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walckerBlog
24.01.09
aeolineBlog
14.04.09
EFW-Blog
28.01.09
walckerflash.de
22.02.09
orgelbuch
21.02.09
NEWS 2009 |
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please sign to keep the famous organ (Gerard Bunk &
Walcker) in Dortmund Reinoldi (picture left above):
erhaltet_die_bunkorgelreinoldi@walckerorgel.de
site:
www.Bunkorgel-Reinoldi.walcker.com
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| 14.April |
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Rückflug aus Australien:
für alle, die mich
schon sehnsüchtig in Germanien erwarten, hier die Mitteilung, dass sich
mein Heimatflug erneut um einige Tage verschieben wird. Also definitv ist
Abflug jetzt am 23.April. Dann werden die Berge an Archivanfragen langsam
abgetragen. Für ganz eilige Nachfragen stehe ich jedoch unter
gewalcker@t-online.de und skype:
gewalcker (hier allerdings nur von 10-12Uhr morgens nach deutscher Zeit)
zur Verfügung. |
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Dallen in Pfeifen beseitigen:
neuer aeoline-Blog.
Hier geht es etwas anders zu als in der Pfeifenwerkstatt, wo mit einem
makellosem Weisbuchen-Prügel die verformten Pfeifen abgestraft werden, was
der Beweis zu sein scheint, das Pfeifenfertigung - und reparatur mit sehr
viel Lärm verbunden ist. Sondern es handelt sich bei unserem Blog um eine
australische Variante, die mit Provisorien arbeitet, da man in der Regel
kaum nach Downunder mit einer Pfeifenwerkstatt-Ausrüstung reist.
Über 120 Pfeifen mussten von mir überarbeitet werden. Grund waren
Weißblech-Stimmvorrichtungen, die zu stark gespannt waren. Aber auch ein
recht stark malträtierter Prospekt. |
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| 12.April |
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alle hysterischen Wege führen (über die Orgel)
nach Rom.
Nach dem Aprilscherz der Abwrackprämien für Orgeln findet sich auf
Jesus.de eine Lesermeinung, welche die intellektuellen Fähigkeiten der
Jesus.de-Anhänger voll aufdreht und wobei man sich sagen sollte:
wird der Scherz auf diese Weise fundiert, so ist das ganz ok, ist es
hingegen eine ernsthafte Meinung, dann jedoch: oh je, oh je. Hier also der
tiefgeistige Konter: Ganz besonderen Dank verdient die jesus.de
Redaktion dafür, daß sie den Mut hat zu erwähnen, daß die Orgel einen
heidnischen Ursprung hat, denn das ist in der breiten Öffentlichkeit
überhaupt nicht bekannt, sondern nur bei Insidern (auf deutsch:
Innenseitern). Und das ist hysterisch auch belegt, und die Hysteriker
haben nachgewiesen, dass dieses Instrument insbesondere bei den Germanen
im Kampf gegen die Römer zum Einsatz kam. Durch das unentwegte Spielen von
hohen, schrillen Tönen wurden die Römer so verunsichert, dass ihre
Heeresverbände sich sang- und klanglos auflösten, und sie versuchten, auf
irgendwelchen Pfaden nach Rom zurückzukehren. Dadurch entstand im Übrigen
auch das Sprichwort „alle Wege führen nach Rom“. |
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Redundant Pipe Organ: M148,
eine Robson aus 1850, 12 stops, II manuals |
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| 10.April |
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aus
Australien downunder:
für einige unserer
Dauerbesucher ist es nun schon sehr verwunderlich, dass es hier auf unseren
News in den letzten Wochen nur wenig Bewegung gegeben hat. Hierzu eine
einfache Erklärung: die Internetzugangsmöglichkeiten und besonders die
Geschwindigkeit hier im australischen Netz sind nach europäischen
Gesichtspunkten geradezu katastrophal. Das Hochladen von ein paar Bildchen
kann im ungünstigen Augenblick ein bis zwei Stunden dauern (wie im Beispiel
unseres KernstichBlogs). Die meisten Internetanschluesse sind dazu noch
transfergebunden, d.h. nach 4-5 Gigabyte Transfervolumen wird der Zugang
drastisch beschränkt. Ein weiteres Kuriosum hier in Downunder besonders bei
Internet-Coffee-Shops ist, dass Seiten wie t-online.de oder 1&1 ohne
jegliche Begründung gesperrt sind. Reglementierungen gegen die wir in
Deutschland gottseidank schnell und entschieden reagieren.
Das Land, die
Menschen und die Sozialstruktur (mit Ausnahme des Gesundheitswesens) sind
jedoch etwas, das unser Staunen erregt. Dazu kommt ein Sonnenwetter, das Tag
um Tag für beste Laune sorgt. Meine Arbeit hier hat sich durch erweiterte
Intonationsmaßnahmen um eine Woche verlängert und mir damit eine geplante
Stippvisite nach Sydney leider unmöglich gemacht. Dafür aber ist ein Plan
gereift in absehbarer Zeit mit einem Campingbus rund um die Außenkante des
fünften Erdteil zu driven und die sagenhaften und mythenbesungenen
Landschaften dieses großartigsten aller Weltteile näher kennen zu lernen.
Alle Menschen die ich hier fand, und nun bin ich bei der vierten deutschen
Familie untergebracht, haben fest versprochen mich bei diesem Unternehmen zu
unterstützen. Ich bin voraussichtlich ab 18.April wieder in Deutschland
ansprechbar, und dann wird ein ausgiebiger Australienreport mit einigen
sehenswerten Bildern hier lanciert werden, der weit mehr sein wird als eine
trockene Reisegeschichte. Während meines trips habe ich Richard David
Precht's Buch "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" gelesen, das mich in
Verbindung mit diesem Planeten "Australien" zu einigen tieferen Einsichten
gebracht hat. Aber auch ganz ungewöhnliche Diskussionen mit einem indischen
Professor, der Forstwissenschaften betreibt, und in dessen Haus es nicht nur
eine herrlich gute deutsche Küche gab, sondern großartige Gespräche bis zum
späten Abend, sind Dinge die mir unvergessen bleiben. Als Krönung empfinde
ich jedoch das Beisammensein mit dem Diplomaten Klaus-Peter Klaiber, der
Vertreter der EU in Afghanistan war, Botschafter in England, USA, Australien
und weiß der Teufel wo er sonst noch im Auftrag der Bundesregierung
unterwegs war. Und dessen Vater bereits Adjudant bei
Stresemann in Paris( 1926) war. Später war er persönlicher Referent beim
ersten Bundespräsidenten, wo die Kinder neben dem zeitungslesenden Papa
Heuss in Präsidentenpalast spielten. Auch war K.-P. Klaiber Referent von
Hans Dietrich Genscher. Und wenn man mal mit einer solchen Persönlichkeit
längere Zeit zusammen leben darf, dann gibt es ganz bestimmt einige hoch
interessante Gespräche und Eindrücke die ganz gewaltig das eigene Weltbild
erweitern.
Alles dies in sehr
kurzer Zeit erlebt, dazu jeder Wochentag volle Kanne durchgearbeitet ohne
Rücksicht auf Jetlag, oder Karfreitag und Ostermontag, das kann man nur
unter diesen mehr als optimalen Bedingungen - und nun hoffen wir nur noch,
dass das Ergebnis den Erwartungen allerseits entspricht. (gwm) (bei dem
Foto rechts unten ist natürlich nur das Känguru, welches neben dem Wagen her
rennt von Interesse - und sonst nichts!?
in Sachen Riga, Domorgel - Vita Kalnciema:
Sehr geehrter
Herr Walcker, In ihrer Home Page erwähnen Sie, dass die CD von Vita
Kalnciema / Walcker-Orgel im Dom zu Riga, kaum erhältlich sei, da der
betreffende Verlag auf Bestellungen nicht reagiere.
Ich habe diese
CD kürzlich gegen Vorausüberweisung (via E-banking) bestellt und auch
erhalten: E-mail & Bestelladresse:
manscd@yahoo.com
Produzent Aivars Ginters & Ansprechsperson:
www.latvijasradio.lv (diese CD kann ich nur jedem begeisterten
Orgelmusikhörer empfehlen!!
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| 01.April |
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Kernstiche:
neuer Blog
auf unserem
Aeoline.de. Hier also wird einmal auf eine Intonationshilfe eingegangen, die
eigentlich für höhere Winddrücke gedacht ist. Unser erster Blogeintrag aus
Australien. Und absolut kein Aprilscherz!! |
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| 23.März |
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Orgeln
in Australien,
sind lückenlos
erfasst in www.ohta.org.au,
darunter auch Singapore, Malaysia, New Zealand,
Indonesia und Phillipinen. Eine hervorragend gemachte Internetseite. Und
woran man gut erkennten kann mit was für gigantischen Entfernungen
hier gerechnet werden muss Allein die Entfernung von Canberra nach Darwin,
im Norden Australiens, wo eine interessante Walcker-Orgel zu sehen wäre,
beträgt rund 3200km, dazwischen eine Wüste, wo man die Sahara
reinpacken kann. Hier sind alle
Orgeln
Canberras enthalten, wo ich mich gerade aufhalte.
(Bilder: links meine
Orgel, rechts my home at the moment) |
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| 19.März |
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Erstmals aus Australien:
und zwar aus der
fantastischen Villa des
Herrn Dr.
