aus den Büchern gwm letztes update : 29.03.08

ORGELBUCHLISTE 01 mit 125 Titel / 9.8.03

Die Fachbücher, welche nicht mehr erhältlich sind werden innerhalb Deutschlands gegen Erstattung der Portokosten für Kopierzwecke ausgeliehen. Wir haben etwa 4-500 Bücher über das Thema Orgel, die i.L. der Zeit hier dargestellt werden

 
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Dr. Hans Kayser "Akroasis - Die Lehre von der Harmonik der Welt" 

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Die Entwicklungsgeschichte der Orgelbaukunst von Emile Rupp

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Christhard Mahrenholz "Die Orgelregister, Ihre Geschichte und Ihr Bau

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Syntagma von Michael Praetorius - Von den Instrumenten 

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Der kommende Gott, von Heinrich Rombach

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Eberhard Friedrich Walcker, Ferdinand Moosmann und Rudi Schäfer

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Walcker-Hausmitteilungen 1-42, von 1949 bis etwa 1972

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Die moderne Orgel, in wissenschftl. Beleuchtung, von Karl Lehr 1912

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Theorie  und Praxis des Orgelpfeifenklanges - von Joseph Goebel

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Romano Guardini "Das Ende der Neuzeit"

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Die Einheit von Kosmos, Atom und Geist - Häberli

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Ungleichheit : Vom Uratom zum Kosmos - Theodor Soucek

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Martin Herchenröder  "György Ligetis Orgelwerke"

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Wolfgang Burde "György Ligeti" eine Monographie

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Hans Joachim Mosers " Orgelromantik"

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Rainer Maria Rilke "Gedichte"

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Klaus Peter Richter "Soviel Musik war nie"

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Klaus Könner "Der Süddeutsche Orgelprospekt des 18.Jahrhunderts"

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Bodo Kühn "Das Werk.." Roman über den Orgelbauer Gottf. Silbermann

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Albrecht Schöne "Goethes Farbentheologie"

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Carl Dahlhaus "Klassische und romantische Musikästhetik"

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Ernst Krenek "Im Atem der Zeit" Autobiographie des Komponisten im 20.Jahrhundert

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Fanny Hensel "Tagebücher" (Schwester von Felix Mendelssohn-Bartholdy)

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Nikolai Gogol "Die Toten Seelen"

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Hans Hellsten "Instrumentes drotting - Orgelns historia och teknik"

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Rüdiger Safranski "Schopenhauer" - "Ein Meister aus Deutschland" - "Nietzsche"

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Dieter Hattrup "Die Wirklichkeitsfalle"

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Stephen Hawkings "Das Universum in der Nußschale"

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Arundha Roy "Die Politik der Macht"

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Arundha Roy "Der Gott der kleinen Dinge"

 

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Dr. Hans Kayser "Akroasis - Die Lehre von der Harmonik der Welt" halte ich für das wichtigste Buch für alle jene, welche an der Harmonik dieser Welt festhalten und schaffen wollen. Akroasis heisst Weltanhörung im Gegensatz zu Aisthesis, der Weltanschauung. Kayser erläutert in diesem hervorragendem Werk die grundlegende Esoterik der phytagoräischen Denkweise, er erläutert die Welt der Antike, die so eng an die harmonikalen "hörbaren Zahlen" des Monochords orientiert war. Hier in griechischem Lichte, wo Musik - Logos - Mathematik eingeschmolzen waren und sich in der späteren "Ideenlehre" des Platon wieder finden sollten, war Harmonik, Maß und Selbstfindung natürlich eins. Wer die Tafel dieses pythagoräischen Grunddiagramms aufzeichnet und durchforscht, der kommt mit dem Grundklang der Welt in Berührung, so wie Kepler, so wie alle die Renaissencekünstler und zuletzt Hans Henny Jahnn. Am Schlusse des Buches fragt man sich " Wo und wie geht es weiter, wo sind die postmodernen Ansatzpunkte, wo wird diese *neue Lehre* der Harmonik weitergesponnen, oder gibt es so wenig Interesse diesem "so griechischen" Stoffe gegenüber?" 

