, an
der nur noch periphere Randgebilde, die man geistig gerade noch so fassen
kann, ohne die GDO-Klientel zu verprellen, schön gemalt an
Biedermeier-Wänden projiziert wird. Also wo das Gruppen-Grunzen primäre
Leitlinie darstellt und ein Forschungsauftrag, wie er der Walcker-Stiftung
obliegt, überhaupt nicht mehr zur Diskussion steht. Hier leuchtet
prismenartig auf , wie es um den heutigen Orgelbau steht: eine große,
kritiklose graue Brühe, die Anpassung zum Konsum sucht oder darin aufgehen
will. Wohl sind "Kritik", "Orgelbau", "Kirche" und "Historie" Begriffe, die
sehr schwer unter eine Schirmherrschaft zu bringen sind. Noch schwieriger
ist es langfristig in einer erfolgreichen Dialektik bestehen zu können,
während keine produktive Kirchenmusik mehr am Werken ist - was ja in den
1968-Jahren noch der Fall war. Aber wenn Forschung zu auflockernden
"Senilitätsübungen" verkommt, ist das Ende nah - oder es ist schon vorüber,
und wir sind alle tot und wissen es nur noch nicht. (gwm)
Skype:
es ist heute
für uns schon nichts besonderes mehr von Bukarest aus eine
Konferenzschaltung zu Frau nach Deutschland, Sohn in die Schweiz und anderem
Sohn im Nachbarzimmer in Bukarest zu schalten. Eine Besonderheit aber
erlebte ich vor wenigen Minuten, als ich nach Guatemala telefonierte. Dort
den Sohn erreichte, der gerade mit seiner Mutter in Mallorca per Skype
kommunizierte, die ich dann ebenfalls per Skype erreichte und so wieder
ihren Sohn am Bildschirm und am Telefon hatte. Irgendwie hatte Kant recht:
es gibt weder Raum noch Zeit?! Alles Einbildung. |
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| 20.Sept. |
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In
Zeiten, in denen Milliarden Dollar
wie Peanuts gehandelt werden, in
denen, wie die Deutsche Richterzeitung bemängelte, EU-Recht mehr und mehr
dem Wettbewerb angeglichen wird, und somit klar wird, dass in faulen
Systemen die Unanständigkeit des Systems immer mehr Menschen vereinnahmt und
frisst - 8000 Familien täglich, die in den USA Haus und Herd verlieren; also
in Zeiten, wo man schon bei vorsichtiger Erwähnung von Moral mitleidig
belächelt wird oder gar als nicht mehr zurechnungsfähig gehandelt
wird, da ist es besonders vorteilhaft gerade die eingeschlagenen Richtungen
verlassen zu können, um wieder eine völlig andere Perspektive einzunehmen:
statt Südosteuropa, nun Mittelamerika, statt Elektropneumatik, mechanische
Barker. Wie hier bei unserer nächsten Arbeit, die dieses Jahr noch
abgeschlossen werden muss. In San Jose in Costa Rica wartet eine Schyven
Orgel mit 36/III und eine Familie Miller in Tres-Rios auf unsere Ankunft und
4-6 wöchige Arbeit lauert im Hinterhalt. Dazu jeweils 30 Stunden Hin- und
Rückreise. Hier einmal eine
Vorabinfo mit Bild und Dispo. |
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| 16.Sept |
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weitere Musikstücke auf unserer Bunk-Orgel-Seite:
Buttmann spielt
Guilmant, 7.Sonate und Weiteres
Karpow
im Atheneum:
gestern ein legendäres Match, 20 Bretter gegen den ehemaligen Weltmeister,
der alle schon nach zehn Zügen auf Verlust stehen ließ. Als altem
Clubspieler des SV Saarbrücken hat es mich schon in den Fingern gejuckt
anzutreten, aber die Orgelei hat meine Schachkonditionen wohl restlos
zunichte gemacht.
www.jeuxdorgues.com
I updated my website with free pipe organ soundbanks for Soundfont,
Hauptwerk, MyOrgan, JOrgan, Kurzweil, VSampler, etc. The download links are
now updated : it (re)works now ! Tell me what you think about the new
website! Joseph Basquin
Winners
Grand Prix de Chartres 2008:
Saki AOKI (Japan) Grand
Prix d´interpretation, Prix du Public, Prix Gaston Litaize) Jena-Willy
KUNZ (France) Second Prix d´interpretation David FRANKE (Germany)
Grand Prix d´improvisation no 2nd Price improvisation
Winners
Competition Erfurt-Weimar-Merseburg
Ulrich Walter (Germany)
1st price and Messiaen-Price
Andrew Dewar
(GB) 2nd price and Reubke-Price Lukas Stollhof (Germany)
Congratulation to
all winners!! Info by
www.ORGANpromotion.org
Canberra/Australien:
das letzte
Mosaiksteinchen um unsere Arbeitsplanung nächstes Jahr festzuzurren ging
heute in Form einer Autragserteilung ein. Mit Sinaia/Romania, Guatemala
City, Tomintoul+ Inveravon/ Schottland und Canberra und weiteren
Aufträgen
auch in Deutschland sind wir im nächsten und übernächstem Jahr weitgehend
mit Aufträgen versorgt. In Australien erwartet mich eine hochmotivierte
Kirchengemeinde und natürlich große Abenteuerlust endlich den 5ten Kontinent
nicht nur organol erforschen zu können. Da werde ich mir mindestens zwei
Wochen Zeit nehmen, dieses Land zu erkunden.
Freiburger Walcker in Moabit:
was macht denn diese Walckerorgel aus Freiburg in Moabit? Wie kam das Ding
dort auf die Empore? Wer weiß was? |
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| 14.Sept |
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Das
Video muss man gesehen haben.
Die Bilder von Orgel und Sound
wurden natürlich von unseren Seiten geklaut, aber was man da noch
anglosächsisch dazu konstruiert hat, ist bemerkenswert.
Folgende Mail
erhielt ich heute von einem Direktor der größten Orgel der Welt:
I had an opportunity to read and listen to an old recording, (The Walcker
organ in the Kongresshalle Nurnburg) on Youtube (http://www.youtube.com/watch?v=W33Nn0jRd7Y&feature=related)
Beautiful design. I am a director of the Atlantic City Convention Hall Organ
Society (
www.acchos.org) . We are trying to get the organ restored. It will be a
very big task. Antoni Scott
(alles bereits wieder aus Bukarest übermittelt gwm)
Die Orgel ein Gesellschaftsproblem?
- ein
Antwortschreiben an einen jungen Organisten auf unserer Reinoldi-Seite, die
zugegebenermaßen radikal ist, aber berechtigte Zweifel an einer seltsamen
Gesellschaftsform aufwirft. Morgen
geht es wieder los in Richtung Romania, wo nun
auch die Temperaturen drastisch in Richtung Herbst gefallen sind, um hier
unseren finalen countdown durchzuführen. Dabei werden wir erstmals mit
Schichtbetrieb konfrontiert werden.
Wir suchen
dringend Hinweise, wo man gute Orgelmusik-Midifiles herunterladen kann, um
diese in Bukarest auszuprobieren. Weiterhin wollen wir ORGELMUSIK aus
RUMÄNIEN vorstellen. Hierzu dient vor allem der neu in der Edition Musik
Südost erschienene Band der jetzt von Frank Metz herausgegeben wurde.
Hier erfahren wir, dass Orgelmusik während der Stalinära vollkommen verboten
war und erst wieder ab 1964 eine zaghafte Wende eingekehrt ist, die mit
Aufführungen an der Walcker-Orgel im Atheneum begann. Helmut Plattner
gründete zu jener Zeit eine Orgelklasse im Bukarester Konservatorium, die er
bis zu seiner Auswanderung leitete. Für einige Jahrzehnte war dies die
einzige Möglichkeit, in Rumänien Orgel zu studieren. Die meisten der von
Frank Metz
gesammelten
Orgelwerke erlebten im Athenäum oder in der St. Josephskathedrale ihre
Uraufführung - und dies in vollem Saale respektive in der überfüllten
Kirche. Bis zum Sturze Ceaucescus durften diese Orgelstücke nicht in
Rumänien verlegt werden.
Ich habe den
kompletten Band mit Orgelnoten an Olivier Schmitt geschickt, mit der Bitte
daraus ein paar schöne Stücke herauszusuchen, die er demnächst an der fertig
restaurierten Orgel im Atheneum in Bukarest einem ausgesuchten Publikum
vorspielen könnte. Hierzu dürfen auch unsere Internetgäste gespannt
sein, weil wir diesen Vortrag auch auf unseren Seiten als mp3-files zur
Verfügung stellen. Hier eine Übersicht über das Notenmaterial:
Andante religioso - George Enescu;
Meditation - Scarlat Fotino; Choral - Achim Stoia; Ave Maria -
Josef Paschill; Choral und Fuge - Valentin Gheorghiu;
Phantasie, Choral und Fuge - Alfred Mendelsohn; Kaleidoskop -
Richard W.Oschanitzky; Drei festliche Stücke - Alfred Mendelsohn;
Abendlied - Tudor Ciortea; Drei Orgelstücke - Walter M. Klepper;
Praeludium - Daniel Succeava; In Festo s. Gerardi - Daniel
Succeava; Partita - Tudor Ciortea; Lobt Gott Ihr Christen -
Andreas Porfetye; Audi Beningne Conditor - Andreas Porfetye;
Terra Tremuit- Andreas Porfetye; Zweite Partita - Tudor Ciortea;
Interludium - Zeno Vancea; Choral - Alexandru Pascanu; Drei
kleine Präludien - Gheorghe Firca; Meditationen zum Palmsonntag -
Franz Metz;
Dieburg
Stadtkirche :
während einer Pflege spielt uns
Werner Utmellecki eine ganz
außergewöhnliche Variante von "ein Männlein..." mit dem vor einigen
Jahren im Rückpositiv eingebauten "Cromorne 8'" vor (hier als mp3-file).
Heute findet dort abends übrigens ein Konzert mit Willibald Guggenmos,
Domorganist an der Kathedrale in St. Gallen, statt. |
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| 11.Sept. |
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Genau
vor vier Jahren
habe ich hier auf meinen
Internetseiten einen Aufsatz hochgeladen, in dem ich eine, wie mir schien,
"göttliche Erleuchtung" weiterreichen wollte, an ein Internetpublikum, das
es kaum beachtet hat. Keine Resonanz, mit Ausnahme eines Orgelbauers, der
mir dazu gratulierte. Das Internetpublikum hat sich zwischenzeitlich
gewandelt - oder die Bandbreite der Zugriffstreffer ist umfassender
geworden, weil sie deutlich übers Orgelspezifische hinausgeht.
