Wien   

 

2006_6

27.SEPT NEWS
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Frank Baranowsk, neuer Bürgermeister in Gelsenkirchen hat in der letzten Ratssitzung am 15.9.06 definitiv die Kündigung des Finanzierungsplanes Hans Sachs-Haus ausgesprochen, so dass kein anderer Weg, als der des Abrisses des Hans-Sachs-Hauses übrig bleibt. Der Beginn vor rund 80 Jahren hat sich etwas anders angehört (ziemlich exakt der Zeitpunkt als sich Oscar Walcker oben ablichten liess). Was wir hier exemplarisch erleben sind die verschiedenen Phasen einer  Zivilisation, die ihr kulturelles Erbe, dem sie geistig und seelisch nicht mehr gewachsen ist, auflöst. Dasselbe im Falle der Beckerath-Orgel oder der thüringischen Kulturlandschaft.  Wir erleben als Zeitzeugen live die geistige und musische Sterilisierung unseres Landes.

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Sorge um Thüringens Kulturlandschaft
Mit Sorge nimmt die Konferenz der Landesmusikräte aller Länder, die Versammlung der Präsidenten aller Länder, die geplanten Kürzungen für die Thüringer Theater- und Orchesterlandschaft durch die Thüringische Landesregierung zur Kenntnis.
Sollten diese Pläne umgesetzt werden, droht der größte flächendeckende Orchesterabbau, den es jemals in der Bundesrepublik gegeben hat. Die Folgen wären nicht nur einschneidend für das professionelle Musikleben in Thüringen, sie wären gravierend für die gesamte Musikszene, für die Laienmusik, für die musikalische Nachwuchsförderung, für die Neue Musik und die Kirchenmusik. Dieser Kulturabbau in der vorgesehenen Dimension führt zur kulturellen Verödung ganzer Regionen und hätte lediglich einen „Spareffekt“ von ganzen 0,1% des Landeshaushaltes.
Der Appell der Konferenz der 16 Landesmusikräte richtet sich daher an alle Verantwortungsträger, die Chancen für eine zukunftsfähige Musikkultur in Thüringen, in der die Theater- und Orchesterkultur das Rückgrat bildet, nicht einem falschen Verständnis von Sparmaßnahmen zu opfern, sondern sich engagiert für die Umsetzung des von allen Kulturverbänden begrüßten Landeskulturkonzeptes einzusetzen.

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Auch auf die Gefahr hin, dass wir von katholischen Fundamentalisten mit Bann belegt werden, ein letzter Kommentar zur deutschen Papstreise.

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J. S. Bachs früheste Notenhandschriften auf CD
Weimarer Orgeltabulatur
Werke von Buxtehude, Reincken, Pachelbel und Bach
Jean-Claude Zehnder an der Schnitger-Orgel, St. Jacobi, Hamburg
Mit Weltersteinspielungen

Carus 83.197, CD, 17.90 €

Wer bis vor kurzem glaubte, zu Johann Sebastian Bach sei alles gesagt, hat sich getäuscht. Dies zeigt der diesjährige spektakuläre Fund in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Entdeckt wurden dort einige bislang unbeachtete Handschriften, die jetzt nachweislich dem jungen Bach zugeordnet werden konnten. Die Handschriften enthalten Werke von Johann Adam Reincken und Dieterich Buxtehude sowie zwei bislang völlig unbekannte Werke Pachelbels in der Abschrift von Bachs Weimarer Schüler Johann Martin Schubart. Die Bach-Abschriften wurden auf die Zeit um 1700 datiert, so dass damit die bisher frühesten eigenhändigen Dokumente Bachs vorliegen. So sind nun erstmals Einblicke in den musikalischen Entwicklungsstand des 13-15-jährigen Bach möglich. Die Funde zeigen die außerordentliche Begabung, die es ihm schon früh ermöglichten, sich an so anspruchsvolle Werke der führenden Orgelkomponisten seiner Zeit zu wagen.

Der international renommierte Organist und ausgesprochene Bach-Kenner Jean-Claude Zehnder präsentiert auf der vorliegenden CD diese spektakulären Fundstücke und bietet einen klingenden Einblick in das frühe Repertoire Bachs, das für seine spätere kompositorische Entwicklung prägend war. Die Einspielung auf der 1693 fertiggestellten und 1989-93 rekonstruierten Schnitger-Orgel in der St. Jacobi Kirche in Hamburg stellt durch ihre historische Nähe ein beeindruckendes Zeitzeugnis dar.

 

24.SEPT
NEWS  - über Eberhard Friedrich Walcker
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Das Jahr 1857 im Lichte eines Taschenkalenders  von Eberhard Friedrich Walcker. Ein Dokument, das uns sehr, sehr viel Arbeit gekostet hat. Auf den 16 Textseiten sind auch Skizzen  Eberhard Friedrichs und seine komplexe Auseinandersetzung mit den Konstruktionen Aristide Cavaillé-Colls, dessen Werkstatt er in diesem Jahr besucht hat. Außerdem war Walcker in der Schweiz und in London, wo er sich auf die Bostoner Orgel vorbereitet hat. Wir haben den kompletten Kalender transkripiert und alle wichtigen Passagen in dieses PDF-Dokument eingebracht. Es wird klar, dass die Geschichtsschreibung über EFW eine Menge wird ändern müssen. Für jeden Orgelbauer und Orgelliebhaber aber geht aus diesen wenigen Zeilen und Bildern hervor, wie wichtig der romantische Deutsche Orgelbau war gegen den Französischen Orgelbau gesetzt. Den heutigen Technokraten, die mit ihren positivistischen Formeln an der Romantik herumhampeln sei gesagt, dass sie aus diesen wenigen Äußerungen des romantischen Genies und Schaffenden lernen können, zumindestens,  dass Technik eben nur eine untergeordnete Bedeutung hat gegen jeden schöpferischen Vorgang im Menschen. Damals, noch unter dem Einfluss Goethes und Schillers hat das deutsche Handwerk intuitiv und damit Großartiges geschaffen. Heute, unter dem Einfluss von Stubengelehrten und troglodytischen Mathematiklehrern, wird alles verdorben, was jene an Orgeln fassen. Hier, in der Deutschen Orgelromantik sind die Quellen, um unsere organole Gegenwart aufzuwerten - nirgendwo sonst..  (16MBYTE PDF)