Klaus Peter Klaiber, ehemaliger Botschafter der
Bundesrepublik Deutschland in Jsaacs neben Canberra. Ja hier hat es tagsüber
so fast 30 Grad Celsius und eine großartige blanke Sonne, die von morgens
7 Uhr bis abends 18Uhr30 vom Himmel lacht und nachts gibt es gemütliche 12 Grad, um
gut durchzuatmen. Momentan bin ich schwer am Arbeiten an der
Walcker-Orgel in St. Peters Lutheran Church, mitten in der Innenstadt von
Canberra, die eigentlich zentral im Busch liegen würde, wäre das alles nicht
etwas agrakulturell aufgearbeitet worden. Die Luft, die durch
eine Vielzahl an riesigen Eukalyptusbäumen bereichert wird und eine
großartige Vogelwelt, die morgens und abends mit ihrem Geschnatter die Lüfte
zum vibrieren bringt macht das morgendliche Aufstehen leicht, wenn dazu noch
ein Sonnenaufgang herrscht wie heute, ist der Tag schon in guten Tüchern. Man denkt also mehr an die herrliche Landschaft dieses
unbekannten Australien als an irgendwelche quälenden Orgelfragen. gwm |
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| 10.März |
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Noch ein letztes Glas im Stehn.....
die Koffer sind
bereits wieder gepackt, nun gehts in die andre Richtung, fast 5 Wochen
Australien, an Ostern zurück für drei Wochen, bevor man für immer und ewig
in den schottischen Highlands, in den Lochs und Mooren der Macs zur inneren
Ruhe zu kommen versucht. Dabei wird mir mein Aufsatz mit dem Titel "das Ich,
der Tod und die Symphonie", den ich seit drei Tagen zu durchdenken beginne,
hoffentlich die notwendige innere Beleuchtung installieren. In Australien
erhofft man sich nur eines: ausreichend viele Känguruhs, die als
Tastenhalter bequem und ohne auf der Orgelbank Platz zu nehmen, die Tasten
drücken können.
Alle andere
Hoffnungen lassen wir fahren oder in Deutschland, wo sie wohl wie von einem
trockenen Schwamm irgendwann aufgesogen
werden. Sehr gespannt
bin ich natürlich, was es für Orgeln in Australia zu sehen gibt, neben
unserem Serienörgeli. Bruce Chatwins "Traumpfade", ein Buch das ich im Jahr
1994 als limitierte Sonderausgabe von Fischerverlag gelesen habe, eine
Buchserie mit den großartigen Rothkobildern, hat mich restlos von Australien
überzeugt. Die Orgelwelt Australiens wurde in der GD0 vereinzelt
angesprochen, so in einem
der
letzten 0-Hefte, wo einige Walcker-Orgeln vorgestellt sind, die ich für
Reichling ausgegraben habe (Dienste, die ich heute längst niemandem mehr z.
Verfüg. stelle ). Aber im Großen und Ganzen liegt der Kontinent auch in der
nun globalisierten Welt mit 20 Stunden Flugzeit doch recht abseits. In jedem
Falle werde ich von dort einige Stimmungen, Bilder, Aufsätze und vielleicht
ein paar Orgeln und ihre Beschreibungen hier in den nächsten Wochen zeigen.
Novosibirsk Conservatory Walcker-Orgel:
sehr interessant diese Nachricht, die ich aus einem anderen Ende der Welt
erhielt. Hier also wurden mindestens zwei Walcker-Orgel zu einer neuen
verschweisst, wobei der momentane, bildlich erfassbare Zustand nicht der
beste sein dürfte. Während der Zeitungsausschnitt aus 1968 (links) doch
erkennen lässt, dass diese Orgel einmal "besser" funktioniert zu haben
schien.
Mythos Walcker-Orgel Mariendorf- Berlin:
wie durch einen geheimen Wink hin geschah in unabgesprochener Folge
ein
Hinweis von mir (einige Absätze weiter
unten) auf die erste Orgel des Reichsparteitags, dazwischen oder
davor Recordings auf dieser Orgel, die uns in nächster Zeit geschickt werden
mit ausdrücklicher Genehmigung diese hier auf unseren Seiten zu
veröffentlichen. In heller Vorfreude darauf, denke ich, dass wir dazu alles
Material, was hierzu noch in den Archiven schlummert und andere Orgelfreunde
interessieren könnte, dazu zu zeigen. Immerhin ist es doch eine entfernte
Schwester unserer Orgel in Bukarest, deren Aufnahme ebenfalls momentan in
Arbeit ist (einige Betatester wurden beratend eingeschalten). Also nach
Ostern wird an diesen Sachen weiter gearbeitet. Das Bild rechts sollte man
sich unbedingt in voller Größe ansehen, also anclicken. Von Bukarest werden
wir eine Stunde gutes Fernsehen bekommen, das hier dann in Form von einem
Video dargestellt wird.
new: REDUNDANT PIPE ORGANS aus UK:
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| 08.März |
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Zurück von den USA
(-6 Stunden) und bereits wieder am Koffer
packen für eine längere Reise nach Canberra/Australia (+10 Stunden) .
Dazwischen Vorbereitungen für unsere Arbeiten nach Ostern in
Schottland, in Costa Rica und in Guatemala. Also eine runde und ausgewogene
globale Angelegenheit. Wäre da nicht die Kleinigkeit, dass man ab und zu
sich einen bösartigen Trojaner einfangen würde. Wenigstens hat sich so, das
vor-antike Griechenland im end-zivilisierten Barbaria erhalten. Ich empfehle
ganz dringend die 7fache DVD-Sammlung "Orchestral Music in the 20th
century " von Simon Rattle, die es im Verlag 2001 für rund
65,--Euro gibt. Eingängiger hat noch keiner derartig komplexe Zusammenhänge
der neueren Musikgeschichte darstellen können. Außerdem gibt es wieder:
Fundamentalismus - Kirche - Orgel
im Gegensatz zu den
klar umrissenen Grenzen des Katholizismus in Deutschland, und seien
wir dankbar, dass wir ihn haben, herrscht in den Vereinigten Staaten
grundsätzlich ein paradoxer Fundamentalismus in den Kirchen, der vor allem
aufglänzt mit einer sehr starken unbeweglichen Basis, die wir geneigt sind
als "intolerant" zu markieren. Allerdings findet sich in den beweglichen
Mittelschichten mehr und mehr ausgleichende Elemente, die geradezu
"Toleranz" predigen. Meine Beobachtung ist, dass dort, wo verschärft
Fortschritt, Technik und Wissenschaft, Wirtschaft und am Ende Materialismus
gepriesen werden, verstärkt fundamentale Ausrichtungen in den christlichen
Kirchen gepredigt und gedacht werden, und dass dort ausschließlich
elektronische Kaufhausmusik die Kirchen verdüstern. Die Pfeifenorgel gibt es
hingegen eher dort, wo auch das Andersartige sein Recht findet. In den USA
müssen wir bei solcher Bewertung immer das "Schauspielerhafte" in
Anrechnung bringen. Also der Prediger ist nie die Kirche, sondern er darf,
wie der Schauspieler täuschen, überzeichnen, einfärben und auch mal grotesk
daneben langen. Daher herrscht dort ein vollkommenes Unverständnis über
unsere Aufregungen in Sachen "Holocaustleugner". Natürlich nicht bei den
sehr aktiven intellektuellen Juden. Der Politiker wird ebenfalls als
Prediger gesehen. Die Erwartungshaltung in Obama ist teilweise die, ob Gott
ihn erhört oder nicht. Erst viel später beginnt man nach seiner aktiven
Politik und Ergebnissen zu fragen. In den USA gibt es so gut wie keine
Tageszeitung und keine TV-Nachrichten, die auch nur annähernd
vergleichbare Informationen dazu bereitstellen, wie es bei uns der Fall ist.
Kritik an Politik und Kirche findet nicht statt. Demokratie heißt dort: du
hast die Wahl beI Ingles oder Walmart einzukaufen. Die Depression ist in
zwei von hundert TV-Sendern leicht angesprochen, but real it is not. |
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| 05.März |
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Pfarrbrief
der First Baptist Church in Toccoa,
wo u.a. auch
meine Arbeit in der Kirche kurz erwähnt wird. Lesenswert deswegen, weil man
hier einen typischen "Link" einer gutgehenden us-amerikanischen Kirche der
Südstaaten studieren kann. Das Reisen aber ist lange nicht mehr das, was es
einmal war: fast genau vor 40 Jahren habe ich meinen ersten trip in die
Staaten gemacht, zu einer Zeit als man noch "flowers in the hair" gesteckt
hat. Damals, 1969, ging meine Reise von Philadelphia- Salt Lake City- Provo-
Los Angeles (wo zu der Zeit noch Manson einsaß, dessen Zelle man mir zeigte)
mit dem Auto die komplette Westküste hoch bis Portland - dazwischen San
Franzisko. Nicht einmal ein Fotoapparat hatte ich damals dabei.
Reiseberichte waren out, die Orgeln auch. Nach drei Monaten hatte man die
deutsche Sprache fast vergessen. Heute glotzt man abends die gleichen
Nachrichten wie in Germanien und liest online die Süddeutsche und quatsch
via Skype mit schwäbischen CostaRicanern. Die kleinste Unauffälligkeit im
Lande wird sofort per mail gemeldet. Selbst Rechnungen werden von hier nach
Deutschland geschickt und Videos von Pasolini und Fassbinder rechtzeitig
geordert, so dass man die drei Tage im Lande (bevor es weiter nach
Australien geht) noch etwas Tiefergehendes zu sich nehmen kann. (bloß keine
Orgelliteratur - die reicht man mit ausgeblasenen Eiern zu Ostern). Dann
steht ein double-jetlag an, weil man von Deutschland weiter nach Osten
fliegt. Übrigens nehmen die Amerikaner die "oeconomie" nicht halb so ernst
wie die Deutschen, die wie das Karnickel vor der Schlange zu ersticken
drohen. Mag sein, dass es wie ein grotesker Witz für manche Ohren klingt,
aber es hat was für sich, Erklärungsversuche so alt wie die Menschheit:
you must believe in God! that's all. Wer den obigen Church-Link gelesen
hat wird gesehen haben, dass man in der Kirche neben Bibelstunden auch den
Umgang mit Geld lernt! Ja, den 10ten aber muss man dort abliefern. So
wird hier religöses Gemeinschaftsgefühl finanziell unterfüttert. Jedem sein
System. Für die Videos fehlt mir noch ein Organist.