So erhalte ich Kommentare von
einem Wissenschaftler, der mich aufforderte, weiter auf diesem Gebiete tätig
zu sein. Wobei gedacht ist, anders als es eben Wissenschaften tun, mit einem
freizügigen Maß an Spekulation heranzugehen an die Frage: Wieweit
Harmoniebedürfnis des Menschen geschichtlich nachweisbar ist und welche
Mittel dazu aufgewendet wurden. So wie ich das in dem genannten Aufsatz
:
Orgel und Zahl - und das Jahr 1872-
Eine Betrachtung über die Zeit, als das Fußmaß gegen den Meter getauscht
wurde - bereits vorformuliert habe. Auch in den beiden Aufsätzen:
Die
Wiederkehr der Proportion (1) und Die Wiederkehr der Proportion (2)
wurde dieser Gedanke des Harmoniebedürfnisses aus der Perspektive
eines Orgelbauers aufgegriffen und vor allem gegen die "Moderne
Auffassung" und damit dem Verlassen "eines möglichen Heilsweges" oder einer
utopischen Weltsicht gerichtet, sind Hinterfragungen angestellt, wie sie
eben heute nicht üblich sind. Auch hier erhielt ich von einer Schweizer Uni
gute Zensuren (die Schweiz, mir sympathisch als das einzige Land auf dem
Kontinent, das TV-Sendungen über Philosophie produziert!).
Meine Antwort dazu ist, ich
glaube nicht, dass ich den Weg dieser Ästhetik noch einmal gehen werde. Er
ist schön und auch bequem. Was wir aber für die Zukunft brauchen sind andere
Dinge.
Zugefallenes Symbol auch, das
sich heute wiederholende Datum der Twin-tower-Attacke, das wie jeder
Pythagoreer weiß, eine zentrale Zahlenkombination aus der Tetraktis
darstellt. (2:1, 11:9) wobei 12:9 das der Harmonie, 11:9, das der völligen
Disharmonie ist. Beide liegen nebeneinander, wie die Zahl "Jesus" und die
der "Schlange" oder harmonischer und disharmonischer Intervall. Und diese
Tafel der Tetraktys gab es lange vor den semitischen Büchern, die
Vergleichbares offenbarten. |
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| 06.Sept. |
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Für
alle, die nach zwei Tagen
Stillhalten auf unserer
Internetseiten gleich Protest anmelden: nach einer Reise vom Land der 35
Grad Celsius ins kalte teutsche Land, um dort gleich ein paar Pflegen
durchzustehen, hat man nach der Lektüre "Michael Hampe - kleine Geschichte
des Naturgesetzbegriffs" und das herausragende "André Glucksmann - Das Gute
und das Böse", das man als Deutscher unbedingt gelesen haben muss, kaum Zeit
für die notwendige Oberfläche gefunden. Aber auch vertrocknete
Orgelliteratur hat den Weg gefunden uns zu erklären, dass es im Orgelbau
nichts mehr zu sagen gibt. Ein Fachgebiet das als Hauptziel seiner ganzen
Entwicklung angibt, mit modernsten Methoden einen Zustand zu erreichen, wie
er vor 200 oder 300 Jahren war, ist so trübe und tot, dass es keiner
weiteren Erklärung mehr bedarf. Dafür erhielten wir aber eine Masse an
OrgelCD's, bei denen ich bisher noch nicht die Genehmigungen zum
Onlinebereitstellen habe, außer der Schelllackplatte "Alfred S. spielt
die Walcker-Orgel in HH-Michaelis", die wir mit eigener Internetseite
präsentieren werden. Von Do-Reinoldi, wo man scheinbar mit perfidesten
Methoden alle bange machen will, die sich unserer Meinung anschließen, kam
ein Schreiben vom Denkmalamt, dass unser Antrag ordnungsgemäß bearbeitet
wird und Entscheidung darüber ansteht.
Im nächsten Jahr
jedenfallls sind wir bereits weitgehend ausgebucht, darunter im rumänischen
Sinaia, in Guatemala für 3 Monate, in Schottland, in Australien, in Spanien
und in Portugal, wobei jetzt schon klar ist, dass manches Projekt ins 2010
hinüber geschoben wird. Ein kleiner Rahmen in dem Freiheit stattfinden kann.
Am 4./5.
Oktober08 habe ich Gelegenheit die schon berühmte Luftkissen-Orgel des
Claudius Winterhalter in seiner Werkstatt zu sehen, die dann nach
Alpirsbach installiert wird, weil dort nämlich das Orgelbaumeister-Treffen
OB40 aus dem Kurs 1976 stattfindet. Neben vielen Orgelbauerfreunden zu
treffen, bin ich auf dieses Treffen sehr gespannt und versichere jetzt
schon, gute Bilder und Stories davon hier erzählen zu können.
Es gab und gibt nun weitere
Orgelprojekte, wo vergleichbare Kulturschändungen stattfinden wie in
Do-Reinoldi. Hier sind wir gerne bereit unsere Erfahrungen weiter zu geben.
Können aber aus Zeitmangel kaum auf das eine oder andere Projekt mit auf
springen. Die Schwierigkeiten, die auftreten, wenn man gegen eine
landläufige Meinung antritt, um dann im Hintergrund verleumdet zu werden,
sind durchzustehen. Das erst macht eine gerade Linie gerade. Wer glaubt, das
sei mit ein paar schönen Internetsprüchlein getan, der irrt sich. Plötzlich
hat man einen Teufel von Dinosaurier an der Angel und wäre froh, das ganze
Ding würde wieder im Meer verschwinden. (gwm)
Über die Ästhetik anglo-sächsischer Spieltische,
insbesondere der, welcher ins Stockholmer Stadthus eingebaut wurde.
Darüber wird zu philosophieren sein. Auch darüber, unter welchen
ästhetischen Gesichtspunkten unsere heutige "Spieltischkultur" auf dem
Kontinent leidet (Ergonomie). Der Grund auf dem alle Ästhetik aber wurzelt,
das ist eben der schaffende Künstler, der komponierende Genius, und weniger
der Interpret, der ja nur vorhandene Substanz deutet. |
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| 31.Aug. |
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Wieder
Fernsehaufnahmen im Bukarester Atheneum:
wobei sich, wie viele unser Orgel+Internetfreunde, so auch die Redaktionäre
von TV1ROMANIA frugen: wann seid ihr denn endlich fertig, und bekommt ihr
das alles überhaupt noch hin? Sachte, sachte, heißt es da. Es gibt Licht und
Dunkel. Wobei das Licht, sprich die Sonne momentan überwiegt: unser
Terminplan steht und wurde um rund 5 Wochen verlängert auf Ende Oktober 08.
Damit wäre unsere ursprüngliche Planung mit 15 Monaten Gesamtaufwand exakt
eingehalten worden. Das Dunkel hingegen beredet man nicht, sondern kämpft es
an der Materie ab. Wir hätten gerne ein paar weitere Register hier wieder
mit Ton- und oder Filmschnitten vorgeführt, aber seit über 6 Wochen
herrschen in der Orgel rund 32°
Celsius. Das heißt, nach Ende der Arbeit rast man aus dem Stand heraus ins
klimagekühlte "second-life". Heute nun war der erste Tag mit 28°----
total erfrischend! Tendenz anhaltend. Kommende Woche werden wir nach drei
Monaten Rumänienaufenthalt für ein paar Tage Deutschlandluft inhalieren,
sofern der Flieger nicht mit Umkehrhub startet.
Karl Richter an der Walcker-Orgel im Salzburger
Mozarteum, Händel - Orgelkonzert.
Eine Aufnahme in YouTube, die hervorragend die klanglichen Eigenschaften
dieser Orgel zeigt. Es wird dieses Leben nicht mehr dazu reichen, jener Zeit
nach zu trauern. Aber allein schon dadurch, dass diese zimbeligen, immer
leicht verstimmten Mixturen heute fast restlos aus allen Orgeln, wo noch
Konzerte statt finden, verschwunden sind, verursacht, dass diese Instrumente zu
Exoten werden, die irgendwann zu Mutieren beginnen, und am Ende Bedürfnisse
erwecken. Wie ungeheuer weich, fast gesättigt, klingen dagegen jene Aliquotstimmen aus Orgeln der 50er Jahre und noch mehr diejenigen der 30er.
Eigentlich haben wir nach dem II.WK jedes Jahrzehnt mit eigener
Feinsinnigkeit: 50=sehr fein, 60=gröber, 70+80=differenzierter, 90=laut,
100=brutal ..., was kommt, will manch einer nicht mehr wissen.
Redundant Pipe Organs:
M128, Whiteley, Chester, 1890, II/10,
tracker, Ped pneumatic - Kirche wird im Herbst abgerissen;
M136, Benson?, 1870, II/11, tracker,
Kirche wird in nächsten Tagen wegen Baufälligkeit abgerissen. Und es gibt
eine M137, Boardman?, II/10stops,
die wegen Schließung der Kirche frei wird.
endlich:
aufblasbare Kirche.
Wir alle wissen es, die Kirche
hat ein Problem: Sie leidet unter Schwund. Darum macht sie nun auf trendy.
Früher war es noch so, wer einen Brief aufgeben wollte, der ging zur Post,
wer einen Schreiner brauchte, der ging zum Schreiner, wer eine Orgel
brauchte ließ in Ludwigsburg fabrizieren, wer verzweifelt war, der ging zum
Pfarrer (spätestens nach der Orgelweihe!). Heute heißt die Post DHL, Hermes,
Pin oder Ups, der Schreiner heißt Ikea, der Orgelbauer ist Kisselbach,
Johannus oder Ahlborn, und bei Verzweiflung schlägt man meist direkt ohne
Beistand auf den Drucker ein. --- Kirche wirkt heute auf die Meisten wie das
Hirschgeweih, das man nach Omas Tod auf den Dachboden gebracht hat.
Wegwerfen will man's halt auch nicht. Daher ist der aufblasbare Gedanke
(nach der Messe um 11Uhr30 wird die Luft wieder abgelassen) eigentlich die
einzige klar strahlende Vision, wie Kirche überleben kann. Nun bleibt nur
noch eins, auch daran zu denken, dass dann eine aufblasbare Orgel her muss.
Für viele Organisten von Dortmund bis Köln die einzige Möglichkeit ein Ihnen
angemessenes Instrument zu bekommen. Pfffffffffffffff.f.f.f.f.f..f..t (gwm)
Mißverständnis zum Alter:
im Alter bekommt man, ohne heftiges Zutun, in der Routine der Arbeit ein
gewisses Maß an Erfahrung und Wissen, das zu der irrigen Annahme verleitet,
man würde praktisch alles, was an großen Auszeichnungen von der Natur
ansteht, gratis im Alter erhalten. Das ist ein großer Irrtum. Zwei Dinge
bekommt man entweder als ein Gottes-Geschenk, oder, und das ist die Regel,
nur unter Aufbietung aller Kräfte: Glauben und Weisheit. Und nur der,
welcher die Jugend und ihre Hoffnungen in seinem Herzen bewahrt hat, hat
überhaupt eine Chance, jene Räume zu betreten. |
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| 24.Aug. |
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Misstöne um Orgel-Pläne:Geplanter
Abriss des Instruments in St. Reinoldi wird im Internet scharf attackiert.