Die beste Methode dieses Buch durchzuarbeiten ist: kaufen Sie sich ein Monochord und machen Sie Experimente wie dies vor 2500 Jahren Pythagoras gemacht hat. Hören Sie sich den "Goldenen Schnitt" an oder hören Sie, dass es noch zwischen Quinte und Quarte unendlich viele Intervalle zu durchforsten gibt, für die wir keine Namen haben, weil wir Narren sind.[gwm]

 

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"Die Entwicklungsgeschichte der Orgelbaukunst von Emile Rupp" ist einer der wenigen Klassiker der deutschsprachigen Orgelliteratur. Rupp ist einem als Leser ad hoc sympathisch. Kein hohles Gerede, oder abgeschriebene Geschichten, sondern tief durchdachte Argumentation, aber auch fanatische Ansichten der ersten Stunden der Orgelbewegung erfreuen und beleben oder verführen zum Lächeln. Rupp ist Intellektueller, dessen Argumentation immer schlüssig, manchmal sogar verführerisch, selten trügerisch ist. Was Rupp will ist, dass der Leser sich sein Denken und seine Ansichten erarbeitet oder sich selbständig mit seinen Gedanken auseinandersetzt - dies macht ihn ehrlich aber auch unbequem -  durch jede Seite dringt es : hast du diese Dispositionstechnik nicht verstanden, so arbeite sie noch einmal durch. Schön sind solche Passagen : Als ich neulich an einem Bachabend den cantus firmus eines Choralvorspiels mit folgender Registrierung: 

S: Viola di Gamba 8, Flageolet 2, Nasard 2 2/3

P: Quintatön 8, Gemshorn 4, Doublette 2, Terzflöte 1 3/5

H: Rohrflöte 4

S.H. p: Bourdon 16, Violoncell 8

auf P.S. die Begleitung auf H.S. spielte, wurde ich von sachkundiger Seite nach der "wunderschönen Solozungenstimme" gefragt, die sich dann zur großen Überraschung der Fragesteller als eine Labiale Mischung obertonreicher Grundstimmen und grundtöniger Einzelaliquote herausstellte.

Seine Hasstiraden gegen Weiglesche Hochdruckstimmen und der verdummenden "Verfallszeit" des deutschen Orgelbaus nimmt man Rupp weniger übel, da sie ausgiebig begründet werden. Von Vogler jedenfalls schwärmt Rupp, der das Echte und Wahre tatsächlich unterscheiden kann. Dieses Buch ist eine große Bereicherung für jeden Orgelfreund -  man sollte es wieder auflegen.

 

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Christhard Mahrenholz "Die Orgelregister, Ihre Geschichte und Ihr Bau", ein weiterer Klassiker, den ich fast schon als die Bibel bei der Dispositionsgestaltung oder Klangausrichtung jeglicher Orgelgestaltung bezeichnen möchte. Mahrenholz ist mir in jungen Jahren durch das kleine Buch "Die neue Orgel in der St. Marienkirche zu Göttingen" zu höchster Bedeutung geworden. Das Buch erschien 1926 und hat mir mit den darin enthaltenen Aufsätzen reinstes Licht in der Gestaltung von Dispositionen, Mixturenaufbau und Klangaufbau der Orgel eingegossen, so dass ich mich nach weiterer Lektüre des Verfassers umsah und dabei auf das Grundwerk aufmerksam wurde. Durch Zufall sollte ich zwei Ausgaben dieses Buches bekommen; ein Buch steht immer da, wo ich gerade arbeite. Auch Mahrenholz weist wie Rupp auf das Wesentliche hin, nämlich sich das Verständnis der Klänge und Bauformen  zu erarbeiten, praktisch und handwerklich. Der Leitfaden, den er schrieb sollte helfen dieses Unterfangen zu geleiten, nicht mehr.

