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walckerBlog
04.11.09
aeolineBlog
14.07.09
EFW-Blog 05.11.09
walckerflash.de
02.07.09
orgelbuch
07.10.09
NEWS 2009/04 |
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| 05.Nov. |
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Die Walcker-Orgel Opus 1747 in Wildervank,
Holland, Bj 1913, II/24 neu auf
unserem Blog mit hochinteressanten Fotos, mit sehr gut gespielter Orgelmusik
und Beschreibung verschiedener technischer Details. Ursprünglich war in
Wildervank geplant eine elektrische und eine pneumatische Traktur auf zwei
Spieltischen zu realisieren. Dazu wollte man den alten Spieltisch
pneumatisch belassen und einen neuen Spieltisch, der elektrisch von unten
die Orgel bespielbar macht im Bereich des Altars installieren. So wie es nun
aussieht, ist lediglich die elektrische Variante ausgeführt worden.
Vielleicht aber hat man sich die "Pneumatik" als Option offen gehalten.
Die Eberhard Friedrich Walcker-Orgel Stuttgart-Stiftskirche, Bj 1834-45,
mit mechanischen Kegelladen und dem überaus interessanten Umstand, dass bei
diesem Orgelaufbau, Eberhard Friedrichs Neffe Karl Weigle als
Montageleiter in Stuttgart eingesetzt war, der danach seine eigene Werkstatt
in Stuttgart mit Unterstützung Eberhard Friedrichs gründete. Bereits im
Jahre 1827 war die Werkstätte Eberhard Friedrich Walckers mit der ersten
Ausreinigung dieser Orgel beschäftigt. Dabei waren eingesetzt sein Sohn
Fritz Walcker, sein Schwager Laukhuff und mehrere Gesellen. Wir
sehen also, das diese Orgel für den Deutschen Orgelbau des 18. und 19. JH
von eminenter Bedeutung war. Denn gebaut wurde diese Orgel ursprünglich
wahrscheinlich von Joseph Gabler (1700-1771) oder einem seiner Schüler etwa
1765 nach Vorbild Abteikirchenorgel Weingarten..... ein neuer
Blog auf EFW . Berühmt war diese Orgel auch wegen seinem
monumentalen Spieltisch mit der Doppel-Pedalklaviatur.
Ein Sandkorn
mit etwa
2,5mm Durchmesser hat verursacht, dass ich kürzlich eine längere Reise über
Hahn-Edinburgh-Aviemore-Inveraven hinter mich gebracht habe. Und wie es bei
einer Orgelbauerreise oft der Fall ist, bevor man solch ein Sandkorn nicht
aus den Fängen eines Tonventils befreit hat, das sein Maul unermesslich weit
aufsperrt und für Unruhe in der Orgel sorgt, kommt man kaum in den Genuss
solcherlei Reisen unbeschwert genießen zu können, ohne immerfort an jenes
Sandkorn zu denken. Solch ein Sandkorn kann ein biblisches Symbol sein,
indem man in jenem Mikrokosmos und eingefrorener Zeit von Milliarden von
Jahren die physikalische Unerfassbarkeit der Welt wahrnehmen kann. Dann kann
man sogar als analytischer Einfallspinsel, Alles und Jeden methodisch
musternd, ein Leben in voller Zufriedenheit hinter sich bringen. Oder man
sieht die "unermessliche Tiefe", die über solchen "belangslosen Zeichen"
schweben, und die sagen :"versuche die Deutung hinter der Physik!". Also
dort in jener Ecke, wo das Wort versagt und höchstens noch die Musik das
Phänomen läuternd touchiert. Spätestens beim Rückflug mit Rynair, den
Spiegel in der Hand, und den Artikel "Disneyland für Physiker"
überflogen, schrumpfelt das ganze metaphysische Konstrukt wieder auf ein
neuropsychisches, beinahe schmerzendes Sandkorn zusammen, und wir sind
wieder zurück in die Masse der "Bildschirmbetreiber" gekehrt - die
eigentlich nur Sandkörner kennen, bedeutungslose allerdings. Meere aus
Sandkörnern tun sich auf. |
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| 30.Okt. |
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Oscar Walckers Anleitung
für die
technische Bearbeitung von Taschenladen. neu auf unserem WalckerBlog. Dieses
hochinteressante Dokument wurde von mir abgeschrieben und mit einer
Taschenladentabelle ergänzt. Damit soll gezeigt werden mit welchen recht
umfangreichen Mitteln Oscar Walcker die technische Seite des Betriebes unter
Kontrolle zu halten wusste. Und wie man ebenso aus diesem Text herauslesen
kann, entdeckt man einen sehr ins technische Detail verliebten Chef der
Firma.
unsere
historischen Wurzeln:
Anton Berger und seine
Orgelentwürfe aus
Orgeln Bayerns von 1618-1697 - ein Beitrag von Hermann Fischer und Theodor
Wohnhaas vor etwa 20 Jahren (das Paket ist leider nicht datiert), war aber
mit sieben hervorragenden Stichkopien begleitet, die tiefe Einblicke in die
Orgelgestalt des 17.JH's geben. Berger war kein Orgelbauer sondern
Kupferstecher, der historische Ästhetik erfassen wollte, ohne dabei
stilbildend tätig zu sein (wie alles was heute im Orgelbau geschieht).
In Süddeutschland kann man zwei
grundsätzliche Prospekttypen nach Fischer-Wohnhaas unterscheiden:
a) Der meist 5teilige
Rund-Spitzturm-Typ, der im gesamten mitteleuropäischen Raum seit dem frühen
16.JH verbreitet ist und so auch in Bayern vorkommt.
b) Der bayrisch-österreichische
Fassaden-Typ, der wie eine Renaissance- oder Barockfassade architektonisch
durch Säulen, Pilaster oder ornamental gestaltete Lisenen gegliedert ist,
als Ganzes aber eine Wandfläche bildet, die weder im Grund- noch im Aufriss
gekrümmte Gesimsteile enthält.
Ich habe 6 der Bergerschen
Orgelentwürfe in sehr hoher Auflösung hier eingebracht, die hier
downgeloaded werden können (einfach anclicken). Es sind praktische
Musterbeispiele dieser Zeitepoche. Alle diese Bilder haben zwischen 1,4 und
1,8MByte Dateigröße : BILD02,
BILD03, BILD04,
BILD05, BILD06,
BILD07.
(Gesamtgröße der Bilder: durchschnittliche Homepage eines Orgelbauers=
8,8MB) Auf diesen Bildern kann man gut die Schnitzereien und weitere Details
erkennen. (das in diesem Text eingebaute Bild ist auf reduziertes Webformat
gerichtet und lediglich 75kByte groß. Die hier niedergelegten hoch
aufgelösten Bilder sind exakt auf DINA4 ausgerichtet und eignen sich auch
gut als Dekorationselemente. Der Nachdruck wurde von der Staatsbibliothek
Augsburg gestattet.
REDUNDAND PIPE ORGAN:
James Worden? (1860) mit 7 Register,
The organ was restored by J M Spink, Organ Builder, in 1987.
Recently removed from the church by
Malcolm Spink and stored in his factory.
Hamburger Michel:
es wäre schön gewesen, wenn man solche herausragenden Orgelarbeiten, wie sie
jetzt wieder gemacht wurden von Klais&Späth, in würdigen, der Sache
angemessenen Worte gekleidet hätte. Und nicht, dass man die seit Jahrzehnten
balkenverbiegenden Lügen wieder auf den Tisch gepfeffert hätte. Besonders
peinlich ist dies, wenn solche Dinge vom
Evangelischen Pressedienst in Umlauf gesetzt werden.
Noch einmal gesagt, klar und
deutlich: Die Walcker-Orgel von Oscar Walcker gebaut als Op.1700,
Bj 1912, V/163, wurde noch während des Krieges von Walcker ausgebaut und
war am Ende des Krieges (1945) mindestens zu 2/3 erhalten. Bereits 1946
verhandelte Oscar Walcker mit Hamburger Kirchenleuten, um die Orgel wieder
aufzubauen (Briefe Oscar Walcker liegen vor). Zerstört wurde die Orgel (auch
Prof. Wunderlich bestätigte mir diesen Sachverhalt), erst 1959/60
von dem damaligen Organisten und KMD Friedrich Bihn, der das Instrument für
ein Butterbrot an die Firma Kemper veräußerte, die mit dem Pfeifenmaterial
in Schleswig Holstein mehrere Dorforgeln bestückte. Unter anderen sind
16Füßer in der Kemper-Orgel in St. Jakobi Hamburg enthalten. Diesen
Sachverhalt hat mir unser Orgelbauer Krause, der in Hamburg zu dieser Zeit
bei Kemper beschäftigt war, sehr ausführlich erläutert.
Weitere Seiten zum Thema:
http://www.walckerorgel.de/gewalcker.de/opus1700.htm ,
www.walckerorgel.de/gewalcker.de/Archiv/hamburg-michaelis.htm
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| 25.Okt. |
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Die Braunersche pneumatische Orgel im Tempel zu Pilsen
: ein neuer Blog auf
unserem walckerBlog - der in Zusammenhang mit der römischen Orgel in einer
Synagoge gesehen werden soll. In jedem Fall hat diese Braunersche Orgel eine
hochinteressante Disposition, weist aber leider einen recht desolaten
Zustand auf. Alles zu sehen in bildhaften Formen und kompletter Dispo auf
unserem Blog. Darin ebenso enthalten ein Link auf die Zeitschrift für
Instrumentenbau aus dem Jahre 1893-94, in der, wie mir scheint, das
ganze Szenario der spätromantischen Orgel recht passabel studiert werden
kann. (wurde noch um 18Uhr mit 2 Fotos aus ORGEL INTERNATIONAL 1/1999
ergänzt)
Redundant Pipe Organ:
die Greenfield-Bishop-Organ aus
1910 mit II/5 und erstklassigem Gehäuse- wahre Rarität für 500-1000 Pfund.
Der Wettbewerb um den Bach-Preis
der Stadt
Wiesbaden ist entschieden - Winfried Lichtscheidel wurde
dritter, Szabo Balazs (Klasse Bossert) zweiter,
Anna-Victoria Baltrusch (*1989, Klasse Martin Schmeding) hat gewonnen.