Unsere Aktivität in Sachen "Bunk-Orgel" wurde mit einem Artikel in den
Ruhr-Nachrichten kommentiert, der besonders auch die Aussage von Prof.
Dr. Stockmeier attackiert. Es ist natürlich schade, wenn man solche
gewichtigen Aussagen nur halb und dazu noch falsch wieder gibt. Denn die
Grundaussage des weltberühmten Orgelinterpreten war, dass diese Orgel
klangliche Eigenschaften habe, wie man sie kaum bei anderen Orgeln antrifft.
Andere hingegen wissen ganz genau, was denn Gerard Bunk für eine Orgel heute
für sich in Anspruch nehmen würde - woher? Offensichtlich beginnt dort
bereits die Interpretation. Nur muss doch jedem gesagt sein, dass es nicht
um den Orgelneubau und einer Bunk-Interpretation geht, sondern dass es
g e g e n den Abriss einer bestehenden Orgel und einer hervorragenden
Klangsubstanz geht, die Bunk wesentlich gestaltet hat.
OrgelSpieltische der Romantik:
die größte und umfassendste Internetseite auf diesem Sektor ist wieder
online und neu gestaltet sowie mit den Spieltischen aus Bukarest und
Frankfurt Paulskirche ergänzt. Jetzt ist es wesentlich einfacher und
übersichtlicher angelegt und durch diese Form ein wunderschöner Spaziergang
durch die Epochen. Außerdem wird diese Seite, wie alle unsere anderen
Internetseiten, nun regelmäßig ergänzt. Hinweise auf fehlerhafte Daten
nehmen wir gerne entgegen.
von Dr. Wolfgang Stockmeier,
Professor an der Musikhochschule in Köln, erhielten wir einen Brief in
Sachen Bunk--Walcker-Orgel in St. Reinoldi, Dortmund, der an Klarheit und
Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.
REDUNDANT PIPE ORGAN : M0129 -
Whiteley 1865 - for a donation of 700-1000£ you get a really jewel of
organ. II manuals, 11 stops, beautiful design, height = 148 inches -
interesting for some home-instrument.
M0130
- William Sweetland 1896, 2 manuals and pedal, 13 stops. |
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| 20.Aug. |
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das
Geheimnis der großen Orgelbauer: Materialismus!!
auch das Max Planck-Institut hat sich nun nach Vilnius verirrt und zeigt
am Mikroskop, dass das große Geheimnis aller Orgelbaukunst reiner
Materialismus ist. Dafür sind wir Göteborg und Max Planck dankbar:
http://195.122.130.134/tvsender/stations/mpg/index.asp?VideoNr=465&player=2
, weil sie damit die Staffette an die Dummheit weitergeben. Nachdem im
Mittelalter die Alchemisten sich auf der Suche nach dem Stein der Weisen
wundgescheuert haben, und letztendlich Gold "nur" im eigenen Inneren fanden,
kommt nun große Wissenschaft daher mit identisch gelagerter Einfalt . Wieder einmal kann man leicht und locker einsehen, dass diese Welt
ohne Glauben ein Trümmerhaufen mechanischer Determiniertheit ist: wer keine
höhere Ordnung erkennen kann, will sein Selbst, das nach christlichem
Verständnis eine Beziehung zu Gott sein soll, auf Augenhöhe mit der Materie
halten. Welch erbärmlicher Sturz des modernen Ikarus. ...oh Zarathustra,
warum nur hast du uns diese Narrenkappe ins Hirn gepflanzt?
Wenn
man aus Europa Kulturgelder vereinnahmt,
um damit historische Orgelkopien nach USA zu bauen, so mag das vielleicht
eine etwas seltsame Geldförderungsanlage sein, kann uns aber völlig wurscht
sein. Wenn aber eine der wichtigsten Denkmalorgeln Europas in
chemotherapeutischem Sinne restauriert werden soll, entsetzt uns das, weil
uns das gelahrtenhafte Gebrabbel der GoArt in Göteborg nicht davon
abhalten kann, zu glauben, dass die zum Orgelbau- und Erhalt notwendige
handwerkliche Substitution dort nicht vorhanden sei. Das kommt uns ungefähr so
vor, als ob man einen Kreis von 25 Sachverständigen und 5 Germanistik- Professoren
zusammenschließt und beauftragt eine solche herausragende Arbeit zu tun.
(siehe Bild Breughel, "Der Blindensturz", wo der Maler das Geschehen 500
Jahre vorweg nahm - alles reine Metaphorik!) Bei einem Neubau könnte man sagen: "gut, das wird eh
nix!". Bei einer Restaurierung aber, wie die der
Adam
Gottlob Casparini - Orgel in Vilnius jedoch, steht weitaus mehr auf dem
Spiel, als eine belanglose Lehrveranstaltung, subventioniert durch
Eurogelder, ablaufen zu lassen.
Aber an diesem Beispiel kann man gut
erkennen, wohin die Subventionspolitik Europas irgendwann einmal führt: zu
den an Fördergeldern interessierten Universitäten, die den Handwerkern die
Aufträge wegschnappen, da der Sachverstand natürlich argumentativ die Sache
viel besser behandelt, und, mit dem Computer im Kopf, besser nach außen
tragen kann. Es entsteht der Eindruck, hier sitzen die richtigen Fachleute,
weil man der "wissenschaftlichen" Show folgt, anstatt dem Restaurierungsergebnis.
Besser möchte ich sagen: anstatt der Schlichtheit.
Die
Orgelbauer hingegen, völlig desorientiert an BDO und ISO, welche die Grenze
zu Handwerk und gelehrtem Geschwätz zu verwischen suchen, begehen den
größten Fehler darin, ihre typischen Fähigkeiten nicht herauszustreichen,
sondern sich am "Faktischen" auszurichten.
Ein Handwerker denkt nicht nur rational bei der Sache, sondern es kommt, soweit
ihn der Sachverstand nicht daran hindert, auch eine Form der Intuition zum
Tragen, die als Identifikation mit dem wieder zum Leben erwachten
Orgelmeister wahrgenommen werden kann, während eine Universität ein
bleiernes Gespinst an tabellierter Theorie über die Restaurierung hängt, so
dass sich Adam Gottlieb Casparini letztendlich wie der Gekreuzigte fühlen
würde, würde er jemals seine Orgel wieder erleben.
Wenn die Methode zum
Dogma erhoben wird, ist die Kunst erledigt - und das ist Göteborg und der
ganze Quatsch mit dem Eurosachverständigen. Heute
vielleicht noch bei dem Einen oder Anderen ein gefälliger,
wissenschaftsgläubiger Gedanke, morgen ist das ein Mahnmal über das Ende der
Orgelbaukunst. Die Zeiten ändern sich, das ist gewiss, und man wird morgen,
wenn wieder Orgelmusik gelebt werden wird, noch entschiedener den Kopf
schütteln über solch verkopftes Zeug, das nie zuvor in Kunst und Kultur eine
Überlebenschance gehabt hätte.
siehe auch: Alles fließt.pdf
Rettet die Bunkorgel in St. Reinoldi -Dortmund
- und nun können Sie auch hören warum!! Was für eine grandiose Orgelmusik -
Wer solche Orgeln zerstört, muss ein grundlegendes Problem haben. Hier
erhalten wir laufend sehr gute Stellungsnahmen und offene Meinungen auch aus
Frankreich, Belgien, England - das Thema lässt viele Europäer nicht in Ruhe. |
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| 11.Aug. |
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Weiterer
Orgelverfall:
als ich vor einigen Tagen das "Ausland" beschwor, unsere "Walcker-Orgeln" zu
erhalten, weil man im eigenen Land dazu offensichtlich nicht in der Lage
sei, wusste ich noch nichts davon, dass die Walcker-Orgel in
Balderschwang (Opus 2136, Bj. 1926, II/8), einer "Johannus" weichen
musste. Diese Orgel wurde ganz begeistert noch vor knapp 3-4 Jahren mir von
einem Orgelstudenten als wunderschönes Werkchen beschrieben, das fast
vollständig spielbar sei. Auch die Erwähnung in Oscar Walcker´s Erinnerungen
wurde freudig angemerkt. Nun ist der auf unseren
Spieltischseiten als Musterspieltisch beschriebene, verschwunden.
Die Orgel natürlich nicht mehr spielbar, und, wer weiß, man sie hinauswirft.
Hier könnten sich Orgelsachverständige und Orgelfreunde aller Richtungen
nützlich machen. Dafür ist Balderschwang, ein Kuhnest, das sich durch die
Walcker-Orgel einen Namen gemacht hatte, nun im
Johannes-Prospekt verewigt,
eine sehr fragwürdige Auszeichnung,
Hallo Herr
Walcker, eben lese ich die Sache mit Balderschwang. Das ist ja unglaublich.
Das Instrument war ca. 2003 bis auf 10 defekte Keilbälgchen an den Relais
komplett spielbar und auch gestimmt. Bälge & Pfeifenwerk und alles drum rum
ebenso in gutem Zustand..... Interessant, dass das Denkmalamt mitspielt
oder weiß man dort gar von nichts? Da kann man nur den Kopf schütteln wie
mit Kulturgut umgegangen wird, ob der Elektronenbeschleuniger auch 80 Jahre
anstandslos spielen wird? Es ist doch ein Zeichen von Qualität, dass in
diesem Klima eine Pneumatik so lange funktioniert. Grüße P. |
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| 10.Aug. |
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Neues Video Op1149 East London,
South Africa auf walckerflash.de online und neu
Schiopeskus Dream,
ein Video, das zu Beginn unserer Arbeiten im Bukarester Atheneum gemacht
wurde. Damals waren diese Eindrücke so umwerfend neu, dass wir sie jetzt
etwas umgestaltet haben und wieder hochgeladen haben. Nun zum 85. Geburtstag
des Orgelbauer Schiopesku. |
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| 07.Aug. |
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REDUNDANT PIPE ORGAN : M0124
unbekannter
Erbauer,Bj. ca. 1860, Schleiflade, einmanualig 7
Register, wunderbar als Hausorgel geeignet.
