|
Wien
| |
| |
2006_6 |
|
|
|
|
|
27.SEPT |
NEWS |
|
 |
Frank Baranowsk, neuer Bürgermeister in
Gelsenkirchen
hat in der letzten Ratssitzung am 15.9.06 definitiv die Kündigung des
Finanzierungsplanes Hans Sachs-Haus ausgesprochen, so dass kein anderer
Weg, als der des Abrisses des Hans-Sachs-Hauses übrig bleibt.
Der Beginn vor rund
80 Jahren hat sich etwas anders angehört
(ziemlich exakt der Zeitpunkt als sich
Oscar Walcker oben ablichten liess). Was wir hier exemplarisch
erleben sind die verschiedenen Phasen einer Zivilisation, die ihr
kulturelles Erbe, dem sie geistig und seelisch nicht mehr gewachsen ist,
auflöst. Dasselbe im Falle der Beckerath-Orgel oder der thüringischen
Kulturlandschaft.
Wir erleben als Zeitzeugen live die geistige und musische
Sterilisierung unseres Landes. |
 |
Sorge um Thüringens Kulturlandschaft
Mit Sorge nimmt die
Konferenz der Landesmusikräte aller Länder, die Versammlung der
Präsidenten aller Länder, die geplanten Kürzungen für die Thüringer
Theater- und Orchesterlandschaft durch die Thüringische Landesregierung
zur Kenntnis.
Sollten diese Pläne umgesetzt werden, droht der größte flächendeckende
Orchesterabbau, den es jemals in der Bundesrepublik gegeben hat. Die
Folgen wären nicht nur einschneidend für das professionelle Musikleben in
Thüringen, sie wären gravierend für die gesamte Musikszene, für die
Laienmusik, für die musikalische Nachwuchsförderung, für die Neue Musik
und die Kirchenmusik. Dieser Kulturabbau in der vorgesehenen Dimension
führt zur kulturellen Verödung ganzer Regionen und hätte lediglich einen
„Spareffekt“ von ganzen 0,1% des Landeshaushaltes.
Der Appell der Konferenz der 16 Landesmusikräte richtet sich daher an alle
Verantwortungsträger, die Chancen für eine zukunftsfähige Musikkultur in
Thüringen, in der die Theater- und Orchesterkultur das Rückgrat bildet,
nicht einem falschen Verständnis von Sparmaßnahmen zu opfern, sondern sich
engagiert für die Umsetzung des von allen Kulturverbänden begrüßten
Landeskulturkonzeptes einzusetzen. |
 |
Auch auf die Gefahr hin,
dass wir von katholischen
Fundamentalisten mit Bann belegt werden, ein letzter Kommentar zur
deutschen Papstreise. |
 |
|
J. S. Bachs früheste Notenhandschriften
auf CD
Weimarer
Orgeltabulatur
Werke von Buxtehude, Reincken, Pachelbel und Bach
Jean-Claude Zehnder an der Schnitger-Orgel, St. Jacobi, Hamburg
Mit Weltersteinspielungen
Carus 83.197,
CD, 17.90 € |
 |
Wer bis vor kurzem
glaubte, zu Johann Sebastian Bach sei alles gesagt, hat sich getäuscht.
Dies zeigt der diesjährige spektakuläre Fund in der Herzogin Anna Amalia
Bibliothek: Entdeckt wurden dort einige bislang unbeachtete Handschriften,
die jetzt nachweislich dem jungen Bach zugeordnet werden konnten. Die
Handschriften enthalten Werke von Johann Adam Reincken und Dieterich
Buxtehude sowie zwei bislang völlig unbekannte Werke Pachelbels in der
Abschrift von Bachs Weimarer Schüler Johann Martin Schubart. Die
Bach-Abschriften wurden auf die Zeit um 1700 datiert, so dass damit die
bisher frühesten eigenhändigen Dokumente Bachs vorliegen. So sind nun
erstmals Einblicke in den musikalischen Entwicklungsstand des
13-15-jährigen Bach möglich. Die Funde zeigen die außerordentliche
Begabung, die es ihm schon früh ermöglichten, sich an so anspruchsvolle
Werke der führenden Orgelkomponisten seiner Zeit zu wagen.
Der international renommierte Organist und ausgesprochene Bach-Kenner
Jean-Claude Zehnder präsentiert auf der vorliegenden CD diese
spektakulären Fundstücke und bietet einen klingenden Einblick in das frühe
Repertoire Bachs, das für seine spätere kompositorische Entwicklung
prägend war. Die Einspielung auf der 1693 fertiggestellten und 1989-93
rekonstruierten Schnitger-Orgel in der St. Jacobi Kirche in Hamburg stellt
durch ihre historische Nähe ein beeindruckendes Zeitzeugnis dar.
|
|
|
24.SEPT |
|
|
NEWS
-
über
Eberhard Friedrich Walcker
 |
Das
Jahr 1857 im Lichte eines Taschenkalenders
von Eberhard Friedrich
Walcker. Ein Dokument, das uns sehr, sehr viel Arbeit gekostet hat.
Auf den 16 Textseiten sind auch Skizzen Eberhard Friedrichs und
seine komplexe Auseinandersetzung mit den Konstruktionen Aristide
Cavaillé-Colls, dessen Werkstatt er in diesem Jahr besucht hat.
