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NIEDER-RODEN - ST. MATTHIAS  

Schlimbachorgel von 1900

Restaurierungsbericht von Gerhard Walcker-Mayer Mai 2001

4. Windladen, Orgelanlage

 

Diese Grafik stellt im oberen Bereich einen Schnitt durch die Orgel dar, mit Verlauf der Registerstellung auf den Windladen. Außerdem kann teilweise die Funktion der Mechanik nachvollzogen werden.

Interessant ist der Pfeifenablauf der Hauptwerkwindlade mit nicht nachzuvollziehendem Bruch der C-Seite und Einfügen des cs0. Dies kann beim Stimmen  ärgerlich sein.

 

In dieser Zeichnung wird eine aufgeschnittene, mechanische Kegellade gezeigt. Diese Form der Kegellade wurde von Eberhard Friedrich Walcker entwickelt und wurde von Ausnahmen abgesehen in Deutschland um die Jahrhundertwende 19. – 20.Jahrhundert von den meisten Orgelbauern gefertigt. Der Vorteil dieses Windladensystems ist, dass die Register besser in sich verschmelzen und additiv in Lautstärke miteinander gehandhabt werden können. Homophones, romantisches Orgelspiel wird hier unterstützt, während bei der Schleiflade das polyphone Spiel mehr Vorzüge aufweist.

 

Die Kegellade im Hauptwerk, man erkennt Risse im Eichenholz direkt an linken Kegel. Diese Risse haben wir durchweg mit Warmleim zugeleimt. Es handelt sich meines Erachtens um Heizungsschäden. Während der Arbeiten haben wir in 60-80 Minuten einen Temperaturzuwachs von bis zu 12 Grad Celsius an der HW-Lade gemessen. Das weiße Tuch ist übrigens ein Moltonstoff der sich fantastisch erhalten hat und hervorragend abdichtet.

 

oben : Kegel

links: die Windlade des Hauptwerks mit geöffneten Registerkanzellen von Mixtur und Oktave 2’

Im vorderen Bereich erkennt man die vorzügliche Konstruktion von Schlimbach : Selbst bei eingebauten Pfeifenwerk kann man durch diese Klappen an die Kegel und eventuelle Schmutzpartikel dort beseitigen.

 

Windlade des HW linke Seite , unten rechte Seite, mit entferntem Prospektstock, wo der Holzwurmbefall etwas größer war als sonst. An den Windladen haben wir eigentlich nur bei splintigem Holz Befall festgestellt.

Die Prospektstöcke sind relativ schwierig ein- und auszubauen.

 

 

 

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