22.SEPT
NEWS  - von Bieren, Frauen und  Erdbeermarmelade
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In Hansi Urpils gipfelt der saarländische Individualismus, bei den Schwaben geht das in  gemäßigteren Formen in Richtung Alpirsbacher-Klosterbräu ab. Auch von dort werden Unzüchtigkeiten in der Form gemeldet, dass man die Walcker-Orgel, die man gegen eine bildhauermonumentale Winterhalter-Orgel auswechselt, nun beim Abbau völlig neu gesehen hat. An dieser Orgel waren über 1000 Pfeifen mit Watte zugestopft, was den Alpirsbacher-Klosterbrauern, jene, welche die neue Orgel sponsern, unheimlich vorkam. "Ja Watte in den Ohren", das können sich die bierseligen Schwarzwälder noch irgendwie vorstellen, aber das Pfeifenwerk zustopfen, dann den Tutti-Knopf drücken und nichts hören, das ist unverschämt. Kommissar Klaglos ermittelt nun, ob die Walcker-Orgel, die Ihren Weg bereits nach Rumwenzori oder nach Faisalabad genommen hat, zu Unrecht aus der Klosterkirche hinausgeschmissen wurde. Weil sie ja lauter hätte singen können, hätte man ihre Watte vorher entdeckt?! Ohne Zweifel, die Orgel ist eine Dame, aber solche Mengen Watte?

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Endlich! Endlich! Endlich! - lesen wir einen Artikel der Ars Organi, der eine elementare historische Tatsache auf den Tisch bringt, welcher Entwicklungen, die uns heute und gestern stark in unserer Orgelkultur geprägt haben, neu beleuchtet und damit neue Zusammenhänge des entstandenen Orgelklangs aufscheinen lassen. Markus Zepf : Adolf Geßner, der vergessene Kritiker der Elsässischen Orgelreform.  Ein ganz entscheidender Satz, der von allen Organolen und Dreiviertelshistorikern zehntausendemal gelesen werden müsste ist: Rupp und Schweitzer rühmen mehrfach die Klangschönheit der Silbermann-Orgeln von 1741 in St. Thomas, Strasbourg, die Schweitzer 1906 vor dem Abbruch bewahrt hatte. Doch diese Stimmen waren Veränderungen von Martin Wetzel, der 1836 die Aliquoten und Mixturen ersetzt und das gesamte Werk nach einer Erhöhung des Windrucks neu intoniert hatte. (Ende Zitat) Hört jedermann, was ich hier höre. Nicht, dass irgendein Zweifel an der Klanggestalt Andreas Silbermanns oder Nachfahren hier auftaucht. Sondern, unter dem Etikett "Silbermann" ist etwas verborgen, das nicht Silbermann ist. Und auch die ganze daraus abgeleitete Konsequenz beruht auf einem völligen Irrtum. Das, meine Damen und Herren, das ist Geschichte. Und das sind die wahren Historiker, die Derartiges aus der Geschichte herausarbeiten - nicht zu vergleichen mit jenen Buchstabenjongleuren die nur von anderer Stelle abschreiben. Die Basis der Elsässischen Reform war nie Silbermann, es war auch Silbermann, aber auch Wetzel, Walcker, Cavaillé.

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Joghurtfarbene Orgelpastelle entwickelt sich wieder mehr in Richtung "kräftige Erdbeermarmelade", eine Sonderform des  populären neorealistischen Spätexpressionismus. Die karamellisierende Wirkung, die Diabetis mellitus im Endzustand, scheint durchaus beabsichtigt.  Dies als kurze Randnotiz zur momentanen Stilentwicklung (A28) im deutschen Orgelbau - sehr schön an Einlassungen des Organi zu entnehmen (das ars lassen wir aus stilistischen Gründen einfach weg). Bleibt der Hinweis, dass wir es durchaus begrüßen, solange nicht die Farbpalette in Richtung Hengstenberg oder Nutella aufgemischt wird.

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gebrauchte Rudolf v. Beckerath-Orgel 35 Register zu verkaufen

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gebrauchte romantische Orgel 26 Register zu verkaufen

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... und hier gleich der Skandal um den Verkauf der Beckerath-Orgel dazu

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...guter Ratschlag: (wie unlängst geschehen)

Also ich muss gestehen, die Disposition, die Sie mir kürzlich zugeschickt haben ist wirklich eine ausgereifte Sache, sehr intelligent gemacht die Verteilung von Prinzipalen auf die drei Manuale und die Idee der Ersatzprinzipale (Streicher!) - einfach umwerfend! Damit haben Sie eine Gestaltung geschaffen, die man als klassische  Generallinie in heutiger Zeit bei Hausorgeln an die Hand geben kann, wo auch das 19. Jahrhundert im Konzept berücksichtigt bleibt.  Eine Kleinigkeit würde ich etwas ändern. Im Ersten brauchen Sie eine Mixtur, die auf 2 2/3' basiert und mit Terz 1 3/5'. Das ist auch für eine Hausorgel eigentlich ein Notwendigkeit. Ja, und im Zweiten, da fehlt der 4', damit man ein vollständiges Cornett hat. Dann muss natürlich die Gambe ins Erste. Ja,-- und der Salicional hat im Dritten überhaupt nichts verloren, der muss auch ins Erste!! Um Himmels Willen, im Dritten ist ja gar keine Aeoline, darauf verzichten?!, aufs Abschwächungsprinzip, das wär gegen alle Prinzipien - und jetzt wird die Vox coelest natürlich auf die Aeoline getrimmt. Bloß nicht ab c0, kastrierte Streicher bringen nichts. Der fehlende Violonbass 16 im Pedal wird sich bemerkbar machen, also mindestens dorthin ein  Violoncell 8. Ehrlich gesagt, die Septime im Zweiten hat überhaupt keinen Sinn. Aber  wir haben noch keine harmonique?! Und  eine Oboe im Dritten fehlt au....., au weiha au weiha.