Ausgetragen wurde der Wettbewerb an den beiden Orgeln ((a) Walcker 1911,
(b) Klais 1978) der Lutherkirche Wiesbaden. Mehr Informationen finden Sie unter
http://www.bach-wiesbaden.de/wettbewerb.htm
sehr gut! von
Bayern Klassik gibt es ein Stück (6:18 min) Sendeteil vom Juni 2009,
"Ton Koopman erläutert Bachs Triosonate 6" - aus Starke Stücke -
Meisterwerke der Menschheit (derlei Dinge lässt man sich gegenwärtig als
Podcast aufs Handy schicken)
sehr schlecht!!
wenn Orgelbauer ihr Maß nicht kennen und Orgeln restaurieren, denen sie
nicht gewachsen sind. Wie derzeit passiert in Brüssel-Cambre, wo das komplette
Heer der einheimischen Organisten vor einem in Tränen aufgelösten Heulkasten
saßen, aus dem verunglückte Karg-Elert-Improvisationen das angereiste
Publikum im Nu halbierte, weil es während des Konzerts jeden Zweiten nach
draußen an die frische Luft trieb. Mechanische Schleif-Kleinorgeln sind eben
etwas anderes als Taschenladen. Man hatte es vorausahnend gesehen, sagen
einige Leute,- aber eben das dritte oder vierte Mal, wie ich meine. Schade -
nach solchen "Restaurierungen" ist kein Geld mehr für hundert Jahre in der
Kasse und man hat für diese lange Zeit einen Prototypen der
Unzuverlässigkeit in der Kirche stehen, der viele Hörer zum Schluss kommen
lässt, dass solche Orgeln (Romantik) einfach nichts taugen. (gwm)
Drei CD-Empfehlung:
1. Französische Romantiker am
Spieltisch (Tournemire, Gigout, Dupré, Bonnet, Litaize, Duruflé, Langlais,
Messiaen, Cocherau u.v.w.) 2. Wolfgang Seifen- Improvisationen zu
Advent und Maria (Seifert-Orgel, Kevelar) 3. Christian Schmitt
spielt alle 8 Orgelkonzerte von Franz Xaver Brixi auf der
Balthasar-König-Orgel in Zeltingen. Alles zu finden bei
www.butz-verlag.de
Gibt es noch Hoffnung auf Hoffenheim?
Nach mehrfach geäußerten Zweifeln auf
die konzertante Nutzung der Walckerschen Orgel in Hoffenheim, durch
versierte Organisten, haben wir uns entschlossen eine Anmerkung an den Pfarrer
zu schicken und anzufragen, ob dieses wichtige Instrument aus dem Hause Walcker nun hoffentlich bald wieder als einzige original erhaltene
Eberhard Friedrich Walcker-Orgel einem befriedigendem Zustande entgegen
geführt wird. So schön auch der Umstand beflügeln mag, dass Hoffenheim einen
ansehlichen Platz in der Bundesliga halten kann, so wäre es uns lieber man
erhält diese Orgel für viele interessierte Orgelspieler. Dieser Umstand
würde in hundert Jahren noch angemerkt werden - von dem heutigen Fußball
redet dann kein Mensch mehr.
http://www.ef-walcker.de/lebendigeorgel/hoffenheim/index.html
Kleine Geschichte der modernen deutschen Orgel
- Bekenntnisse eines
Postmodernisten, ein 9seitiges PDF-Dokument, das jeder Orgelliebhaber
gelesen haben sollte. Ein Plädoyer gegen jegliche Dogmatik.
Walter
Supper: Ich setz' den Fall.
Mit drei, vier Sätzen erklärt Walter Supper, warum Elektronien
in der Kirche nichts verloren haben. Er setzt dabei zwei Fälle: den ersten,
wenn es der Elektronienindustrie gelänge, bessere Klänge zu schaffen
als den traditionellen Orgelwerkertechniken, um dann den zweiten zu setzen,
dass dies vergleichbar sei, als würde man einen Schauspieler anstelle des
Priesters in der Kirche tätig werden lassen. Sehr gut argumentiert.
Nur, lieber Walter Supper, was wäre,
wenn sich tatsächlich der Priester mehr und mehr an diesen Klischees
orientierte, weil er damit mit mehr "Clicks" in seiner Gemeinde rechnen
kann. Wenn tatsächlich der Priester zum Schauspieler mutiert, oder gar eine
ganze "YouTube-Gesellschaft" ins "Schauspielerhafte" abdriftet. Also ein
Geschehen, das wir heute schon fast als Normalität empfinden und soetwas
Unerhörtes unser Walter Supper im Juli 1963, als er diesen Beitrag im ARS
ORGANI einbrachte, sich nie hätte vorstellen können. |
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| 21.Okt. |
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Internationaler Wettbewerb für Orgelimprovisation
Leipzig,
kommende Woche Do, 29. Oktober bis So, 1. November
Teilnehmer: Barberino,
Stefano (Italy, Germany) Bosschaart, Wout (Netherlands) Kowalski, Adam
(Poland) Küchler, Sebastian (Germany) Liefting, Geerten (Netherlands)
Liegeon, Samuel (France) Marle-Ouvrard, Baptiste-Florian (France)
/Marquardt, Andreas (Germany) Pöllner, Maximilian (Germany, Austria)
Schleicher, Peter (Germany) Jury: Stefan Engels, Thierry Escaich,
Lionel Rogg, Enjott Schneider, Domenico Tagliente, Jürgen Wolf
Die Dulsanell-Orgel Opus 990
in Orsorno/Chile.Diese Orgel wurde im
Jahr 1902 gebaut und ist bis auf das Pedal fast identisch mit der von uns
restaurierten Orgel in Tomintoul diesen Sommer. Wir haben dazu einen
interessanten Bericht aus dem Süden Chiles erhalten, alles zu finden auf
unserem neuesten Walcker-Blog.
Orgelkonzert an der
Walcker-Orgel Op.2317 aus
1931 in der Erlöserkirche in Ludwigshafen-Gartenstadt am 25.Okt. um 17
Uhr. Es spielt der aus Mannheim stammende Organist Dieter Kreutz
folgende Werke:
1) Georg Friedrich Händel [1685 –
1759],Orgelkonzert Nr. 10 d – moll, op. 7 Nr. 4, Adagio – Allegro – Adagio –
Allegro
2) Johannes Matthias Michel [geboren
1962] , Drei Stücke aus Swing & Jazz – Orgelbüchlein III“ [manualiter]
1.Toccatina in G 2.Melodia Variata
3.Impromptu
3) Ottorino Resphigi [1879 – 1936]
Drei Orgelstücke nach altitalienischen Tänzen für Orgel eingerichtet vom
Interpreten
1. Baletto [Allegro moderato] 2. Siciliana [Andantino] 3. Gagliarda [Allegro
moderato]
4) Jean Langlais [1907 – 1991] Drei
Stücke aus der „Suite Baroque“ [1973] 1.Plein Jeu 2.Flutes
3.Grand Jesu
5)
Felix Mendelssohn - Bartholdy [1809 – 1847] Orgelsonate Nr. 1 fis – moll,
op. 65 Nr. 1 Allegro moderato e serioso – Adagio – Andante Rezitativo
-Allegro assai vivace
Bukarester Orgel CD wird nun
auch vom Verlag, der EDITION MUSIK SÜDOST, München, auf eigener Webseite
gezeigt. Diese CD kann bei uns incl.Verpackung+Portokosten für 10,--€
geordert werden.
gewalcker@t-online.de |
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| 14.Okt. |
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Zurück
aus Rom: in drei Tagen
mehr Verspätungen erlebt (mit Lufthansa und Deutscher Bahn), als im
restlichen Jahr zusammengenommen. In dem ímmerhin vier Kontinente besucht
wurden. All das, was man in Südamerika und Asien einst an Schrecklichkeiten vorgefunden hat,
scheint bei uns nun
Selbstverständlichkeit zu werden: defekte Züge und Flugzeuge, die auf dem
Rücken der Passagiere saniert werden und Saldierung horrender zusätzlicher
Kosten, die das Reisen aus Deutschland zum Luxus herabwürdigen. Ein Grund
mehr sich schnellstens ein iPhon anzuschaffen: um die Verspätungen von Bus,
Bahn und Airplanes immer im rechten Blickwinkel zu haben und sich ggflls
ausgiebig darüber verbal auszulassen. Übrigens gibt es in Rom derzeit keine
einzige Eisverkäuferin mehr, die nicht ständig damit vor der Tür ihrer "Gelatini"
herumhampelt. Links die abgerauchte Malboro, rechter Hand die gefallenen
Aktienkurse Berlusconis auf den "Phoni".
Die Rieger-Orgel in der Synagoge zu Rom,
neuer Blog auf unserer Blogseite. Besuch der größten Synagoge Europas
und Vorschlag zur Sanierung der Riegerorgel aus 1904 (rein pneumatische
Kegellade, II/17), die behelfsmäßig in 1989 repariert wurde. Hier auf unserem Blog
etwas dokumentiert. Rechts ein Foto, der Verf. mit traditioneller "Kippa"
am Spieltisch der Orgel, die sich hinter dem Altar der "Sinagoga" befindet.
Zugang nur unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen. |
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| 10.Okt. |
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Opus
4266 - Walcker-Orgel in Fürfeld.
Ein außergewöhnliches Werk (Bj. 1964, II/14) das mit einem wunderschönen
Klängen aufwartet - aber eben auch ganz in der Tradition der 60er Jahre
gebaut ist. Das heißt: einfache Anlage, Kunststoffwinkel, serielle
Industriefertigung. Man vergisst bei Betrachtung der Instrumente aus dieser
Zeit einen entscheidenden Umstand. Hierzu ein Beispiel: "Ein Pfarrer
schrieb eine Postkarte! im Jahre 1966, in der er eine 12 Register-Orgel
bestellte, aber unter der Voraussetzung, dass diese in 3 Monaten, also vor
Ostern, in seiner Kirche spielbar aufgestellt sein müsse!" Wir geben
noch heute einen Einblick in das Pfeifenwerk und in die technische
Gestaltung dieser Orgel auf unserem Blog. Seit 45 Jahren spielt diese Orgel,
wobei nach Aussage des Pfarrers, immer kurz vor dem Gottesdienst hochgeheizt
würde, keinerlei Ausreinigung und seit rund 10 Jahren keine Hauptstimmung
mehr gemacht wurde. Und dennoch ist das Werk top. Dagegen sollte man erst
einmal Argumente finden.