 

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Syntagma von Michael Praetorius - Von den Instrumenten . Diese Ausgabe ist Oscar Walckers Ausgabe, die er zum Bau der Praetoriusorgel als Grundlage verwendete. Wenn man sich einmal über die ungewohnte altdeutsche Sprache hinweggeschwungen hat, wird das Lesen zur Freude : Man nimmt einen aus tiefem Herzen hervorsprudelnden Michael Praetorius wahr, der Elementares zu sagen hat, und das heute noch nach 450 Jahren.  Und darinnen  finde ich auch noch einen Kassenzettel von Gebr. Lotter von 1952, der mir besagt, dass man auch noch für die zweite Praetoriusorgel das Buch wieder herangezogen hat (Vielleicht benutzt man es sogar bei der dritten ?)

EFW_Moosm.jpg (27488 Byte) Eberhard Friedrich Walcker von Ferdinand Moosmann und Rudi Schäfer wurde anläßlich des 200sten Geburtstages des Meisters verfasst und verlegt. Das grüne Buch mit der schrecklichen Leimbindung ist mir zu einem wichtigen Wegbegleiter geworden. Moosmann und Schäfer haben fast alles Wesentliche berührt. Besonders hervorzuheben ist, die gründliche Durcharbeitung der Klanggestaltung durch EFW und die Analyse seiner noch verbliebenen Werke. 

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Der kommende Gott, von Heinrich Rombach, ist ein Buch das man in wenigen Stunden gelesen hat, und das mich mit diesem einfach klaren Gedankengebäude das ganze Leben begleiten wird. Es ist Buch das eine tiefgründige Wirkung besitzt und  der Philosoph Rombach hat die Gabe, so Grundsätzliches so rein in einfachen Sätzen sagen zu können, dass man zutiefst ergriffen wird. Ich habe dieses Buch viermal, fünfmal oder mehr gelesen, am Schluss war fast jeder Satz unterstrichen, weil dieser Rombach einfach in seiner gesamten Aussage richtig liegt. Heraklit - Hölderlin - Nietzsche, das sind einige der Vorboten einer menschlichen Erfahrensweise, die neben der wissenschaftlichen Methode existiert und die Rombach Hermetik nennt. Spätestens seit Carl Gustav Jungs Entdeckungen der Seelenbilder der Menschheit, die er Archetypen nannte und die er in der Alchemie wiederfand, fand nun das hermetische Wissen, welches wie angedeutet eine andere Betrachtung der Welt vornimmt, als es eben mit wissenschaftlichen Methoden oder der Hermeneutik gemacht wird, Eingang in größere Kreise der Bevölkerung. Vielleicht spielt auch hier eine Rolle, dass die traditionellen Religionen an ihren erstarrten Riten und Denkmustern festhalten, obwohl sich die Welt doch bewegt. Der kommende Gott nun ist ein "JA" und ein Aus-Weg vom nihilistischen Weltbild und das wie ein hell erleuchteter Stern.

 