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Die sümpfonische Orgel ist ein kleiner Artikel, den ich vor einem Jahr hier gezeigt habe und mit dem ich mir ganz hübschen Ärger einhandelte. Aber nicht deswegen wurde er entfernt, sondern, weil ein kleiner Fehler beim  Abspeichern mit dem Umlaut geschah. Also für die Fans der "Sümpfe" ist er jetzt wieder als PDF zu lesen.

 

16.SEPT NEWS  -   am Ende von Regensburg
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Colloquium Cavaillé-Coll  findet statt vom 5. auf 6. Oktober in Gent, und wird von der Stadt Gent ausgerichtet. Informationen gibt es unter frontispicium@skynet.be oder unter Tel 0484 94 51 23. Neben verschiedenen Vorträgen werden auch diverse Konzerte dargeboten.

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Die Walcker-Orgel in der St. Columba Gaeilic Church zu Glasgow (Opus 1175/1904, III-34 Reg) - a Highland-Cathedral Organ -a  National Treasure -  ein Nationalschatz der Highlands -  so lesen wir es auf einer der schottischen Homepages, die ich hier als pdf darstelle, damit man in drei Wochen auch noch drauf zugreifen kann. Natürlich ist der Spieltisch alles andere als Walcker, und die Dispo wurde an die Highlands angepasst - dennoch eine perfekte spätromantische Orgel, deren Klang mit Sicherheit unserer Vorstellung von Orgelklang sehr nahe kommt.

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Das Ende der Reger-Biennale in Giengen wurde von einigen Presseartikeln munter kommentiert. Wir haben zwei herausgegriffen, die sachlich klar und umfassend das Geschehen dokumentieren. In jedem Fall ist diese Konzert-.Veranstaltung der Beweis, dass Musik-Aktion um unsere geliebte Romantik erfolgreich sein kann. Das Mekka für Kirchenmusik um Reger liegt also wieder in Süddeutschland. Möge der Wunsch in Erfüllung gehen, dass noch viele Orgeln für diese Musik ihre Klanglichter erstrahlen lassen werden. Auch unsere Auffassung ist, dass besonders im Osten die Bewegungen und tendenziellen Möglichkeiten am größten sind.

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Zum Papstbesuch, seiner Benedikt-Orgel und der kreischenden Kommentare zu seiner Bemerkung in Sachen Mohammed und der Gewalt, wollen wir hier auch noch einige Irritationen hinzufügen. Jedenfalls wäre es fatal sich diesen laufenden Aggressionen aus dem Morgenland permanent, wie auch in Sachen Muhammed-Karikatur geschehen, zu beugen, und in Angst vor deren Terroristen immer klein beizugeben. Wir sind ganz klar der Auffassung, dass die Unterdrücker im Morgenland sitzen und dort ihren Menschen Freiheiten und Toleranz entziehen, wie das bei der katholischen Kirche vielleicht noch 1650 vereinzelt in Europa der Fall war. Sie spüren, dass sie ihre Macht nur erhalten können, wenn sie laufend neue Feinde an die Wand malen. Mir persönlich ist der Umstand, dass man wieder einen Ausländer zum Bau der Orgel hergeholt hat, wesentlich peinlicher, als all die aufgeblasenen Attitüden von arabischen Schreihälsen. Da sind wir Deutschen endlich mal Papst, und dann geben wir die Papstorgel in die Schweiz?! Aber Vorsicht, denn bezahlt hat sie ein Steuerbetrüger der Extraklasse, der sich, wie man an dem gelinkten Artikel ersehen kann, versichert hat, dass er nicht vor seinem Besuch beim Papst verhaftet wird. (Man stelle sich vor, er gibt dem Papst die Hand in Handschellen?!) Auch bei uns in Deutschland, so denke ich, wird man kaum noch eine richtige Orgel ohne Korruption hinbekommen.

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... das wird die Engländer von ihren Sitzen hauen, lesen wir in einer Email kurz nach Veröffentlichung unseres St. Georges.pdf. Und tatsächlich haut es nicht nur Engländer sondern auch Deutsche von ihren Sitzen. Das Dokument wurde in dieser Woche rund 220 mal heruntergeladen, was bei solchen Brocken ungewöhnlich hoch ist. Direkt danach folgt mit rund 150 Downloads der Artikel des Schwedischen Orgelforums - der allerdings schon recht lange auf unseren Seiten ist. Die Akzeptanz von Aeoline.de ist weiterhin ungebrochen: mit rund 1500 Zugriffen jede Woche, wird auf diese Seite heute weltweit über Links verwiesen. Besonders Wikipedia u.a. Lehr-oder enzyklopädische Sammlungen verweisen hierauf. Allerdings halte ich persönlich von diesen laiengeformten Weisheitszentralen nicht sehr viel: Ein Sack voller Klugheiten mit Unmengen an Fehlern. Da sind mir doch unsere wissenschaftlichen Experten mit ihrem verlustig gegangenem Gesamtweltbild tausendmal lieber. Mit rund 20.000 Zugriffen wieder diese Woche, haben wir eine sehr gute Ausgangsbasis geschaffen, einmal, um die Orgel einer virtuellen Öffentlichkeit zugängig zu machen in unkonventionellen Formen, und das andere Mal um globale Interessen in Bereichen um die Walcker-Orgeln und ihre Wirkungen zu befrieden. Dahinter stecken keine wirtschaftlichen Interessen, wie uns übrigens ein Gericht bei einer Auseinandersetzung bestätigt hat. Walckerorgel.de darf sich nach dieser Beurteilung als "private Homepage" ohne Schwerpunkt auf kommerzielle Nutzung bezeichnen, was insbesondere bei Nutzung von copyright-geschützten Daten von Bedeutung ist. In unserer Internetwerkstatt liegen momentan zwei Brocken in Bearbeitung, das eine über "Balgsysteme" seit Silbermann - aber Schwerpunkt "Orgelromantik" und das andere ist Orgelspieltische, auch hier Schwerpunkt "Romantik", quasi eine Ergänzung zu dem Walckerschen Spieltischbuch. Wir hoffen wenigsten Spieltische noch vor unseren Auslandsreisen nach Guatemala, Chile, Rumänien, Litauen, Bulgarien, fertigzustellen, - weil dann ist erstmal wieder längere Zeit Schluss.