Tadeusz Machl - polnischer
Komponist,
dessen Bedeutung und Werk noch
lange nicht im Westen angekommen sind. Machl schrieb im Jahre 1979 einen
Brief an die Firma Walcker, der hier veröffentlicht wird. Diesem Brief lagen
zwei Blätter bei, wie man die beiden Orgeln in Idstein und Serrig mit
modernen Registergravuren belegen könne.Hochinteressant! All dies ist
noch nirgendwo gezeigt worden und es ist großartige Idee des hier leider
nicht sehr bekannten Komponisten, die vielleicht doch einmal irgendwo
realisiert werden kann. Auch diesen Beitrag wollen wir noch heute online
bringen.
auf
unserem Blog:
Tadeusz Machl und sein grafisches System angewandt auf Idstein Op.5539
Roma
-
ab morgen geht es wieder für 3 Tage
in die ewige Hauptstadt. Ich werde hier noch im Laufe der nächsten Woche
über meine Reise berichten und mit Sicherheit einige interessante
Orgelfotos- und Beschreibungen mitbringen. |
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| 07.Okt. |
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Joy as church organs are back in action-
im Northern Scott erschien ein Artikel über unsere Arbeit an den
beiden Orgeln aus 1883 (Hill) und 1903 (Walcker). Nach meinen Eindrücken
stellen derartige Maßnahmen in Great Britain eine typische Ausnahme dar, die
im Wesentlichen hier in Tomintoul auf die Initiative des Referent Sven Bjarnason erfolgte. Was
deutlich macht, dass Kultur auch heute immer noch ein Ereignis ist, das von
Einzelnen beackert werden muss. Allerdings ist dann, im entscheidenden
Moment das "Hinterland" gefragt, wenn es um Geld und Solidarität der
Gemeinschaft geht.
Dortmund Reinoldi Zwischenstand:
Telefonat mit dem Denkmalamt in
Dortmund mit dem zuständigen Sachbearbeiter. "Es ist nun hier wie
in der Politik, definitive Antworten über den weiteren Werdegang der Orgel
kann im Angesichte der vielen, beteiligten Sachverständigen und der vielen
verschiedenen Interessen, die in Bezug zu dieser Orgel bestehen, zur Zeit
nicht gemacht werden". Die Arbeit der beteiligten Gruppen wird bis Ende
dieses Jahres/ Anfang nächsten Jahres dauern und dann werden wir auf unseren
Antrag zur Denkmalerhaltung der Walcker-Orgel Op. 3700, III/72 Bj.
1958, definitiven Bescheid erhalten. Da keine Gefahr im Verzuge sei, würde
jetzt auch kein beschleunigtes Verfahren durchgeführt werden.
Es sei noch einmal darauf
hingewiesen, dass vor über einem Jahr die Situation sehr viel einfacher
durch die Brille des Denkmalamtes gesehen wurde. Damals habe ich vom
Denkmalamt erfahren müssen, dass diese Orgel keinen besonderen Wert besäße.
Ganze hervorragende Hilfe haben wir erhalten von Prof. Stockmeier und
anderen Organisten (weltweit - bis Japan). Aber die gründliche,
juristische Aufarbeitung unseres Antrages durch Wolfgang Gourgé hat der
Sache erst den richtigen Schmiss gegeben, und, wie ich meine, die
Ernsthaftigkeit unserer Anliegen deutlich unterstrichen. Es wurden noch aus
anderer Perspektive Anträge eingereicht, worunter besonders ein
saarländischer Organist mit tiefer Orgelkenntnis unsere Argumentation
ergänzte.
Nun also bleibt nichts anderes übrig,
als die verbleibenden zwei, drei Monate abzuwarten, und zu sehen, wie sich
in Deutschland ein ästhetisch unumstrittenes Orgelwerk aus den 50er Jahren
neu definieren lässt. Ich denke in dieser Beziehung auch an ein weiteres
Instrument, dass der größte Orgelkomponist der zweiten Hälfte des 20JH, der
explizit mystisch-katholische Orgelmusik komponierte, und nun an der
"Konzertsaalorgel" in der Villa Berg in Stuttgart seinen Gefallen fand und
hier Livre'd orgue uraufführte: Olivier Messiaen. Das wird natürlich im
schwäbelnden Süden munter verleugnet. Aber nur die wahren Lügen haben
Bestand. Und leider droht auch hier eine "elegante" Art der Verschrottung.
Im Schwabenland, wo ganze Häuserzeilen, die unter Denkmalschutz standen,
abgerissen werden können, hat man wesentlich mehr Erfahrung in solchen
destruktiven Dingen, als in Dortmund. Hier die Seite der Bunkorgel Reinoldi
Dortmund :
www.bunkorgel-reinoldi.walcker.com/
Zur Orgelmusik Olivier Messiaens – Studien zur
Orgelmusik Band 2 – Teil 1
neu auf unserem BuchBlog. Eine etwas unkonventionelle Buchbetrachtung - ich
denke ganz im Sinne Messiaens. Wenn man während einer längeren Autofahrt
tief in ein Buch einsinkt, weil man nicht steuern muss und beträchtliche
Staus das Lesevergnügen ganz erheblich erweitern. Wenn man also diese Musik
liest, und dann noch Gelegenheit hat, am Abend das Gelesene in Musik
wiederum in sich aufzunehmen - dann werden Notizen zu dieser Musik irgendwie
zu Inseln der Glückseligkeit. Also nichts Wichtiges, aber immerhin sind
diese drei Bände aus dem Bautz-Verlag unentbehrliche Ratgeber für Freunde
Messiaenscher Orgelmusik, und einer dieser Bände ist etwas markiert worden. |
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| 01.Okt. |
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Hans Henny Jahnn - buchvermerkt
- neuer Buchblog auf
unserem walcker.com. Warum man auch heute nicht an HHJ vorbeikommt. Und
warum man über Hans Henny Jahnn immer wieder stolpern wird. HHJ hat sich
selbst nie als einen am Orgelbau mit wissenschaftlicher Neugier oder gar
technischer Freude experimentierenden Dilettanten empfunden, sondern er sah
sich schlicht und einfach als "Orgelbauer". Und im wahrsten Sinne des Wortes
war es das auch: einer der um den Glauben ringt und absoluter Wissenschaft
und Technik einen Fußtritt verpasst. Unter Jahnn blüht die Metaphysilk der
Orgel zum letzten Male auf. Bücher von Lipski, Wagner, Hengst, Lewinski und
die einzige komplette Schrift von Hans Henny Jahnn über Orgelbau als PDF (Der Einfluß der Schleifenwindlade auf die Tonbildung der Orgel)
runden diesen größeren Beitrag ab.
Zum 50zigsten Todestag von Hanns Henny Jahnn bringt der NDR am
Samstag ab 20:00Uhr Text-Musikbeiträge zu Hans Henny Jahnn an denen
wesentlich Dr.Thomas Lipski mitgewirkt hat. Auch in MUSIK UND KIRCHE in der
Novemberausgabe erscheint ein Beitrag.
bereits im Keim erstickt: das BDO-Forum,
ohne Wind geht eben nichts. Die
Orgelbauer haben es scheinbar schwerer, im Gegensatz zu manchen Organisten,
Fachdiskussionen offen zur Schau zu tragen. Irgendwie verständlich, weil
Handwerkermethoden sich nicht leicht im öffentlichen Disput zur Schau
stellen lassen. Die Gefahr ist auch gegeben, sich durch Themenwahl oder
Darstellung schnell lächerlich zu machen. Ein durchdachter, gut formulierter
Bericht kostet Zeit, und wird sicher nicht auf schnell dahinplätschernden
Quellen geopfert. Spontanität will geübt sein. Die wenigen guten Beiträge
durch Orgelbauer in ISO oder ARS ORGANI haben Seltenheitswert und sind meist
von der alten Schule eingebracht, die das im Internet heraufziehende
Gewitter eher misstrauisch beäugt, als hier noch eine Chance zu wittern.
Alles Dinge, die man leicht hätte voraussehen können. So aber hat man sich
das Menetekel der "Passivität" und "Interesselosigkeit" umgehängt, was zu
verhindern gewesen wäre, indem man solch ein Forum erst gar nicht platziert
hätte. |
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| 26.Sept. |
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Die heilige Maschine -
zu Albert Schweitzers "Orgelvision"
eine Entgegnung zu Hermann J.Busch`s Artikel "Das heilige
Instrument", Albert Schweitzer und die Orgelkultur des 21.JH. Ich halte
diesen Artikel, der jetzt, nach 2 Jahren im ARS ORGANI erschien, für eine
Zumutung. Dem Adressaten A.Schweitzer unwürdig. Wie alle Rede, die mit
Belanglosigkeiten vollgestopft ist, um Raum und Bauch zu füllen, sie fordert
in der heutigen Zeit einfach den Widerspruch heraus. Und je mehr man sich an
"Idealen" und "Visionen" berauscht, so sollte man doch immer das Einfachste
und Geradlinigste der Orgel vor Augen haben: das über alle Zweifel erhabene
Instrument der Metaphysik.
Heilige
Maschine.PDF
Preisverfall auf dem Orgelbuch-Reprint-Markt
neuer OrgelbuchBlog der
dem derzeitigen, radikalen Preisverfall in den Antiquariaten nachgeht. Das
hat mich heute etwas interessiert, als ein Bekannter mir wehmütig mitteilte,
dass ja Werckmeisters Orgelprobe kaum zugängig für uns normalen Leute
sei. Nun habe ich diesen Band in meiner Bibliothek und immer wieder in der
Hand gehabt. Es ist übrigens der beste Reprint, den ich kenne. Er ist vom
Bärenreiter Verlag 1927 herausgegeben worden und war Eigentum von Heinrich
Walcker, dem Sohn Oscar Walckers. Sehr viel Freude hatte ich mit
Grosse-Wegscheide "Orgelbau-Orgelton + Orgelspiel" (1910, reprintet von
Knuf-Verlag 1985) der mich tief in den spätromantischen Orgelbau begleitete
und den man heute für lächerliche 12 Euro erstehen kann.