Außerdem war Walcker in der Schweiz und in London, wo er sich auf
die Bostoner Orgel vorbereitet hat. Wir haben den kompletten
Kalender transkripiert und alle wichtigen Passagen in dieses PDF-Dokument
eingebracht. Es wird klar, dass die Geschichtsschreibung über EFW eine
Menge wird ändern müssen. Für jeden Orgelbauer und Orgelliebhaber aber
geht aus diesen wenigen Zeilen und Bildern hervor, wie wichtig der
romantische Deutsche Orgelbau war gegen den Französischen Orgelbau
gesetzt. Den heutigen Technokraten, die mit ihren positivistischen Formeln
an der Romantik herumhampeln sei gesagt, dass sie aus diesen wenigen
Äußerungen des romantischen Genies und Schaffenden lernen können,
zumindestens, dass Technik eben nur eine untergeordnete Bedeutung
hat gegen jeden schöpferischen Vorgang im Menschen. Damals, noch unter dem
Einfluss Goethes und Schillers hat das deutsche Handwerk intuitiv und
damit Großartiges geschaffen. Heute, unter dem Einfluss von
Stubengelehrten und troglodytischen Mathematiklehrern, wird alles verdorben, was jene an
Orgeln fassen. Hier, in der Deutschen Orgelromantik sind die Quellen, um unsere organole Gegenwart
aufzuwerten - nirgendwo sonst.. (16MBYTE PDF) |
|
|
|
|
22.SEPT |
|
|
NEWS -
von Bieren, Frauen und Erdbeermarmelade
 |
In
Hansi Urpils gipfelt der saarländische
Individualismus, bei den Schwaben geht das in gemäßigteren Formen in
Richtung Alpirsbacher-Klosterbräu ab. Auch von dort werden
Unzüchtigkeiten in der Form gemeldet, dass man die Walcker-Orgel, die man
gegen eine bildhauermonumentale Winterhalter-Orgel auswechselt, nun
beim Abbau völlig neu gesehen hat. An dieser Orgel waren über 1000 Pfeifen
mit Watte zugestopft, was den Alpirsbacher-Klosterbrauern, jene, welche
die neue Orgel sponsern, unheimlich vorkam. "Ja Watte in den Ohren", das
können sich die bierseligen Schwarzwälder noch irgendwie vorstellen, aber
das Pfeifenwerk zustopfen, dann den Tutti-Knopf drücken und nichts hören,
das ist unverschämt. Kommissar Klaglos ermittelt nun, ob die
Walcker-Orgel, die Ihren Weg bereits nach Rumwenzori oder nach Faisalabad
genommen hat, zu Unrecht aus der Klosterkirche hinausgeschmissen wurde.
Weil sie ja lauter hätte singen können, hätte man ihre Watte vorher
entdeckt?! Ohne Zweifel, die Orgel ist eine Dame, aber solche Mengen
Watte? |
 |
Endlich! Endlich! Endlich!
- lesen wir einen Artikel
der Ars Organi, der eine elementare historische Tatsache auf den Tisch
bringt, welcher Entwicklungen, die uns heute und gestern stark in unserer
Orgelkultur geprägt haben, neu beleuchtet und damit neue Zusammenhänge des
entstandenen Orgelklangs aufscheinen lassen. Markus Zepf : Adolf
Geßner, der vergessene Kritiker der Elsässischen Orgelreform.
Ein ganz entscheidender Satz, der von allen Organolen und
Dreiviertelshistorikern zehntausendemal gelesen werden müsste ist: Rupp
und Schweitzer rühmen mehrfach die Klangschönheit der Silbermann-Orgeln
von 1741 in St. Thomas, Strasbourg, die Schweitzer 1906 vor dem Abbruch
bewahrt hatte. Doch diese Stimmen waren Veränderungen von Martin Wetzel,
der 1836 die Aliquoten und Mixturen ersetzt und das gesamte Werk nach
einer Erhöhung des Windrucks neu intoniert hatte. (Ende Zitat) Hört
jedermann, was ich hier höre. Nicht, dass irgendein Zweifel an der
Klanggestalt Andreas Silbermanns oder Nachfahren hier auftaucht. Sondern,
unter dem Etikett "Silbermann" ist etwas verborgen, das nicht Silbermann
ist. Und auch die ganze daraus abgeleitete Konsequenz beruht auf einem
völligen Irrtum. Das, meine Damen und Herren, das ist Geschichte. Und das
sind die wahren Historiker, die Derartiges aus der Geschichte
herausarbeiten - nicht zu vergleichen mit jenen Buchstabenjongleuren die
nur von anderer Stelle abschreiben. Die Basis der Elsässischen Reform war
nie Silbermann, es war auch Silbermann, aber auch Wetzel,
Walcker, Cavaillé. |
 |
Joghurtfarbene
Orgelpastelle entwickelt sich wieder mehr in Richtung "kräftige
Erdbeermarmelade", eine Sonderform des populären neorealistischen
Spätexpressionismus. Die karamellisierende Wirkung, die Diabetis mellitus
im Endzustand, scheint durchaus beabsichtigt. Dies als kurze Randnotiz zur momentanen
Stilentwicklung (A28) im deutschen Orgelbau - sehr schön an Einlassungen
des Organi zu entnehmen (das ars lassen wir aus stilistischen
Gründen einfach weg). Bleibt der Hinweis, dass wir es durchaus begrüßen,
solange nicht die Farbpalette in Richtung Hengstenberg oder Nutella
aufgemischt wird. |
 |
gebrauchte Rudolf
v. Beckerath-Orgel 35 Register zu verkaufen |
 |
gebrauchte
romantische Orgel 26 Register zu verkaufen |
 |
... und
hier gleich der Skandal um den Verkauf der Beckerath-Orgel dazu |
 |
...guter Ratschlag:
(wie unlängst
geschehen)
Also ich muss gestehen,
die Disposition, die Sie mir kürzlich zugeschickt haben ist wirklich eine
ausgereifte Sache, sehr intelligent gemacht die Verteilung von Prinzipalen
auf die drei Manuale und die Idee der Ersatzprinzipale (Streicher!) -
einfach umwerfend! Damit haben Sie eine Gestaltung geschaffen, die man als
klassische Generallinie in heutiger Zeit bei Hausorgeln an die Hand
geben kann, wo auch das 19. Jahrhundert im Konzept berücksichtigt bleibt.
Eine Kleinigkeit würde ich etwas ändern. Im Ersten brauchen Sie eine
Mixtur, die auf 2 2/3' basiert und mit Terz 1 3/5'. Das ist auch für eine
Hausorgel eigentlich ein Notwendigkeit. Ja, und im Zweiten, da fehlt der
4', damit man ein vollständiges Cornett hat. Dann muss natürlich die Gambe
ins Erste. Ja,-- und der Salicional hat im Dritten überhaupt nichts verloren,
der muss auch ins Erste!! Um Himmels Willen, im Dritten ist ja
gar keine Aeoline, darauf verzichten?!, aufs Abschwächungsprinzip, das wär
gegen alle Prinzipien - und jetzt wird die Vox coelest natürlich auf die Aeoline getrimmt.