16.SEPT

L'Abbé Amniots Kommentar zur Woche: Das ptolemäische System der abendländischen Geschichtsschreibung wurde im Jahre 1917 von Oswald Spengler zertrümmert, und er setzte ganz bewusst in seinem "Untergang des Abendlandes" ( erstm. 1917, dann 1928, Sonderausgabe 1998, Becksche Verlagsbuchhandlung) seine kopernikanische Entdeckung. Nämlich jenes gleichwertige Bestehen der Kulturen in Indien, Babylon, China, Ägypten, der arabischen und mexikanischen Historien. Für aufmerksame Beobachter gegenwärtiger Entwicklungen wird sofort aufleuchten, dass unser mitteleuropäisches selbstgerechtes Maßnehmen in Sachen Arabien und China, an einer historischen Krankheit leidet: Europa und Amerika sind nicht der Mittelpunkt der Welt - und sie waren es nie!  Gabor Steingart hat mit seinem Buch "Weltkrieg um Wohlstand - Wie Macht und Wohlstand neu verteilt werden" Piper-Verlag, am 14.09.06 erschienen, wieder die eingleisige Perspektive der Europäer eingenommen: Asien trumpft auf, die gelenkte Marktwirtschaft in China erledigt kategorisch die europäische und amerikanische Wirtschaft. Damit haben wir nun mit den von den US-Amerikanern und Engländern vorgefundenen arabischen Terroristen wieder klare und einfache Formeln wie die der Weltkriegs-Treiber: "wir werden von kulturlosen Barbaren bedroht". Diese Vor-Weltkriegsphase, der Wirtschaftskrieg heute, wird von Steingart klar erkannt und benannt..

Die große Gefahr, die ich sehe ist, dass anstelle von Heilserwartung und Bescheidenheit, der Gier und der Erwartung eines Öko-Messias, ohne Beschränkung nun Platz gemacht wird - auf Jesu wartet keiner mehr.... Jeder Einzelne könnte sich das chinesische Billigprodukt, welches ohne jegliche Sozialabsicherung seiner Arbeiter  erstellt wurde, versagen. Jeder Naturfreund müsste es sich verbieten je chinesische Waren und indische Dienstleistungen in die Hand zu nehmen, da dies ökologisches Teufelszeug ist. Keiner tut es.

Nicht nur der Kapitalist, der dorthin geht, wo sein Kapital am meisten abwirft, wäre zu maßregeln. Nein, jeder der kosteneffizient denkt und nicht Ethik und Religion im Vordergrund zu sehen pflegt, macht sich in der Sache schuldig. Mit jedem Kauf eines fernöstlichen Produkts erteilen die Käufer dem heimischen Sozialstaat und seiner Solzialabsicherung eine Absage. Jeder Käufer des billigen Asienramsches produziert Hartz-Vierler in Deutschland. Eine Analogie zur "Papstorgel" die wie alle Renommierprojekte unbedingt im Ausland fabriziert werden musste, ist hier nicht angedacht. Nur der Hinweis sei erlaubt, dass der in Deutschland gesuchte Spenden-Betrüger, der die Papst-Orgel finanzierte, zu diesem heiligen Zweck einreisen durfte, mit dem Papst reden durfte, und dann, ohne verhaftet zu werden, wieder nach Liechtenstein ausreisen durfte. War hier der Papst gut beraten?

Schlecht beraten jedenfalls war der Papst in seiner historischen Abhandlung über Mohammed in der Regensburger Uni jedenfalls nicht. Denn die muslimischen Agitatoren nutzen die intellektuelle Unbeholfenheit ihrer fanatisierten Massen rigoros aus. So kann man aus einer zweifelsfrei berechtigten Aussage, dass Religion ohne Gewaltanspruch wirken muss, eine Horde Dummköpfe zum Rasen bringen. Übrigens gilt das für jede fundamentalistische Ausrichtung. Die absichtliche Verzerrung der Worte Papst Benedikts von Muslimen kann nur als böswillige Manipulation  bezeichnet werden, die nichts anderes im Sinn hat als Unfrieden und Terror.

Die Auslandsverschuldung der USA wächst an jedem Wochentag um 660 Millionen Dollar. Kein Ökonom der Welt kann je erklären, wie diese Schuld beglichen werden soll. Kein Freund der Wirtschaftsethik könnte je erklären, wie ein Unternehmen in den USA angesichts solcher Zahlen, noch an feste Gründe in der Wirtschaft glauben kann. Wie erklärt ein solches Monstrum an Staat denn seinen Bürgern "Zurückhaltung", "schonen", "sparen" , "Bescheidenheit" ??