Felix Hell,
Baltimore/USA, wird
heute,
Samstag, den 26.09., Gast der Talkshow "Samstagabend" sein. Die Sendung
(SWR 20:15)
beschäftigt sich mit dem Thema "Wunderkinder" , wird von Markus Brock
moderiert und wurde am Montag, den 21.09. in Baden-Baden
produziert/aufgezeichnet.
Redundant Pipe Organs:
Werckmeister Orgelprobe online
auf Sächsisches Landesarchiv Dresden
erster Teil,
zweiter Teil
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| 24.Sept. |
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Rändergesichtig: Wer
Orgelspiel betreibt, vor allem um die heiliger werdende Kuh "Computer" in
kult-melkfähige Zustände zu versetzen, wer also diesen ganzen "maschinalen
Zauber" um Orgel, was ursprünglich Anreize schaffen sollte, als das Ziel
betrachtet, wie es ja auch weiland einige GDNull-Freunde empfohlen haben:
Bach aus der Kirche auszuklinken und in den nihilistischen von Religion
befreiten Raum wie ein frisch geschossenes Hirschgeweih aufzuhängen. Der hat
nicht begriffen, dass das "Suchen und Tasten" einer desorientierten
Technogeneration etwas anderes ist, als die scharfe Kontrastrierung und
Zeichnung dieser Widersprüche von um Wissen ringenden Generationen. Wo auch
irgendwo immer ein Konsens zwischen den großen Schöpfungen vergangener
Kulturen und gegenwärtiger Technozivilisation am Ausgang stehen sollte. Wer
sich mit Leib und Seele in den Digitalismus einbuddelt, auch mit einer Rose
in der Hand, er wird am Ende nicht mehr als ein riesengroßes Pixel in der
anderen Hand zurückbehalten, das in höchstens dumm und dämlich anstrahlt. (gwm)
an der Walcker-Orgel in Althornbach
findet am 1.10.09 um 19Uhr ein Orgelkonzert statt. |
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| 22.Sept. |
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for all
friends who search on walckerorgel.de,
please go on Google and if your request is perhaps "Paul Walcker" then type
in: site:walckerorgel.de Paul Walcker (no distance is
required between site: and walckerorgel.de) now
Google especially searches only in walckerorgel,de and all blogs belonging
to this site. So you can do for example site:aeoline.de Rohrflöte
- and of course all other pages where you want to go to.
Blaupapier - eine Anfrage aus Mexico
ein neuer Blog auf unseren Seiten, der auf eine Rückfrage eines Historikers
aus Mexico zurück geht. Dabei werden zwei interessante Bilder des historisch
interessanten Örgelchens gezeigt, das momentan seiner Erlösung entgegen
sieht. Die Geschichte des Blaupapiers, sie ist in jedem Falle interessant,
weil man heutzutage vom "Papieren" sehr Abstand nimmt, andererseits
Vorstellungen der französischen und deutschen Romantiker zu ignorieren
scheint. Gerne erwarten wir Ergänzungen zum Thema.
Das Orgelwörterbuch -
Organ dictionary - Dictionaire de l'orgue.PDF
- in den
drei Sprachen: Deutsch - English - Francaise- ist immer noch auf unseren
Seiten online, und das seit rund 5 Jahren. Diese 14 Seiten lassen sich
mit dem neuen Adobe-Reader perfekt in der Suchen-Funktion lexikalisch
nutzen. Dies kann ebenfalls, zumindest in english, sehr gut mit dem
Weikersheimer Katalog gemacht werden. Weitere Sprachen: Nederlands, Dansk,
Norge, Espanol, Catalá und Italiano sind im Orgelwörterbuch von Wilfried
Praet enthalten, das man langsam ins Internet übernehmen sollte.
Auf dem ehemaligen Walcker-Areal in Ludwigsburg
werden scheinbar in den
nächsten zwei Jahren Altenheim und Studentenwohnheime gebaut. Ein
hochinteressanter Gag übrigens, typisch Ludwigsburg, ist, dass dort nächstes
Jahr eine Eberhard Friedrich Walcker- Ausstellung geplant ist. Die
mit folgender Präsentation gestartet ist: Eberhard Friedrich Walcker und
seine Orgel in der Ludwigsburger Friedenskirche.. (...), worauf ich mich den
Veranstaltern erklärt habe, dem Projekt materialmäßig und beratungstechnisch
zur Seite zu stehen - da die Ludwigsburger Friedenskirche nicht von EFW
sondern von den Söhnen gebaut wurde. Man scheint die Sache gründlich zu
durchdenken.
Die
Physharmonika des Anton Haeckl -
Erfinder der Phys-Harmonika, zu Wien, 1825. Es sind nicht wenige Anfragen
hier zu durchschlagenden Zungen bei mir dieses Jahr eingegangen, die sehr
oft nach den ursprünglichen Maßen und Bauweisen des Ur-Physharmoniums
gefragt haben. Sei es, dass Zungendicke oder Balganlagen hinterfragt wurden,
oder äußere Gestalt und Umformung bei EFW in Frankfurt.
Für alle diese habe ich mich erstmals
intensiv mit der Sache auseinandergesetzt und im GERHARDT/HENKEL/SCHRAMMEK -
ORGELINSTRUMENTE, HARMONIUMS, VEB DEUTSCHER VERLAG FÜR MUSIK , LEIPZIG 1983,
alle erforderlichen Details über dieses historisch wichtige Instrument
gefunden und in diesem PDF-Dokument zusammengefasst. Und zwar, war
oder ist, im Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig ein
solches Instrument vorhanden, begleitet von weiteren interessanten
Instrumenten, die in einem Katalog, Band 6 zusammengefasst sind, den ich in
meiner Orgelbücherei auffinden konnte.
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Back from Scotland:
seit 4Uhr früh hat unsere Gruppe, bestehend aus Dr.Olivier Schmitt,
Frankreich, Dr. Martin Doll, Luxembourg, Heribert Klein,
Alex und Gerhard Walcker-Mayer, heute die Rückreise über die
schottischen Highlands, vorbei an tausenden von schläfrigen Schafen und
flinken Karnickel, vorbei an Edinburgh, Hahn und so weiter angetreten. Nach
sehr gründlich organisierten Einweihungsfeierlichkeiten in Tomintoul und
Inveraven - beide mit excellenten Orgelkonzerten von Dr. Olivier Schmitt
gespielt und mit dem nun in Schottland legendär gewordenen "Pageturner"
Dr. Martin Doll, was teilweise für tiefgründigen, britischen Humor
sorgte. Parties, Büffetes, Abendessen, small,big and nonsense talkes.
Empfang gab es schließlich bei den
Earls im Schloß Ballindalloch, wo wir über eine Stunde unsere Arbeit bei
Kaffee und Kuchen erklären durften und wo der Schlossherr Olivier Russel
schließlich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass all diese Arbeiten und
Berichte auch über Schottland auf unserer Homepage zu finden sei.
Unverzüglich forderte mich der Chef des McPherson Clans auf, die Homepage zu
zeigen, um sich selbst ein Bild über "unsere Schottland-Darstellungen" zu
machen. Seine Frau, die 6th Baronesse of Ballidalloch und Tochter von Sir Ewan
Macpherson-Grant (urururalter schottischer Adel) hat uns bei dieser
Gelegenheit ausgiebig nach Orgelbau und Orgelmusik befragt.
Dieser schottische Adel nun war
ganz entzückt von dem herrlichen Konzert Olivier Schmitts, bei dem sie
besonderen Wohlgefallen an Louis James Alfred Lefébure-Wély fanden
"Sortie in B flat major". Das Ganze war perfekt organisiert von Sven
Bjarnason, dem Minister der Schottischen Kirche, der damit wahrscheinlich
das erste hochqualifizierte Orgelkonzert in dieser Gegend auf die Beine
stellte, womit ihm an dieser Stelle ganz ausdrücklich gedankt sei.
Ich habe für die Schlossbibliothek
einen extra gefertigten Bildband mit den Orgelarbeiten an die Baronesse
übergeben, was begeistert entgegengenommen wurde, mit der Versicherung es in
die historische Bibliothek aufzunehmen, da es ein wertvolles Zeitdokument
sei.
Wir haben schon im Vorfeld vereinbart
uns jährlich wieder zu treffen und bereits Abmachung getroffen, im nächsten
Jahr den Nordwesten Schottlands gründlich zur Kenntnis zu nehmen. Vor
Weihnachten gar, wird eine erneute Durchsicht beider Orgeln erfolgen.
Sowohl Fisch - wie Jagdpacht wurde
uns von den Russels gratis zugesagt - an der Stelle will Heribert Klein
seine Angel auswerfen, wo Prinz Charles seinen Stammplatz am River Avon, in
unmittelbarer Nähe zum Schloss Ballindalloch, fest reserviert hat - wir sind
gespannt aufs nächste Jahr. Hier mitten auf den Highlands haben wir einen
festen Platz gewonnen....and what a Scotland
we have seen, these last days!! How great thou art!... How great thou
art!
Darstellungen, Bilder und Musikteile
werden in den nächsten Tagen hier gezeigt.
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| 15.Sept. |
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zum Italienischen Principal:
Sehr geehrter Herr Walcker-Mayer, Ihre Ausführungen zu Eberlein und seinem
abruptem Schluss in Sachen "Italienisch Principal" konnte ich folgen. Jedoch
lassen Sie ebenso den Leser im Zweifel, welches denn nun die "realen Maße"
der italienischen Principale sind? (...) mfg SB -- Hierzu habe ich
eine recht ausführliche Darstellung auf unserem WalckerBlog heute gegeben:
deutsche Principal-Mensuren und solche der
italienischen Orgel
und Weiteres sollte aus dem
Italienischen Orgelbau, der mir mehr und mehr sympathischer wird, bekannt
werden. So erfahre ich, dass um das Jahr 1000 ein großer und bekannter
Papst, Sylvester II., Orgelbauer war und nicht unähnlich den heutigen
Orgelbauern, auch Geisterbeschwörer war. Zu seiner Grabstätte in Rom, S.