Und
M0112-
Vowles oder Haskins?,
Baujahr unklar, 2M+P, 14 speaking stops,
The organ is immediately available as
the building is shortly to be demolished.
what
an organ!!..:
Walcker-Orgel Opus 1149, East London,
SouthAfrica, III/27 Reg., Baujahr 1904, ist plötzlich mit voller Kraft in
unser Gesichtsfeld getreten. Hier hat uns ein begeisterter Monteur aus dem
Stuttgarter Raum einen kompletten Satz CD's und ein paar nette Filmchen,
sowie schöne Bilder von der Orgel geschickt. Wir hoffen, dass wir die
Erlaubnis erhalten, davon ein interessantes Video für unsere Freunde auf walckerflash.de fabrizieren zu dürfen. Diese Erlaubnis haben wir. Das Video
wird so gegen Samstag aufgespielt. "Lieber Gott, erhalte uns das Ausland,
in dem wir noch alte und schöne Walcker-Orgeln sehen und hören dürfen..." (gwm)
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| 03.Aug. |
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Symbolik
der Fotografie: 1000ste Orgel von Walcker 1902
anhand dieses einfachen Gruppenbildes dargestellt. Alle Gruppenfotos der
Firma Walcker zeigen die Hierarchie und verweisen auf ein geschichtliches
oder auf eine rangmäßige Gruppierung der Personen. Man wird auf allen Fotos
z.B. von Oscar Walcker immer feststellen, dass er sich ganz bewusst konträr
zu einer unliebsamen Figur genau auf die andere Seite des Bildes gestellt
hat und ganz selten sehen wir, dass er sich auf Fotografien gelassen und
heiter gibt. Das "Offizielle" war meist im Vordergrund. Immer wird beim Foto
eine historische Hinterlassenschaft beansprucht. Ganz besonders bei dem hier
gezeigten Bild, das gedruckt wurde und von daher besondere Aufmerksamkeit
der Personengruppierung in Anspruch nahm. Absoluter überragender Kopf ist
der Commercienrat Carl Walcker, unbestrittener Chef der Firma. An
zweithöchster Stelle, aber im Mittelpunkt ist Oscar Walcker, einen
halben Kopf tiefer Eberhard Walcker, der ja immerhin älter war und
Sohn von Eberhard Friedrich. Aber er wird nie Chef der Firma, wie sein Neffe
Oscar. Abseits und kaltgestellt und mit niederster Kopfhöhe bedacht:
Heinrich Walcker, der nichts mehr in der Firma zu sagen hat. Auf
Augenhöhe und alle anderen geladenen Kirchenmusiker überragende Köpfe: ganz
rechts Emile Rupp, was noch politisch im "Bewahrendem" sich
ausspricht und ganz links Reimann, Berlin, das progressive Element
vertretend. Wer glaubt, dass hier Zufälle mit in die Aufstellung der
Personen hineingespielt haben, irrt. Man ist sicher nicht mit Lineal und
gedankenschwerer Etikette ans Plazieren herangegangen, man hatte einfach die
Formel dafür im Blut, was wir über unser demokratisches Verständnis längst
vergessen haben. Oder bei unseren massenhaften "Digitalen" in anderen
Symboliken zum Ausdruck bringen, die vielleicht unsere Kindeskinder mit
beifälligem Lächeln zu analysieren wissen. (gwm).
auf Walckerflash.de haben
wir wieder viele
neue Filme eingebracht, worunter "Warschau" besondere Aufmerksamkeit
verdient mit dem
hervorragenden "Liszt" von Prof. Grubich. |
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| 01.Aug. |
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Holzfloete 8' von unserer
Bukarester
Orgel gibt es in Walckerflash
als Video. Man sieht in diesem Film im Vordergrund schon die Stiefel der
Trompete 8 (und das soll eine Drohung sein) und manch Einer wird sich
verwundert die Augen reiben, "was aus Messing?". Obwohl nun Messing nicht
unbedingt ein zungenfremdes Material ist, so ist klar, dass diese Zunge von
1964 aus der Walckerwerkstatt Murrhardt stammt. Ein grässliches Ding! Nicht
unbedingt die Messingstiefel (aber auch die, weil die angelöteten Stumpen
einsacken) sondern die franz. Bertounèche-Kehlen geben diesem Ding einen
unangemessenen kläffenden Ton, der mir mindestens 3 Tage Mehrarbeit besorgen
wird, um es etwas zu zähmen. Erinnert mich an die nachts bellenden
Straßenhunde Bukarests. Sei nur noch gesagt, wenn es weitere solche Nächte gibt, wie
heute, als plötzlich um 1Uhr früh ein Presslufthammer die Straße aufgerissen
hat, seelenruhig über eine Stunde gepflegte Stadtarbeit verrichtend, kein
Mensch hier beschwert sich um solcherlei Lappalien, dann muss man schon sehr
nervenstark sein, sich an ein solches Monstrum von Trompete hinzuwerfen. Im
Orgelbauer verdichtet sich eben das Leiden der Menschheit am "Rausch" (am GeRäusch). (gwm)
mit dem
Video "Friedhof der Leidenschaften",
untermalt von Lubrichs Toteninsel auf der Walcker-Orgel in Ludwigsburg,
Friedenskirche gespielt, könnten wir eigentlich am Filmfestival in Venedig
teilnehmen, aber es reicht auch hier. Eine würzige Geschichte aus Bukarest
mit Filmstreifen und Bilder eines wahrhaft grandiosen Friedhofs
angereichert, das ergibt eine sentimentale Mischung, die nur für
Orgelbegeisterte aus der Romantik wirklich tief einwirkt.
Ermittlungen abgeschlossen:
wissenschaftliche Recherchierkunst braucht seine Zeit. Wir haben im April
2007 auf unserem frisch erstellten
WalckerBlog die Frage aufgeworfen, um welche Orgel es sich hier wohl
handelt, Berlin Bachsaal?, und nun kam von
Dr. Thomas Lipski die
Klarstellung in Form eines Briefes, der mir nach Bukarest nachgefaxt
wurde. Heute im Zeitalter der schnellen Information sicher ein behäbiger
Weg, aber eben exakt recherchiertes Wissen. Mir ist eigentlich gar nicht
mehr bekannt, welcher Herr aus Holland? hier die Anfrage an mich geschickt
hatte, so dass wir nun die Wahrheit in Händen halten, wie ein zu spät
gekommenes Medikament, aber der Ansprechpartner in der Flut der
Informationstechnologien völlig untergegangen ist. Zeichen heutiger Zeit. Möge es nicht Symbol werden.
Schottland trotzt Orgelausverkauf:
wir erhalten Auftrag zur
Restaurierung zweier historischer Orgeln in den Highlands. Die vor zwei
Jahren besichtigte und in unserem Artikel "Es
kann nur Einen geben" beschriebenen Orgeln, die Walcker-Dulsanell
in Tomintoul und die Hill-Orgel in Inveravon, werden von uns im
nächsten Jahr restauriert.
Redundant Pipe Organs,
M0126, eine Wadsworth von etwa 1884 mit 10 stops
und eine Walter James Bird Orgel M0123
aus 1905/1935, bestens als Hausorgel geeignet weil die Höhe nur 1885mm
beträgt. Romantisch disponiert.
mit
Bukarester Friedhoef
stellen wir eine unserer interessantesten Fotoserien aus Rumänien
vor. 75 Fotos aus der Stille, aus dem Blau einer vergessenen Zeit. |
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| 24.Juli |
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auf walckerflash.de
gibt es unter aktuell ein neues Video über die Walcker-Orgel aus
1910 in Galatz, Rumänien. Es handelt sich um einen deutschsprachigen
Fernsehbeitrag des TVR1 Romania ausgestrahlt vor einem Jahr. Die Orgel in
Galatz ist eine Hausorgel, die seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr spielbar
ist. Das Instrument wurde mit einer Organola gefertigt und in typisch
spätromantischer Manier disponiert. Wir haben auch das Angebot Walckers und
ein paar Fotos eingebracht. Insgesamt sind wir jetzt auf walckerflash.de mit
35 Kurzfilmen vertreten, bis Ende der Woche werden es über 50 Stück sein.
"ein Duddi-Klang, wie
wenn
Graf Dracula seinen Sargdeckel hebt..." so schreibt ein Orgelfreund über
unser Video "Der erschlaffte Riese - humoristische Dokumentation über
die größte Orgel in Rumänien, die Rieger-Kloss im Radio Bukarest mit IV/95,
Baujahr 1960 mit elektrischer Traktur und allen Stimmungssystemen die man so
kennt, gleichzeitig. Alle unsere Videos sind nun schön übersichtlich auf
www.walckerflash.de einsortiert und
werden nur noch dort weitergeführt. So haben wir das neue Video von
Grandjean&Schmitt aus ihrem Konzert in Wemmetsweiler vom 1.Juni dort
eingebracht und den hervorragenden Film des TV-Romania über unsere Arbeit
im Bukarester Atheneum in blendender Fernsehqualität.
Interessenten,
die mich nach der Person des Orgelspielers auf der Rieger-Kloss-Orgel hin
befragt haben, möchte ich die hier integrierte
Seite von Ulrich Theißen empfehlen und die Gründe jener
Aufopferung etwas darstellen. Man muss eben zwei Vögel haben, um im Urlaub
handwerklich tätig sein zu wollen:
Eine ideale
Möglichkeit für orgelbegeisterte
Slawistikprofessoren
und
nebenamtliche Organisten (hier Dr. Ulrich Theißen von der Universität
Salzburg), ihren Urlaub zu verbringen, ist, bei einer Restaurierung
mitzuarbeiten, gleichzeitig Neues zu lernen, aber auch durch
"orgelsportliche" Aktivitäten wie "Windladenalpinismus" den Kopf frei zu
bekommen.
Den mit Ost- und
Südosteuropa und Relikten des realen Sozialismus vertrauten Ulrich Theißen
hat das Ambivalente bei Orgeln des einstmals führenden tschechoslowakischen
Großorgelexportunternehmens als "Dienstleister der Arbeiterklasse" (so in
einer Firmenbroschüre mit Denkmalwert!) immer wieder interessiert - so wie
generell die Orgelschicksale in totalitären Strukturen. Daher lag es nahe,
vom Athenäum aus auch der "größten Orgel Rumäniens" im Großen Rundfunksaal
einen Besuch abzustatten.
Manchen Dingen,
so traurig sie sind - und auch eine Rieger-Kloss von 1960 kann einem leid
tun, wenn sie so ungespielt dahinvegetiert -, kann man nur mit Humor
begegnen. Also rauf auf den staubigen Bock, den riesigen Rolladen weg und
einmal durchprobiert, was so geht und wie (nicht). Das natürlich mit so gar
nicht orgelgeeigneten Schuhen und "stilgerechten"§ Griffen daneben. Aber das
Wesentliche sind die (stellenweise durchaus reizvollen) Klangeindrücke, und
durch sie das Erleben von Geschichte und Geschichten. |
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| 21.Juli |
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Die Spitzgambe 8'
im Hauptwerk des Bukarest Atheneums wird ab heute in unserem
AeolineBlog mit einem kleinen Video präsentiert. Dieses Register ist
eine wunderschöne Alternative, wenn man ein Register haben will, das sowohl
Gemshorn als auch eine typische Gambe vertreten kann. Ich möchte meinen,
dass dies der "orgelbewegte" Grund war, hier in Bukarest solch ein
klangschönes Register einzubauen, das ganz hervorragende Farbe bringt und
das als Soloregister mit dem Bordun 16' einen magischen, zarten Zauber
ausbreitet, der im ganzen Saal fein durchhört werden kann.
Zum Fernwerk der
Michaeliskirche in Hamburg fällt mir nur unser Freund Mihail Gorbatschow ein,
der sich zu Honny einst berechtigt äußerte: "wer
zu Spät(h..hier musste er sich räuspern) kommt, den bestraft das Leben..."