Bloß nicht ab c0,
kastrierte Streicher bringen nichts. Der fehlende Violonbass 16 im Pedal
wird sich bemerkbar machen, also mindestens dorthin ein Violoncell
8. Ehrlich gesagt, die Septime im Zweiten hat überhaupt keinen Sinn. Aber
wir haben noch keine harmonique?! Und eine Oboe im Dritten fehlt
au....., au weiha au weiha. |
 |
Die
sümpfonische Orgel
ist ein kleiner Artikel,
den ich vor einem Jahr hier gezeigt habe und mit dem ich mir ganz hübschen
Ärger einhandelte. Aber nicht deswegen wurde er entfernt, sondern, weil
ein kleiner Fehler beim Abspeichern mit dem Umlaut geschah. Also für
die Fans der "Sümpfe" ist er jetzt wieder als PDF zu lesen. |
|
|
|
|
16.SEPT |
NEWS -
am Ende von Regensburg |
|
 |
Colloquium Cavaillé-Coll
findet
statt vom 5. auf 6. Oktober in Gent, und wird von der Stadt Gent
ausgerichtet. Informationen gibt es unter
frontispicium@skynet.be oder unter
Tel 0484 94 51 23. Neben verschiedenen Vorträgen werden auch diverse
Konzerte dargeboten. |
 |
Die Walcker-Orgel
in der St. Columba Gaeilic Church zu Glasgow
(Opus 1175/1904, III-34
Reg) - a Highland-Cathedral Organ -a National Treasure - ein
Nationalschatz der Highlands - so lesen wir es auf einer der
schottischen Homepages, die ich hier als pdf darstelle, damit man in drei
Wochen auch noch drauf zugreifen kann. Natürlich ist der Spieltisch alles
andere als Walcker, und die Dispo wurde an die Highlands angepasst -
dennoch eine perfekte spätromantische Orgel, deren Klang mit Sicherheit
unserer Vorstellung von Orgelklang sehr nahe kommt. |
 |
Das
Ende der Reger-Biennale in Giengen
wurde von einigen Presseartikeln munter kommentiert. Wir haben zwei
herausgegriffen, die sachlich klar und umfassend das Geschehen
dokumentieren. In jedem Fall ist diese Konzert-.Veranstaltung der Beweis,
dass Musik-Aktion um unsere geliebte Romantik erfolgreich sein kann. Das
Mekka für Kirchenmusik um Reger liegt also wieder in Süddeutschland. Möge
der Wunsch in Erfüllung gehen, dass noch viele Orgeln für diese Musik ihre
Klanglichter erstrahlen lassen werden. Auch unsere Auffassung ist, dass
besonders im Osten die Bewegungen und tendenziellen Möglichkeiten am
größten sind. |
 |
Zum
Papstbesuch, seiner Benedikt-Orgel
und der kreischenden Kommentare zu seiner Bemerkung in Sachen Mohammed und
der Gewalt, wollen wir hier auch noch einige Irritationen hinzufügen.
Jedenfalls wäre es fatal sich diesen laufenden Aggressionen aus dem
Morgenland permanent, wie auch in Sachen Muhammed-Karikatur geschehen, zu
beugen, und in Angst vor deren Terroristen immer klein beizugeben. Wir
sind ganz klar der Auffassung, dass die Unterdrücker im Morgenland sitzen
und dort ihren Menschen Freiheiten und Toleranz entziehen, wie das bei der
katholischen Kirche vielleicht noch 1650 vereinzelt in Europa der Fall
war. Sie spüren, dass sie ihre Macht nur erhalten können, wenn sie laufend
neue Feinde an die Wand malen. Mir persönlich ist der Umstand, dass man
wieder einen Ausländer zum Bau der Orgel hergeholt hat, wesentlich
peinlicher, als all die aufgeblasenen Attitüden von arabischen
Schreihälsen. Da sind wir Deutschen endlich mal Papst, und dann geben wir
die Papstorgel in die Schweiz?! Aber Vorsicht, denn bezahlt hat sie ein
Steuerbetrüger der Extraklasse, der sich, wie man an dem gelinkten Artikel
ersehen kann, versichert hat, dass er nicht vor seinem Besuch beim Papst
verhaftet wird. (Man stelle sich vor, er gibt dem Papst die Hand in
Handschellen?!) Auch bei uns in Deutschland, so denke ich, wird man kaum
noch eine richtige Orgel ohne Korruption hinbekommen. |
 |
... das wird
die Engländer von ihren Sitzen hauen,
lesen wir in einer Email kurz nach Veröffentlichung unseres St.
Georges.pdf. Und tatsächlich haut es nicht nur Engländer sondern auch
Deutsche von ihren Sitzen. Das Dokument wurde in dieser Woche rund 220 mal
heruntergeladen, was bei solchen Brocken ungewöhnlich hoch ist. Direkt
danach folgt mit rund 150 Downloads der Artikel des
Schwedischen Orgelforums - der
allerdings schon recht lange auf unseren Seiten ist. Die Akzeptanz von
Aeoline.de ist weiterhin ungebrochen: mit rund 1500 Zugriffen jede Woche,
wird auf diese Seite heute weltweit über Links verwiesen. Besonders
Wikipedia u.a. Lehr-oder enzyklopädische Sammlungen verweisen hierauf.