Giovanni in Laterano, werden wir sicherlich im nächsten Jahr unsere
Wallfahrten machen. In jedem Falle wird hier auf unseren Seiten demnächst
ein umfassendes Bild über den Italienischen Orgelbau dargestellt, wie wir
das bereits mit dem
SPANISCHEN ORGELBAU auf Grundlage des Buches von Rudolf Reuter
gemacht haben.
Sumpfblüten der Erinnerung:
der Künstler Thomas Demand baute die Kufsteiner Walcker-Orgel in
Papier nach und fotografierte das Ganze - morgen im Feuilleton der
Süddeutschen Zeitung mit großartigem Bild der papierenen Orgel und Interview
des Künstlers. Hier wird zum ersten Mal gezeigt: Heldenorgel, die im
Original ein Kriegerdenkmal ist und das nur im Moment der Aufführung
existiert. Demand hat die Orgel und dabei eine komplette Windlade mit allen
Pfeifen in Papier nachgebaut und fotografiert und so ein "ortloses Gedenken"
geschaffen. Orgel, Kriegerdenkmal und Philosophie über den "Gefallenen
Kameraden" der seit 1931 unablässig jeden Mittag um 12 Uhr an dieser Orgel
aufgeführt wurde - nun wird das Ganze zur Touriattraktion umgedeutelt, was
den Künstler veranlasst hat aktiv zu werden- lassen in mir Gedanken
aufkommen wie: irgendwann wird die Orgel nur noch ästhetisch wahrgenommen
als absoluter negativer Pol, der in sich alles Überkommene bündelt, der
überlebte Vergangenheit perfekt symbolisiert. Weil Kunst Heute immer Täter
von Gestern braucht. (gwm) |
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| 14.Sept |
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Italien:
bevor man in den kälteren Norden reist, um noch ein paar schottische
Sonnenstrahlen zu ergattern, eine göthesche Meditation über Italien. Der
Verf. des "Werther" war 1786 in Richtung Hauptstadt der Welt
unterwegs, 5 Jahre nach dem ersten Opus eines anderen Meisters, nämlich
Johann Eberhard Walcker, der sich als Tischler und Orgelbauer in Cannstatt
1780 selbständig gemacht hatte. Vielleicht reiste der Dichter in den
Süden.., jetzt sind wir wieder bei Goethe, um dort jene viel gepriesene
"Objektivität" kennen zu lernen. Etwas Ähnliches schwebte auch mir vor, als
ich vor wenigen Wochen noch in Orvieto war, im herrlichsten gotischen Dom,
den Italien aufbieten kann, um dort ein gigantisches Orgelwerk zu
untersuchen, an dem seit 1588 ununterbrochen gearbeitet wird. Damals hatte
man sich vorgenommen die größte Orgel der Welt zu bauen. Es war Fulgenzi der
Erbauer vor 420 Jahren, zwischen 1625 und 1780 wurde sie mindestens von zehn
Orgelbauern umgebaut und renoviert. Dann schlug 1857 Landucci zu, um 1911
generell von Vegezzi und Bossi erneuert zu werden. Von Pinchi wurde dann
1975 ein neuer Spieltisch samt Elektromechanik für die gesamte Orgel
eingebracht mit neuem Positiv vor dem Orgelgehäuse, das immer noch aus 1588
zu bestehen scheint. Kommen wir nun zurück zu Walcker, der seit 1852 nach
Italien lieferte und besonders Rom im Visier hatte (obwohl bekanntlich
Eberhard Friedrich, seine Söhne und sein berühmterer Enkel Oscar mehr den
Lutheranern Glauben schenkten). Insgesamt hat Walcker bis 1923 genau 288
Register in 17 Orgeln nach Italien geliefert. Davon war die Orgel nach
Neapel ins Sanctuario de Valle de Pompei mit 48 Register das größte Werk
(Op.2017, zwischen den beiden Riesen Reval und Stockholm im Sparjahr 1923
gebaut). Die wichtigste Orgel jedoch war jene in der ACADEMIA DE STA.CECILIA
und die bedeutendste für Oscar Walcker. So auch für uns, weil wird diese von
Tamburini und Germani auf 72 Register hochgepuschte Orgel im nächsten Jahr
herrichten dürfen. Nun haben wir weitere Anfragen aus Rom, weswegen ich
bereits in drei Wochen wieder in die Ewige Hauptstadt der Welt reisen
darf. Da wartet ein ganz besonderes Juwel auf mich. Ja, wen wunderts da,
dass man plötzlich Göthens Italienreise zur Hand nimmt, über
Renaissance und Romanik langsam zu staunen anfängt, als alter
Wald-Himbeer-Gotiker, der nie eigentlich aus diesen Nordwäldern ausbrechen
konnte, und stolz auf seine begrenzte Laubwaldperspektive war. Erst das
Pantheon, dann der Petersdom und gar der von Buonarroti geschaffene
Capitolsplatz zeigen, welche Bauwunder jenseits der Alpen die Welt weit mehr
beeinflusst haben als alle Gotik zusammengenommen. (Und wenn sie dort
unten mal Gotik bauen, dann aber bitte Vorsicht! - siehe Dom)
CD-Empfehlung:
diese CD "Richard
Wagner" von www,aeolus.music.com
hat es in sich.1897 bestellte ein spleeniger Millionär eine
Kathedralorgel bei Cavaillé-Coll. Allabendlich spielte nun dieser Baron
Albert de l'Espée auf diesem 72registrigem Werk "Wagner". Es wurde 1907
durch ein Werk Mutins ersetzt, auf der die Aufnahmen, gespielt von Christoph
Kulmann, her stammen. Klanglich ist es ein ganz herausragendes Orgelwerk,
das mit weichen und satten Zungen bezaubert. Die Streicher, Gamben,
Célesten, die Flöten, die weichen Mixturen, alles das ist allerfeinste
Sahne. Lange muss man suchen, um eine solch fantastische Orgel ebenso gut
aufgenommen und bespielt zu finden. Leider hat man es nicht unterlassen
können auch Wagner-Soprano ausreichend zu Wort kommen zu lassen. Dabei hört
man aber auch, dass die Orgel sehr gut als Begleitung fungieren kann. Selten
einen solch satten, butterweichen 16er Bombardon im Hauptwerk gurgeln
gehört. Unheimlich schön.
Die
Orgelbauer Wegenstein,
haben zunächst in Wien eine Werkstatt eröffnet, um dann 1880 in
Elisabethstadt eine Werkstatt von Carl Leopold Wegenstein (1858-1937) zu
gründen. Ab 1921 nannten sie sich L.Wegenstein &Söhne und bauten vornehmlich
in Ungarn und Rumänien Orgeln aller Art, pneumatische und
elektropneumatische Instrumente. Die Firma war auch vereinzelt mit Walcker
in Geschäftsverbindung. In Rumänien jedenfalls trifft man immer wieder auf
Orgeln von Wegenstein. Um so erstaunter war ich heute ein Fax eines
Orgelbauers Wegenstein zu erhalten, der bis zu seiner Pensionierung bei
Weikersheimer gearbeitet hatte. Hier
ein Artikel über die Wegenstein-Orgel der Basilika zu Maria-Radna,
eine Orgel die jene berühmte, aber nie gebaute, Aristide
Cavaillé--Coll-Orgel für den Petersdom zur optischen Ausgestaltung
verwendete. Links ein Fax vom letzten "Wegenstein - Orgelbaumeister", der
sich noch gut erinnerte an die Walcker-Orgel nach Temeswar, die so gegen
1941 dort abgeliefert wurde.
Der blinde Organist in
Cartago, Basilika an der Walcker-Orgel aus 1957, die nächstes Jahr
von uns gründlich renoviert wird, zeigt,
dass man über die übermenschlichen Kräfte, die solche Organisten zu haben
scheinen, zutiefst verwundert ist, wenn man unvorbereitet darauf trifft.
Natürlich kannten wir hier in Deutschland wahre Professionalisten wie
Förstemann und Walcha, die als blinde Organisten ganze Generationen
beeindruckt haben. Aber das kleine Wunder, nämlich selbst an solch einem
Vorfall beteiligt zu sein, das direkte unmittelbare Erlebnis, das ist doch
etwas anderes. |
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| 08.Sept. |
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Roland Eberlein "Orgelregister, ihre Namen und ihre
Geschichte" -
Buchbesprechung auf unserem orgelbuchblog
Die neu e
Orgel im Großen Musikvereinssaale
erbaut von den Gebr. Rieger in
Jägerndorf als Op.1400 im Jahre 1907, hat mich doch nun sehr interessiert,
wie denn der Neubau damals begründet wurde. Gerade mal 35 Jahre vorher wurde
hier eine Friedrich Ladegast-Orgel eingebaut, von solchen ja alle Welt
(heute) weiß, dass es die besten Qualitäten besitzt. Und ich wurde nicht
enttäuscht. Das Einweihungsheft aus 1907, das ich vor einigen Tagen in Wien
bestellte, wartet mit der selben Argumentation auf, mit der die letzten
hundert Jahre der Abbruch von Orgelwerken aller Art begründet wird. Gleich
auf der ersten Seite geht's also ins Eingemachte: "Seit vielen Jahren
schon wollten und konnten die Klagen über den desolaten Zustand der alten,
von Friedrich Ladegast in Weißenfels im Jahre 1872 erstellten Konzertorgel
nicht verstummen. Für Solozwecke war sie schon lange total unbrauchbar, und
als Begleitinstrument war sie von den Dirigenten der großen Konzerte, den
Orgelspielern, der Kritik beim Publikum als meist störendes Element
gefürchtet." Insgesamt aber ist das Heft eine spannende Sache: mit
Disposition, Bildern von Spieltisch und Orgel, aber auch Merkwürdigkeiten
wie der, dass Gustav Mahler und Bruno Walter als Mitglieder im Orgel-Komitee
saßen, wartet die Schrift mit allerlei technischen Details auf, die einen
klärenden Blick auf die Vorkriegsjahre in Wien werfen. Hier also :
Einweihungsheft Rieger-Orgel in Wien 1907
(1,1MB)
In
Sachen Dortmund Reinoldi
werden wir nächste Woche näheren Bescheid vom Denkmalamt erhalten, dies als
kurzer Zwischenbescheid auf verschiedene Nachfragen, die das Thema nicht
vergessen lassen möchten.