Wir wissen ja von den deutschen Nazis aus den 1930 Jahren, dass sie sich auch keine Gedanken um die Rückzahlung ihrer Überschuldung Gedanken gemacht haben, weil ihnen ihr Weg ja so sonnenklar war.

Jakob Burkchardt schrieb in seinem Jahrhundert-Bestseller "Weltgeschichtliche Betrachtungen"(erstmals erschienen 1868) "Ohnehin sollten wir gegen das Mittelalter schon deshalb den Mund halten, weil jene Zeiten Ihren Nachkommen keine Staatsschulden hinterlassen haben." Also nicht nur in räumlicher Auseinandersetzung mit Ost oder West befinden wir uns, wenn wir Analogien zur Geschichte und unserer Zeit heute ziehen, sondern auch in zeitlicher Analogie. Es gab Zeiten, die wir heute belächeln, in denen Diskussionen um  wirtschaftliches Wachstum Lachkrämpfe an des Fürsten Tafel ausgelöst hätten. Und vielleicht wird es wieder Zeiten geben, wo gesteinigt wird, weil man menschliche Qualität weit hinter die der Wirtschaft ansetzt.  (LAA)

11.SEPT

special offers

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Harmonium , Lindholm, mit rund 20 Registern in Bass und Diskant geteilt, für 650,-- zu verkaufen an Selbstabholer (Saarland). Zustand hervorragend, Bälge sind dicht, Klang ist sehr schön. Motor kann auf Wunsch eingebaut werden. Angebot Gültigkeit: 2 Wochen

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Alte englische Orgel Ende 19JH in Chilsworthy Methodist Church, Devon, UK mit einem Manual, 5 stops, mechanische Traktur.

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Heissler-Tonventilmagnete 24V ca 50 Stück,  sowie alle Sorten von alten und neuen Hebelmagneten (12-24V), Wurlitzer-Magnete, engl. Solenoidmagnete in geringen Stückzahlen, Kammrelais alle Sorten, alle Einzelteile EUR10.-- per Stück. Bei Anfragen bitte Bild mitsenden.

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Außerdem haben wir div. Einzelpfeifen romantischer Register, Dolcen, Aeolinen u.a., diese Einzelpfeifen werden zum Einzelpreis von EUR 20,-- zuzügl. Versand verschickt. Auf Wunsch vorab ein Foto per Email. Wir geben ab 2 Laukhuff Motoren mit 14 cbm/min, Schnellläufer je EUR 250,--.

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aus unserem Archiv-Zeichnungs-Kopierdienst, den wir eingerichtet haben gibt es zu sagen, dass alle Zeichnungen unseres Archivs gegen Gebühr von EUR 50.-- kopiert werden, das Copyright bleibt dabei erhalten. Wir können hier anbieten: von elektro pneum. Relais, Balgkonstruktionen bis zu umfangreichen Durchschnitten, die allerdings komplexere Kosten verursachen. Bitte hierzu anfragen. Die hier angezeigte Zeichnung ist natürlich in der Auflösung ans Web reduziert.

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our Service for old Walcker-sketches from 1910 to 1938 is established now! We will copy for you every sketch for only EUR 50.--. We do have a lot of designs of pneumatic relais and bellows, although very comlete organdesigns. Please ask gewalcker@t-online.de, we are happy to give you any advices

8.SEPT

NEWS  -   at the end o t week

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Nachtrag zu Wemmetsweiler:  Hefte aus Wemmetsweiler werden nächste Woche versand. Vom Einweihungskonzert werden wir ein Video hier zeigen. Die Abnahme von Domorganist Josef Still fand am Montag, den 8.September statt. Dazu gab es folgenden Kommentar von Still: ... dass es so gut werden würde, hätte ich nicht gedacht.

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Der fantastische Klang einer der besten Skinner-Orgeln zeigt Stephen Tharp per 7:26 Video auf dem unterlegten Link von www.youtube.com. Erläuterung und Demonstration der Orgel in der Rosary Cathedral. Herrliche satte Zungen. Daneben gibt es aber auch noch drei weitere Videos von Tharb, Daniel Roth und Vincent Dubois an verschiedenen Cavaillé-Coll-Orgeln. - Mustergültig gemacht !! - Danke an PL für den Hinweis

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Kathedrale in Chur erhält neue Kuhn-Orgel mit 41 Register, erhebliches Pfeifenmaterial aus der alten Orgel von 1936 .Der Einbau der Domorgel in der Kathedrale Chur erfolgt ab November 2006. Die offizielle musikalische Einweihung der Orgel wird im Herbst 2007 erfolgen.

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Orgelbauer der zweiten Reihe treten ins Rampenlicht  Sachsen-Anhalts reiche Orgellandschaft entdeckt ihre verkannten Meister. Der fast vergessene Ladegast-Zeitgenosse Julius Strobel baute zahlreiche Orgeln im Harz, darunter in der Dorfkirche von Dietersdorf. Von dem immensen Kraftakt, mit dem im Nachwende-Osten schwer Not leidende Baudenkmale vor dem Untergang gerettet wurden, haben die Orgeln spät erst profitiert. Ihr Schicksal ist ja in der Regel mit dem der Kirchengebäude unausweichlich verbunden, unter deren Dach sie sich befinden.

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Ein neues Heim für alte Orgeln  Andor Izsák sammelte die Instrumente aus Synagogen. Orgeln wurden bis zur Nazizeit auch in den Synagogen viel genutzt. Der Ungar Andor Izsák will den alten Instrumenten ein eigenes Haus in Hannover geben. Auf den ersten Blick ist es nur ein reichlich ausgeprägter Spleen: Ein Mann aus Hannover sammelt Orgeln und sucht eben in dieser Stadt nach einem ausreichend großen Gebäude und Sponsoren, um die Instrumente auch präsentieren zu können. Bei genauerem Hinsehen aber ist der 62 Jahre alte Andor Izsák ein Provokateur ausgerechnet auf einem Feld mit Empfindlichkeiten: Der in Ungarn geborene Jude Izsák kämpft seit fast zwei Jahrzehnten gegen das Vergessen und Verdrängen auf beiden Seiten.