Allerdings halte ich persönlich von diesen laiengeformten
Weisheitszentralen nicht sehr viel: Ein Sack voller Klugheiten mit
Unmengen an Fehlern. Da sind mir doch unsere wissenschaftlichen Experten
mit ihrem verlustig gegangenem Gesamtweltbild tausendmal lieber. Mit rund
20.000 Zugriffen wieder diese Woche, haben wir eine sehr gute
Ausgangsbasis geschaffen, einmal, um die Orgel einer virtuellen
Öffentlichkeit zugängig zu machen in unkonventionellen Formen, und das
andere Mal um globale Interessen in Bereichen um die Walcker-Orgeln und
ihre Wirkungen zu befrieden. Dahinter stecken keine wirtschaftlichen
Interessen, wie uns übrigens ein Gericht bei einer Auseinandersetzung
bestätigt hat. Walckerorgel.de darf sich nach dieser Beurteilung als
"private Homepage" ohne Schwerpunkt auf kommerzielle Nutzung bezeichnen,
was insbesondere bei Nutzung von copyright-geschützten Daten von Bedeutung
ist. In unserer Internetwerkstatt liegen momentan zwei Brocken in
Bearbeitung, das eine über "Balgsysteme" seit Silbermann - aber
Schwerpunkt "Orgelromantik" und das andere ist Orgelspieltische, auch hier
Schwerpunkt "Romantik", quasi eine Ergänzung zu dem Walckerschen
Spieltischbuch. Wir hoffen wenigsten Spieltische noch vor unseren
Auslandsreisen nach Guatemala, Chile, Rumänien, Litauen, Bulgarien,
fertigzustellen, - weil dann ist erstmal wieder längere Zeit Schluss. |
|
|
|
|
16.SEPT |
|
|
L'Abbé
Amniots Kommentar zur Woche:
Das ptolemäische System der
abendländischen Geschichtsschreibung wurde im Jahre 1917 von Oswald
Spengler zertrümmert, und er setzte ganz bewusst in seinem "Untergang
des Abendlandes" ( erstm. 1917, dann 1928, Sonderausgabe 1998,
Becksche Verlagsbuchhandlung) seine kopernikanische Entdeckung. Nämlich
jenes gleichwertige Bestehen der Kulturen in Indien, Babylon, China,
Ägypten, der arabischen und mexikanischen Historien. Für aufmerksame
Beobachter gegenwärtiger Entwicklungen wird sofort aufleuchten, dass unser
mitteleuropäisches selbstgerechtes Maßnehmen in Sachen Arabien und China, an
einer historischen Krankheit leidet: Europa und Amerika sind nicht der
Mittelpunkt der Welt - und sie waren es nie! Gabor Steingart
hat mit seinem Buch "Weltkrieg um Wohlstand - Wie Macht und Wohlstand
neu verteilt werden" Piper-Verlag, am 14.09.06 erschienen, wieder die
eingleisige Perspektive der Europäer eingenommen: Asien trumpft auf, die
gelenkte Marktwirtschaft in China erledigt kategorisch die europäische und
amerikanische Wirtschaft. Damit haben wir nun mit den von den US-Amerikanern
und Engländern vorgefundenen arabischen Terroristen wieder klare und
einfache Formeln wie die der Weltkriegs-Treiber: "wir werden von kulturlosen
Barbaren bedroht". Diese Vor-Weltkriegsphase, der Wirtschaftskrieg heute, wird von Steingart
klar erkannt und benannt..
Die große Gefahr, die ich
sehe ist, dass anstelle von Heilserwartung und Bescheidenheit, der Gier und
der Erwartung eines Öko-Messias, ohne Beschränkung nun Platz gemacht wird - auf Jesu wartet keiner
mehr.... Jeder Einzelne könnte sich das chinesische Billigprodukt, welches
ohne jegliche Sozialabsicherung seiner Arbeiter erstellt wurde, versagen.
Jeder Naturfreund müsste es sich verbieten je chinesische Waren und indische
Dienstleistungen in die Hand zu nehmen, da dies ökologisches Teufelszeug
ist. Keiner tut es.
Nicht nur der Kapitalist,
der dorthin geht, wo sein Kapital am meisten abwirft, wäre zu maßregeln.
Nein, jeder der kosteneffizient denkt und nicht Ethik und Religion im
Vordergrund zu sehen pflegt, macht sich in der Sache schuldig. Mit jedem
Kauf eines fernöstlichen Produkts erteilen die Käufer dem heimischen
Sozialstaat und seiner Solzialabsicherung eine Absage. Jeder Käufer des
billigen Asienramsches produziert Hartz-Vierler in Deutschland. Eine
Analogie zur "Papstorgel" die wie alle Renommierprojekte unbedingt im
Ausland fabriziert werden musste, ist hier nicht angedacht. Nur der Hinweis
sei erlaubt, dass der in Deutschland gesuchte Spenden-Betrüger, der die
Papst-Orgel finanzierte, zu diesem heiligen Zweck einreisen durfte, mit dem
Papst reden durfte, und dann, ohne verhaftet zu werden, wieder nach
Liechtenstein ausreisen durfte. War hier der Papst gut beraten?
Schlecht beraten jedenfalls
war der Papst in seiner historischen Abhandlung über Mohammed in der
Regensburger Uni jedenfalls nicht. Denn die muslimischen Agitatoren nutzen die intellektuelle
Unbeholfenheit ihrer fanatisierten Massen rigoros aus. So kann man aus einer
zweifelsfrei berechtigten Aussage, dass Religion ohne Gewaltanspruch wirken
muss, eine Horde Dummköpfe zum Rasen bringen. Übrigens gilt das für jede
fundamentalistische Ausrichtung. Die absichtliche Verzerrung der Worte Papst
Benedikts von Muslimen kann nur als böswillige Manipulation bezeichnet
werden, die nichts anderes im Sinn hat als Unfrieden und Terror.
Die Auslandsverschuldung
der USA wächst an jedem Wochentag um 660 Millionen Dollar. Kein
Ökonom der Welt kann je erklären, wie diese Schuld beglichen werden soll.
Kein Freund der Wirtschaftsethik könnte je erklären, wie ein Unternehmen in
den USA angesichts solcher Zahlen, noch an feste Gründe in der Wirtschaft
glauben kann. Wie erklärt ein solches Monstrum an Staat denn seinen Bürgern
"Zurückhaltung", "schonen", "sparen" , "Bescheidenheit" ??