Wo bitte geht's nach "Praetorius"?,
das Landesarchiv BW veröffentlicht Fotos aus den
Einweihungsfeierlichkeiten zur 2. Praetoriusorgel, die bei Walcker als Op
3222 im Jahre 1955 gebaut wurde (diesmal mechanisch mit Schleifladen)
Dank an Holger Fett für den Hinweis.
ab
nächster Woche heißt es wieder "ab nach Schottland",
wo diesmal die beiden von uns restaurierten Orgeln eingeweiht und danach
konzertant genutzt werden. Als besondere Auszeichnung erwartet uns eine
Einladung ins Schloss zu Lady Grant, deren Familie immerhin seit dem 14.JH
dort ihren Sitz hat.
Konzertprogramm
Walcker-Orgel Dulsanell aus 1903
(identisch der Orgel in Tomintoul) in
Burghead, Scotish Church, steht zum Verkauf. Interessenten können
sich Disposition u.a. auf unseren Blogs bezüglich Tomintoul ansehen. Wir
werden dieses Instrument besichtigen und weiter berichten. |
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| 23.Aug. |
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an
einer der größten Orgeln Italiens
sind wir momentan damit beschäftigt eine gründliche Analyse zu
erstellen. Mehr wird nicht verraten. Aber sicher ist es auch einer der
schönsten Flecken in diesem ohnehin mit schönen Bauwerken gesättigtem Lande.
Die Reise hierher war unter den gegebenen Umständen mehr als anstrengend -
aber man wird mehr als genug mit herrlicher Architektur und großartiger
Historie entlohnt. |
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| 22.Aug. |
2:55
morning in Germany,
drinking the first Darjeeling, with the daemon "jetlag" in the neck- looking
out to start with the next plane to Roma |
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Wieder
in Deutschland gelandet:
wobei der stressigste Reiseteil wieder mal die Fahrt mit der Deutschen Bahn
war (wie üblich). Bereits morgen früh um 6Uhr geht es weiter nach Italien
via FFM-Flughafen, wo wir in der Zwischenzeit drei weitere Orgelprojekte
haben. Von Costa Rica erhielt ich sehr viele neue und interessante Infos
über Aktionen der verschiedensten Art. So wird ein
Touristen-Reiseunternehmer in einem Sonderheft über die Orgeln des Landes
schreiben. Wir sind bereits wieder eingeladen für das Festival im nächsten
Jahr und dabei aufgefordert worden, weitere Organisten vorzuschlagen, die
dort spielen sollen, und gut bezahlten Urlaub im Fünf-Sterne am Pazifik
verbringen können. Entscheidente Bewegungen werden nun auch um die Schyven-Orgel in Santo Domingo vermeldet. Sogar im Flugzeug wurde mir
während des Rückfluges von einer Dame Glückwünsche zu den gelungenen
Konzerten in der Catedrale in San José vermeldet, die sie alle besucht
hatte.
So, nun also an alle Costa Ricaner: Dank!! und viel Freude
wächst aufs
nächste Jahr schon, wo wir uns wiedersehen werden im Angesichte des neu
gegründeten Costa Rica- Orgelvereins, dem ich als beratendes Mitglied
angehöre. Es ist ein Irrtum zu glauben, die Welt sei im globalisierten
Zustande ein beliebiges Dorf, das nichts mehr zu bieten habe. Costa Rica
beweist das genaue Gegenteil: Abschaffung des Militärs 1948,mit der Folge,
alle Menschen sind krankenversichert - höchster Medizinstandard in Amerika.
Seit etwa 1998 sind 1/3 des Landes Naturschutzreservate, und nun kommen die
Orgeln.... gwm (bereits wieder am Kofferpacken)
Dear Mr.Walcker: I hope you have a
good trip return to home, and have good remembers from Costa Rica. Thank you
very much for your excelent work, I never saw before concerts like in this
festival. Specially last sunday, with Benjamin Righetti, was very emotive.
And Chacona en Fa menor, from Pachelbel, that plays Guy Wathley, I had like
20 years that not hear, and i don´t know why, but makes me feel the love of
God, thanks for to put it in your website. Was very nice for me to know
Alexander, please give my greetings, and is impressive how much he knows,
and the same good person like his father. I hope to see you both again in a
future, time runs very fast. Good luck, and God bless you. Mauricio Rojas
Lieber Herr Walcker-Mayer, kurz bevor
Ihre Mail einging, hatte ich in die Files des Konzerts hineingehört und war
begeistert. Von dem jungen Mann wird man sicher noch hören. Nachdem ich
verschiedene Schyven-Orgeln in Brüssel kenne, mache ich Ihnen gerne das
Kompliment, dass die von Ihnen restaurierte Orgel wirklich noch so nach
Schyven klingt wie ich diesen Klang von Brüssel insbesondere in St. Boniface
von der damals noch echt originalen Schyven-Orgel in Erinnerung habe. -
Jedenfalls zeigt dies einmal mehr, dass Sie sich feinfühlig in die
Klangvorstellungen ganz verschiedener Orgelbauer hineinzuversetzen vermögen
und diese in deren Sinn wieder zum Klingen bringen können. Leider kennen wir
da ja auch ganz andere Ergebnisse, die man geradezu als Adoptionen
bezeichnen könnte. Man könnte es natürlich auch etwas gröber ausdrücken.
Ich freue mich jedenfalls sehr für
Sie, dass Sie in dem offenbar überaus interessanten Land weitere Arbeiten in
Aussicht haben.
Besonders gut hat sich neben dem in
Belgien gebürtigen César Franck nach meiner Erinnerung auch Boëllmann auf
diesen Orgeln angehört. Die meines Wissens größte und weitgehend original
erhaltene Schyven-Orgel ist in Notre Dame de Laeken, der Grabeskirche der
Könige der Belgier. Im Moment ist dort jeden Sonntag ein Orgelkonzert und
ich habe vor am letzten Augustsonntag dort zu sein um diese früher mehrfach
gehörte Orgel wieder einmal zu hören. Die Besonderheit ist dort, dass man
bei diesen Sonntagsnachmittagskonzerten nicht still sitzen muss, vielmehr
auch in der Kirche herumlaufen darf. (...)Dr. Martin Doll
Unsere
Internetseiten werden in den
nächsten acht Wochen grundlegend neu gestaltet und umfassend "restauriert".
Vorschläge und Mithilfe sind jederzeit willkommen. Spanisch + englisch +
italienisch + französisch übersetzende Fachkräfte sind dringend
gesucht. Auch autonome Teilverwaltung von anderer Seite wäre denkbar. Wir
haben in der Zwischenzeit 20GByte Webspace, woraus man viel machen kann. |
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| 18.Aug |
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Pura
vida! Costa Rica!: was
bleibt nach fast 3wöchigem Aufenthalt in einem Lande, das von vielen
Deutschen und Amerikanern mitleidig belächelt wird, weil es nicht so leicht
in unseren technokratisch durchgestylten Allerweltsalltag hineinpassen will;
und dessen Orgelwelt noch düsterer dargestellt wird von unserer
blankgeputzten Orgelpfeifenweisheit, die sich nun neben der GDNULL im
Internet ein Nest gebaut hat, das man ihrer belanglosen "Mitteltönigkeit"
ohnehin nicht zur Kenntnis nehmen sollte: kein reiner Intervall, alles
beliebig lang und weilig durchgestimmt.
Wer mir hier von Musik reden will,
der scheint von einem anderen Planeten zu reden. Noch besser wäre es zu
sagen: Wenn die Orgeln nun mit den Kirchen ihren langsamen Tod dahinfeiern,
so wäre vom rein ästhetischen Standpunkt "Silentium" das Allerschönste, das
man sich wünschen könnte.
Als stärkste Beleidigung für den
"Orgelbau" empfand ich früher die Sesselakrobaten der Nullfreunde, die
seitenlange Traktate über Holzsplitter oder Rattenkot in Mixturpfeifen
verschreiben konnten, ohne dabei ihre "zum Tode hin" verformten Broca-Zone
der Großhirnrinde überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Die dabei nicht einmal
"rot" wurden, weil sie mit dem Leben direkt mit Aufnahme des Studiums
gebrochen hatten.
Nun heute findet eine ähnlich
Kontradiktion statt mit den sog. "Orgelusern", die sich auf von Orgelbauern
zu Werbezwecken hochgestylten Foren ihre Dauerpsychose von der Seele reden.
Von der Orgel ist nach Abzug ihres neurotischen Impulses nicht ein Gran
Bedeutung mehr übrig.
Was hat mich Costa Rica gelehrt, und
hier vor allem die Organisatoren und die drei teilnehmenden Organisten? Eine
ganze Menge. Besonders überzeugt hat mich die jugendliche Kraft der beiden
jungen Orgelspieler, die glasklare Vorstellungen von Orgelklang haben, und
die beide von einem Element hier in Costa Rica überrascht wurden, das es in
Nordamerika sowenig wie in Europa noch gibt: es ist die ungeheure
Leidenschaften, denen die Costa Ricaner fähig sind, wenn sie gute Orgelmusik
hören, und wenn sie dann ihrer Freude mit emotionaler Begeisterung freien
Lauf lassen.
Selbstverständlich kann ein wenig im
Orgelhören geschulter Eingeborener des Landes kaum rationale Erklärungen
geben, warum ihm das oder jenes Orgelstück gefallen hat - viel weniger als
es ein deutscher Orgelhörer tun kann. Aber er kann unverbildet unterscheiden
zwischen guter und schlechter Orgelmusik, und er wird seiner Freude
unverhohlen Ausdruck geben. Er wird auf dieser Orgelmusik weiterhin bestehen
und ihr nachsuchen. Mit dem Ergebnis, dass hier im Lande bereits im nächsten
Jahr weitere Orgeln hergerichtet werden, weil nun auch die Priesterschaft
die Begeisterung ihrer Gläubigen zu spüren bekommt. Soweit sind wir hier
also nun gekommen. Im nächsten Jahr hat unsere Firma bereits über 4 Monaten
Arbeit hier im Lande. Im Jahr 2011 sind bereits weitere drei Aufträge
avisiert.