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Erfurter Orgel als großes Vorbild Erfurt/Königsberg. CAD-Versimplifizierung: Die Erfurter Haupt- und die Chororgel baute die Firma Schuke noch einmal für den Dom im russischen Kaliningrad. Mehr als 500000 Menschen besuchen jährlich den Erfurter Dom. So fiel eine kleine Gruppe aus dem russischen Kaliningrad, die sich im Jahr 2003 von Domorganist Silvius von Kessel auf den Domberg führen ließ, nicht besonders auf. Das städtische Wahrzeichen, der Königsberger Dom, in dem der berühmteste Sohn der Stadt, der Philosoph Immanuel Kant (1724-1804) begraben liegt, war 1944 während des Zweiten Weltkrieges stark zerstört worden. In den 90er Jahren begann mit Unterstützung der russischen Regierung der Wiederaufbau des Doms als kulturell-religiöses Zentrum. Eine gewaltige Aufgabe, die mittlerweile weitgehend vollendet ist.

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Silbermann-Ausstellung in Karlsruhe Die Geschichte einer Orgelbauerfamilie- Der Name Silbermann steht im Orgelbau für höchste Qualität und musikalische Vollkommenheit. Noch heute ist der Name dieser elsässisch-sächsischen Orgelbauerfamilie aus dem 18. Jahrhundert selbst für Laien keine Unbekannte. Eine gemeinsam vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe, dem Franziskanermuseums Villingen-Schwenningen und den Archives de la Ville et de la Communauté Urbaine Strasbourg erarbeitete Ausstellung beleuchtet Leben, Wirken und Nachwirken der Silbermanns. Seit dem vergangenen Wochenende wird sie im Karlsruher Museum beim Markt gezeigt.

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St.GEORGE'S HALL ORGAN in Liverpool dürfte wohl eine der interessantesten Orgeln des British Empires sein. Durch Zufall fand ich, auf Spurensuche nach Spieltischen, ein Heft zum Re-Opening im Jahre 1957 der Orgel "with Compliments from Mr. Henry Willis". Dieses Heft beinhaltet nicht nur die sagenhafte Disposition der Orgel sondern auch ein hervorragendes Bild des Pfeifenwerks und der zu diesem Anlass tätigen Organisten mit Bilder und Konzertprogrammen: Fernando Germani, Jeanne Demessieux, Dr. G. Thalben-Ball,  Dr. Caleb Jarvis, Noel Rawsthorne, Marcel Dupré, Pierre Chochereau. Jedem Organisten ist eine Seite gewidmet. Fast das komplette Heft haben wir hierzu eingescannt. Aber Vorsicht - das PDF hat über 12 MBYTE!

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FUGA COMAXXIA - heißt unser abstraktes Comic-Video, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat die Fantasie und Fuge über B-A-C-H op.46 von Max Reger mit Comik zu unterstützen und neu zu sehen oder zu hören. Unser Wissens ein bisher einmaliges Unterfangen. Die stark verkürzte Version kann hier leicht  eingesehen und natürlich mit der untermalten Fantasie und Fuge gehört werden. Das komplette Video, das wie Fantasie und Fuge Regers rund 20 min dauert, ist noch nicht fertig - kann dann aber bei uns angefordert werden. Die Fertigstellung hängt vom Pizzaverbrauch ab - denn nur unter einer dampfenden Pizza hawai kann eine ausbalancierte Synchronisation von Klang und Comikbild erfolgen, alle anderen Wege führen ins Nichts. Hier nun sehen wir erstmals wie sich die Orgeln Boston, Ulm und Helsinki komikhaft in Klang auflösen. (ca. 11 MBYTE)

 

L'Abbé Amniots Kommentar zur Woche: Die "Spätzles-Connäkschän", jenes süddeutsche Gebräu das aus der Paarung Dagobert Duck´s und einer Breitmaulfröschin entstand, und die sich momentan sehr breit macht in der Festlegung und klaren Definition, was eine Walcker-Orgel sein darf.  Wobei z.B. die weit hergeholte Behauptung, dass "Schramberg" und "Neuhausen" die einzigen zur Diskussion stehenden Orgeln seien, die Klänge Eberhard Friedrich Walckers repräsentieren, was als ein vollkommener Unsinn bezeichnet werden kann. Gerade diese beiden Instrumente haben einen außerordentlichen und auch hervorragenden Klang, der in beiden Fällen aber alles andere als dem Klangempfinden des großen Meisters entspricht. Das eine ist eine neoromantische Variante des schweizerischen Orgel-Pragmatismus, das andere spätromantische Ostgotik. Beides parallel gehört, lässt uns Welten dazwischen hören, aber nie einen zusammenhängenden Klangraum. Noch niemals einen und den selben Orgelbauer. Fast zum Tränenreich die beiden durchschlagenden Zungen - wobei die ostgotische noch ihre Geschichte hat (auch die schweizerische hat eine, sie war die einzige Durchschlagende der neobarocken Gieseckes). Die herben und filigranen Klänge von Hoffenheim hat keine dieser beiden Instrumente. Weswegen Hoffenheim als die letzte Hoffnung Eberhard Friedrich Walckers bezeichnet werden kann. Dort allerdings gab's keinen Dagobert Duck und auch keinen Breitmaulfrosch - weswegen die Sache nicht an große Glocken gehängt wurde. (LAA)

4.SEPT

NEWS-interna

  

 

 

 

 

 

 