Walcker_Hm.jpg (14844 Byte) Die Walcker-Hausmitteilungen von 1949 bis 1972. Es wurden insgesamt 42 Hefte erstellt. Diese Hefte wurden zu einer Auflage von 2500 bis 3500 gedruckt und an Organisten und Sachverständige sowie allen Freunden des Hauses Walckers verschickt. Heute stellen diese Hefte eine Dokument dar, über eine Zeit, die zumindest in der heutigen Gegenwart nicht besonders interessant scheinen vermag. Diese Hausmitteilungen werden in absehbarer Zeit hier über Links detaillierter vorgestellt.
Lehr.jpg (20227 Byte) Die moderne Orgel, in wissenschaftlicher Beleuchtung, von Karl Lehr aus dem Jahr 1912 ist ein Buch das besonders für Orgeln der spätromantischen Epoche wichtige technische Elemente enthält. Ich meine vor allem die Berechnungen und Darstellungen von Bälgen und von pneumatischen Steuerungen. Lehr war Domorganist in Worms und hat auch zum Verständnis von klanglichen Phänomenen durch vereinfachte Lehrsätze etwas Klarheit beigetragen. Dieses Buch lag noch in meiner Lehrzeit im Technischen Büro als elementares Nachschlagewerk aus. Heute dürfte es vor allem zu Restaurierungszwecken hinzugezogen werden.
Goebel.jpg (38683 Byte) Theorie und Praxis des Orgelpfeifenklanges, Joseph Goebel. Ein Buch, das wohl jeder Orgelbauer schon einmal in der Hand hatte, und das dann, wenn man die ersten Intonationsstunden hinter sich hat und weitere einfache griffige Erklärungen und Zusammenhänge braucht, immer irgendwie im Handgepäck mitreist und mit dabei ist, wenn man an der Orgel arbeitet. Für mich ist dies das einzige Buch eines Orgelbauers, welches direkten praktischen Wert hat.
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Romano Guardini "Das Ende der Neuzeit" -  es ist ein Buch, das jeder verantwortlich Handelnde jedes Jahr einmal lesen sollte. Ein Mahner und ein letzter Weiser deutet Zusammenhänge und offene Geheimnisse. Wir erschrecken über die Wahrheit, über die wir täglich stolpern, und die wir nicht sehen wollen. Guardinis Buch erschien 1952 in der ersten Auflage - man sollte es nicht glauben.... Der Mensch steht wieder vor dem Chaos, und das ist um so furchtbarer, als die meisten gar nicht sehen, weil überall wissenschaftlich gebildete Leute reden, Maschinen laufen und Behörden funktionieren. Von jetzt an und für immer wird der Mensch am Rand einer sein ganzes Dasein betreffenden, immer stärker anwachsenden Gefahr leben. 

[Guardini Seite 76 .. 77]

Haeberli.jpg (29620 Byte) Die Einheit von Kosmos - Atom - und Geist, Gerhard Häberli . 

Geist gegen Materie gesetzt, dies ist der Ruf des Gerhard Häberli, und es ist eine durchwachsene Erkenntnis die Häberli in diesem Buch veranschaulicht. Die Physik, ich stelle direkt ein weiteres Buch vor, welches den selben Konsens aufweist, hat abgedankt, die Theorien der heutigen Physik sind nicht wesentlich anderer Natur als die der ersten Vorsokratiker, immer noch insektenhaft den Rüssel in die Materie gesteckt. Häberlis Erkenntnis setzt auf kleinste, feinstoffliche Masseteilchen, die untereinander verbunden sind, so dass eine Information die das Universum zu durchlaufen hat nur wenige milliardstel Sekunden benötigt -  dafür würde das Licht Millionen Jahre benötigen. Das Universum ist ein großer zusammenhängender Geist...und was heißt nun unendlich, was ist dann überhaupt Zeit, was Raum ?