.... "und wer zu Spathenbräu kommt, den bestraft die Leber" , die
kleinen Unterschiede der deutschen Grammatik und Begriffskunde.
Damals 1948,
als das Grundgesetz entstand, als man also nach dem Weltuntergang ein
Bäumchen pflanzte, eine Grundlage, auf der sich die nächsten zwanzig Jahre
ein über alle Geschichte und Völker hinaus wachsender unvorstellbarer
Wiederaufbau entwickelte, der allen Völkern dieser Welt höchsten Respekt
abverlangte. Der aber heutigen Generationen in Deutschland suspekt ist -
weil sie eben die Vergangenheit immer nur aus dosierten Einzelperspektiven
kennen, was auch ein Grundfehler unseres Ausbildungssystems ist. Wer dieser
Zeit vorwirft, dass sie nicht diese oder jene Möglichkeit im Pfeifenorgelbau
oder Kirchbau berücksichtigte, hat diese Zeit weder verstanden noch wird er
je die heutige verstehen. Wer hingegen eine Kontinuität von 60 Jahren
überblicken kann, der wird feststellen, dass die Zeit der letzten 20 Jahre in unserer
Gesellschaft und im Orgelbau weitaus größere Probleme
verbergen, als dies in den ersten 20 Jahren unserer Bundesrepublik der Fall
war. Nur daran denken diese Ritter der Orgeltugenden nicht eine Sekunde: an
nicht mehr veränderbare Zeiten zu rühren ist doch so schön, es wird ja keine
Verantwortung mehr hinterfragt. Opus 3500 und
"Die Fünfziger Jahre" und
Opus2980 Walcker-Orgel in Stuttgart Villa Berg
Unsere
Baustelle
macht zur Zeit einen sehr aufgeräumten Eindruck - weniger das Personal, das
unter Hitze und Anstrengung leidet. Aber die ersten Toccaten und Fugen sind
erschallt und wir werden morgen neben einem Video über einen erschlafften
Riesen (die Radio-Orgel im Bukarest mit über 95 Register, und wohl größte
Orgel Rumäniens) einige Klangproben aus dieser und auch unserer Orgel
zeigen. Im Bild unterer Teil unser treuester Helfer und ältester noch
tätiger Orgelbauer der Welt: Grigorius Schiopesku mit 85 Jahren, der täglich
dutzende Male das Gerüst rauf und runter klettert, daneben Darabont Zoltan,
der sich den Zinkpfeifen gewidmet hat.

Salicional
und Flûte harmonique
- zwei
Pfeifenformen aus einer Puget-Orgel. Wurde uns von einem Bekannten mit der
Frage geschickt "könnte das deutsch-romantisch klingen?". Mit Sicherheit die
Flûte,
weniger der Salicional, der bei deutschen Instrumenten in der Regel kaum
einen Streicherbart hat, und wenn ja, dann meist eine einfache Rolle. Der
hier abgebildete Streichbart ist bei engen Streichern wie Aeoline oder Vox
coelestis dagegen sehr oft anzutreffen. |
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| 16.Juli |
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Redundant pipe organs:
M115 Slater&Sons I+P/8 Register und
M125 Nelson&Co aus 1899 mit II+P,
18 stops
Hausmitteilungen:
Auf sehr viele Anfragen in letzter Zeit nach alten und neuen
Hausmitteilungen möchte ich kurz mitteilen, dass wir in jedem Falle in den
nächsten Monaten unsere neue Hausmitteilung fertig stellen werden und an
alle! Personen, die diese bereits vor 12 Monaten bestellt haben mit einem
Sonderheft "Bukarest" kostenfrei zuschicken werden. Darunter werden
bebilderte Artikel sein über: Orgeln in Costa Rica, Orgeln in Rumänien mit
Filmbeilagen des TV-Rumänien, die Walcker-Orgel in Wemmetsweiler mit CD des
Konzert Grandjean und Schmitt, Walcker-Orgeln in Schottland,
Walcker-Orgeln in Australien, die röm. Orgel von Aquincum in heutiger
Aufführungspraxis (event. Musikbeispiele).
Die
alten Walcker-Hausmitteilungen
können komplett bei uns angefordert werden. Heft1-16 als Nachdruck, alle
anderen sind in originaler Fassung mit 4,50 € incl. Versandkosten per Stück
erhältlich.
Erinnerungen von Oscar Walcker und andere Bücher
in nachgedruckter Form sind nicht mehr erhältlich, dafür werden wir vermehrt
kostenfreie PDF dieser Literaturen ins Netz stellen.
alle Bücher des musikwissenschaftlichen Verlags
werden bei uns zu gleichen Preisen oder erheblich niedriger als anderswo
vertrieben. Außer "Kaufmann - Orgel & Nationalsozialismus", dieses Buch ist
ausverkauft, sind alle Titel bei uns erhältlich. |
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| 11.Juli |
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Offizielle
Übergabe des Spieltisch-Schlüssels
an Famulus Faustus Slawiensis im Konzertsaal des Atheneums in
Bukarest, wo der an den abstrakten Wissenschaften gescheiterte Faustus den
begehrten Orgelschlüssel erhält. Im Hintergrund, fast eine Kopie des Paulus,
Famulus Bruno mit einem halboffiziellen Bild von Max Reger. Seit diesem Tag
wird an der Walcker-Orgel im Atheneum wieder musiziert - fast stündlich.
Hier aber nun die untröstlichen Worte unseres Helden, die er sprach, bevor
er in die Hände des mephistophelischen Orgelbaus fiel, nach
sagenumwitterterden Eskapaden mit Gretchen und anderen femina:
Habe nun, ach!
Philosophie,
Bulgarerei und Medizin
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor ! |
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| 05.Juli |
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ZEITZEUGEN:
Herr Maureen,
was macht das Orgelwerk von Messiaen
so besonders?... Interview (4,5min) des bekannten Organisten in
Bayern4 am 09.05.2008 als MP3-file
Klang der Stille:
ich glaube es hätte Messiaen oder Ligeti gefallen, wenn man in einer Orgel
den Registerzug eingebracht hätte mit der Aufschrift "Stille 8'". Toccata
und Fuge c-Moll gespielt mit nur diesem einen Register "Stille 8'". Lassen
wir allen Buddhismus beiseite und auch den Effekt "Stille" der natürlich in
jedem Konzert seinen Platz hat, und sei es nur die Zeit, die zwischen
Ewigkeit und Nanosekunde vibriert, ausklingend am Ende des letzten Akkords
bevor der Beifall braust, und betrachten wir Stille einmal als das, was es
auch sein kann, und von der Sprachwurzel herstammt: die Subsummierung aller
Kultur-Stile. Das ist zwar auch eine Form des "Nirvana", aber
abendländisch. Das Konzert "Stille", das, obwohl es eine typische moderne
Idee ist, wurde noch nie aufgeführt. Hier nun endlich gibt es einen Auszug
über rund 3min als MP3file. Stille -
Konzert ohne Anfang und Ende, und damit ohne Zeit.
Oscar Walcker: Strasbourg 1897,
vor über 100
Jahren war Oscar Walcker mit der Montage der Orgeln in der Garnisonskirche
(Op777) und später in der Wilhelminerkirche (Op.804) beschäftigt, wo er
Münch, Rupp und Schweitzer kennenlernte. Über diese Begegnungen berichtet er
lebhaft auf mehreren Seiten seiner Erinnerungen. Dieser Text steht hier, von
mir gelesen, als MP3file zur Verfügung:
OW_Rupp.mp3 (12MB)
Hierzu gibt es ein Orgelstück auf der
Walcker-Orgel in Strasbourg :
Louis
Vierne - Cathedrals weitere Orgelstücke wie Boellmann Toccata u.a.
unter dem
Forensinischen Farbenkreis |
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| 03.Juli |
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Heute jährt sich nicht nur der Geburtstag
von Eberhard Friedrich Walcker sondern auch der von Franz Kafka.
Was sagt uns dies? Dass großartiger Orgelbau und Blüten deutscher
Sprachbildung selbige Sternenkonstellationen beanspruchen!
Walcker bekommt Zusage für repräsentativen
Regierungsauftrag in Rumänien im Anschluss an die Fertigstellung der
Bukarester Atheneumsorgel. Womit wieder ein Jahr Arbeit in diesem herrlichen
Lande uns in Anspruch nehmen werden wird. Weiteres demnächst auf diesen
Seiten.
Redundant pipe organs :
M121 von C.H.Lloyd&Co. aus 1892,
II.Manuale /10 stops
(mit Keraulophon!) und M122 von
Gray&David aus ca. 1875?, II.Manuale, 21 stops |
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Kampf um Beliebigkeiten. Kindergeburtstag: Markus F.
hat
wieder einen
bunten Luftballon zum Steigen gebracht. Nun pusten sie alle kräftig mit
dicken Backen, um ihn zum Steigen zubringen. Internetalltag oder Alltag im
Orgelforum J&B |
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| 28.Juni |
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Die Walcker-Orgeln der 60er Jahre - ein paar
Gedanken dazu. Ich habe
mich immer wieder gefragt, "wie kommt denn die heutige Zeit überhaupt
auf den Gedanken, dass vergangene Generationen schlampig und schlecht
gearbeitet haben?"
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| 25.Juni |
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Mysterium der Akustik
- ein ganz
wichtiger Beitrag des Architekten Adolf Loos aus dem Jahre 1912, in
dem der Mann genau die gleichen Erfahrungen wiedergibt, die ich selbst schon
gemacht habe. Dieser Artikel, der heute in der Süddeutschen Zeitung
erschien, stellt eine ganz wichtige Erkenntnis des großen Architekten
heraus, die diametral zum gegenwärtigem Wissenschaftsbetrieb steht,
aber die sicher jeder Organist schon an eigenen Erfahrungen ermessen konnte.