Hier sind leider alle völlig ausgelastet, weil auch die Gefahr des
Nachdenkens manchmal umschifft werden muss. Störend ist die völlig
durchgestylte Ordnung- vom Straßenverkehr bis ins gesellschaftliche Detail.
Hier vibiriert eine kaum spürbare aber offensichtliche Angst, auf die das
System angewiesen ist. Bei uns ist es noch nicht ganz so schlimm, wird aber,
wie alles was hier in den Staaten Erfolg und Effizienz steigerte, kommen.
Die drohende Arbeitslosigkeit bei uns ist ja schon ein guter Schritt in die
richtige Richtung. (gwm)
(Bild oben: Larry Earhardt, Minister of Music FBC, Toccoa -
rechts: Continental breakfast meines Hotels) |
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| 01.März |
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mit
Toccoa-pipes
senden wir nicht nur
unser erstes Video aus den USA sondern auch das erste Video einer kleinen
Serie mit Videos über Pfeifen in dieser Orgel. Hier wollen wir zunächst
darstellen die Walcker-Orgel, wie sie in der First Baptist Church im
Gottesdienst verwendet wird und ein paar Bilder aus Ortschaft, der
Kirche, des Orgelinneren. |
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| 26.Feb |
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aus den USA:
In Deutschland ist
es längst der 27.Feb, während hier in Georgia noch der Zeitgewinn
von rund 6 Stunden ausgespielt werden kann. Schon am ersten Abend, als ich
schnell vor der hereinbrechenden Nacht noch in der Altstadt von Toccoa ein Sandwich und ein Coffee zu mir
nehmen wollte, aber kein Tisch mehr frei war, kam eine erste Überraschung.
Ich nahm also Platz bei einem älteren Herrn, der mich unverzüglich nach
Beruf und dem Herkommen befragte. In zwei Minuten hatte er dem ganze
Lokal sowohl meine Identität wie auch "den Orgelbauer für die First
Baptist Church "kundgetan. Auch jeder Neuankömmling im Lokal wurde so
grundlegend informiert. Heute Mittag Speisung im LIONS-CLUB, wo ähnliche
Rituale stattfanden. Nach diesem Prozedere dann gemeinsamer Chor "God bless
America" unter Heranziehung des Sternenbanners. Am Tisch des Sheriffs von
Toccoa Platz nehmen zu dürfen, war immerhin eine Auszeichnung, die fast nur
älteren Honorationen der Stadt erlaubt sind. Eine Stunde Suche nach "sparkling
Water", und auch gefunden, sogar echtes Gerolsteiner. Am Wochenende werd ich
wohl ein erstes Video über eine der letzten große Walcker-Orgel
fertigen, die hier etwas zu tief in der Provinz, kaum ganz ausgereizt, ein
stilles und vergnügliches Dasein verbringt. erste Grüße aus den USA
gewalcker@t-online.de
In den letzten Tagen sind hier Informationen
über drei
Walcker-Orgeln der Spätromantik eingegangen, die ich hier vorstellen möchte.
Zunächst einmal ein Blogeintrag auf WalckerBlog von heute, der dort getätigt
wurde, und den ich aber auch hier nochmals einbringe, dann die Orgel in
Hüttengesäß und mehrere Hinweise auf die Schwarz-Orgel in Bühl, die
offensichtlich substantiell eine Walcker-Orgel darstellt. Das Letztere wäre
noch zu überprüfen:
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In der Stiftskirche 67433 Neustadt an der
Weinstraße
ist eine einmanualige mechanische Kegellade 1879 (op. 363) von E.F.
Walcker erhalten. Manual: C-f´, Principal 8´ Bourdon 8´ Salicional 8´ Oktav
4´ Flöte 4´,Pedal: C-d´ Subbaß 16´, Pedalkoppel, Tutti Ich suche
Gleichgesinnte, die sich für eine Restaurierung interessieren. Ulrich
E-Mail :
stiftskantorei@web.de
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Walcker-Orgel in der Evangelischen Kirche
Hüttengesäß
Wie an der kalligrafischen Aufschrift am Orgelspieltisch eindeutig zu
entnehmen ist, wurde diese pneumatische Orgel 1892von E.F.Walcker & Cie.
Ludwigsburg-Württemberg als Opus 614 erbaut. Allerdings stand das Instrument
damals über dem Altar an der Giebelseite, wo heute das schlichte Kreuz
hängt. Die Kosten von 3.522 Reichsmark konnte man nur mit Anleihen und
Sonderkollekten bezahlen. Zusätzlich wurde noch ein Fenster zugemauert. 1953
wurde das gesamte Kircheninnere nicht gerade zimperlich verändert, man
wollte mehr Licht und Platz schaffen: die Orgel wanderte auf die
gegenüberliegende Westseite, die obere Doppelempore verschwand einfach,
ebenso der Schalldeckel über der Kanzel. Bestimmt würde man heute alte
Substanz mit mehr Respekt und Sachverstand bewahren und sanieren, aber
damals die gutgemeinte Aufräumwelle voll im Trend der "Neuen
Sachlichkeit".Jedenfalls, die Orgel präsentiert sich mit dem schönen
Neorenaissance-Gehäuse im Historismusstil heute noch genauso wie 1892:9
Register sind disponiert, davon 4 im Hauptwerk, 3 im Nebenwerk, 2 im
Pedalwerk:Konzeption: dynamische Abstufungen: im Hauptwerk I. Manual die
zeichnenden Register, im II. Manual die zurückhaltenden Register
(funktional: Begleitung und Echoeffekte), im Pedal: grundierende und
tragfähige Bässe. Zudem gibt es die Möglichkeit, den Klang mit der
Oktavkoppel deutlich im Diskant einzufärben.
Die Disposition
wurde nie verändert und ist seit 1892 bis in unsere Zeit authentisch für
eben romantisches Klangempfinden:
Klangverschmelzung und Klangschönheit, Klangdichte durch lückenloses
Crescendo und Decrescendo.
Sehr wohl gibt
es Einzelaliquote, Zungen, Klangkronen bei grösseren Instrumenten.
Beim Typus von
romantischen Dorforgel überzeugt auch hier das Konzept eines einheitlichen
Klanges, der nie penetrant oder agressiv wird.
I.
Manual: C-f´´´:
Principal 8´,
Floete 8´, Viola di Gamba 8´, Octav 4´
II.
Manual: C-f´´´:
Gedeckt 8´,
Salicional 8´, Flauto dolce 4´
Pedal:
C-d´:
Subbass 16´,
Violon 8´
Traktur-System:
Röhrenpneumatik.
Alle
Koppeleinrichtungen sind verschieden konstruiert und konzipiert:die
Pedal-Coppel I.Man. zum Pedal und Pedal-Coppel II.Man. zum Pedal sind als
Fußtritte angelegt, die Manual-Coppel II - I und die Octav-Coppel I - I sind
als Schieber (Regulierung: rechte Position) zu betätigen.
Eine sinnvolle
Einrichtung mit absolutem Seltenheitswert.
Im Tutti ist
die Wirkung (Koppelfunktion) allerdings nicht automatisch enthalten. Die
Koppeln sind also additiv (zusätzlich) einzuschalten.
Sorgsam und
sensibel registriert wird man viele Klangfarben suchen und finden, auch wenn
es hier keine Mixtur als Klangkrone gibt. Dafür ist die Diskant (Superoctav)
Koppel vorgesehen, die ihre Wirkung nicht verfehlt.
Weitere
tonschöne und klangvolle Walcker-Orgeln in unserer Gegend:
Altenstadt: Kath. Kirche St. Andreas
Altenstadt-Waldsiedlung: ev.Martin-Luther-Kirche (ehemals
Haiger-Langenaubach ev.Auferstehungskirche)
Bad
Vilbel-Gronau, Bruchköbel-Butterstadt,
Frankfurt/Main:
Domfilialkirche St. Leonhard, Frankfurt/Main: ev. Hoffnungsgemeinde sowie
viele weitere Instrumente in der Bankenstadt, die der Verfasser dieses
Artikels ausnahmslos alle kennen- und schätzengelernt hat.
Email:
christoph-brueckner@t-online.de
Profil:
www.christoph-brueckner.de
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| 24.Feb |
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ab
heute abend bin ich bereits wieder unterwegs
in Richtung USA.
Vielleicht gibt es die Gelegenheit von dort aus ein paar Kommentare zu den
veränderten Bedingungen im "Lande der unbegrenzten Möglichkeiten" wieder zu
geben. Wird sich in den nächsten Tagen zeigen. |
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| 23.Feb |
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zum Thema Winddruck,
das scheinbar nun
zur unendlichen Geschichte des Orgelbaus heranreift, hat mir ein
befreundeter Orgelexperte folgenden Ratschlag übermittelt: "... um den
Winddruck alter Orgeln festzustellen genügt es doch in der Regel die zwei
bekannten Parameter: Aufschnitthöhe der Labialen und Zungendicke der
Lingualen richtig zu erfassen. Das erforderliche Meßgerät ist da immer noch
das Gehör. Erreicht ein variabel gestalteter Druck die korrekte Marke, sagt
das Ohr: "richtig!" und die Pfeife spricht korrekt an. Alles andere kann
dann als rhetorische Zugabe unter fleißigen Schreibern seinen Dienst tun."
... gibt es da noch etwas hinzuzufügen? Ja: Aufschnitte werden verändert
und Zungenblätter suchen wie die Blätter eines Herbstes oft als
Metamorphosen die Orgelwelt heim. Aber ein schöner und folgerichtiger
Gedanke.