Soucek.jpg (32860 Byte) Die Ungleichheit von Uratom zum Kosmos, von Theodor Soucek ...hat mit diesem Buch eine Bresche für alle Dynamik und gegen jede Behauptung aller klassischen Wissenschaften geschlagen. Seine Entdeckung ist, dass es keinerlei identische Dinge auf der Welt gibt, ja nicht einmal ein identisches Atom geben kann. Der Vergleich von 65.000 Schneeflocken, die alle eine andere Form hatten, begründete diese Entdeckung -  sie ist aber schon uralt, der erste Dynamiker war Heraklit, aber auch Goethe... keine gleichet der anderen, bis Nietzsche erkannten, dass Mathematik in der dinglichen Realität nichts verloren hat, da es nicht zwei gleiche Dinge gibt, die wir miteinander in Rechenbeziehung bringen können. Eine Totalabsage an jedes "digitale Denken", an jedes Denken, welches mit den herkömmlichen wissenschaftlichen Methoden neue Erkenntnisse zu erwirtschaften gedenkt. Ich würde prognostizieren, dass Soucek mit diesem Buch die Bibel der modernen Wissenschaft geschaffen hat, hätte er nur eine solidere Sprache gewählt.
Ligeti_1.jpg (64010 Byte) Martin Herchenröder " György Ligetis Orgelwerke" ist ein Buch, das uns den großen Gegenwartskomponisten Ligeti, der als einer der wenigen Komponisten überhaupt für die Orgel geschrieben hat, näher bringt und vor allem verständlicher werden läßt. Ich habe dieses Buch in vollen Zügen genossen  und endlich auch etwas über Kompositionstechniken gelernt. Und ich hatte das Glück Herrn Prof. Herchenröder persönlich einmal in Trossingen kennezulernen. Immer wieder höre ich auch, dass er um Siegen herum viele interessante Aufführungen macht. 
Ligeti_2.jpg (39304 Byte) Wolfgang Burde " György Ligeti" eine Monographie wurde vor zehn Jahren aufgelegt, und war die erste Monographie des Komponisten. 
Deckblatt.jpg (22489 Byte) Hans Joachim Mosers " Orgelromantik" sollte mir ein Buch werden, zu dem ich immer wieder greifen sollte. Nun, nachdem sich die hellsichtige Voraussicht des Verfasser mehr oder weniger überzeugend eingestellt hat, dass Romantik einfach in der Seele des Menschen vergraben liegt und er wieder und wieder danach verlangen muss, zwischen dem Dualismus der Wachheit und dem Traume, zwischen Rechenschieber und Zeichengriffel, zwischen Maschinengeräusch und irrealem, metaphysischem Tonreich und dessen Belebung durch den von jenseits gelenktem Einfall, Musik aus der Doppelheimat von Kosmos und Seele... da habe ich mich doch entschlossen dieses wichtige Buch wieder aufzulegen, damit es auch den nachfolgenden Generationen lebendig erhalten bleibt. Im letzten Satz sagt Moser etwas, das sich mir tief in die Seele gesenkt hat : Ohne diese (ich gebrauche dafür mal das Wort "Metaphysik", könnte aber auch "Romantik" dafür sagen) sind wir ein sinnloses Mikrobengewimmel, lediglich dem Eiweißhunger untertan, biologische Auswirkung der organischen Chemie, mit ihr aber erst bewußte Menschheit als Spiegel Gottes.
Rainer.jpg (21308 Byte) Rainer Maria Rilke "Die Gedichte", ein Band mit über 1100 Seiten für 12 € . Ohne viel Worte zu machen, es ist eine Fackel an menschlicher Wärme, von dem Erneuerer der Deutschen Sprache. Wenn man in diesen Tagen und Stunden wieder "Deutschland, Deutschland " hören muss, vom dümmsten Pöbel, der leider Gottes immer wieder unsere Straßen säumen muss, so höre ich hier eine deutsche Sprache, die schon nahezu identisch mit Musik ist und die tief mit Harmonie verwoben ist und ich höre eine uralte, weise Stimme, die da sagt "werdet wieder Menschen".
Richter.jpg (16768 Byte) Klaus Peter Richter "Soviel Musik war nie", 1997 erschienen im Luchterhand Verlag, beleuchtet den Umstand, wie heute Musik gehört wird und wann und warum sich E- und U-Musik gebildet und getrennt haben. Die Sprache Richters ist gewöhnungsbedürftig. Der Zeitungsschreiber Richter wickelt die Zusammenhänge musikwissenschaftlich schön locker auf, er redet so, wie es im Spiegel oder in der Frankfurter Rundschau stehen könnte, fast zusammenhanglos plappert er in Teil I über Hoch- und Subkultur, Jazz, E-und U-Musik in einer Sprache die einem elendig (modern) vorkommt. Dann aber im II.Teil erläutert ein gänzlich geläuteter "Richter" sorgfältig von der musikalischen "Ich"-Evolution über den "Aufstieg des Historismus" bis zum "wissenschaftlichen Historismus" wo dem Leser blanke Zusammenhänge wie Schuppen von den Augen fallen. Hier also, so sage ich mir, ist unsere Orgelbewegung eingebettet, und der Autor hat auch diese und den Cäcilianismus nicht vergessen. Allein dieser Buchteil ist es wert von jedem Orgelliebhaber gelesen zu werden.

 

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