Es ist natürlich klar, dass aus
Europa zuerst einmal kritische Töne über die hier gezeigten Konzerte
angemerkt wurden. Weil dort nicht das Aufarbeiten bekannt ist, das man bei
uns zuletzt nach dem II.Weltkrieg vereinzelt pflegte, sondern Orgelerhaltung
spielt sich hier erstens im bürokratischen Rahmen ab, der die Kontrollorgane
vor dem Handwerker dominiert, und zweitens muss es im Gleichschritt mit der
von Wirtschaft und Politik initiierten Konsumpolitik einhergehen. "Pflegen"
im engeren Sinne gibt es bei uns nicht mehr. Denn dann wäre die
"Abwrackprämie" ein politisches Verbrechen.
Ich glaube nicht, dass jemals die
süd- oder mittelamerikanischen Länder Europa ernsthaft wirtschaftlich oder
kulturell in den nächsten Jahrzehnten Paroli bieten werden. Aber ich weiß,
dass in diesen Ländern ein sehr starkes Verlangen nach den alten
Kulturwerten kommen wird, was bei uns aus "technokratischer Kaltblütigkeit"
keinerlei Chance mehr hat. Wir liebäugeln mit "alt" aber meinen ein
verifiziertes "neu", weil uns das Konsumieren als (wirtschaftliches)
Überleben verkauft wird. Aus reinem Sicherheitsdenken her glauben wir das
auch. Tatsächlich aber ist "Konsumieren" das "Verputzen" des Planeten. Die
Costa Ricaner leben mit den Vulkanen und Erdbeben - wir aber ignorieren sie
tanzend auf Vulkanen, die unsere ganze Kultur jeden Moment verschlingen
können.
Insofern werden diese Länder wie
Costa Rica schon aus ihrer ganzen Struktur heraus und besonders auch durch
ihre hohen Anteil an indogenen Bevölkerungsschichten viel rascher abkehren
von dieser Zivilisationskrankheit "Konsum um des Wachstums einer kleinen
Wirtschaftsclicke willen" und dorthin zurückkehren wo Europa 50 Jahre vor
den Weltkriegen stand und wo bekanntlich der Orgelbau geblüht hat. Denn
Costa Rica ist ein kleines Land, das genau weiß wie empfindlich es in seiner
ganzen Ökologie auch durch die Maßlosigkeit Anderer gestört werden kann.
Es ist immer schön aus einem Lande
heimzureisen, wo man eine Menge neuer Freunde kennengelernt hat und wo man
weiß, hier geborgen zu sein. Geborgen zu sein auch in dem Verlangen "die
alte europäische Kultur" unter allen Umständen zu erhalten.
Es wäre schön ein winziges Stück
Costa Rica in Deutschland zu finden - das Land, das mir mehr und mehr
verödet. (gwm) |
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| 16.Aug |
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Benjamin
Righetti, ein neuer Stern
am Himmel des Orgelspiels. Heute spielt Benjamin Righetti in San José an der
Schyven-Orgel. Und wir können davon ausgehen, dass es ein Konzert wird, von
dem hier noch lange geredet wird. Der 27jährige Schweizer hat mich bei den
wenigen Proben, denen ich beiwohnen durfte, restlos davon überzeugt, dass er
einer der ganz großen Orgelinterpreten unserer Zeit sein wird. Hier auf
unserem Foto sehen wir ihn heute morgen in der Hotellobby beim
Ausgleichssport "Klavierspielen", das ich so gut fand, es gleich als
Vorspiel zum Konzert hier zu präsentieren:
Righetti-practising.mp3 . Die Kraft, die ungeheure Präzision, die
Spielfreunde und Begeisterung, die Righetti bei all seinem Hantieren mit der
Orgel äußert, all dies fließt auch über ins Publikum, das dieser Dynamik
nicht entgehen kann. Ich denke wir werden dieses "Jahrhundertkonzert in San
José" in wenigen Stunden hier online haben.
Das Konzert stellt sich wie folgt dar
- (the best organconcert we ever had in Costa Rica, Orlando Vega):
1.
Mendelssohn - Sonata No.3 - Aus tiefer Not MP3
2.
Benjamin Righetti - Regarde vers la Royaume MP3
3.
J.S.Bach - Partita Choral "Sei gegrüsset Jesu Christ" MP3
4.
F.J.Haydn - Rondo: Vivace molto en mi menor Hob. XVI:34 MP3
5.
M.Duruflé - Suite op.5 MP3 !!!
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| 14.Aug |
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Konzert morgen an der Schyven-Orgel - San José:
Heribert Breuer, Berlin aus einem Abendessen
beim Deutschen Botschafter
Dr. Daerr in San José: geladene Gäste waren neben den Orgelbauern
Gerhard und Alexander Walcker-Mayer, Herr Organist Prof. H. Breuer mit
Gattin und weiteren Deutschen, die in San José in Kirchen und Schulen
tätig sind. Ein runder Tisch also mit 12 Personen. Den Botschafter hatte ich
im Dezember während der ersten Aufführung der Orgel in der Kathedrale in San
José kennengelernt, wo unmittelbar eine weitere Kontaktnahme beschlossen
wurde. Das, so meine ich, hat keiner der Beteiligten bereut. Das große
Interesse von Dr. Daerr am Orgelbau hat er bereits in seiner Eigenschaft als
Botschafter in Spanien bekundet, als er in Barcelona den Orgelbauer
Grenzing kennenlernte und dort seine Firma besuchte. Beim späten
Heimgang aus dem Palazzo des Botschafters wurden wir gewahr, dass der
Botschafter ein hervorragender Bildhauer ist, der in seiner Freizeit
großartige Plastiken erstellt, die dort in der Eingangshalle zu sehen sind,
und was uns zeigte, welche tiefes künstlerisches Element hier seine
Wirkungen tut. Also auch uns Orgelbauern so zugute kommt. Während beim
Abendessen, das natürlich stilrein in verschiedenen Gängen, Weinen,
Köstlichkeiten aller Art kredenzt wurde, ausdrücklich nicht brave,
diplomatische Belanglosigkeiten sondern Erfahrungen ausgetauscht wurden, und
am Ende gar diskutiert wurde. Das habe ich bisher selten erlebt und es hat
uns alle irgendwo begeistert. Schuld daran war sicherlich auch der
Orgelbauer der provokativ gleich zu Beginn der Geselligkeiten, "den Glauben
an die Wissenschaften und ihre Axiome, als Vertausch zu den verlustig
gegangenen Glauben an die Religionen" zur Diskussion stellte. Es wurde mir
bestätigt, dass man die Gespräche um Orgelbau und um solcherlei Themen nicht
sehr oft in der Botschaft führe und es als Bereicherung gefunden habe. Wir
werden's nicht messtechnisch nachprüfen können, waren aber von der Art und
Weise angetan. Nun, zum Nachtisch gab es "Geeistes Organensoufflée mit
Koriander, Zimt und Chili, überzogen mit Maracujasirup" und danach viel
"Spirituales", was im großzügigen Garten des Botschafters unter
paradiesischen Abendtemperaturen und einigen Papageienschreien verzehrt
wurde. Ein gelungener, schöner Abend: Deutschland in Mittelamerika. |
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| 11.Aug |
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Vorbereitung für die
weiteren Konzerte auf der
Walcker-Orgel in Grecia und zwei Konzerten am Samstag und
Sonntag auf der Schyven-Orgel durch Prof.Heribert Breuer, Berlin und
Benjamin Rhigetti, Schweiz. Wir berichten hier und zeigen mögliche
Klangfiles. |
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| 10.Aug. |
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Geschafft! - das erste
professionelle Orgelkonzert
in der Kathedrale von San José auf
der historischen Schyven-Orgel wurde heute 14Uhr Ortszeit (22Uhr Germanien)
durch den brillanten Organisten Guy Whatley klar überzeugend
aufgeführt. Die größte Kirche der Stadt war während dem Konzert vollbesetzt.
Alle Bänke waren ausgebucht, dazu auf 50 Stehplätzen wurden rund 540
Konzertbesucher gezählt. Tosender Beifall nach toccata und fuga. Der
Orgelbauer, der während dem ganzen Konzert Blut und Wasser geschwitzt hatte,
wurde mit dem Organisten nach dem Konzert vor an den Altar gebeten und
ebenso wie der Tastenkünstler von Veranstalter und Publikum gefeiert. Das
gibt es selten - aber eben immer wieder in Mittel- und Südamerika.
Nach rund 20 Jahren hat sie sich
wieder zurück gemeldet ins Konzertleben der Stadt, diese Schyven-Orgel aus
1890. Dabei waren viele Hindernisse zu beseitigen, die einesteils innerhalb
der Kirche zu suchen sind, andererseits waren sogar noch zwei Wochen vor
meiner Ankunft in San José wieder unqualifizierte Leute an der Orgel am
Werkeln und haben mindestens 3 Abstrakten dort abgerissen und seltsame
Verstimmungen im Instrument heraufbeschworen.
siehe
auch den Artikel der La Nacion zu diesem Konzert
Hier nun MP3 Stücke aus dem heutigen
Konzert in der Kathedrale San José - Costa Rica, gespielt GUY WHATLEY
1. D.Buxtehude - Preludio, fuga y
chancona en do mayor, BuxWV 137 - MP3
2. Händel - Concierto op.7 No.4 MP3
3. Gutierrez (Costa Rica) -
Revenier pour orgue MP3
4. Conceicao - Batalha de 5 tom
MP3
5. J.Pachelbel - Chacona en fa
menor MP3
6. JS.Bach -Fantasie
G-Dur "Pièce d'Orgue" BWV 572
Internetseite von Dr. Guy Whatley:
www.guywhatley.com |
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| 09.Aug. |
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Die Manualtrakturen der Schyven-Orgel
(unter besonderer
Berücksichtigung ihrer Barkerhebel) wird in unserem neuen WalckerBlog
erläutert. An diesem Objekt habe ich die meiste Arbeitszeit verbracht- und
daher mir Mühe gegeben diese Sache etwas genauer zu erläutern. In
jedem Falle ist der Barkerhebel nicht so einfach, wie er immer wieder
dargestellt wird, denn mit dem Barkerhebel werden mehr als die Ventile eines
Werkes bewegt, wie man sich bei dieser Darstellung leicht überzeugen kann.