Wilhelm Sauer und seine Werkstatt
wurde
in zwei Bänden von Hans-Joachim Falkenberg ganz hervorragend
dokumentiert, die ich nun auf unserem orgelbuchBlog vorstelle. Für
Orgelliteratur in Sachen Orgelwerkstätten muss man den "Falkenberg" als die
Standart-Referenz benennen. Für alle die Orgelromantik zu sich nehmen
wollen, und das "Zwischen der Kriege" in kompakter und klarer Form studieren
möchten, sie kommen um "Falkenberg's Sauer" nicht herum.
Erste Probe - so heißt das Video
mit dem wir
Orgelmusik an der Walcker-Orgel im Atheneum in Bukarest nun erstmals
präsentieren, und das etwas vom Klang der Orgel herüber bringt. Damit wollen
wir auch auf unsere CD und DVD hinweisen, die in ca 4-5 Wochen
erscheinen wird. Organist ist Franz Metz, der hier an dieser Orgel
Großartiges geleistet hat und der auch eine ganz tiefe Verbindung zu diesem
Instrument gezeigt hat. Im Herbst dieses Jahres heißt es dann : an der Orgel
im Atheneum - Olivier Schmitt- mit Franzosen, Bach und Liszt. Die
Klangfiles auf diesem Video haben wir heute gegen bessere ersetzt. |
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| 20.Feb |
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Hervorragendes
Konzert von Prof. Dr. Franz Metz
an der
Walcker-Orgel im Atheneum in Bukarest gespielt am 17.Feb.: Dieses
Konzert wurde zweifach aufgezeichnet und wir werden sowohl eine CD davon
herausbringen sowie eine vom TELEVISIO gefertigte DVD. Die Orgel im
Bukarester Atheneum stellt sowohl klanglich wie orgelbautechnisch die
einzige vollständig erhaltene Oscar Walcker-Konzertsaalorgel dar, die
authentisches Klanggut der Orgelbewegung und damit auch Klangvorstellungen
des gereiften Oscar Walcker in sich birgt.
Ich bin Herrn Dr.
Metz sehr dankbar für dieses hervorragende Konzert, das es uns nun
ermöglicht, das besonders außerhalb Deutschlands aufkeimende Interesse für
diese großartigen Klänge unserer Orgeln nun mit diesen Medien belegen zu
können, und so weitere Quellen unseren Freunden in allen Teilen Welt
über die hervorragende Orgelbaukunst unserer Vorfahren zugängig machen zu
können. Die herausragende Registrierkunst von Dr.Metz und die vorzügliche
Auswahl der Orgelliteratur und ihre Darstellung während dem Konzert erlaubt
es nun, einen guten Klangeindruck von diesem Instrument zu bekommen und
damit eine oft wenig verstandene Orgelperiode des Deutschen Orgelbaus sehr
gut studieren zu können. Ich denke, es bereichert unsere Orgel"landschaft",
die wir heute eher in historisch verschiedenen Schichtungen finden werden
als in geografische Ortungen, ungemein. Es bleibt zu wünschen, dass viele
internationale Organisten hier in Bukarest ihre Vorstellungen geben werden.
Dieser gute Anfang - es war ein frommer Wunsch - nun ging er in Erfüllung,
hat unsere Erwartungen weit übertroffen. (gwm)
Zum Konzert gibt es bereits einen Beitrag des Bukarester Radio auf dem
Internet mit Interview Franz Metz
Spieltisch
der Parteitagsorgel von 1935.
Auf einen "Führerbefehl" hin hatte sich der Dirigent des
Nationalsozialistischen Reichssymphonieorchesters Franz Adam um effektvolle
Festmusik zur Eröffnungsfeier des "Parteitages der Freiheit" zu kümmern,
worauf dann die Walcker- Orgel Opus 2432, 50/III, geplant für die
Martin-Luther-Gedächtnis-Kirche in Berlin-Mariendorf, als erstes Provisorium
nach Nürnberg in die Luitpoldhalle geliefert wurde, um dort in 12 Tagen
aufgebaut, montiert und intoniert zu werden. Bisher hat sich kein Bild der
Orgel gefunden, wo man diese Installation während des Parteitages erkennen
konnte. Reichsparteitagorganist Günther Ramin durfte an diesem Spieltisch
Dr. Goebbels und seinem Gefolge die Orgel vorspielen, die dann später mit 75
Lautsprecher zum Heer der 35.000 braunen Chorknaben verstärkt wurde. In
Prolingheuers Radio-Sendung von 1985, die es hier
als komplette online-Variante gibt, klingt das dann folgendermaßen:
Da spielt nun die Mariendorfer Kirchenorgel auf dem Nürnberger
Reichsparteitag 1935 anstatt zur Ehre Gottes, zum Ruhme des Führers Adolf
Hitler und seiner "positiv-christlichen" Nazipartei, während auf der Tribüne
Ministerpräsident Hermann Göring (ebenfalls stolzer Besitzer einer
Walcker-Orgel) unter tosendem Beifall die barbarischen Rassengesetze
verkündet: Reichsbürger ist nur der Staatsangehörige deutschen
und artverwandten Blutes, der durch sein Verhalten beweist, dass er gewillt
und geeignet ist, in Treue dem deutschen Volk und Reich zu dienen.
Eheschließungen zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder
artverwandten Blutes sind verboten..." Diese Orgel zeigt deutliche
Verwandtschaft zu ihrer 4 Jahre später gebauten Schwester im Bukarester
Atheneum. gwm
Rheinbergers wunderschöne Cantilene
auf der
Walcker-Orgel in Uithuizen, das ist immer noch ein wunderschönes
Stück Musik auf einem ganz gut klingenden, restauriertem Opus 351, der
früher im Frankfurter Dom sein Wesen trieb - gespielt
von
Johannus Bos, hier als MP3 mit
rund 6MB. Dank an Bouwe Luurtsema /Holland |
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| 13.Feb |
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Ellerhorst"Handbuch der Orgelbaukunde"
online auf unserem orgelbuchblog.
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| 09.Feb |
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von Prof. Theo Brandmüller
(nicht
nur im Saarland bekannt für seine Orgelkompositionen und Orgelkonzerte)
konnte ich auf Umwegen erfahren, dass er sich nur wenige Wochen vor mir in
Costa Rica aufhielt und von dem Wirken unserer Orgelarbeiten dort positive
Resonanzen erfahren hat. Unmittelbar erinnerte ich mich an einen Vortrag des
Komponisten, der mich vor über zehn Jahren zutiefst faszinierte und den ich
nach Rücksprache des Verfassers nach einem Konzert in Saarbrücken St. Johann
als eines der ersten Texte auf unserer Internetseite veröffentlichte (wohl
Ende des Jahres 1999 - womit wir schon vorab zu einem 10jährigen
Bestehen unserer Internetseiten prosten). Hier also immer noch auf unseren
Seiten:
Theo
Brandmüller »Die
Zeit ist eine Larve der Ewigkeit« -
Spiel
oder Gedanke beim Komponieren im Heute*
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| 08.Feb |
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Abbé Vogler, als Mensch, Musiker und
Orgelbautheoretiker,
unter besonderer Berücksichtigung des sog. "Simplifikationssystems" -
dargestellt von Prof. Emile Rupp - (1922 in Ludwigsburg verlegt) neu
auf unserem Orgelbuchblog mitsamt der kompletten
online-Ausgabe des Buches.
Kufstein-Heldenorgel:
ist es
heute noch legitim über solche Kriegerdenkmäler seine stille Propaganda zu
verteilen? Wenn die langweilig gewordenen Ferien die Besucher vom
Auracher Löchl hoch zur Burg zieht, oder wenn sie oben im Hinterbärenbad den
seltsamen Klang einer Orgel vernommen haben, welche von der Festung dröhnend
durchs ganze Kaisertal "Ich hatt einen Kameraden" verkündet. Und nun diese
Herrschaften unbedingt wissen wollen, wie denn das möglich ist, dass so eine
Orgel 4-5km weit bis nach Deutschland ertönen kann. Und sie auch nach den
Ferien noch seltsam beklommen sind über dieses Orgelspiel , mehr als
in jeder Kirch, weil man sie halt in Kufstein dauernd irgendwie hört, in der
Kirch kann man ja raus gehen. Jedenfalls kommen sie dann ,nach den verdauten
Ferien auf mich übers Internet zu und animieren mich, diesen Eindrücken eine
gewisse Verdichtung zu geben, was hier nun als
PDF hinterlegt wurde. Als
Kriegerdenkmal, und das noch mit Erinnerungen an den verlorenen I.WK mit
seltsamen Gedanken an Habsburg verbunden, wird es jedenfalls kaum
wahrgenommen. Eher noch als schmucker Touri-Gag.
Nach Deutschland
klang nun auch anderes Wort herüber von den Austrianern, nachdem man dort
nun den braunen Haider begraben und die Salzburger Walcker-Orgel
auf dem Sühne-Altar der 60er geopfert hat, folgt brav und willig auch das
Opus 5300 von Wien-Musikfreunde, wo eine neue Rieger bis 2010 einziehen
soll. Wie im Absatz (Klassik-Romantik) weiter unten bereits vermerkt,
scheint es so zu sein, dass wir, je weniger Kultur wir fabrizieren, um so
mehr Technik ins Geschäft stecken müssen, ein Gesellschaftsphänomen. Würden
wir nur als Techno-Neurotiker in die Geschichte eingehen, es wäre
verkraftbar. Aber im Angesichte aller bekannter Probleme, die die Zukunft
der Welt aufweist, kann ich nur den Kopf schüttelt. Dennoch soll niemandem
ein Vorwurf gemacht werden. Man ist halt friedlos und produziert bis zum Tod.