"Warum ist der Klang einer Stradivari so unermesslich groß?" - "Warum kann
die hervorragende Akustik eines Saals durch massiven Einsatz von
Blechblasorchester ruiniert werden?" - "Warum können schlechte Musiker
ein Instrument klanglich verhunzen? - "Warum" - das nun wäre die
Schlussfolgerung aus dem Text von Loos, "haben meist alte Pfeifen so
herausragende gute Klangeigenschaften?" - "die aber, durch ungünstige
Einwirkungen" - und was sind denn Schleifladen als Unterlage für romantische
Orgeln anderes, "restlos absorbiert werden oder gar ins Gegenteil verkehrt
werden". Endlich haben wir unseren Standpunkt bestätigt gefunden, der hier
auf unseren Seiten schon öfters erläutert wurde, bei einem wirklich
anerkanntem Kenner von akustischen Phänomenen , der zu dem noch ein ganz
großer Architekt der Moderne war. Es mag ein Zufall sein, dass diese
Aussagen von Loos zeitlich genau mit der Schlussphase des spätromantischen
Orgelbaus zusammenfallen, ganz sicher aber bin ich mir, dass diese
Erkenntnisse mit vielen anderen akustischen Kenntnissen überzeitliche
Erfahrungen vermittelt, die wir nur mit den eigenen synchronisieren müssen,
um zu sehen, dass Loos hier ins Schwarze getroffen hat. Ganz entscheidend
ist, dass man diese natürlichen Phänomene, wie akustische Schwingungen, in
einem Gesamtzusammenhang sieht, wie das Goethe mit seiner Naturbetrachtung
getan hat, und dass man sich nicht in versponnene Spezialisierung von
belanglosen Einzelperspektiven verliert. Es gibt nur wenige große Menschen
die diese erhabene Sicht der Dinge in sich trugen, dieser Adolf Loos gehörte
zweifellos dazu. (gwm)
Interessante Conacher-Orgel 36/III+P aus 1905
im Verkauf,
pneumatische Schleiflade bei Ladach. Eine fantastische Disposition und
sicher ein großartiges Klangereignis. Gerne geben wir Preisauskunft - auch
komplett mit Montage und Intonation.
Lob der Walcker-Orgel
Sehr geehrter
Herr Walcker-Mayer !
Sie werden mich
nicht kennen und es ist sicherlich nicht ungewöhnliches für Sie , das Ihnen
viele unbekannte Leute schreiben .
Ich
tue dies um Ihnen , auf diesem Wege , ein großes Lob auszusprechen - ein Lob
über die Instrumente aus dem Hause Walcker .
Bisher
habe ich selber nicht viele Walckerorgeln gespielt . Die von mir bespielten
Walckerorgeln waren folgende Instrumente :
1.
Votivkirche in Wien
2. Martinikerk
in Doesburg
3. St.Cosmas und
Damian in Köln-Weiler
Diese
drei Instrumente haben mich aber derart fasziniert , das ich nicht mehr
davon loskomme . Es macht einfach Spaß Walckerorgeln zu spielen
und.........vor allem macht es Freude die romantische Orgelmusik auf diesen
Instrumenten zu spielen . Was schöneres gibt es nicht ! Zu guter letzt
bleibt mir noch eines zu sagen : ich hoffe das ich weiterhin die Gelegenheit
bekomme um Walckerorgeln zu spielen und ich werde diese Instrumente
weiterhin propagieren ! Mit freundlichen Grüßen MB
Schwerste Orgelkost von Messiaen
Thüringer Allgemeine - Thüringen,Germany
Ton van Eck, bekannt wegen seiner Verdienste um die französische
Orgelliteratur mit renommierten Preisen ausgezeichnete Künstler an der
Walcker-Orgel der St. Jakobuskirche in ILMENAU... |
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| 21.Juni |
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letztes
Konzert vor der Sommerpause
wird am
kommenden Freitag im Atheneum in Bukarest erwartet, danach geht es
mit voller Kraft auf die abschließenden Arbeiten, um dann mit der Intonation
ganz langsam an die Fertigstellung unserer Arbeiten zu denken. Das
nebenstehende Bild wurde kurz vor dem Konzert am vergangenen Freitag
aufgenommen, als Jin Wang - Pietro Mascagnis "Intermezzo" aus
der Oper "Cavalleria rusticana" dirigierte, was, wie das nachfolgendes
Konzert Nr. 2 von Rachmaninov (Rachmaninoff) einfach genialisch und
großartige Musik zeigte, die man nie mehr vergisst. Besonders der Pianist
Daniel Goiti hat sich mir mit seinem großartigen Vortrag tief eingeprägt.
Orgeln in Australien:
Von Bruce Ducan erhielten wir sein nun fertig gestelltes riesiges
Sammelsurium über die Orgeln in North-Australia. Es wird neben einer Buchform
in
http://www.ohta.org.au/organs/nt.html und
http://www.sydneyorgan.com/Australia.html gezeigt.
Orgelkonzerte mit Sergej Budkeev und Alexander
Fiseisky
in Bietigheim.
Außerdem findet dort eine Lesung "Dimitrij Dostojewskij liest aus den Werken
seines Urgroßvaters " statt.
Rundschreiben.pdf
Walcker sponsert für Amnesty International
Bukarest
- Skizzen aus einem wortlosen Tagebuch
Die ganze
Metaphysik von Bukarest steckt in den Häusern und Säulen, in den Türen und
Fenstern, in den Kirchen, die ein uraltes Geheimnis verbergen, dem man nie
zu nahe kommt, indem man (digital=banal ) knipsend versucht in es
einzudringen. Das Geheimnis in Bukarest ist, wie es schon Odysseus in
antiker Saga erfahren durfte, einer Art Natur, die wie Gift einer seltsamen
Morbidität in den noch lebenden Körper des Betrachters eindringt, hier
rufen die Sirenen über die erstarrten Klänge der Bauwerke, und hier greift
tatsächlich die Symbolik um Dracula, um dann traumhaft schwer jene Realität
zu entziehen, oder besser gesagt: Imagination statt Realität zu setzen.
Bukarest könnte auch heißen: in Ruinen leben, einen antiken Traum zu Ende
leben - nur nicht an den Realitäten zweifeln, oder verzweifeln. Aber schon
dann entsteht die Frage, welchen Traum wir denn Nachts träumen, wenn das
Ungeheuer leiser wird - denn schlafen tut es nie. Werden da diese Häuser,
die Fenster wieder lebendig, hören wir das Kindergeschrei in den
Treppenaufgängen, die Kommandorufe der Architekten an ihre Zigeunertruppen,
die mit Sand durchsetzten Beton aufkochen? Hören wir jemals die Stimmen aus
der Zeit, als auch in Bukarest einmal "die Zeit von Gestern" war, als alles
noch so schön war, vor den Kriegen, vor dem Verfall? Werden wir dem Rätsel
Bukarest je so nahe kommen, dass wir den "nächtigen Schlüssel" finden, um
seine Magie tiefer zu kosten, als das je ein erster oder zweiter Blick zu
vermögen in der Lage ist? Wir wissen das nicht. Nur wissen wir, dass ein
Schlüssel es ist, den Dämonen der Stadt näher zu kommen indem man sie z e i
c h n e t . Der Gezeichnete, der in Umrissen erfasste Geist ist sterblich.
Das allein ist unser Wissen, mehr nicht. (alle Skizzen gwm April-Juni 08)
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| 15.Juni |
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Neue
Darstellung unseres PDF-Archivs:
das wohl
umfangreichste PDF-Archiv in Sachen -Deutscher Orgelbau- ist nun
überarbeitet und kann für alle Interessenten ohne Beschränkung benutzt
werden. Wir haben das Ganze in vier Rubriken unterteilt - darunter sind
komplette Bücher, wie das von Emile Rupp "Entwicklungsgeschichte der
Orgelbaukunst" oder der transkribierte Brief Adolph Mörikes an Eberhard
Friedrich Walcker, der zeigt, dass auch Orgelgeschichte heute noch
faszinieren kann. Auch die PDF-Dokumente unser untergeordneten Seiten, wie
Aeoline.de etc. sind nun freigestellt. Fehlerhafte Links bitten wir uns
mitzuteilen. PDF-Dateien, die wir in diesen News irgendwann gezeigt haben
sind von Ausnahmen abgesehen nur hier unter der kalendarischen Ablage zu
finden.
Anmerkungen zum Winddruck
ist neues Thema
auf unserem WalckerBlog. Es ist eine Tatsache, dass nach der Umstellung von
Fuß auf mm (1872) immer wieder groteske Fehler der Umrechnung geschehen
sind, die sich auch heute noch in Literatur und an praktischen
Restaurierungen bemerkbar machen. Wir haben zwei prominente Beispiele
herausgegriffen. Die historische Schnitger-Orgel, die Ahrendt mit 91,5mmWS
Winddruck einschätzte, hatte tatsächlich nur 75,62mm WS. Also einen Winddruck den
wir auch vom Zeitverständnis her dort aufzufinden gedenken. Fehler passieren
auch, wenn man vergisst, dass oft das duodezimale System parallel zum
dezimalen System aufgetreten ist. Außerdem gibt es eine wichtige
Berechnungsformel über die Fläche der Balgplatten, die verdeutlicht, wie der
maximale Winddruck sein kann - ohne dass man in die Tiefen der
Grad-Millimeter-Umrechnung eintauchen muss - und die besagt, dass es einfach
keinen 90mm Druck bei Schnitger gegeben haben kann. Also ist die Auffassung
von H.H.Jahnn, dass norddeutsche Barockorgeln keinen Winddruck über 77mmWS
hatten, nicht von der Hand zu weisen.
Auf der Walcker-Orgel in Annaberg
die 6 Sonaten von Mendelssohn-Bartholdy - eine gut fundierte CD-Kritik
Beim Ranking der Internetdomains,
so schreibt ein begeisteter walckerorgel.de-Besucher, haben Sie alle
Orgelbauer in Europa weit hinter sich gelassen und sind bei den derzeit etwa
135 Millionen Internetdomains an Stelle 1.293.189 angelangt! Nun, was ist
dazu zu sagen? Zuerst einmal gar nichts. Dann sei festgehalten dass rund 80%
aller führenden Internetdomains primitive Pornoseiten sind und manchmal noch
schlimmer, geistige Pornoseiten wie die der BILD, mit denen sich wahrlich
kaum einer zu vergleichen gedenkt. Statistiken sind etwas für Blinde, um
einen Krückstock zu haben und für Politiker, um in den geschönten Spiegel zu
blicken. Oder auch für Marktwirte, um ihre Opfer fachgerecht zu filetieren.
Für den Individualisten ist die Statistik immer eine Beleidigung, weil sie
herabzieht auf ein plattes Niveau, das er bestenfalls im Zustande der
Volltrunkenheit erreicht. Den Vergleich mit anderen Orgelbauer-Domains sehe
ich allerdings sehr gelassen: Wer nur salbungsvolle Sprüche über sein
Unternehmen präsentiert, anstatt mit aktiver Öffentlichkeitsarbeit das
Handwerk und die Ideen der Firma zu offerieren, der wird sehr schnell an
seine Grenzen kommen. Orgelbau gibt auch heute, wo nicht mehr die großen
Ideen geworfen werden, immer noch soviel Begeisterung frei, dass scheinbar
nur dieser Kanal zum Erfolg im Netz der Netze führt. Andererseits muss
man zugestehen, dass auch die größten Schlafpillen auf ihrer
Dauerschwatzneurose riesige Zugriffe bewerkstelligen. Schwatzen als
Hintergrundrauschen, damit man sich nicht einsam fühlt, sich gemein
wissen, auch das ist Internet.