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Beifallstürme und Bravorufe für Organist und Orgelbauer in der Katholischen Kirche St. Michael in Wemmetsweiler während der gestrigen  Orgelsoiree des Organisten Manfred Kochems. Bereits im ausgelegtem Heft zur Wiederherstellung der Orgel wurde die Begeisterung durch Manfred Kochems und dem Kirchengemeinderat am neu gestaltetem Instrument erkennbar. Das Konzert von Kochems, bei dem die klanglichen Stärken der Orgel voll ausgespielt wurden, hat keinen der 250 Besucher in der gotischen St. Michaelkirche unberührt gelassen. Bei der Fuge in D-dur von Max Reger opus 59,6 konnte so ein 24stufiges Crescendo realisiert werden, wie wir das von neobarocken Orgel her nie gehört haben.  "Bravo" und  "Zugabe" und brausender Beifall auch für den anwesenden Orgelbauer am späten Sonntagabend zeugten von der Begeisterung der Kirchenbesucher über das klanglich neu gestaltete Instrument. Kochems und Walcker führten anschließend die Orgel interessierten Gruppen vor, wobei mehrere Organisten aus dem Saarland Kenntnisse und Erfahrungen mit dem Hausorganisten und Orgelbauer austauschten.

              Das Heft zur Wiedereinweihung wird kostenlos an alle Interessenten verschickt.

              Anfrage hierzu bei gewalcker@t-online.de
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alte englische Orgel zu verkaufen  Alfred Oldknow. c.1860 jetzt in der Methodist Church, St. Aubin, Jersey, C.I. UK   2 manuals and pedals with tracker action throughout.stop action mechanical. - also Schleifladen.

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und fast geschenkt gibts eine  Meacock  ca 1850, Standort : South Cave Methodist Church, North Humberside. UK mit 1 manual and pedals - 5 stops of course Tracker action

 

2.SEPT

NEUE NEWS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und wie man sieht, haben wir uns eine neue bessere Lesart einfallen lassen, bei der der blaue Titelbogen mit einem PDF-file (oft mit guten Bildern) hinterlegt ist. Und wie gewohnt kann man dieses file über sehr lange Zeiträume hier auffinden und herunterladen:

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Felix Hell an der Walcker-Orgel in Lüdenscheid: Wie spielt jemand, dem der Ruf eines großen Nachwuchstalents vorauseilt, auf einer Orgel, die nicht mehr im Vollbesitz ihrer klanglichen Schönheit ist? "Ohne Probleme", lässt sich nach diesem Konzert sagen.

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 Fünf Prozent Romantik sind nicht genug: "Alte haben mehr Seele", sagt Thomas Schermuly und denkt dabei an "geprüfte, Walcker-getreue Orgelpfeifen", die im Moment noch in der Wohnung des Organisten lagern und auf ihren Einbau in die Orgel der Oranier-Gedächtnis-Kirche warten. Gekauft hat Schermuly die Pfeifen für das drittgrößte Musikinstrument Wiesbadens zunächst auf eigene Rechnung, um "irgendwann das ursprüngliche Klangbild" wieder herstellen zu können.

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Die Orgel sie braust so  trunken schwer: Bertolt Brecht, dessen Todestag sich am 14. August zum 50. Mal jährt, wusste schon früh, die Musik für sich zu nutzen. Um seiner Freundin "Bi" (die später von ihm schwanger wurde) zu imponieren, dirigiert der 15-Jährige - stumm, aber mit Taktstock - eine dicke Partitur

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Kirche und Orgel der Nikolai-Kirche in Burg auf Fehmarn hat uns schon seltsam stark fasziniert, so dass wir hier eine kleine Bilder-Internetseite fabriziert haben, welche die romanische und gotische Lebendigkeit wieder geben soll, welche in der Kirche herrscht und ihre vorzügliche meditative Stille.

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Früheste Musik-Handschriften des jungen Johann Sebastian Bach entdeckt

Weimar. Experten sprechen von einem musikgeschichtlich überaus bedeutenden Fund: In Weimar sind die beiden bislang frühesten Musikhandschriften von Johann Sebastian Bach aufgetaucht. Sie lassen auf die Lehrjahre des jungen Musikers schließen. Eines der Dokumente stammt aus der Zeit um 1697, das andere entstand um 1700.

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Musik erfüllt alte Kirchen: Saalkreis/Bitterfeld/MZ. Das Zweite Deutsch-Russische Musikfestival wurde am Donnerstag in der Kirche Ostrau eröffnet. Unter dem Titel "Lebendige Musik" präsentierte die russische Organistin Ekaterina Leontjewa zusammen mit ihren sechs Schülern aus Sankt Petersburg Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel oder Felix Mendelssohn Bartholdy.

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Oberlinger erhält Auftrag ausChina. WINDESHEIM Es war ein großer Tag für die Orgelbaufirma Oberlinger und das angrenzende OrgelArt-Museum: Bischof Yü, der Leiter der evangelischen Kirche von Peking und Nordchina, besuchte zusammen mit geistlichen Würdenträgern und Regierungsbeamten Windesheim.

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Pfarrei St. Ursula muss Orgel an Orgelbaufirma Eule zurückgeben. Die katholische Pfarrgemeinde St. Ursula muss nach nur zwei Jahren ihre Orgel an den Hersteller zurückgeben. Das sieht ein gerichtlicher Vergleich vor, den die Gemeinde und die Orgelbaufirma aus Bautzen geschlossen haben. Für die Nutzung muss die Pfarrei rund 30 000 Euro zahlen. Die Gemeinde hatte die Orgel, die nach Angaben des Herstellers knapp 200 000 Euro kostete, im Jahr 2004 bestellt, bevor das Erzbistum dafür die notwendige schriftliche Zustimmung gegeben hatte. Diese blieb aus, und damit auch die erhoffte Bezuschussung durch die Diözese. Die Gemeinde selbst konnte nur eine erste Rate zahlen, daraufhin klagte die Orgelbaufirma.