Über Labien, Aufschnitte und Kerne der Labialpfeifen,
ein neuer Blog auf
unserer Orgelromantik.aeoline.de, wo ich die geheimen Konstruktionselemente
von Walcker-Pfeifen etwas zu erläutern versuche.
Klassik-Romantik:
mir wird mehr und
mehr klar, dass die Auseinandersetzung zwischen beiden Auffassungen in der
Religion begründet liegt. Das 19.JH war so gesehen ein Schlachtfeld jener
geistigen Auseinandersetzung. Die Romantik hat immer mehr den verloren
gegangenen Boden der Religionen (Mythologien) durch die Aufklärung
versucht in der Kunst neu aufzurichten (Wagner) , so dass am Ende die Frage
nach "Gott" eine rein ästhetische Frage geworden war (Nietzsche). Am Ende
auch war die Orgel "Konzertorgel" geworden und nur noch für Ästhetik
zuständig, was unmittelbar zu Beginn des 20.JH zur Elsässischen Bewegung
geführt hat. In schwachen kulturellen Zeitaltern, wie der Nachkriegszeit,
wendet man sich immer klassischen Prinzipien zu, weil man "verlässliche"
Stützen braucht. Das ist der Grund für den haltsuchenden Rückschritt auf
sogenannte Barockorgeln. Und die heutige Zeit, die noch viel weniger
"kulturträchtig" ist als irgendeine Zeit vor ihr, zeigt ihre
Verfallserscheinungen besonders dadurch, dass das Einbinden von Romantik
zusätzlich zur Klassik, lediglich als weiteres Reizmittel, als Surrogat oder
gar als Rauschmittel erfolgt, was überhaupt nichts mit Ästhetik mehr
zu tun hat und noch viel weniger mit dem Idealismus der Romantik. Da dort ja
religiösen Werten (Brüderlichkeit, Liebe) der Boden bereitet werden soll,
was im heutigen exemplarischen "Egoismus" vollkommen unmöglich wäre. Wer
heute Romantik sagt, der sagt "Rausch" , "Sinnlichkeit" und "Nebel" und
keinesfalls "Novalis", "Hölderlin" oder gar "Tugend".
Hinzu kommt die
analytische Sehweise heute, die unser Gesichtsfeld enorm eintrübt. Erblicken
wir eine Orgel, so schaltet sich automatisch das "digitale Gen" ein und
zergliedert, zerschnippselt, löst das Instrument auf in Millionen
Einzelteile - wovon man am Ende gar nicht mehr weiß welches dieser "Digits"
denn von Wert sein soll. Anders der Romantiker: er sah auf die Orgel und
"synthetisierte", das heißt, er verknüpfte und verband ihre Widersprüche zu
einer komplexen "Synthese" - die am Ende immer von göttlichem Odem umflort
war. Die Romantik war von einem Willen zur Einheit, zum Weltgeist, zur
Unendlichkeit geprägt, wir heute hingegen sind restlos zersplitterte Digits.
Folge analytischer Schulung, vom Kindergarten an. (gwm)
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| 05.Feb |
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Unit-Orgeln:
seit etwa
1930 fabrizierte die Firma Walcker eine ganz passable Mengen an sogenannten
"Kleinorgeln" die mit 3-4 Grundstimmen 15 bis 30 Register ermöglichten. Nun
tauchen hin und wieder solche Gesellen aus Vor-und Nachkriegstagen auf, weil
man nach Erneuerung der Kontakte diese recht qualitätvoll
gemachten Instrumente gut als Hausorgeln gebrauchen kann. Denn mit 2,40m
Höhe passt dieses Gehäuse in jede Plattenbauwohnung.
Hier ein PDF mit wichtigsten
Informationen. Auch Verwendung fanden diese Orgeln für
besonders kleine Kirchen. Damit lässt sich oft auf zwei Manualen mit Pedal
meist besser musizieren als auf Positiven mit nur 4 Registern.
und so kann das heute aussehen
REDUNDANT PIPE ORGAN M141:
James Corps Orgel aus 1841 I/6
PREISLISTE
der FIRMA WALCKER aus 1881:
das gibt es doch
relativ selten, eine Preisliste eines Orgelbauers, die nun fast über 130
Jahre alt ist. Wir sehen aus dieser Liste einmal einen kompletten Bestand an
Pfeifenregistern der den Kollegen angeboten wird, und man erkennt welches
Pfeifenmaterial zu dieser Zeit überhaupt up-to-date war. Weiterhin
sieht man, ohne die Kaufkraft überhaupt kennen zu müssen, welche
Wertigkeiten damals vorlagen. Ganz allgemein kommt man über diese
Reichsmarkbeträge mit einem Multiplikator von 30 -40 auf etwa heutige
Euro-Wertung. Interessant, dass Walcker hierin noch Pistonbälge zum Kauf
anbot, die doch damals schon ziemlich überholt waren. Ein hoch interessantes
Dokument des Deutschen Orgelbaus der Romantik. Wahrscheinlich die erste
Verkaufsliste im Orgelbau überhaupt.
auf walcker.com sind
inzwischen 8
Orgelbücher vorgestellt, das letzte war "Markus Zepf -Die Freiburger
Praetorius-Orgel", ein Buch, das man einfach gelesen haben muss, wenn man
Orgelbewegung, Barock-Orgel (diesen sonderbarsten aller Orgelbegriffe) und
unsere daraus resultierende heutige Orgelzeit überhaupt verstehen
will. |
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| 02.Feb |
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auf unseren Seiten finden zur Zeit
Umstrukturierungsmaßnahmen statt. So ist es möglich, dass hier und da Seiten
momentan nicht aufgerufen werden können. (bei 6,5 Gigabyte und über
40.000 Dateien sind das alles Lapalien, die kaum in Erscheinung treten, aber
eben auch ihren Zeittribut einfordern) Und für alle, die immer noch
meinen, diese Internetseiten mit einem legeren Click runterladen zu können:
lassen Sie es bleiben, das hat noch keiner geschafft. Weil an geeigneten
Stellen gut geschützte Dateien lauern, die jeden Downloader zum Abbruch
zwingen.
Bundespräsident
Horst Köhler hat das erste bundesdeutsche Staatsoberhaupt
Theodor Heuss
zu dessen 125. Geburtstag geehrt. "Er war nicht nur der erste, sondern der
unvergleichliche Bundespräsident. Er war ein Glücksfall für Deutschland",
sagte Köhler am Samstag in Heuss' Geburtsort Brackenheim bei Heilbronn, wo
dieser am 31. Januar 1884 zur Welt kam. Hier die zwei Briefe, die Theodor
Heuss an Walcker schrieb:
an
die Firma Walcker 1952 an Helene Walcker
1948 zum Ableben Oscar Walckers. Der letzte schließt mit den Worten :
Oscar Walcker wird allen, die ihm nahe standen immer in Erinnerung bleiben,
Theodor Heuss
Redundant Pipe Organ:
Die
Willis Orgel aus
1856/I4 steht unter M0140 zum Verkauf
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| 01.Feb |
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Familiengeschichte:
Heute vor 86 Jahren wurde mein Vater Werner
Walcker-Mayer in Ludwigsburg, Sohn von Hildegard Walcker und Felix
Mayer geboren. Als Enkel Oscar Walckers übernahm er nach dessen Tod die
Firma Walcker. Bis etwa 1970 war die Firma Walcker in Mitteleuropa führendes
Orgel-Industrie-Unternehmen, das den Markt der Nachkriegskirchen rasch und
preisgünstig mit Pfeifenorgeln belieferte. Um 1964 waren im Ludwigsburger
Orgelbau um 320 Personen beschäftigt. Nach 1968 brach der Orgelbaumarkt
radikal ein. Die Umstellungen nach 1970 wurden von Werner Walcker-Mayer in
unterschiedlichen Formen und Gestaltungen vorgenommen. So wurde die
Reduzierung auf zwei und später auf eine große Werkstatt in Deutschland mit
Vor- und Nachteilen belohnt. Ebenso die wirtschaftliche Anbindung an
orgelfremde Fertigungen. Immer darauf bedacht rund 100 Mitarbeitern
einen Arbeitsplatz zu stellen, was heute als großartige Sozialleistung
bewertet wird, war es in den 80er und 90er Jahren und dann besonders nach
Beantragung eines Insolvenzverfahrens ín 1999, für viele leicht diesem Manne
Fehler und falsches Managment unterzujubeln. Im Grunde war er ein zutiefst
vom Orgelbau faszinierter Mensch, der die Auseinandersetzung mit Künstlern
und Technikern liebte. gwm |
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| 31..Jan.09 |
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zu Frankfurt Paulskirche
erhielt ich seit zwei Wochen ganz erhebliches Material zugestellt. Worunter
das von Paul Peeters aus Göteborg zugeschickte Schrifttum zu umfassender
Klärung beiträgt. Man könnte ein ganzes Buch nun über das Thema verfertigen-
wenn das nicht bereits der Fall wäre! Von der Barfüßerkirche zur
Paulskirche, eine Schriftensammlung herausgegeben von Roman Fischer,
2000, beinhaltet eine Schrift "Die Orgeln der Paulskirche" von Hermann
Fischer, die das Thema umfassend darstellt.
Walcker
in Südafrika:
es ist sehr wenig
bekannt, dass Walcker in den frühen 50er Jahren eine ganze Menge Orgeln nach
Südafrika geliefert hat, die dort von SAOB (South-African-Organ-Builders)
aufgestellt und intoniert wurden. Wie haben diese Orgel ausgesehen, hab
ich mich immer wieder gefragt, und kann nun eine stolze Zahl von über 20
Orgelprospekten hier in der PDF
zeigen, die Walcker-Orgeln darstellen, aber man hierzulande als solche nie
zur Kenntnis nahm. Die handschriftlichen Zahlen auf den Blättern stellen die
Opusnummern dar.