Wir wissen ja von den
deutschen Nazis aus den 1930 Jahren, dass sie sich auch keine Gedanken um
die Rückzahlung ihrer Überschuldung Gedanken gemacht haben, weil ihnen ihr
Weg ja so sonnenklar war.
Jakob Burkchardt
schrieb in seinem Jahrhundert-Bestseller "Weltgeschichtliche
Betrachtungen"(erstmals erschienen 1868) "Ohnehin sollten wir gegen das
Mittelalter schon deshalb den Mund halten, weil jene Zeiten Ihren Nachkommen
keine Staatsschulden hinterlassen haben." Also nicht nur in räumlicher
Auseinandersetzung mit Ost oder West befinden wir uns, wenn wir Analogien
zur Geschichte und unserer Zeit heute ziehen, sondern auch in zeitlicher
Analogie. Es gab Zeiten, die wir heute belächeln, in denen Diskussionen um
wirtschaftliches Wachstum Lachkrämpfe an des Fürsten Tafel ausgelöst hätten.
Und vielleicht wird es wieder Zeiten geben, wo gesteinigt wird, weil man
menschliche Qualität weit hinter die der Wirtschaft ansetzt. (LAA) |
|
|
|
11.SEPT |
special
offers |
|
 |
Harmonium , Lindholm,
mit rund 20 Registern in Bass und Diskant geteilt, für 650,-- zu verkaufen
an Selbstabholer (Saarland). Zustand hervorragend, Bälge sind dicht, Klang
ist sehr schön. Motor kann auf Wunsch eingebaut werden. Angebot
Gültigkeit: 2 Wochen |
 |
Alte englische Orgel
Ende 19JH in
Chilsworthy
Methodist Church, Devon,
UK mit einem Manual, 5 stops, mechanische Traktur. |
 |
Heissler-Tonventilmagnete
24V ca 50 Stück,
sowie alle Sorten von alten und neuen Hebelmagneten (12-24V),
Wurlitzer-Magnete, engl. Solenoidmagnete in geringen Stückzahlen,
Kammrelais alle Sorten, alle Einzelteile EUR10.-- per Stück. Bei Anfragen
bitte Bild mitsenden. |
 |
Außerdem haben wir div.
Einzelpfeifen romantischer Register,
Dolcen, Aeolinen u.a., diese Einzelpfeifen werden zum Einzelpreis von EUR
20,-- zuzügl. Versand verschickt. Auf Wunsch vorab ein Foto per Email. Wir
geben ab 2 Laukhuff Motoren
mit 14 cbm/min,
Schnellläufer je EUR 250,--. |
 |
aus
unserem Archiv-Zeichnungs-Kopierdienst,
den wir eingerichtet haben gibt es zu sagen, dass alle Zeichnungen unseres
Archivs gegen Gebühr von EUR 50.-- kopiert werden, das Copyright bleibt
dabei erhalten. Wir können hier anbieten: von elektro pneum. Relais,
Balgkonstruktionen bis zu umfangreichen Durchschnitten, die allerdings
komplexere Kosten verursachen. Bitte hierzu anfragen. Die hier
angezeigte Zeichnung ist natürlich in der Auflösung ans Web reduziert. |
 |
our
Service for old Walcker-sketches from 1910 to 1938
is established now! We will copy for you
every sketch for only EUR 50.--. We do have a lot of designs of pneumatic
relais and bellows, although very comlete organdesigns. Please ask
gewalcker@t-online.de, we are happy to
give you any advices |
|
|
|
| 8.SEPT |
NEWS - at
the end o t week |
|
 |
Nachtrag zu Wemmetsweiler:
Hefte aus Wemmetsweiler
werden nächste Woche versand. Vom Einweihungskonzert werden wir ein Video
hier zeigen. Die Abnahme von Domorganist Josef Still fand am Montag, den
8.September statt. Dazu gab es folgenden Kommentar von Still:
... dass es so gut werden würde, hätte ich nicht gedacht. |
 |
Der fantastische Klang einer der besten
Skinner-Orgeln
zeigt Stephen Tharp
per 7:26 Video auf dem unterlegten Link von
www.youtube.com. Erläuterung
und Demonstration der Orgel in der Rosary Cathedral. Herrliche satte
Zungen. Daneben gibt es aber auch noch drei weitere Videos von Tharb,
Daniel Roth und Vincent Dubois an verschiedenen
Cavaillé-Coll-Orgeln. - Mustergültig gemacht
!! - Danke an PL für den Hinweis |
 |
Kathedrale in Chur
erhält neue Kuhn-Orgel
mit 41 Register,
erhebliches Pfeifenmaterial aus der alten Orgel von 1936 .Der Einbau der
Domorgel in der Kathedrale Chur erfolgt ab November 2006. Die offizielle
musikalische Einweihung der Orgel wird im Herbst 2007 erfolgen. |
 |
Orgelbauer
der zweiten Reihe treten ins Rampenlicht
Sachsen-Anhalts
reiche Orgellandschaft entdeckt ihre verkannten Meister. Der fast
vergessene Ladegast-Zeitgenosse Julius Strobel baute zahlreiche
Orgeln im Harz, darunter in der Dorfkirche von Dietersdorf. Von dem
immensen Kraftakt, mit dem im Nachwende-Osten schwer Not leidende
Baudenkmale vor dem Untergang gerettet wurden, haben die Orgeln spät erst
profitiert. Ihr Schicksal ist ja in der Regel mit dem der Kirchengebäude
unausweichlich verbunden, unter deren Dach sie sich befinden. |
 |
Ein neues
Heim für alte Orgeln
Andor Izsák
sammelte die Instrumente aus Synagogen. Orgeln wurden bis zur
Nazizeit auch in den Synagogen viel genutzt. Der Ungar Andor Izsák will
den alten Instrumenten ein eigenes Haus in Hannover geben.