Ein Gutes hat unsere Wohnung
im 6ten
Plattenbaustock im Zentrum von Bukarest: Man kann endlich auf geeigneter
Stereoanlage Regers "Infernofantasie" in ausreichend
gesättigter Lautstärke hören. Das stört hier keinen Menschen. Weder physikalisch
noch physisch. Denn dazu hat Bukarest genügen "Inferno". Ich glaube, dass
diese Stadt für solcherlei Musik empfänglicher wäre als jede andere. Man kommt so
mit dieser Interpretation von Wunderlich sehr nahe an die ursprüngliche
Aufführung und liegt nach den 21 Minuten leichenblass im Bett. Die Wirkung
ist umwerfend. Die Darstellung Wunderlichs auf der Schwäb. Haller
Orgel einfach genial. Vielleicht eine Prise zu scharf sind die Mixturen gewürzt. Dadurch
fällt der transzendentale Schritt ins Reich der "Klangschatten" nur schwer. Die
Bässe aus der Walcker-Orgel hingegen: exakt richtig dosiert, Meer und
Grund.
Das Hintergrundrauschen der Stadt, das endlose Gehupe, die Polizei- und
Sani-Sirenen, das hysterische Geschrei usw., all das gibt dieser Fantasie
noch zusätzliche Transparenz. Wieso Reger noch nicht vom Fernsehen oder
Hollywoodkino entdeckt wurde, ist mir ein blankes Rätsel. Bei ihm ist alles
was Scheinwelt, Vision,
Imagination, Konstruktivismus, Show,
Theater, Symbolismus, und sowieso die Vorwegnahme des musikalischen
Surrealismus und besonders des magischen, abstrakten Expressionismus enthalten. Genau diese Prise Wahnsinn, den der heutige
TV-Neurotiker gerade noch verträgt, und sich teilweise unter Niveau mit
Stefan King und gothic Thrills injiziert, findet er in segensreichen,
aetherischen Substanzen aufgetragen, beim David Lynch der Orgelmusik: Max
Reger. Hier aber geht alles einfacher und
tiefer.
Redundant Hall&Broadfield Organ
aus ca. 1930 mit
17 Register auf II.Manual und Pedal zu verkaufen.
Die anstehende Intonation in Bukarest-Atheneum
wollen wir
hier etwas demonstrieren. Und zwar habe ich vor, neben den Bildern der
Register, die Klänge in freien Improvisationen zu zeigen. Dabei
unterscheiden wir zwischen dem einfachen Klang des Registers und dem Klang
mit Super-Koppel und addierter Sub-Koppel. Alles das sieht dann etwa wie
folgt aus:
Nachthorn 8' - Schwellwerk
Nachthorn 8' - mit Super
Nachthorn 8' - mit
Sub
Hellprincipal 4' - Schwellwerk
Hellprincipal 4' - mit
Super
Hellprincipal 4' - mit Sub
Hellprincipal
4' und Nachthorn 8' Super+Sub
Es werden hier
also noch die Bilder der Pfeifen und Mensuren dazu getan, so dass man am
Ende dieser Arbeit ein umfassendes Kompendium über die REgister eines
solchen aus der Orgelbewegung stammenden Instruments zusammen bekommt.
Das soll in jedem Falle eine Ergänzung zu unserer
www.AEOLINE.DE Seite werden.
Die Walcker-Orgel im Bukarester
Atheneum und "Die Zeit von Gestern"
ein Beitrag von
mir zur Veröffentlichung einer Schrift anlässlich des 120 jährigen
Bestehens des Atheneums in Bukarest 1888-2008. |
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| 05.Juni |
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Bereits heute können wir absehen
unsere weiteren Arbeiten in Costa Rica, Portugal, Spanien, Australien (womit
wir dann alle 5 Erdteile mit Orgelarbeiten besucht haben), Schottland und
Spanien, entwickelt sich mit Namen "Walcker" etwas, das wieder Anbindung an
die ersten Bewegungen findet . Statt Rucksack - Samsonite. Statt
schweinsleder gebundene Lutherbibel- Laptop mit Anschluss an die
Heimatsprache. Und wie das Konzert Grandjean und Schmitt zeigt, war die Wahl
meines Vaters, das Saarland als "neue Heimat" zu erwählen, eine glückliche
Fügung, weil man damit sagen kann, in die "Heimat Europa" geographisch
zentrierter sich einlassen zu können. Wie auch hier in Bukarest neben
Rumänen, auch Ungarn und Bulgaren als Mitarbeiter für neueuropäische
Orgelvielfalt sorgen, so wird man im außereuropäischen Raum immer ganz
begeistert als Kulturträger der Deutschen und dann sofort als Europäer
empfangen, der zweifellos "Englisch" als Zweitsprache wenigstens zur
einfachsten Verständigung beherrschen muss. Buna diminyatza - Guten Morgen,
auf Rumänisch, das dauert dann schon ein Weilchen, bis man das gelernt hat,
wenn man als "Spätlese" die Fremdsprache zu erlernen versucht. Daher, meine Empfehlung,
so viel und intensiv als möglich: "Sprachen lernen" und immer parallel zur
Orgel hören. Provinz ist nicht dort, wo eine Landschaft abgelegen liegen
mag, sondern wo das reaktionäre und zurückgebliebene Denken beheimatet ist,
wo man den "Fremdem" immer noch mit einer unterschwelligen Angst begegnet.,
die auf eigener Unsicherheit beruht Nur mit offenen und
aufgeschlossenen Sinnen können wir die heutigen Probleme der Welt angehen.
Provinzler, so gerne sie sich auch in der Orgelwelt eine Heimat gründen
mögen, die man als das Reich des Gestrigen schlechthin versteht, in die man sich vor der
Hässlichkeit des Alltags zurückziehen kann, sind dafür gänzlich ungeeignet.
Natürlich kann man auch "Provinzialität" exportieren. Das Bild des
Einfaltspinsels, der sich vor technischer Unbeholfenheit in anderen Ländern
vor Lachen krümmt, sollte nicht unbedingt das "BILD des Deutschen" werden.
Ist es aber bereits. Daran, oder besser gesagt, dagegen, also, arbeiten wir
auch. (gwm)
Im Namen des Führers:
Sanierungsfall
Martin-Luther-Gedächtniskirche Berlin und die Walcker-Orgel aus 1936.
Nach dem Krieg hat man sich beeilt, die von den Reichsadlern getragenen
Hakenkreuze an den Kacheln zu entfernen. Auch eine Halbbüste Hitlers mit
einem Weihespruch im Eingangsbereich verschwand. An ihrer Stelle grüßt heute
Luther. Gemeinsam mit Paul von Hindenburg, dessen Büste an der
gegenüberliegenden Wand bleiben durfte. Der Sakralbau wird nach wie vor als
Kirche genutzt. Wenn auch selten, wegen der Baufälligkeit. Eine besondere
Geschichte verbindet sich mit der von der Firma Walcker gebauten Orgel. Ihre
bogenförmig angeordneten Pfeifen fügen sich wunderbar in den Raum.
Merkwürdig nur ihre Bemalung im Stil einfacher Bauernmalerei. Weil
offensichtlich auch die Nazis ihre Qualität schätzten ließen
sie die bereits für Mariendorf gefertigte Orgel im September 1935 nach
Nürnberg transportieren (das ist leider schlecht recherchiert- gwm).
Zum Reichsparteitag der NSDAP. Dort begleitete sie jenes perfekt
choreografierte, quasi religiöse Züge tragende Massenspektakel.
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| 02.Juni |
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Das Konzert Grandjean
und Schmitt an der Walcker-Orgel in Wemmetsweiler.
Die beiden
Konzertorganisten Olivier Schmitt aus Moyeuvre-Grande, Frankreich, und
Francois-Xavier Grandjean aus Namur in Belgien gaben wohl eines der besten
Konzerte, das wir im Saar-Franco-Belgia Raum seit langen Zeiten hören
konnten. Unheimlich die Präzision von Olivier Schmitt (Bild
rechts unten am Spieltisch Dudelange) über 25 Minuten
beim ""Grand Pièce
symphonique" von Cesar Franck, das wie auf diese Orgel zugeschnitten
schien und dem Hausorganist Manfred Kochems als eines seiner
Lieblingsstücke besondere Aufmerksamkeit entgegenbrachte. Bei "Brahms"
fiel mir die wunderschöne Registrierung von Francois-Xavier auf, der mir
anvertraute, dass er diese Klänge der Orgel ganz besonders schön finden
würde. Ein großartiges Kunststück gelang Francois-Xavier (Bild links
oben) mit
Mendelssohns Sonate, die er teilweise ohne die Noten zu beachten, mit
tiefster Emotion ins Kirchenschiff trug. Ganz, ganz große Klasse, eine
tiefgründige, beseelte Interpretation. Mit Lumina von Decerf entfachte
Francois-Xavier ein explosives Lichtfeuerwerk, das, wie ein im
Publikum hörender Organist später beim Nachtrunk bestätigte, wie nie zuvor
die Kraft und Herrlichkeit der Orgel in dieser Deutlichkeit offenbarte.
Eine solche powervolle Pedaltechnik, wie sie Grandjean hier zeigte,
wird wohl im fortgeschrittenen Alter kaum noch ein Organist aufbringen
können. Mein Fotoapparat war leider mit 2Gigabyte restlos voll, so,
dass ich dieses Wunderspiel nicht mehr aufnehmen konnte - Aber, und das
ist das Schöne, wir haben das komplette Konzert in bester CD-Qualität mit
einer TASCAM-Maschine DR-1 aufgenommen, die natürlich am Altar unten
angebracht war, und geben hier einige Stücke zum Besten.
Das
Konzert fand am Sonntag, den 1.Juni 2008 19.Uhr30-21 Uhr statt:
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Olivier Schmitt
"Grand Pièce
symphonique" op.17 von Cesar Franck (1822-1890)
(17MByte - MP3)
°
Francois-Xavier Grandjean
Fantasie und
Fuge BWV 537 von Johann Sebastian Bach
(1685-1750) (7,5MByte - MP3)
"Herzlich tut
mich verlangen" ( 2 Versionen) von Johannes
Brahms (1833-1897) (5,5MByte - MP3)
Sonate Nr. 6
über "Vater unser im Himmelreich" Opus 65,5 von
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)(11,5MByte - MP3)
"Lumina" von
Firmin Decerf (geb. 1942)(6,75MByte - MP3)
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Zugabe: beide Organisten vierhändig : Hesse,
Fantasie
°
Die
Walcker-Orgel in Wemmetsweiler,
ausführlich beschrieben, mit Dispo und Bild
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auf unserer ersten Seite gibt es:
die Barkermaschine im Deutsch-Romantischen Orgelbau |
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Die Orgel in der
Gegenwart:
im Mai 1939
schreibt Dr. Hans Klotz, Aachen, im "Evangelischen Kirchenmusiker",
noch völlig trunken von den Leipziger Musiktagen der Hitlerjugend und dem
dort erschienen Schrifttum: "Aus dem vielfältigen Inhalt dieser Aufsätze
gebe ich zusammenfassend folgendes wieder: In Zukunft wird jeder Feierraum
des Volkes und der Bewegung grundsätzlich eine Orgel erhalten. Die Fragen
der Orgelkunst werden damit in ungeahntem Ausmaß in den Blickpunkt der
breiten Oeffentlichkeit gerückt. Für die Hitlerjugend ist in dieser Hinsicht
die "Orgelarbeitsgemeinschaft der HJ" zuständig, die unter Gotthold
Frotscher arbeitet. (..) Letzter Sinn der Feierstunden ist, das Gesetz des
Allgültigen, des Bleibenden in die Gemeinschaft der Feiernden zu tragen.