Ich, Eberhard Friedrich Walcker,
Orgelbauer von Gottes Gnaden und Auftrag..." -
Die wahre Geschichte
der Frankfurter Paulskirchenorgel (auf unserem EFW_Blog) aus den Worten des
Erbauers. Unverändert von mir abgeschrieben, lediglich von mir markiert,
dass es nur einen 32' geben kann. Und darum dreht sich die ganze Geschichte.
Dr. Roland Eberlein gab mir den Hinweis, dass wahrscheinlich
die große Oktave des 32' nur einmal gebaut wurde, während zwei Fortsetzungen
in 16' beim c, die legeren Registerbezeichnungen zwei offene 32'-
Register ermöglichten, was aber eben auch zu Irritationen führte. Diese
Geschichte ist also nicht neu. Aber völlig neu und bisher nie veröffentlicht
dieses Portrait des Meisters. Das Bild der Ffm-Paulskirchenorgel wurde zur
ersten deutschen Nationalversämmlung 1848 in der Paulskirche gefertigt, war
bei den in Deutschland kostenlosen Informationen zur politischen Bildung
Deckblatt in 1990. Hier war die Orgel zwar stumm, aber eben omnipräsent,
wie ein stiller Zuhörer. Auch das kann Geschichte sein.
Nun klinget wohl ihr Pfeifen all”- Das Klang-Welt-Bild
von Walter Supper
auf unserem AeolineBlog. Nirgendwo kann man das Klangbild der 60er
Jahre besser studieren als an diesen beiden Aufnahmen von Walter Supper,
einmal an der Walcker-Orgel in Fürth und ein weiteres Mal an der
Walcker-Orgel im Ulmer-Münster, die Supper selbst bespielt hat. Wir
haben nicht nur MP3-files eingebracht - dazu noch meinen großen Dank an
Christoph Bremer - sondern auch Entwurf von Walter Supper und Dispositionen
der beiden Orgeln. Bei Ulm ist das in english erfolgt, weil diese Schrift im
NEW YEARBOOK 1970 erschienen, die nicht sehr bekannt ist, und die zeigt, was
Supper an dieser Orgel wichtig war. Ich glaube wir haben hier etwas zum
Verständnis einer schwierigen Zeitepoche beigetragen und hoffe auf viel
Freude beim Hören und Sehen, und vielleicht etwas "Staunen" - für
manchen wird's ein großer Spaß (verschleiert streichende Harfpfeifen)
auch sein.
(ergänzt mit dem Bild "Walter Supper erläutert sein Modell "Ulm" in
Ludwigsburg einigen interessierten Studenten, ca 1966)
Auflösung unseres kleinen Rätsels einen Absatz
weiter unten:
es handelt sich um eine sogenannte "Neobarock-Orgel" - die nach Auffassung
vieler "Kenner" typischer gar nicht sein kann: die Walcker-Orgel
ursprünglich in der Regerstadt Weiden und dort in St. Michael
beheimatet, die jetzt wohl eine richtige "Reger-Orgel" hat.
Das Instrument von
Walcker, Opus 5236, Baujahr 1969, III/41, m-e, wurde aus der
Michael-Kirche in Weiden hinauskomplimentiert, weil man auf dieser Orgel
natürlich nicht mehr spielen konnte - war ja alles schlecht, wie jetzt auch
in Do-Reinoldi. Jetzt steht sie im italienischen Semogo. Ein
befreundeter Orgelliebhaber hat diesen Eintrag* in unseren NEWS 9/2008
gelesen und daraufhin mir die Musik zugängig gemacht:
*NEWS
9.OKT.2008 Die
Walcker-Orgel der St. Michal-Kirche in
Weiden
ist in Semogo wieder aufgebaut worden:
http://www.oberpfalznetz.de/onetz/1585581-118-orgel_schafft_oekumene,1,0.html
http://www.pradella-organi.it/images/all/semogo/semogo.htm und ich
bin überzeugt, dass diese Orgel besser klingt, als jede "Max-Reger-Orgel"gwm.
Heute nun weiß ich, dass die alte Walcker-Orgel nicht nur in guten
italienischen Händen ist, sondern auch, dass manche Organisten, wie der
diese Aufführung spielende Hanns Friedrich Kaiser, sehr wohl wissen, was
diese Instrumente tatsächlich wert sind. Das hört man, und wir sind dankbar
für diese großartigen Aufzeichnungen. Wir sehen auch, dass man nicht
schematisch eine Zeit über einen Kamm scheren darf, sondern, dass sehr wohl
Differenzierungen stattfinden. Die Aufnahme wurde nicht wie unten angesagt,
im Jahre 1969 sondern 1992 aufgezeichnet, also auch hier der Beweis, dass
sich nichts in Schlechte verzogen hat. Wegen möglichen Copyright werden die
MP3-files morgen gelöscht. |
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| 26.Jan 09 |
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auf unserer Bunkorgel-Seite "Reinoldi"
befindet sich ab heute ein erneuter Antrag beim Denkmalsamt, von Christoph
Bremer, der acht Gründe anführt, warum diese Orgel einfach erhalten werden
muss! Eine äußerst feinsinnige und tief empfundene Argumentation, die
ihre Gründe in der historischen Stringenz der neueren Orgelbaugeschichte
sieht und findet.
eine Walcker-Orgel, die vor wenigen Monaten
ihre
Wiederauferstehung gefeiert hat. Hier ist der Beweis welche ausgewogenen
Klänge diese Orgel bereits im Jahre 1969 gehabt hat, als diese
Schallplatte produziert wurde. Jedermann kann sich selbst einen Eindruck
über diesen Orgelklang verschaffen. Heute bleibt es noch ein
Geheimnis, um welche Orgel es sich handelt. Morgen wird das Geheimnis
gelüftet. Hier die Musik:
Ich bin auf Ihre
Reaktion gespannt.
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| 25.Jan.09 |
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Die Pierre Schyven-Orgel in der Catedral von
San José, Bj.1890
wird in diesem Blog
abschließend erläutert mit erklärenden Fotos, mit dem Kostenanschlag von
Pierre Schyven, einer bereinigten Disposition und allen wichtigen Details,
die von meiner Sicht aus zu bemerken sind. Wir werden im Sommer/Herbst
diesen Jahres dort eine Wartung vornehmen und wahrscheinlich rund 3 Wochen
dort nochmals tätig sein.
Die Walcker-Orgel in Cartago-Basilika
Opus 3589
mit III/31, Bj. 1956, die größte Walcker-Orgel in Costa Rica in einer der
schönsten Kirchen ZentralAmerikas. Hier in dieser Kirche finden alljährlich
im August Wallfahrten statt, wo rund 3 Millionen Pilger aus ganz Amerika
sich einfinden. Auf unserem Blog wird die Orgel mit Bilder und Disposition
vorgestellt.
Die Walcker-Hausmitteilungen
(Nr.1-42
von 1949 bis etwa 1971)diese Hefte wurden neu auf unserer Seite organisiert. |
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| 21.Jan.09 |
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Die Walcker-Orgel in Nuestra Señora
de los
Ángeles de Guadalupe /Costa Rica: eine Orgel der "Spätromantik" 1952
gebaut, mit elektropneumatischen Kegelladen, momentan unspielbar. Neu auf
unserem Walcker-Blog. Alle Mixturpfeifen wurden dort entfernt, so radikal
geht man nur in Costa Rica gegen neobarocke Ideen vor.
Suchmaschine Google effizient nutzen:
wer auf unseren
Seiten eine bestimmte Orgel oder Person sucht, ist leider nicht immer gut
beraten die eingebaute Suchmaschine zu nutzen (search im Menü)
besser ist es auf Google.de zu gehen und dort im Suchfeld folgende
Eingabe zu machen : site:walckerorgel.de Oscar Walcker - oder
anstelle Oscar Walcker ein anderes gesuchtes Objekt. Natürlich gilt
dies für alle Internetseiten.
Für site:aeoline.de principal wäre dieses Beispiel. Wer so zum
Beispiel nur *.jpg eingibt, und Bilder-suchen aktiviert bekommt eine Masse
an Orgelbildern über walckerorgel.de geliefert.
google Bilder
Walcker-Serienorgeln: ist das heute alles Mist?
fragen mich
Pfarrer und Organisten nachdem forsche Besserwisser wieder mal ihre
Gutachten verfertigt haben. Hier meine Antwort:
Sehr geehrte Frau E.,
Die Walcker-Orgel nach B... wurde 1966/67 als Opus 49..gebaut. Es handelt sich um
ein sogenanntes „D*-Positiv, einmanualig mit 7 Registern.
Diese Serienorgeln wurden mit Hilfe und
Unterstützung der damaligen Orgelsachverständigen gefertigt und diese
Instrumente haben gerade durch die positive Aufnahme jener Experten ihre
weitreichende Verbreitung in die Kirchen der Nachkriegszeit gefunden. Es
gibt rund 1000 solcher Instrumente von Walcker. Also ist die heute
vorliegende negative Bewertung durch Orgelsachverständige lediglich eine
geänderte Perspektive, die nichts über eine Objektivität aussagt. Denn das,
was die Herren heute sagen, gilt ja morgen nicht mehr. Wir Orgelbauer hingegen
müssen mit unserem Namen zeichnen und Verantwortung über größere Zeiträume
tragen. Die Materialqualität und Fertigungsmethoden
dieser Instrumente sind nicht einheitlich, waren aber auch nie grundsätzlich
schlecht. Außerdem sind diese Orgeln ganz allgemein stabil gegen Heizung-
und Feuchtigkeitseinflüsse. Ihr klangliche Qualität ist auf Grund der Größe
und Pfeifenmensuration (Maßgestaltung) begrenzt.