Auf den ersten Blick ist es nur ein reichlich ausgeprägter Spleen: Ein
Mann aus Hannover sammelt Orgeln und sucht eben in dieser Stadt nach einem
ausreichend großen Gebäude und Sponsoren, um die Instrumente auch
präsentieren zu können. Bei genauerem Hinsehen aber ist der 62 Jahre alte
Andor Izsák ein Provokateur ausgerechnet auf einem Feld mit
Empfindlichkeiten: Der in Ungarn geborene Jude Izsák kämpft seit fast zwei
Jahrzehnten gegen das Vergessen und Verdrängen auf beiden Seiten.
|
 |
Erfurter Orgel
als großes Vorbild
Erfurt/Königsberg. CAD-Versimplifizierung: Die Erfurter
Haupt- und die Chororgel baute die Firma Schuke noch einmal für den
Dom im russischen Kaliningrad. Mehr als 500000 Menschen besuchen jährlich
den Erfurter Dom. So fiel eine kleine Gruppe aus dem russischen
Kaliningrad, die sich im Jahr 2003 von Domorganist Silvius von Kessel auf
den Domberg führen ließ, nicht besonders auf. Das städtische Wahrzeichen,
der Königsberger Dom, in dem der berühmteste Sohn der Stadt, der Philosoph
Immanuel Kant (1724-1804) begraben liegt, war 1944 während des Zweiten
Weltkrieges stark zerstört worden. In den 90er Jahren begann mit
Unterstützung der russischen Regierung der Wiederaufbau des Doms als
kulturell-religiöses Zentrum. Eine gewaltige Aufgabe, die mittlerweile
weitgehend vollendet ist. |
 |
Silbermann-Ausstellung in Karlsruhe
Die Geschichte einer
Orgelbauerfamilie-
Der Name Silbermann steht im Orgelbau für höchste Qualität und
musikalische Vollkommenheit. Noch heute ist der Name dieser
elsässisch-sächsischen Orgelbauerfamilie aus dem 18. Jahrhundert selbst
für Laien keine Unbekannte. Eine gemeinsam vom Badischen Landesmuseum
Karlsruhe, dem Franziskanermuseums Villingen-Schwenningen und den Archives
de la Ville et de la Communauté Urbaine Strasbourg erarbeitete Ausstellung
beleuchtet Leben, Wirken und Nachwirken der Silbermanns. Seit dem
vergangenen Wochenende wird sie im Karlsruher Museum beim Markt
gezeigt.
|
 |
St.GEORGE'S
HALL ORGAN in Liverpool
dürfte wohl eine der interessantesten Orgeln des British Empires sein.
Durch Zufall fand ich, auf Spurensuche nach Spieltischen, ein Heft zum
Re-Opening im Jahre 1957 der Orgel "with Compliments from Mr. Henry
Willis". Dieses Heft beinhaltet nicht nur die sagenhafte Disposition
der Orgel sondern auch ein hervorragendes Bild des Pfeifenwerks und der zu
diesem Anlass tätigen Organisten mit Bilder und Konzertprogrammen:
Fernando Germani, Jeanne Demessieux, Dr. G. Thalben-Ball, Dr. Caleb
Jarvis, Noel Rawsthorne, Marcel Dupré, Pierre Chochereau. Jedem
Organisten ist eine Seite gewidmet. Fast das komplette Heft haben wir
hierzu eingescannt. Aber Vorsicht - das PDF hat über 12 MBYTE!
|
 |
FUGA COMAXXIA
- heißt unser
abstraktes Comic-Video, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat die
Fantasie und Fuge über B-A-C-H op.46 von Max Reger mit Comik zu
unterstützen und neu zu sehen oder zu hören. Unser Wissens ein bisher
einmaliges Unterfangen. Die stark verkürzte Version kann hier leicht
eingesehen und natürlich mit der untermalten Fantasie und Fuge gehört
werden. Das komplette Video, das wie Fantasie und Fuge Regers rund 20 min
dauert, ist noch nicht fertig - kann dann aber bei uns angefordert werden.
Die Fertigstellung hängt vom Pizzaverbrauch ab - denn nur unter einer
dampfenden Pizza hawai kann eine ausbalancierte Synchronisation von Klang
und Comikbild erfolgen, alle anderen Wege führen ins Nichts. Hier nun sehen wir erstmals wie sich die Orgeln Boston, Ulm und Helsinki komikhaft in Klang auflösen. (ca. 11 MBYTE)
|
|
|
L'Abbé
Amniots Kommentar zur Woche:
Die "Spätzles-Connäkschän",
jenes süddeutsche Gebräu das aus der Paarung Dagobert Duck´s und einer
Breitmaulfröschin entstand, und die sich momentan sehr breit macht in der
Festlegung und klaren Definition, was eine Walcker-Orgel sein darf.
Wobei z.B. die weit hergeholte Behauptung, dass "Schramberg" und "Neuhausen"
die einzigen zur Diskussion stehenden Orgeln seien, die Klänge Eberhard
Friedrich Walckers repräsentieren, was als ein vollkommener Unsinn bezeichnet
werden kann. Gerade diese beiden Instrumente haben einen außerordentlichen
und auch hervorragenden Klang, der in beiden Fällen aber alles andere als
dem Klangempfinden des großen Meisters entspricht. Das eine ist eine
neoromantische Variante des schweizerischen Orgel-Pragmatismus, das andere
spätromantische Ostgotik. Beides parallel gehört, lässt uns Welten
dazwischen hören, aber nie einen zusammenhängenden Klangraum. Noch niemals
einen und den selben Orgelbauer. Fast zum Tränenreich die beiden
durchschlagenden Zungen - wobei die ostgotische noch ihre Geschichte hat (auch
die schweizerische hat eine, sie war die einzige Durchschlagende der
neobarocken Gieseckes). Die herben und filigranen Klänge von Hoffenheim
hat keine dieser beiden Instrumente. Weswegen Hoffenheim als die letzte
Hoffnung Eberhard Friedrich Walckers bezeichnet werden kann. Dort allerdings
gab's keinen Dagobert Duck und auch keinen Breitmaulfrosch - weswegen die
Sache nicht an große Glocken gehängt wurde. (LAA) |
|
|
|
4.SEPT |
NEWS-interna |
|
|
 |
Beifallstürme
und Bravorufe
für Organist und Orgelbauer in der Katholischen Kirche St. Michael in
Wemmetsweiler während der gestrigen Orgelsoiree des Organisten
Manfred Kochems. Bereits im ausgelegtem Heft zur Wiederherstellung
der Orgel wurde die Begeisterung durch Manfred Kochems und dem
Kirchengemeinderat am neu gestaltetem Instrument erkennbar. Das Konzert
von Kochems, bei dem die klanglichen Stärken der Orgel voll ausgespielt
wurden, hat keinen der 250 Besucher in der gotischen St. Michaelkirche
unberührt gelassen. Bei der Fuge in D-dur von Max Reger opus 59,6 konnte
so ein 24stufiges Crescendo realisiert werden, wie wir das von neobarocken
Orgel her nie gehört haben. "Bravo" und "Zugabe" und
brausender Beifall auch für den anwesenden Orgelbauer am späten
Sonntagabend zeugten von der Begeisterung der Kirchenbesucher über das
klanglich neu gestaltete Instrument. Kochems und Walcker führten
anschließend die Orgel interessierten Gruppen vor, wobei mehrere
Organisten aus dem Saarland Kenntnisse und Erfahrungen mit dem
Hausorganisten und Orgelbauer austauschten. |
Das Heft zur Wiedereinweihung wird kostenlos an alle Interessenten
verschickt.