(..) die Durchschnittskonzertsäle reichen in dieser Hinsicht auch nicht
entfernt an die Feierlichkeit der Raumwirkung unserer alten deutschen
Kirchen heran. (..)Zur Wiedererlangung einer volkstümlichen Orgelmusikpflege
gibt es kaum einen geeigneteren Weg als die Beschäftigung mit dem Positiv.
(..) Johann Sebastian Bach: für die Hitlerjugend wird es unerläßliche
Aufgabe bedeuten, dessen Werk im deutschen Volk einen Ehrenplatz zu
schaffen."
Zitate eines der ganz großen
GDO-Menschen, und das nicht etwa in den ersten Tagen der Verirrung. Nein,
nach 6 Jahren brutalster Zwangsherrschaft der "Bewegung", wo jeder
Volksgenosse an allen Ecken des Landes die KZ's aufblühen sah und die
Verfolgungen der Gestapo ihre Höhepunkte erreichten. Zu diesem Zeitpunkt
eine solch widerwärtige Glorifizierung eines Volkstums zu vermitteln, das
unter brutalster Menschenverachtung aus diesem Land einen geistlosen
Folter-Kerker gemacht hatte, erscheint blasphemisch. Wir haben, um keinen
Anlass zu geben, etwas aus dem Zusammenhang gerissen zu haben, das Blatt
gescannt und als Link dem Titel unterlegt. Dass in der GDO noch
keine Vergangenheitsbewältigung stattgefunden hat, erkennt man schon daran,
dass genau wie in den 30er Jahren, man sehr schnell bei der Hand ist, "per
Dekret fremde Erscheinungen auszuschließen", so wie man dort den letzten
Juden von der Orgelbank gejagt hatte, und so wie es die "kleinen
Fürsten auf ihren Pfalzen" heute noch mit Orgelbauern tun. Von liberaler und humaner Orgelkultur sind
wir hier in diesem Lande noch meilenweit entfernt. Wir haben ein
Zwangssystem, das genau aus dieser Nazizeit stammt. Dafür haben wir heute
aber die "Technik", an der man sich "sattschwätzen" kann,
ohne dabei elementare Dinge, die mit Orgel und dem Menschen zu tun haben, je
berühren zu müssen. (gwm) |
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| 29.Mai |
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Max Reger und Ligeti :
genau vor
einem Jahr habe ich ihn geschrieben, dazu ein verehrendes Bildchen von
"Max" gemalt, das einen Orgelprofessor so begeistert hat, dass er eine
Replik davon anforderte; einen Artikel der bis heute wohl über
zweitausendundeinmal aufgerufen wurde. Manche Resonanz kam. Aber es ist
mir schon klar, dass man als Orgelbauer keine essentielle Aussage über
Orgelmusik machen kann. Noch weniger gelten heute polemisch überspitzte
Aussagen über "den Zustand der Orgelwelt", auch wenn sie ihre Berechtigung
haben. Der Grund ist sehr einfach: Das Geschäft des Orgelbau, und heute
das der Orgelverwahrung, ist mit einer zutiefst reaktionären Klientel
gesättigt, die maximal etwas "technische Zugeständnisse" an die Zeit
macht, aber ansonsten noch irgendwo zwischen gotischem Mittelalter und
Anfang der Renaissance geistig hängen geblieben ist. Galilei und der
Humanismus werden noch bezweifelt, die Aufklärung ist
noch fern. Wir sehen es am Besten an der "Verwaltung der Orgelbauer", hier
ist noch nicht einmal der Neoliberalismus des 19.Jahrhunderts
eingedrungen. Und die kleinen Diktatoren von der Pfalz bis Südschwarzwald
scheuen sich nicht, Orgelbauer per Diktat von Aufträgen auszuschließen,
die sie überhaupt nicht kennen. Wer hier noch den Christ in der Kirche
findet, dem sei gratuliert. Mein Grund, warum ich mich zu Bach und Reger
einfinde: dort leuchtet es noch, mein "lux aeterna", übermenschlich
erstrahlend.
Über spät- und nachromantische Walcker-Orgeln:
Auf Grund einer Vertretung habe ich auf der Walckerorgel in der
Johanneskirche in K. spielen dürfen, ich habe mittlerweile auf vielen
Orgeln spielen können, aufgrund meiner Tätigkeit in Düren NRW auch auf
recht großen Orgeln wie der 4 manualigen Steinmeyerorgel, die so ziemlich
alle modernen Spielhilfen für Organisten hat. Aber ich muss sagen, dass
die Walckerorgel in Kornwestheim, mit Abstand die beste war, auf der ich
spielen konnte. Die Abstimmung bzw. die Auswahl der Register für diese
Orgel ist wirklich gelungen, sie bietet einen jeden Kirchenmusiker beste
Bedingungen zum Arbeiten. Ursprünglich komme ich aus Weimar, durch Zufall
habe ich gelesen, dass die Stadtkirche Weimar ebenfalls eine Walckerorgel
hatte, da es in Deutschland mehre Weimars gibt, wollte ich mich bei Ihnen
erkundigen, ob es sich tatsächlich um Weimar-Thüringen handelt? Die
Stadtkirche in Weimar Thüringen bekam ja vor 3 Jahren eine komplett neue
Sauerorgel, wobei dieser Neubau in meinen Augen nicht gerade gelungen ist,
sollte das Vorgängermodell tatsächlich eine Walckerorgel gewesen sein,
dann würde ich es sehr bedauern, dass diese nicht Restauriert wurde, da
man eine solche Qualität nicht bei jeden Orgelbauer bekommt. CB
Antwort:
Die
Walcker-Orgel in Kornwestheim wurde 1957 gebaut auf Tonkanzellen, während
die Walcker-Orgel in Weimar als Opus 1255 genau fünfzig Jahre zuvor als
typisch spätromantisches Werk mit Taschenladen gefertigt wurde. Sie
bestätigen mir etwas, dass ich immer wieder genauso festgestellt habe,
nämlich dass die Orgeln der 50er Jahre ihre klanglichen Qualitäten haben,
die durchaus mit spätromantischen Orgeln parallel gehen, während wir heute
Orgeln der „Schrei-und Brüllphasen“ serviert bekommen, die eigentlich
keiner will, aber alle bauen sie. Momentan bin ich in Bukarest an der Oscar
Walcker-Orgel mit Restaurierung beschäftigt, und dort habe ich mich sofort
mit diesem weichen, angenehmen Klang angefreundet, der beide Elemente
irgendwie vereinigt, das „Spätromantische“ und das „Nachromantische der
1950er Jahre“. Ich hoffe nur, dass bei den gegenwärtigen Restaurierungen und
Ausreinigungen nicht diese zarten Orgelklänge der spätromantischen
Intonateure wie sie bis Ende der FünfzigerJahre sehr oft anzutreffen waren,
nicht am Ende dieser Putz- und Historienaufbereitungen endgültig
hinausgeblasen sind, weil man ja alle möglichen französischen
Trompeten-Musikstückchen darauf gehört haben muss . Da habe ich viele
ernüchternde Erfahrungen sammeln dürfen und hoffe, dass man zur Besinnung
kommt, bevor alles nach schlechten Cavaillé-Kopien klingt.
In
der Anlage ein Blatt von der Walcker-Orgel in Weimar, mit wunderschöner
Disposition. Meines Wissens hat Sauer bereits in der 30er Jahren etwas Neues
in Weimar eingebaut, und nun gibt es eben dieses klanglich indifferente
Gebilde aus 1998, das in meinen Ohren nirgendwo richtig einzuordnen ist und
weder "gut noch bös" ist. Der Gedanke, spätromantische Orgeln zu
restaurieren ist im deutschsprachigen Raum nicht sehr alt. Das kam erst nach
den 80er Jahren auf, und ist heute noch nicht in jeden Winkel
durchgedrungen. Oft erlebt man als Orgelbauer, dass Menschen ein positives
Klangphänomen beschreiben, das sie historisch nicht einordnen können, das
aber seine Wurzeln in der Romantik hat, die doch eigentlich "Verfall"
darstellt. (gwm)
Buchempfehlungen:
a) Organista et homo
doctus, Butzverlag 2008,
wenn akademische Organologen zum Lateinern anfangen und das in berüchtigten Supper-Vokabeln, also wenn die
an der Gegenwart vorbeiplappernde ars
criminalis organolis, es anpackt, einen der Ihren (Rudolf Walter) zu
ehren, dann kann einem rasch der antike Sprachkoller einholen (man erspare uns
drastische Beispiele). Dennoch, wer die Gefahr nicht wagt, der das
Rettende nicht sieht. Sprich: von dem Orgelalltagsdeutsch der
Wanderprediger und Forumsschwätzer wird ein nach Erkenntnis Lechzender
kaum satt. Eher noch trans-spiriert denn inspiriert. So gesehen ist alle
Literatur, die gründlich durchdacht ist, egal aus welchen Motiven, eine unübersehbare Quelle der
Erweiterung des beruflichen Rahmens. Wir haben in dem Buch einige sehr
interessante Artikel von Hermann Fischer, Wolfram Hackel, Christian
Lobback. Enttäuscht war ich von dem gehaltlosen und maßstabslosen Bericht
von Horst Sander über den Walckerschen Barkerhebel in der Votivkirche zu
Wien, weswegen ich das Buch gekauft habe. Ein Füllstück gleich einer Werbeanzeige, ohne nennenswerten Informationswert
- uns sind solche staubaufwirbelnden Sprüche, die man öffentlich klopfen
darf, weitgehend verwehrt. Sehr überzeugend "Hermann Busch
- Regers Orgelmusik in französischer Sicht".
b) Zur Orgelmusik
Olivier Messiaens, Butzverlag 2008.
Man müsste
französisch nicht nur sprechen sondern auch träumen können - um den ganzen
und komplexen Inhalt jener Musik Messiaens zu fassen zu kriegen.
Aber, als Deutscher ohne jene Sprachkenntnis haben wir immer auch
irgendwie den Zipfel des Geheimnisses oder der Verheimlichung in der Hand - auch beim
Durchblättern dieser rein musikalischen Seiten, die von Reimund Böhmig,
Hermann Busch, Michael Heinemann, Burkhard Meischein und Lydia Weißgerber
erstellt wurden. Reinste Musikinterpretation in Begriffen!! Für
Organisten mit Sicherheit eine wichtige Lektüre, für Hörer, die Messiaen
hören, und das ist eine seltsame Spezies, eine grandiose Bereicherung.
(gwm - nach einer Buchprüfung) |
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