Für eine Kirche mit rund 260cbm Rauminhalt
würde ich sagen, scheint mir diese Orgel zu klein. Wenn das Instrument aber
nun seit über 40 Jahren seinen Dienst in der Gemeinde tat, ohne dass eine
Einschränkung bemerkt wurde, so ist mir die Logik der weiteren Diskussion
nicht einleuchtend. Nach meinem Verständnis sind diese
Instrumente rein pragmatische Zweck-Instrumente, die keinen erweiterten ästhetischen
Rahmen bieten, aber funktionell für keine Probleme sorgen. Wir haben
mehrere dieser Orgeln in Pflege, in Kirchengemeinden, die völlig mit diesen
Instrumenten zufrieden sind. Die in B.. vorliegende Orgel sollte nicht
erweitert werden, weil die ganze Windanlage äußerst begrenzt ist und dann in
diesem Bereich Probleme auftreten können. Etwas anderes wäre ein Zubau mit
neuer Windlade und Windanlage, was auch schon gemacht wurde. Nach meinen Erfahrungen haben diese Orgeln
heute den gleichen Wert, wie der damalige Kaufwert war. Also für rund
8-10.000,--DM wurde die Orgel gekauft, das entspricht nun rund 5.000,--Euro,
was der Handelswert bei diesen gebrauchten Instrumenten z. Zt. darstellt.
mfg gwm
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| 19.Jan.09 |
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Apkalna spielt Kalejs u.a. auf der Walcker-Orgel in
Riga :
fantastisches Video
43min !! auf
arte francais. TANZ
AUF DER ORGEL - Die lettische Organistin im Dom zu Riga, in der Essener
Philharmonie und beim Kammermusikfest Lockenhaus --Sendung kommt im
deutschen Arte am 20.Jan und 26.Jan jeweils um 6.oo Uhr.
Felix Hell begeistert Publikum auf der restaurierten
Walcker-Orgel
in Lüdenscheid. Der junge Mann war von den Organisatoren der Christuskirche
mit Bedacht eingeladen worden. Erst vor zwei Jahren hatte Hell an der
Walcker-Orgel konzertiert und sein Publikum erfreut, obwohl das Instrument
aus dem Jahr 1902 merkliche und hörbare Schwächen gezeigt hatte. Nun ist die
Restaurierung vollzogen. Mit fast 300 000 Euro war das Instrument aus Zeiten
der deutschen Orgelromantik mit einem schlüssigen Gesamtkonzept zu neuem
Glanz zu erhoben worden. Am Samstag bewies Felix Hell, dass dieses Konzept
passt. Der Klangreichtum, begründet in 36 Registern und vielfältigen
Kopplungsmöglichkeiten der drei Manuale und des Pedals untereinander,
gereicht nun auch den filigransten Werken romantischen Schaffens zur Ehre.
Kirche will Leih-Pfarrer pro Gottesdienst bezahlen,
neues Honorarmodell auch im Saarland. 160 € pro Gottesdienst, 30 € pro
Krankenbesuch. Der Einzug der Händler und Taschendiebe in die Kirchen feiert
seine gesellschaftliche Anpassung ans Tagesgeschehen. Von Christentum
scheint diese Kirche nichts mehr wissen zu wollen, Hauptsache man ist
up-to-date , eingebettet ins wirtschaftlichen Geschehen. Dass hier ein
moderner Ablasshandel wieder eingeführt wird, dass die jungen Theologen,
welche mit neuer und frischer Energie ans Werk gehen sollten, zunächst
einmal zuförderst ans "Geld" denken müssen, dass ein Unternehmen "Kirche",
ein ursprünglicher Freiraum vom Wirtschaftsgeschehen für alle trostsuchenden
Menschen war und sich nun zum effektiven Aktienunternehmen mausert, das
genauso in baldiger Zukunft seine Scherbeln einfordern wird (zwei Tropfen
Weihwasser, eine Hostie, macht genau 3 Euro 20,--) - das jedenfalls
wird ihren geistigen Untergang rapide beschleunigen. Das Entsetzliche ist, wie
wir diese Verarschung Jesu Christi und seiner Lehre hinnehmen, eingebettet
in einem System, das sich keinen Deut mehr um die großartige Gestaltung des
Menschen im Christentum kümmert, sondern nur noch an ihre lächerliche
Funktionstüchtigkeit (ihre Maschine) denkt.
Kleine
Geschichte der modernen, deutschen Orgel
- Bekenntnisse eines
Postmodernisten. Der Rückblick auf das letzte Jahrhundert und auf diese
Moderne Orgel, aus
postmoderner Warte, auf unserer ersten Seite.
"kleine Geschichte", als PDF.
Feedback:
Hallo Herr Walcker, mit großem Interesse habe ich Ihre Ausführungen
zur Modernen Orgel gelesen. Wer hat denn dieses "Ding" je gewollt? Ich kenne
keinen einzigen Organisten. "Die Moderne Orgel und Reger" - auch falsch!
Reger wollte mit dem "orgelbauerhaften - modern" nie etwas zu tun haben, mit
diesen "Patentdümpeln". Und heute? noch schlimmer! Qualitätsorgel =
moderne Orgel, Käsekuchen= moderner Kuchen? Man kommt mit diesem Begriff nur
in negative Bereiche. Postmoderne= Prost Moderne!, eine heimliche Bejahung.
Wir haben nichts überwunden, daher kann es kein Post...- geben (außer der
Postbank, n a c h der Krise). Gruß K.H.
Feedback:
Hallo Herr Walcker, Was aber ist die heutige "moderne" Orgel, sonst ein
post-neobarockes Ding
mit
obligatorische Schleifladen, pseudo- "Werkprinzip" Aufbau mit hängende
Traktur, dazu ein Gamba, ein Schwellkasten und ein Setzer ? Sehen Sie mal
was Kern, Mander, die amerikanischen heute bauen....Einige, wie Casavant
und
Schoenstein probieren ja etwas anders. Das Ergebnis aber lasst noch zu
wünschen. Die Leute auf meine Forum wollen eine 1910 Orgel mit zusätzlichen
ungeraden Mutationen(vor allem Septimen), aber sehr zart intoniert (1). Die
"moderne" Orgel lehnen sie komplett ab. Und das sind die junge Leute wie
Herr Schmitt... P.L.
Von Costa Rica,
dem Land, mit dem mich nun eine besondere Verbindung prägt,
habe ich 6
Bilder bekommen, jeweils 3 Landschaften vor und nach dem Beben. Eine
eindrucksvolle Schau, die zeigt, welche gewaltige Wirkung ein solches
Erdbeben besitzt.
ich halte
Glenn Gould für das größte Genie,
das je ein Tasteninstrument bespielte - aber heute, nachdem ich diesen Satz
von ihm gelesen habe, halte ich ihn auch noch für das größte Genie im
Einblick in die menschliche Orgel-Seele : "die Orgel ist das Instrument des
von Natur aus konservativen Pfeifenkistenklans...*", wie wahr, oh..., wie
wahr! gwm
*Glenn
Gould - Von Bach bis Boulez, München 1986 |
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| 15.Jan.09 |
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Noch bevor es so richtig turbulent in diesem Jahr
losgeht, haben wir
noch rasch den Auftrag zur Generalstimmung in Toccoa/Georgia
erhalten, und damit bin ich doch ganz schön in die US-Historie der letzten
Jahre eingebunden.
Denn als ich am
21.März 2003 in die USA flog, an dem Tag als
der Irak-Krieg begann, um dann zwei Jahre später erneut eine Wartungsarbeit
dort zu verrichten, als dieser Krieg praktisch verloren gegeben wurde, war
nicht abzusehen, welche diametral entgegengesetzte Enwicklungen dieses Land
durchmachen würde, das nach dem II.WK ja immer doch eine große
Projektionsfläche für die Deutschen und ihren Entwicklungen darstellte.
Egal, wie man die USA sieht, es kann von den Entwicklungen auf dem Kontinent
seit den 1920er Jahren, auch denen der Orgel, nicht mehr
unberücksichtigt gesehen werden. Jetzt also "Obama-Land" mit der Auflage
auch für alle Deutschen, sich vor Abflug in die USA per Internet voranmelden
zu müssen. Ich bin mal gespannt. Diese über 50 Register große viermanualige
Orgel hat mir als Vorlage für die Sub-Super-Koppel Gestaltung in Bukarest
gedient. In Bukarest haben wir aber nochmals eine Steigerung eingebracht.
Hier: Orgelportrait Toccoa -
Opus 5926, Dispo, Bilder, als PDF.
Orgelkonzerte im Atheneum Bukarest:
es finden bereits in diesem Monat verschiedene Orgelkonzerte auf unserer neu
gerichteten Orgel im Atheneum statt. Das wichtigste Konzert aber spielt
Dr. Franz Merz am 17.Februar. Programm stellen wir
hier samt Vita als
Pdf-Datei bereit. Dieses Konzert wird live aufgenommen, und falls
die Möglichkeit geboten wird, werden wir eine weitere Aufnahme davon
erstellen lassen mit anschließender CD-Produktion. Zum Einweihungskonzert
haben wir schon eine kleine Orgelfreundestruppe beieinander: am Freitag den
13. gehts morgens via Tarom vom Frankfurter Airport nach Bukarest.