Anfrage hierzu bei
gewalcker@t-online.de
 |
alte englische Orgel zu verkaufen
Alfred Oldknow. c.1860 jetzt in der Methodist Church, St. Aubin,
Jersey, C.I. UK 2 manuals and pedals with tracker action
throughout.stop action mechanical. - also Schleifladen. |
 |
und fast geschenkt
gibts eine Meacock
ca 1850, Standort : South Cave Methodist Church, North Humberside. UK
mit 1 manual and pedals - 5 stops of course Tracker action |
|
|
2.SEPT |
NEUE NEWS |
|
und wie man sieht, haben wir uns eine neue bessere Lesart einfallen lassen,
bei der der blaue Titelbogen mit einem PDF-file (oft mit guten Bildern)
hinterlegt ist. Und wie gewohnt kann man dieses file über sehr lange
Zeiträume hier auffinden und herunterladen:
 |
Felix Hell an der Walcker-Orgel in Lüdenscheid:
Wie spielt jemand, dem
der Ruf eines großen Nachwuchstalents vorauseilt, auf einer Orgel, die
nicht mehr im Vollbesitz ihrer klanglichen Schönheit ist? "Ohne Probleme",
lässt sich nach diesem Konzert sagen. |
 |
Fünf
Prozent Romantik sind nicht genug:
"Alte haben mehr Seele", sagt Thomas Schermuly und denkt dabei an
"geprüfte, Walcker-getreue Orgelpfeifen", die im Moment noch in der
Wohnung des Organisten lagern und auf ihren Einbau in die Orgel der
Oranier-Gedächtnis-Kirche warten. Gekauft hat Schermuly die Pfeifen
für das drittgrößte Musikinstrument Wiesbadens zunächst auf eigene
Rechnung, um "irgendwann das ursprüngliche Klangbild" wieder herstellen zu
können. |
 |
Die Orgel
sie braust so trunken schwer:
Bertolt
Brecht, dessen Todestag sich am 14. August zum 50. Mal jährt, wusste schon
früh, die Musik für sich zu nutzen. Um seiner Freundin "Bi" (die später
von ihm schwanger wurde) zu imponieren, dirigiert der 15-Jährige - stumm,
aber mit Taktstock - eine dicke Partitur |
 |
Kirche und Orgel der Nikolai-Kirche in Burg auf
Fehmarn
hat uns schon seltsam
stark fasziniert, so dass wir hier eine kleine Bilder-Internetseite
fabriziert haben, welche die romanische und gotische Lebendigkeit wieder
geben soll, welche in der Kirche herrscht und ihre vorzügliche meditative
Stille. |
 |
Früheste Musik-Handschriften
des jungen Johann Sebastian Bach entdeckt
Weimar. Experten
sprechen von einem musikgeschichtlich überaus bedeutenden Fund: In Weimar
sind die beiden bislang frühesten Musikhandschriften von Johann Sebastian
Bach aufgetaucht. Sie lassen auf die Lehrjahre des jungen Musikers
schließen. Eines der Dokumente stammt aus der Zeit um 1697, das andere
entstand um 1700. |
 |
Musik erfüllt alte Kirchen:
Saalkreis/Bitterfeld/MZ.
Das Zweite Deutsch-Russische Musikfestival wurde am Donnerstag in der
Kirche Ostrau eröffnet. Unter dem Titel "Lebendige Musik" präsentierte die
russische Organistin Ekaterina Leontjewa zusammen mit ihren sechs
Schülern aus Sankt Petersburg Werke von Johann Sebastian Bach, Georg
Friedrich Händel oder Felix Mendelssohn Bartholdy. |
 |
Oberlinger
erhält Auftrag ausChina.
WINDESHEIM Es war ein
großer Tag für die Orgelbaufirma Oberlinger und das angrenzende
OrgelArt-Museum: Bischof Yü, der Leiter der evangelischen Kirche von
Peking und Nordchina, besuchte zusammen mit geistlichen Würdenträgern und
Regierungsbeamten Windesheim. |
 |
Pfarrei St.