Heute nun sind wir gegen 17Uhr fertig geworden mit unserer Arbeit für das
morgige Konzert des Herrn Guy Whatley GB + USA, der sich beim heutigen Üben
sehr zufrieden über den Zustand der Orgel gezeigt hat. Ich hoffe wir können
morgen abend (was in Deutschland immer 8 Stunden später ist) einige gute
Stücke hier in MP3-Form zeigen. |
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| 06.Aug. |
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als eine
herausragende, bedeutende
und vor allem für us-amerikanische Organisten ungeheuer wichtige Orgel
Amerikas hat heute der anglo-amerikanische Organist Guy Whatley die
Schyven-Orgel in San José während einer ersten Probe bezeichnet. Im
nachfolgenden Interview mit den Reportern des La Nacion kannte seine
Begeisterung über diese Orgel kaum noch Grenzen. Es wäre sehr gut möglich
für Nordamerikaner, die kaum solche deutsch-franko-romantische Orgeln
kennen, laufend Festivals an dieser Orgel abzuhalten - in jedem Falle
wird das Interesse an dieser und anderen Orgeln Costa Ricas gewaltige
Resonanzen in den USA hervorrufen, so Whatley. Diese Einschätzung Whatleys,
von der ich selbst überrascht wurde, wird in den nächsten Tagen unter
Veranstalter und Organisten weiter diskutiert werden. Wir werden das Konzert
von Guy Whatley am Sonntag aufzeichnen und hier zeigen. Ich halte ihn für
einen ganz hervorragenden Orgelspieler.
LINK
zur heutigen Nación mit Interview von Guy Whatley
Über Transmissionen in der mech. Schleifladenorgel
in San José von Pierre
Schyven. Gezeigt wird ein offener Stock der die Funktionsweise dieses
hoch interessanten Systems von Schyven offenbart. Es ist mir aber in der
Zwischenzeit klar geworden, dass man mit dieser Art der Ökonomie einen
gewaltigen Preis zahlen muss, nämlich den Ausbau von erheblichen
Pfeifenmaterials, um das Instrument überhaupt halbwegs stimmen zu können.
Wir werden wenig über die klanglichen Fähigkeiten dieser Orgel berichten
können, weil es einfach viel zu laut um und in der Kathedrale hergeht. Aber
über diese spezielle Technik, da bin ich mir sicher, hat es sich Schyven
sehr, sehr schwer gemacht um an Cavaillé aufzuschliessen. Dazu kommen einige
Mängel in der Konstruktion der Mechanik, die allerdings handwerklich
hervorragend gebaut ist.
Einladung
zu einem Essen mit dem
Botschafter Deutschlands in Costa Rica. Mit Freude haben wir heute zur
Kenntnis genommen in einer Woche beim Deutschen Botschafter eingeladen
worden zu sein. Ja, hier in Costa Rica, da gehen die Uhren etwas anders als
in Germanien. Auch im repräsentativen Konzertkatalog, wo eigentlich nur die
ausführenden Künstler und Interpreten aufgeführt sind, hat man den
Orgelbauer mit Vita und Bild eingebracht. Ganz zu schweigen, dass man uns
ins beste Hotel der Stadt gesteckt hat, Vollpension natürlich, und das drei
Wochen lang, was man sonst eigentlich so gar nicht kennt. Ein Grund, warum
man sich immer freut in dieses schöne, ausgeruhte, herrliche Land
kommen zu dürfen. |
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| 03.Aug. |
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The
CostaRican organexpert Orlando and Bosco
discussing the matter in face of the Volcano
Poás. In Costa Rica gibt es sicherlich keine Organexperten, wie wir sie in
Deutschland kennen, aber es gibt dafür heissblütige Orgelfreunde und in
Orgelmusik verliebte Fans, die alles für ihre Orgeln im Lande tun würden -
und so führte unser Weg uns heute an den berühmtesten aller Vulkane des
Landes, um den offenen 64Fuss (der hier allerdings in der Tat 2540 m lang
ist) des Berges zu höhren und der nur selten sein Gesicht zeigt, wobei die
Diskussion um die Orgeln des Landes und sonstwo in aller Welt kein Ende zu
nehmen schien. Auch mein vorletzter Besuch in Costa Rica wurde gebührend mit
einem Vulkan (Irazu) in einem Video verfestigt und das mit Musik von Max
Reger immer noch auf walckerflash zu sehen ist. |
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| 02.Aug. |
Die Walcker-Orgel Opus 436
aus 1883 in Althornbach - mit
interessanten Bildern und Dispo auf unserem Walcker-Blog
vom
Spieltisch der Schyven-Orgel
in der Catedral von San José
habe ich für Organisten zur Vorbereitung ihrer Konzerte ein Blatt gemacht,
dass auch hier zur Verfügung gestellt wird. Hier ist also die Anlage des
Spieltisches mit Disposition übersichtlich erfasst. |
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| 01.Aug. |
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Die Walcker-Orgel in Dolorosa/San José
aus 1925 birgt einige
interessante Eigenschaften, wobei wohl der Umstand, dass es sich um eine
mechanische Kegellade handelt, der wichtigste Part ist. Diese Orgel ist mit
reichlich ausgestattetem Fotomaterial auf unserem WalckerBlog beschrieben.
erste
Neuigkeiten aus Costa Rica:
gestern abend besuchten wir noch die
Kirche Santa Dolorosa 300 m hinter der Kathedrale von San José, wo seit
über 40!! Jahren die Walcker-Orgel Op. 2090 schweigt. Dieses Instrument
zeichnet sich durch Besonderheiten aus, die heute abend in unserem ersten
Blog aus Costa Rica erläutert werden.
Auf der von mir wieder hergerichteten
Schyven-Orgel in der Catedral von San José werden während dem XIX FESTIVAL
DE MUSICA, das durch die Firma CREDOMATIC u.a. gesponsert wird, insgesamt 4
Konzerte aufgeführt von Organisten aus 3 Ländern: Benjamin Righetti-
Schweiz, Guy Whatley-Großbritannien, Heribert Breuer -Berlin. Daneben finden
verschiedene kleine Recitels statt. Außerdem werden auch an zwei
weiteren Orgeln, ebenfalls von mir im Jahre 2007 hergerichtet, Konzerte
aufgeführt. Und zwar an der Walcker-Orgel in La Merced (Bj 1886) und an der
Walcker-Orgel in Don Bosco (Bj 1954). Von Credomatic wurde ebenfalls die
kompletten Hotelkosten samt Verpflegung übernommen. Dazu, wie wir jetzt
sehen auch Ausflugsfahrten hinaus ins Land. Das, so sagen sich die
Orgelbauer, lassen wir uns gerne zeigen.
Erste
Reaktionen auf unsere Bukarester CD, bespielt von Franz Metz:
Sehr geehrter Herr Walcker, Ich habe
die CD von Franz Metz bekommen, die in Bukarest aufgenommen ist. Vielen
Dank. Die Orgel klingt hier sehr gut. Ich habe die Stücke der rumänischen
Komponisten sehr gern. Ich habe etwas weniger sein "Grande Pièce symphonique"
gern, das ich völlig anders sehe (aber glücklicherweise, dass es
unterschiedliche Auffassungen gibt!). Ich bin sehr ungeduldig, diese sehr
schöne Orgel zu spielen! ... Olivier Schmitt
sehr gespannt war ich auf Michael
Schultheisens Meinung, weil wir zusammen ja unsere erste CD in Nieder-Roden
an der Schlimbach-Orgel gemacht hatten:
Hallo Herr Walcker, herzlichen Dank für die tolle CD aus Bukarest!
So eine Dispo hätte ich bei uns in Matthias auch gerne. ;-)
Immer wieder beeindruckend, was es für begnadete Musiker gibt,
die so ein Konzert quasi in Aufnahmequalität "herunterspielen".
Da kann man als Vorstadtorganist nur blass werden. Viele Grüße
Michael Schultheis
Sehr
geehrter Herr Walcker-M.,
vielen herzlichen Dank für die Zusendung der CD mit der Live-Aufnahme des
Konzerts von F. Metz in der Bukarester Philharmonie.
Es war eine tolle Überraschung!
Durch meine Kindheit und Jugend in Bukarest und die vielen
Unterrichts- und Übungsstunden
bei Prof. Lidia Sumnevici
an der
„kleinen Schwester“ der Orgel in der Bukarester Evangelischen Kirche
ist mir die
übersichtliche
Orgelszene
in Bukarest wohl vertraut. Auch die Orgel im Athenäum ist mir
gut bekannt, häufiger war ich bei Wartungs- und Reparaturarbeiten durch Hr.
Sandu Ionescu und
Hr. Schiopescu mit dabei hinter
dem Prospekt und
war
u.a.
fasziniert von der altertümlichen, gleichwohl imposanten Elektrik dieses
Instruments. Ich kann mir gut vorstellen, welche enorme Arbeit
dahintersteckt, das alles auf den heutigen Stand zu bringen.
Es war mir ein großes Vergnügen, den runden und doch kraftvollen
„neuen Klang“ dieses
nun auch schon 70-jährigen
Instruments in der Interpretation von F. Metz, den
ich ebenfalls aus dessen Studientagen in Bukarest kenne,
nun auf CD ins
Wohnzimmer holen zu können.
Haben sie nochmals vielen Dank; mit den besten Wünschen für Ihre weitere
Arbeit irgendwo in der weiten Welt verbleibe ich
Mit freundlichen Grüssen aus Berlin
Wolfgang Ambrosi |
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2009 Jan-April
2009 April-Juni
2009 Juni-Aug |
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Das Jahr 2008 finden Sie
hier:
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2008 Januar bis März Arbeit in Bukarest |
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2008 März bis Mai |
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2008 Juni bis Sept Ende in Bukarest |
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2008 Okt bis Nov Costa Rica |
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2008 Nov bis Dez Costa Rica |
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