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einen Hinweis zu unserer CD-Sammlung: ...so verständlich es auch erscheinen mag, neue CDs mit dem Etikett "Weltersteinspielung" auf dem Markt attraktiver erscheinen zu lassen, so sollte man im Vorfeld doch akribisch recherchieren, ob dem denn auch so ist. Unter http://www.walckerorgel.de/gewalcker.de/neu_trautner_riga.htm wird die sicherlich verdienstvolle Einspielung von D. Trautner im Dom zu Riga zu Recht gelobt. Indes, die Ersteinspielung von Karg-Elerts Improvisation über "Näher mein Gott, zu dir!" erfolgte nicht auf dieser CD, sondern mit der Einspielung von Christopher Herricks "Organ Fireworks VII" an der Klais-Orgel der Hallgrímskirkja, Reykjavík 1996 mit freundlichen Grüßen W.V.                   wir danken für diesen wertvollen Hinweis (gwm)

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Auf der Orgel von E.F Walcker op. 478 in Iglesia de Las Mercedes, Grecia, Costa Rica werden laufend Konzerte gegeben. Am 9.September findet erneut ein Konzert statt, mit Orgel und Trompete.

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Stolz berichtet die Firma Casavant/Canada, auf ihrer Homepage, dass einer der berühmten Walcker dort als Intonateur tätig war. Wir haben noch nicht herausgefunden, wessen Sohn es war.

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last not least wollen wir darauf hinweisen, dass morgen, Sonntag, den 3.Sept.06 um 18Uhr45 die Wiedereinweihung der Wemmetsweiler Walcker-Orgel stattfindet. Hierzu wird Manfred Kochems, der Hausorganist von St. Michael, Wemmetsweiler, ein schönes Konzert spielen.
 

L'Abbé Amniots Kommentar zur Woche:

um ein altes Wort Gottfried Benns umzuschreiben auf unsere virtuelle und artifizielle, in jedem Fall aber gegenwärtige Realität: Wer der Gegenwart zu viel bieten möchte, wie es hier manche Eintagsfliegen an ihrem einen Tag dringend bedürfen, der redet niemals Geschichte! Alles was man auf dem Netz findet: die Fresse von Titanen und das Gehirn von Troglodyten.

Dass Netze auch rückwärts wirken, unabhängig vom Wirken der Spinne, lesen wir in einer württembergischen Bauernzeitung, wo ein Bezirkskantor, bei dem täglich die gesamte Europäische Organistenklientel anklopft, um auf seiner Orgel spielen zu dürfen. Dabei ergeht sich jener Heroe der Orgelspielkunst in Kritik an der abendländischen Orgelbauerzunft, indem er realisiert, dass die romantische Ulmer Münster Orgel ungerechtfertigterweise abgerissen wurde. Offensichtlich ist unbekannt, dass der Abriss in 50 Jahres-Schüben erfolgte, und auch schon sein eigenes Handeln in dieser Sache Oscar Walcker sehr bemängelte. Die Kronen jedoch, die man sich heute aufsetzt, das wäre Geschichtsbewußtsein, würde man es erkennen, werden morgen im Papiermüll landen, mit noch bösartigeren Kommentaren der ökologisch orientierten Jugend besprüht. Aber Geschichte als große geistige Kontinuität zu empfinden und zu  l e b e n ! - wir reden hier von Kunst, Poesie und Musik -  das erfordert nicht nur Kraft sondern auch entsprechende Reflexion. Und am Anfang den unbedingten Willen hinter die Wirksamkeit jener Kunst in der Geschichte zu blicken -  also den Willen zur Erkenntnis. Was heute in betriebsame Wissenschaftlichkeit untergegangen ist.

Einen großen Coup landen, und nicht davon reden, hingegen, wir finden es kaum, es würde uns mit der Menschheit versöhnen. Die Kritik am Oberlehrer, der früher einfach nur an den Orgel herumgedudelt habe - ist so falsch, wie man gar nicht falscher reden kann. Denn der Oberlehrer des Reichs war die Grundsubstanz des deutschen Volkes, ohne den es keine Orgeln gegeben hätte - und vielleicht, das ist mein großer Verdacht, keine Poesie. Die Oberlehrer heute jedoch, ich erinnere nur an den pfälzischen Troglodyten, welcher in der rechten Hand den Taschenrechner und in  der Linken den ausgerissenen Knochen einer Kuh hält. Mit diesem zählt er die Pfeifen des Mittelfelds ab, um dann mit sorgsamen kleinen Zeichen Zahlen in sein Oberlehrerheft  zu schreiben, sein kleines Element zu papieren. Das sind die farblosen Karos, deretwegen sich Arthur Schopenhauer mehrmals heftig in "Welt als Wille und Vorstellung" erbrochen hat. Nietzsche hingegen hat die "Fabrikwaare Mensch" niemals mehr erwähnt.

Das Netz also, das uns so umspannt, es ist von kleiner separierter Dummheit derjenigen gewoben, deren völlig begrenzte Fantasia Maß und Rhythmus bestimmen. Den Hauptgrund für diesen Mangel, sehe ich darin, dass die Orgel ausschließlich im interpretatorischen Sinne Verwendung findet. Ein "Malen nach Zahlen", das ist "Musizieren nach Noten". Keiner würde vor dem Essen ein Heft aufschlagen, um nach dessen Rhythmus, Takt und Tonhöhenmodulation zu speisen. Bei Wiedergabe von Musik auf der Orgel haben wir uns an jene Behinderung der Organisten gewöhnt. Nur die Wenigsten, auch das wusste Oscar Walcker bereits in den 30erJahren, können improvisieren -  das heißt überhaupt Orgelspielen. (LAA)

 

 

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