Frankfurt Paulskirche - Die Dispositionen:
neuer Blog auf unserer EFW_Blogseite. Immer wieder, wenn ich ein paar
Stunden daheim Zeit habe und mich mit Papieren Eberhard Friedrichs
beschäftigen kann, dann fällt mir seine Paulskirchenorgel in die Hände und
die dort von mir seit Jahren schon gemachten Vermerke , dass da irgendetwas
nicht stimmen kann. Die von allen Autoren abgeschriebene Disposition
Willibald Gurlitts hat einfach elementare Fehler, die vor allem
in dem einen Punkte gipfeln, dass der legendäre offene 32' im Pedal gleich zweimal aufgeführt ist, was nicht stimmen kann, aber was
brav und bieder überall rezitiert wird. Ich habe mir nun einmal die Mühe
gemacht, die Disposition des Opusbuch 1 und diese Gurlittsche Variante zu
vergleichen - Beide Dispositionen sind nun online, und jeder kann sich
seine eigene Meinung dazu bilden. zu den 32-Füssen gab es mehrere
Stimmen, auch Entrüstungen:
FEEDBACK
I:
Ein interessanter Einwand hierzu kam von einem alten Kollegen, der mir
sagte, dass es doch unverständlich sei, wenn Walcker 1895 einen Umbau der
Frankfurter Paulskirchenorgel vornimmt, dann aber plötzlich den zweiten
vorhandenen offenen 32Fuß im Pedal unterschlägt. Denn kein Orgelbauer würde
doch so ein Register entfernen! - womit er recht hat, denn in dieser
Disposition ist kein zweiter 32' enthalten.
FEEDBACK
II: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Orgelmeister, der sich der
Qualität dieses Tones C 32' erst noch vergewissern möchte, dass er gleich
zwei derartige Register einbaut, die doch gar keinen Sinn haben, weil sie
sich nie in der Klangstärke addieren. Und dazu riskiert er dann zwei 10m
lange Pfeifenregister. Völlig unwahrscheinlich. Ihre Annahme teile ich, dass
es wahrscheinlich der zweite Bass ein offener 16' und der
gedeckte Quintbass 10 2/3 war, die von den "Abschreibern" falsch
interpretiert wurden (offen!)- und dem Orgelmeister wars recht, dass man ihm
etwas mehr Leistung unterschob, was er so eigentlich nicht getan hat. (K.K)
FEEDBACK
III:
Der Contrabaß 32' in der
Paulskirchenorgel ist kein Fehler von Gurlitt. Er findet sich bereits in der
Disposition, welche die Allgemeine Musikalische Zeitung in Jahrgang 35,
1833, S. 679 abgedruckt hat. Ich hänge Ihnen einen Scan dieser Seite an.
Wenn ich richtig sehe, ist dies die früheste erhaltene Aufzeichnung der
Disposition. Der Contrabaß 32' (+ Subbaß offen 32') ist auch in der
Dispositionsaufzeichnung, die Christian Roetzel (1776-1867) in die
Dispositionssammlung der Gebrüder Kleine eingetragen hat (publiziert in:
Franz G. Bullmann, Die rheinischen Orgelbauer Kleine - Roetzel - Nohl, Bd.
II, S. 46; ein Scan hängt an.) Ebenso ist er enthalten in der Disposition,
die Julius Seidel in "Die Orgel und ihr Bau", Breslau 1843, wiedergibt. (Scan
wieder anhängend.). Die Zeitschrift für Instrumentenbau 20, 1899/1900,
bringt auf S. 318-320 eine ca. 1865 angefertigte Abschrift der
Registerzugbeschriftung (samt einer Zeichnung des Spielschranks!). Auch hier
ist Contrabaß 32' und Subbaß 32'
vorhanden.
Die Seiten sind im Internet eingestellt ..............noch eine
kleine Ergänzung, nachdem ich gerade auf ihrer News-Seite die Argumentation
gelesen habe, kein Orgelbauer würde einen 32' entfernen: In der Zeitschrift
für Instrumentenbau 20, 1899/1900, S. 342 gibt es eine Aufstellung der
Veränderungen, darin findet sich folgende Zeile: Pedal: früher zwei 32' (1
offen, 1 gedeckt), jetzt ein 32' akustisch. Demnach müßt der Contrabaß 32'
gedeckt gewesen sein, und beide 32' wurden bei der Verkleinerung der Orgel
von 74 auf 63 Stimmen tatsächlich entfernt!! (R.E.)
ich werde diese
Zeitschriften FFM-Paulskirche betreffen kopieren und als Ergänzung mit den
Anregungen in einem 2.Blog bringen. In jedem Fall scheint nun langsam
klar zu werden, dass man fast 200 Jahre lang immer wieder die falschen
Dispositionsangaben abgeschrieben hat. Außerdem gibt es Mensuraufzeichnungen
zu dieser Orgel in meinem Archiv, was bei viel, viel übriger Zeit einmal
zugezogen werden kann. Es war nur eine Ahnung (das ist zunächst einmal
ein Begriff der >>kein positives Wissen << aussagt - aber immerhin
abgeleitet von A h n e !!) - jetzt könnte es sich zu Wissen verdichten. gwm |
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| 10.Jan.09 |
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Schweres Erdbeben erschüttert Costa Rica
San José - Bei einem Erdbeben in Costa Rica sind mindestens acht Menschen
getötet und an die hundert verletzt worden. 22 Menschen wurden nach Angaben
der Zeitung La Nación am Freitag vermisst. Zentrum des Bebens war in
Alajuela, wo eine größe Walcker-Orgel steht.
Präsident Oscar Arias erklärte: "Heute ist ein Tag der Trauer für unser
Land." |
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| 08.Jan.09 |
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Was aber
ist Neobarock in Italien?
war die Frage eines
Bekannten, der sich nach der Orgellandschaft Italien heute und gestern
erkundigte. Da gibt es eigentlich nur eine Antwort, es war grundsätzlich :
Fernando Germani (1906-1998), Schüler von Bajardi und
spätestens nach dem II.WK auch bei uns einer der bekanntesten Organisten
Europas, der hierzu elementare Vorgaben setzte. Man kann Germani an
dieser einen Disposition grundsätzlich klar erkennen, die er
im reifen Alter von 68 Jahren erstellt hat und unter Ausnutzung vorhandener
Register der Walcker-Orgel in Santa Cecilia, die übrigens Oscar Walcker 1894
aufgestellt hat. In jedem Fall aber ist dies etwas ganz anderes als unsere
hier in Deutschland abgehandelte Klanggestalt von Neobarokko Anfangs der
70er Jahre.
Potpourri:
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Redundant
Pipe Organ M 0139
die
Andrew's, 19/II, 1890, M tracker, P pneum,Frizighall, Bradford URC, steht
zum Verkauf. Instrument wurde zuletzt im Jahre 2007 gestimmt. |
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Redundant Pipe Organ M 0114, Monk
18/II, ca 1920, M pneum, P epneum,
St Luke's Walthamstow, London UK |
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Die Walcker-Orgel Opus 1747, Wildervank,
Holland, gebaut 1913 mit 21 Register, ein typischer Vertreter der
Spätromantik, wird in diesem Orgelportrait - PDF vorgestellt. Mit mehreren
Bildern von Orgel und Spieltisch, da hier erkennbar wird, mit welcher
Ästhetik zur damaligen Zeit gearbeitet wurde. Und natürlich ist die
Disposition lückenlos im Dokument vorhanden - "gestern - und heute". Diese
Orgel ist pneumatisch erhalten. |
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einfache
Lösungen in Sachen historischer Winddruck gibt es offensichtlich nicht.
Die erforderliche Zeit, das Thema gründlich aufzuarbeiten habe ich z.Zt.
nicht. Vielleicht hilft auch ein günstiger Zufall. Für eine maßstäbliche
Abbildung der Foernerschen Windwaage (müsste als Kupferstich zwischen
1680-1800 gedruckt worden sein) biete ich 100 Euro. Laut Auffassung von
einem Orgelbauer, der mit Restaurierungen von G. Silbermann befasst
ist oder war, gibt es nur drei nachweisbare Winddrücke von GS (Freiberg-Jacobikirche,
Rochlitzt und Freiberg, Dom). Wobei ich diese "nachweisbaren" Drücke
extrem vorsichtig behandeln würde. Das Dilemma: wir streben immerzu nach
Objektivität, und wenn man an einer Stelle etwas nachbohrt stellt man
fest, dass alles rundweg "subjektiver Glaube" ist; aber kommt einer aus
der Kirche und redet vom Glauben, wird er frischweg ausgelacht. |
 | Die von
Olivier Messiaen persönlich gespielte Uraufführung von "Livre d'orgue" auf
der Walcker-Orgel in Stuttgart, Villa Berg, wurde mehrfach im Rundfunk
gesendet, ist aber wegen urheberrechtlichen Dingen momentan unzugänglich -
vielleicht auch ein Frage der Zeit bis wir eine Kopie bekommen. |
 | In
Wemmetsweiler/Saarland finden in der ersten Feb. Woche Aufnahmen zu
umfassenden Rheinberger-CD statt. |
 | Die Einweihung
unserer Orgel in Bukarest erfolgt am 17.Feb.09 . Wir werden rund ein Woche
vorher mit Stimmung, Aufnahmen usw. beschäftigt sein. Danach heißt es:
Canberra/Australien, Guatemala, Costa Rica (mehrere Orgeln), Schottland
(eine Hill (1875)- und eine Walcker-Orgel(1904)) und am Ende des Jahres,
wenn etwas Zeit übrig bleibt, Spanien und Süddeutschland.
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 | Wir erwarten
bereits Ende dieses Monats Aufträge für 2011 und 2012 (dazu dann später
mehr) ... In jedem Falle kann uns die Finanzkrise mal... |
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Das Jahr 2008 finden Sie
hier
in folgende Abschnitte
eingeteilt :
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2008 Januar bis März Arbeit in Bukarest |
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2008 März bis Mai |
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2008 Juni bis Sept Ende in Bukarest |
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2008 Okt bis Nov Costa Rica |
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2008 Nov bis Dez Costa Rica |
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