Ursula muss Orgel an Orgelbaufirma Eule zurückgeben. Die katholische
Pfarrgemeinde St. Ursula muss nach nur zwei Jahren ihre Orgel an den
Hersteller zurückgeben. Das sieht ein gerichtlicher Vergleich vor, den die
Gemeinde und die Orgelbaufirma aus Bautzen geschlossen haben. Für die
Nutzung muss die Pfarrei rund 30 000 Euro zahlen. Die Gemeinde hatte die
Orgel, die nach Angaben des Herstellers knapp 200 000 Euro kostete, im
Jahr 2004 bestellt, bevor das Erzbistum dafür die notwendige schriftliche
Zustimmung gegeben hatte. Diese blieb aus, und damit auch die erhoffte
Bezuschussung durch die Diözese. Die Gemeinde selbst konnte nur eine erste
Rate zahlen, daraufhin klagte die Orgelbaufirma.
|
 |
einen Hinweis zu unserer CD-Sammlung:
...so
verständlich es auch erscheinen mag, neue CDs mit dem Etikett
"Weltersteinspielung" auf dem Markt attraktiver erscheinen zu lassen, so
sollte man im Vorfeld doch akribisch recherchieren, ob dem denn auch so
ist. Unter
http://www.walckerorgel.de/gewalcker.de/neu_trautner_riga.htm wird
die sicherlich verdienstvolle Einspielung von D. Trautner im Dom zu Riga
zu Recht gelobt. Indes, die Ersteinspielung von Karg-Elerts
Improvisation über "Näher mein Gott, zu dir!" erfolgte nicht auf
dieser CD, sondern mit der Einspielung von Christopher Herricks "Organ
Fireworks VII" an der Klais-Orgel der Hallgrímskirkja, Reykjavík
1996 mit freundlichen Grüßen W.V. wir danken für diesen wertvollen
Hinweis (gwm)
|
 |
Auf
der Orgel von
E.F Walcker op. 478 in Iglesia de Las Mercedes, Grecia, Costa
Rica werden laufend Konzerte gegeben. Am 9.September findet erneut ein
Konzert statt, mit Orgel und Trompete.
|
 |
Stolz berichtet die Firma Casavant/Canada,
auf ihrer Homepage, dass einer der berühmten Walcker dort als Intonateur
tätig war. Wir haben noch nicht herausgefunden, wessen Sohn es war.
|
 |
last
not least
wollen wir
darauf hinweisen, dass morgen, Sonntag, den 3.Sept.06 um 18Uhr45 die
Wiedereinweihung der Wemmetsweiler Walcker-Orgel stattfindet.
Hierzu wird Manfred Kochems, der Hausorganist von St. Michael,
Wemmetsweiler, ein schönes Konzert spielen.
|
L'Abbé
Amniots Kommentar zur Woche:
um ein altes Wort
Gottfried Benns umzuschreiben auf unsere virtuelle und artifizielle, in
jedem Fall aber gegenwärtige Realität: Wer der Gegenwart zu viel bieten
möchte, wie es hier manche Eintagsfliegen an ihrem einen Tag dringend
bedürfen, der redet niemals Geschichte! Alles was man auf dem
Netz findet: die Fresse von Titanen und das Gehirn von Troglodyten.
Dass Netze auch rückwärts
wirken, unabhängig vom Wirken der Spinne, lesen wir in einer württembergischen
Bauernzeitung, wo ein Bezirkskantor, bei dem täglich die gesamte
Europäische Organistenklientel anklopft, um auf seiner Orgel spielen zu
dürfen. Dabei ergeht sich jener Heroe der Orgelspielkunst in Kritik an der
abendländischen Orgelbauerzunft, indem er realisiert, dass die romantische
Ulmer Münster Orgel ungerechtfertigterweise abgerissen wurde.
Offensichtlich ist unbekannt, dass der Abriss in 50 Jahres-Schüben
erfolgte, und auch schon sein eigenes Handeln in dieser Sache Oscar Walcker
sehr bemängelte. Die Kronen jedoch, die man sich heute aufsetzt, das wäre Geschichtsbewußtsein, würde man es erkennen, werden morgen im Papiermüll
landen, mit noch bösartigeren Kommentaren der ökologisch orientierten
Jugend besprüht. Aber Geschichte als große geistige Kontinuität zu empfinden und zu
l e b e n ! - wir reden hier von Kunst, Poesie und Musik - das erfordert
nicht nur Kraft sondern auch entsprechende Reflexion. Und am Anfang den
unbedingten Willen hinter die Wirksamkeit jener Kunst in der
Geschichte zu blicken - also den Willen zur Erkenntnis. Was heute in
betriebsame Wissenschaftlichkeit untergegangen ist.
Einen großen Coup landen,
und nicht davon reden, hingegen, wir finden es kaum, es würde uns mit der
Menschheit versöhnen. Die Kritik am Oberlehrer, der früher einfach nur an
den Orgel herumgedudelt habe - ist so falsch, wie man gar nicht falscher
reden kann. Denn der Oberlehrer des Reichs war die Grundsubstanz des
deutschen Volkes, ohne den es keine Orgeln gegeben hätte - und vielleicht,
das ist mein großer Verdacht, keine Poesie. Die Oberlehrer heute jedoch,
ich erinnere nur an den pfälzischen Troglodyten, welcher in der rechten
Hand den Taschenrechner und in der Linken den ausgerissenen Knochen
einer Kuh hält. Mit diesem zählt er die Pfeifen des Mittelfelds ab, um
dann mit
sorgsamen kleinen Zeichen Zahlen in sein Oberlehrerheft zu
schreiben, sein kleines Element zu papieren. Das sind die farblosen Karos,
deretwegen sich Arthur Schopenhauer mehrmals heftig in "Welt als Wille und
Vorstellung" erbrochen hat. Nietzsche hingegen hat die "Fabrikwaare
Mensch" niemals mehr erwähnt.
Das Netz also, das uns so
umspannt, es ist von kleiner separierter Dummheit derjenigen gewoben,
deren völlig begrenzte Fantasia Maß und Rhythmus bestimmen. Den Hauptgrund
für diesen Mangel, sehe ich darin, dass die Orgel ausschließlich im
interpretatorischen Sinne Verwendung findet. Ein "Malen nach Zahlen", das
ist "Musizieren nach Noten". Keiner würde vor dem Essen
ein Heft aufschlagen, um nach dessen Rhythmus, Takt und Tonhöhenmodulation
zu speisen. Bei Wiedergabe von Musik auf der Orgel haben wir uns an jene
Behinderung der Organisten gewöhnt. Nur die Wenigsten, auch das wusste
Oscar Walcker bereits in den 30erJahren, können improvisieren - das
heißt überhaupt Orgelspielen. (LAA)
|
|
die archivierten News dieses Jahres sind unter
01_2006
02_2006
03_2006
04_2006
05_2006
|
|
|
|
|